Beiträge von Timeslot

    Theoretisch hast Du gem. §§ 437 Nr. 2 Alt. 1, 440 S. 1 Alt. 2, 323 BGB nach dem zweiten erfolglosen Reparaturversuch ein Rücktrittsrecht. Dabei gilt die Beweislastumkehr des § 440 S.2 BGB, sodaß der Verkäufer beweisen muß, daß es sich bei den diversen aufgetretenen Symptomen nicht um denselben Mangel handelt. Handelt es sich tatsächlich um unterschiedliche Mängel, wäre m.E. dennoch ein Rücktritt nach § 440 S. 1 Alt. 3 wegen Unzumutbarkeit, nämlich wegen der Häufigkeit der Mängel, möglich.
    Allerdings müßtest Du gem. § 346 I, II Nr. 3 BGB für die über die bestimmungsgemäße Ingebrauchnahme hinausgehende Nutzung Wertersatz leisten. Berechnet wird er indem der Kaufpreis abzüglich des mangelbedingten Minderwertes druch die voraussichtliche Gesamtnutzungsdauer geteilt wird und der sich ergebende Tagessatz mit der tatsächlichen Nutzungszeit multipliziert wird. Hat der PC also beispielsweise € 1000 gekostet, ist dieser wegen eines defekten Mainboards nur € 800 wert und würde man diesen voraussichtlich 5 Jahre benutzen, so käme man auf einen Tagessatz von € 800 / 1825 Tage = € 0,43/Tag. Besitzt Du den PC seit beispielsweise 100 Tagen, müßtest Du € 43,83 Wertersatz leisten.
    Beweisen müßtest Du jedenfalls, daß diese diversen Fehlersymptome aufgetreten sind und daß Du den Verkäufer zur Nacherfüllung aufgefordert bzw. daß Du den PC zur Reparatur gebracht hast, wofür auch Zeugenaussagen genügen.
    Gewährleistungsansprüche hast Du nur gegen den Verkäufer, sodaß Du alleine ihn zur Nacherfüllung auffordern mußt. Bringst Du den PC zu einem Dritten zur Reparatur, handelt es sich um eine Selbstvornahme, für die der Verkäufer grundsätzlich nicht aufkommen muß.
    Allerdings könntest Du ihm aufgrund des Scheiterns der Nacherfüllung die Kosten für eine fachgerechte Reparatur nunmehr im Wege des Schadensersatzes statt der Leistung nach §§ 280 I, III, 281 I BGB in Rechnung stellen.
    Ich würde jedoch einen Rücktritt bevorzugen, da man nie weiß, ob bei einem Defekt an einer Komponente (Mainboard, Netzteil etc.) womöglich weitere Komponenten in Mitleidenschaft gezogen wurden, sodaß deren Lebensdauer verkürzt wurde.

    Da lag ein ungeschirmtes, altes Telefonkabel und es dürfte so 15-20m lang sein. Habe schon häufiger Ethernet über alte Telefonleitungen installiert. Ob man nacher eine stabile Datenübertragung erreicht, ist Glückssache. Bei einem Kumpel im Neubau haben wir auf einer sehr kurzen Leitung ca. 10-15m regelmäßig Paketverluste bis zu 20%. Kürzlich habe ich bei Bekannten in einem in den 50ern erbauten Haus mit wilder Telefonverkabelung quer durch das ganze Haus auf geschätzten 30-40m Leitungsläge eine absolut stabile Verbindung hinbekommen.

    Ja, das geht. Habe ich bei einem Kumpel, der KabelBW-Kunde ist, auch gemacht.


    Wie Du schon richtig bemerkt hast, mußt Du nur den Abzweig zum Amt abklemmen. Dann kannst Du einfach eine analoge Nebenstelle der FBF mit einer TAE-Buchse verbinden um so das Signal auf die Leitung zu bringen und kannst somit an einer anderen TAE-Buchse einfach ein Telefon einstecken.


    Bei besagtem Kumpel lag übrigens ein 8adriges Kabel in der Wand, sodaß ich die TAE-Buchsen gegen eine Cat5-Doppelbuchse tauschen konnte, an deren ersten Buchse ich Pin 4&5 und an deren zweiten Buchse ich 1,2,3 & 6 belegt habe. Dadurch konnte ich sowohl analoges Telefon als auch Netzwerk in das andere Ende der Wohnung bringen.

    Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    Ist da wirklich noch Luft? Genauso könnte man sagen, bei den SMS-Preisen ist noch Luft. Ehrlich gesagt: Ich weiß es nicht.

    Im Rahmen der Vorverfahrens zur Regulierung der Preise für das Datenroaming durch die EU gab es mehrere Untersuchungen hinsichtlich der den Betreibern erwachsenden Kosten für SMS, die alle zu Beträgen von unter € 0,01 pro SMS kamen und zwar bei Zustellung in ein Fremdnetz! Der dänische Regulierer beziffert die Kosten mit € 0,008/SMS (siehe: http://en.itst.dk/interconnect…ester%20i%20udlandet.pdf, Seite 6). Weitere Analysen, die ich aber auf Anhieb nicht finde, kamen zu noch deutlich günstigeren Ergebnissen, teilweise im Bereich von hunderstel Cents. SMS ist und bleibt vorerst eine Cashcow.
    Bei der Datenübertragung ist die Marge sicherlich nicht ganz so groß, denn es fallen dabei erheblich größere Datenmengen an (vergleicht man 512KB Datenvolumen, die annährend so viel Kosten wie eine SMS, ist das ca. das 3250-fache Volumen einer SMS von 160 Byte). Dennoch ist auch bei der Datenübertragung die Marge groß genug, um den Preis noch reduzieren zu können. Entscheidende Gründe dies noch nicht zu tun, sind einerseits der derzeit fehlende Preisdruck und v.a. aber die Netzkapazität, die bei eplus bekanntlich schon heute unzureichend ist. Würde man die Datennutzung mit niedrigeren Preisen weiter stimulieren, würde dieser Thread exponentiell wachsen und eplus sehr schnell auch diejenigen Kunden, die sich mit ihrem drittklassigen Netz zufrieden geben, verlieren.