Ich würde hier mal die moralische Schuldfrage als vordringlicher bewerten als die rechtliche.
Denn wenn Ihr 'offiziell' das Mädel für schuldig befindet, nur um irgendeine Versicherung zum Zahlen zu bewegen, tut Ihr damit dem Kind etwas sehr Schlimmes an: Ihr macht sie zur 'Mörderin' eines niedlichen Hundebabys. (Irgendwo in sich wird sie das so empfinden...)
Daher würde ich versuchen, die Sache mit der 'Schuld' vor dem Mädel irgendwie wieder zurechtzubiegen, denn sie hat dem Hund ja mit Sicherheit nicht absichtlich Schaden wollen und hat ja auch sehr richtig gehandelt, als sie sofort den Unfall dem Besitzer gemeldet hat.
Sie hat jetzt vermutlich schlimme Gewissensbisse, die man ja wohl nicht noch verstärken sollte, indem man sie zur Täterin macht.
Versucht, die Sache mit dem Geld irgendwie zu regeln (falls man nicht darauf verzichten kann/will), aber so, dass dem Mädchen keine Vorwürfe gemacht werden und es vielleicht positiv mit einbezogen wird (z.B. indem es einen Teil seines Taschengeldes symbolisch zum Kauf eines neuen Hundes dazugibt oder so).
BTW: Wenn man einen kleinen Welpen aus dem Tierheim aufnimmt, erfüllt man ein doppelt gutes Werk!
Aber ich würde hier wirklich einfach die menschliche Seite über die finanzielle / rechtliche stellen, gerade, weil ein (höchstwahrscheinlich) unschuldiges Kind involviert ist. Vielleicht ist manchen (durch Bild + RTL verdorbenen) Erwachsenen gar nicht klar, dass es sich hier um eine typische tragische Situation handelt.
Meiner Meinung nach handelt es sich vor allem um einen unglücklichen Zufall, der durch Gesetzestexte und Versicherungspolicen eher schlimmer als besser gemacht wird.