Zitat
Original geschrieben von frank_aus_wedau
Die Sektsteuer (die sinnigerweise auf Prosecco und andere Schaumweine wegen des geringeren Drucks in der Flasche nicht erhoben wird), gibt es m.W. noch.
Ungeheuer wichtig, und ja, immer noch vorhanden. Immerhin wurde die Eingeführt, um die kaiserliche Kriegsmarine zu finanzieren. Und wo wären wir heute nur ohne? 
Steuern, die einmal eingeführt wurden, werden nicht mehr abgeschaft; höchstens wird das Kind anders benannt.
Und wenn ich höre, das erste Kommunen mit dem Gedanken spielen, Windkraftanlagen extra zu versteuern, weil sich irgendwelche Nachbarn darüber aufregen, dass sich da was dreht, geht mir schon die Hutkrempe auf. Zumal das Geld dann nicht für irgendwelche Schutzwälle (wegen möglichen Geräuschen, oder so) benutzt wird, sondern ganz normal in den Stadtsäckl fliesst (also die gestörten Anwohner genau NULL davon haben). Na ja, dafür wird ja mal wieder der Atomstrom subventioniert (bzw. durch die Verlängerung Milliarden den Stromkonzernen geschenkt) was dann im Endeffekt ja wieder passt.
Das Grundproblem ist eben, das keiner in der Regierung, in den Kommunen, etc. bereit ist zu sparen. Es wird zwar von den Bürgern erwartet (und Händeringend alles besteuert, was bei 3 nicht auf dem Baum ist) aber selber wird Geld immer mehr geradezu verbrannt.
Kein Geld in den Kassen? Kein Problem, dann erhöhen wir die Steuern. Und da wir ja jetzt mehr Geld haben, dafür aber vieles schon an Leistungen gestrichen haben, ist ja zuviel Geld da. Also raus damit. Man kann dann das Geld so schön in Projekte versenken, wie di "Soda" Brücke, das WCCB oder auch Stuttgart 21.
Und wenn dann wieder Milliarden für nichts verpulvert wurden, und die Kassen noch leerer sind als vorher, dann wird halt wieder das Thema höhere Steuern auf den Tisch gebracht.
Und hier liegt das ganze Übel. Es muß endlich mal die Bremse gezogen werden. Dann können sich halt die nächsten 10 Jahre keine Architekten noch zu Lebzeiten ein Denkmal setzen, dann werden halt irgendwelche Prachtbauten in den Städten erst mal nicht gebaut, vor allen nicht bei Bauten, wo man erst in 20 Jahren einen Gewinn erwartet, etc. pp.
Und wenn man nur auf unnötige Dinge, oder sagen wir es anders, Dinge die zum jetzigen Zeitpunkt nicht unbedingt gebraucht werden und ruhig 10 Jahre verschoben werden können, verzichtet würde (und das von der Regierung ab bis zur kleinsten Kuhdorfgemeinde, wo eben kein Parkplatz für den Bürgermeister aus Marmor gebaut wird (kein fiktives Beispiel, gab es wirklich)) könnten Summen in etlichen 3 Stelligen Milliardensummen jährlich gespart werden, und das ohne, das irgendwo wirklich dem Bürger etwas fehlt.
OK, einige Politiker können sich ggf. nciht darüber Profilieren, aber sorry, dafür habe ich sowieso Null Verständnis.
Und wir sehen ja langsam, wohin uns dieses Füllhorn System (Steuern kann man ja immer erhöhen) bringt, immer weiter in eine Staatsverschuldung, die niemals mehr abgezahlt werden kann.
Und Luxussteuer sehe ich dort, wo eben die Leute denen es nicht weh tut (und einige haben ja vor kurzem selber entsprechende Ideen angestoßen) auch mal eben mehr bezahlen. Menschen, denen es jetzt egal ist, ob der 7er BMW jetzt 20.000,- EUR mehr kostet oder nicht.
Aber wenn eine Luxussteuer schon den Mittelstand trifft, ist was schief gelaufen. Und Sie kommt ja bei vielen Dingen auch bei den H4 Empfängern an, was ja nun mal gar nicht geht. Z.B. Hundesteuer; was ist an einem Hund schon Luxus. Und aus der Sicht eines vielleicht 55 jährigen, unverschuldet in die Situation geratenen "armen Schwein" der ausser seinem Hund vielleicht niemand mehr hat, könnte ich es gar nicht verstehen.
Und wenn ein Hund ein Luxusgut ist, warum gibt es keine Pferdesteuer?