Beiträge von Elke2002

    Zitat

    Original geschrieben von Erik Meijer
    Weil ich arbeite und gerade nicht jedes Argument auseinandernehmen kann ;) mit mehr Zeit geh ich auch auf andere Argumente noch ein. So hab ich mich mal erst auf das konzentriert, was mir am meisten ins Auge sprang.

    Äh, ich meinte meinen Nachsatz: "(Womit ich natürlich nicht sagen will, dass Hetero-Eltern alle ihre Kinder vernachlässigen.)"


    Dann hättest Du Dir nämlich hier den letzten Absatz sparen können. ;)

    Zitat

    Original geschrieben von StevenWort
    Es ist schade feststellen zu müssen, das man, selbst wenn man versucht es zu erklären wie es eigentlich aussieht, nur auf altertümliche Antworten zu stoßen.

    Naja, zum Glück ja nicht nur. ;) Mich wundert es zwar schon, wie viele junge Leute, die immer auf dem neuesten Stand der Technik sein wollen, geistig noch in der Steinzeit beheimatet sind, aber es gibt ja auch viele hier, die wissen, wie man nachdenkt und diskutiert... :)
    Aber ich denke, die meisten Argumente wurden genannt. Wer sie nicht lesen will, der hat halt Pech gehabt. ;)


    Zitat

    Weil wirklich viele Frauen mit mir als eine Art Kummerkasten reden, und ich ihnen helfe.

    Ja, ich könnte mir auch vorstellen, dass ihr eine Art 'Lücke' schließt: Bei Hetero-Männern ist es für (Hetero)Frau nicht möglich, bestimmte Themen völlig unbefangen zu besprechen, weil immer eine gewisse sexuelle Spannung im Raume steht (selbst, wenn ich von dem Typen gar nichts will, aber ich will ja auch nicht falsch verstanden werden...). Und die beste Freundin ist manchmal auch nicht so neutral, wie sie sein sollte... Da ist ein schwuler Mann oft der ideale Gesprächspartner. Und thematisch kann ich mit meinen schwulen Freunden auch oft über andere Sachen reden... (Über Klamotten, Wohnungseinrichtung oder einen Museumsbesuch. Auch wären 6 Stunden Shoppen bei Ikea mit meinem Partner einfach nicht möglich... :D)
    Insofern erfüllen Schwule auch eine wichtige Rolle für Heteros. (Ich hoffe, es ist umgekehrt aber ähnlich.) ;)

    Zitat

    Original geschrieben von StevenWort
    Ist es vielleicht "Aufgabe" der homosexuellen Männer, sich so um die Frauen zu kümmern, wie es eigentlich der Partner tun müßte?
    Helfen wir vielleicht so beim Fortbestand der Art?

    Sehr interessanter Ansatz! :top:

    Zitat

    Original geschrieben von wswasser
    Schade. hatte ich wohl Recht, was :D:D:D:D


    Womit?
    - Damit, dass Du nicht mal schnallst, was Du selber von Dir gibst?
    - Damit, dass ich (u.a. in der "Wiki-Akademie) hinter die Kulissen gucken konnte?
    - Damit, dass ich seit Jahren in einer glücklichen festen Partnerschaft lebe?
    - Damit, dass ich über den Tellerrand gucken und Vorurteile kritisch reflektieren kann?
    - Damit, dass Du einfach nur Schiss hast, nicht das letzte Wort zu haben? (s.u. :D)


    [small](Nein, ich erwarte keine Antwort von Dir!)[/small]

    Zitat

    Original geschrieben von Erik Meijer
    Weil manche Dinge bei einem der beiden Geschlechter einfach besser aufgehoben sind. Männer sind zum Beispiel bei der Periode nur Theoretiker. Da sind Frauen imho z.B. für Mädchen für mich bessere Ansprechpartner.

    Auch viele Kinder aus Hetero-Ehen können mit dem Vater nicht über den ersten Samenerguss oder mit der Mutter nicht über den Gebrauch von Tampons sprechen. - Dafür gibt es viele Gründe und oft auch Alternativen.
    Und noch ein Beispiel: Ich persönlich gebe lieber zu einem männlichen Frauenarzt, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass der besonders sorgfältig und behutsam mit mir umgeht. - Kann also auch Vorteile haben, sich etwas eher theoretisch erarbeiten zu müssen. ;)
    Wie gesagt, es gibt Studien, die besagen, dass ein Mann sich genauso gut um sein Kind kümmern kann, wie eine Frau. Ich glaube, viele haben da nur Probleme mit, weil sie es ganz einfach anders gewöhnt sind.


    Du hast übrigens von meinem letzten Zitat einen entscheidenden Teil einfach abgeschnitten und gehst leider auf Argumente anderer nicht ein. :(



    wswasser: Die Diskussion mit Dir sehe ich als sinnlos und damit als beendet an.

    Zitat

    Original geschrieben von Erik Meijer
    Beide Varianten können einem Kind nicht geben, was Vater und Mutter unterschiedlichen Geschlechts ihm geben können. Und das eben auf sozialer Ebene betrachtet.


    Auch Dir sei dann mein oben verlinkter Wiki-Artikel über Regenbogenfamilien empfohlen, der einige Vorurteile entkräftet. ;)
    Und auch noch mal von mir die Frage, was denn mit den vielen alleinerziehenden Müttern (oder Vätern) geschehen soll?


    Zitat

    aber mehr genetische Veranlagung für Homosexualität ist dann doch irgendwie eher kontraproduktiv für die Vermehrung oder?

    Wenn man davon ausgeht, dass nicht nur die Quantität , sondern vor allem die Qualität der Nachkommen von Bedeutung ist, dann können Homosexuelle durchaus sehr produktiv sein. Z.B. haben sie oft gewisse soziale oder finanzielle Ressourcen frei, durch die sie die Gesellschaft in vielen Hinsichten unterstützen können, damit Kinder dort eine gute Chance haben.
    Leute müssen ja nicht nur direkt was für (ihre eigenen) Kinder tun, sondern können auch etwas indirekt für die Start- und Lebensbedingungen der Nachkommen einer Gesellschaft tun.


    Mal ein Beispiel: Wer tut mehr für Kinder? Ein gestresster Familienvater, der 2 Kinder gezeugt hat, abends spät nach Hause kommt und seine Ruhe haben will, ein junger Mann, der seine Freundin ohne Nachzudenken schwängert und dann sitzen lässt oder ein Schwuler, die einen sozialen Beruf ergreift und sich dort tagtäglich um eine Gruppe von Kindern kümmert?
    [small](Womit ich natürlich nicht sagen will, dass Hetero-Eltern alle ihre Kinder vernachlässigen.)[/small]
    [Edit: DUSA war schneller... :D]



    wswasser: Die Wiki-Artikel sind besser recherchiert und werden besser kontrolliert, als es in Dein WeltBild passen dürfte!

    Ich bin zwar auch ein gläubiger Mensch, aber auch ein logisch denkender, dem auffällt: Auch, wenn Gott (oder wer auch immer) gesagt hat, dass Mann und Frau zusammengehören, hat er damit nicht gesagt, dass Mann und Mann und Frau und Frau nicht (auch) zusammengehören können. ;)
    Die Regel / Mehrheit sind ja Hetero-Paare, aber das eine schließt das andere ja nicht zwangsläufig aus...



    Zitat

    Original geschrieben von Abakus
    Das ist auch in der Natur so: Der männliche Penis passt ganz hervorragend zur weiblichen Vagina. Das ist auch bei den Tieren so.

    Jo, und der Penis passt auch noch prima in den Mund, After, Staubsauger etc... :D
    Ehe ist also nur durch (passgenauen) Sex begründet?
    Nunjut, dann sollten die Frauen mal einen Antrag stellen, ihren Vibi zu heiraten! :D


    Im Ernst: Für mich ist eine Heirat vor allem durch Liebe begründet (zu einem anderen Menschen, nicht zu einem Haustier natürlich). Und es soll sogar Ehepartner geben, die - gewollt - weder Sex miteinander noch Kinder haben. Soll man die alle wieder zwangs-trennen? :rolleyes:

    Zitat

    Original geschrieben von jabrokoss
    ich frage mich im moment: was nehmen wir den "normalen" denn eigentlich weg?

    Die Gewissheit, dass sie (und nur sie!) 'normal' sind. Wären alle 'normal', würde ja die Möglichkeit der Abgrenzung fehlen... ;)


    [small](Soll natürlich keine Entschuldigung für Doofheit sein!)[/small]



    Zitat

    neee - ich bin froh so... muss mich immerhin nicht mit den zickereien von frauen herumschlagen... :D:D:D

    Ich bin sicher, insgeheim werdet Ihr von so manchem Heteromann wegen der 'Unkompliziertheit' Eurer Beziehungen beneidet... :D

    IGGY: Lies Dir mal bitte diese Fakten über sog. Regenbogenfamilien durch:


    * Kinder und Jugendliche homosexueller Eltern sind genauso oft heterosexuell orientiert wie Kinder heterosexueller Eltern.
    * Hinsichtlich möglicher Verhaltens- und Entwicklungsstörungen aufgrund der sexuellen Orientierung der Eltern gibt es keine Unterschiede zwischen Kindern in gleichgeschlechtlichen und verschiedengeschlechtlichen Lebensgemeinschaften. Kinder homosexueller Eltern zeigen in keiner Weise häufiger Verhaltensstörungen als Kinder heterosexueller Eltern.
    * Nicht die sexuelle Orientierung, sondern das Geschlecht der (homosexuellen) Eltern scheint auf Einstellungen und Verhalten von Kindern zu wirken. So weisen wohl vor allem Kinder, die in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften von zwei Frauen heranwachsen, seltener ein geschlechtstypisches Rollenverhalten auf als Kinder heterosexueller Eltern .
    * Gleichwohl unterliegen Kinder homosexueller Mütter und Väter Diskriminierungen und Stigmatisierungen durch ihre soziale Umwelt, die Einstellungen und Verhalten der Kinder beeinflussen können. Hierzu gehören die familienrechtlichen und politisch-rhetorischen Diskriminierungen ebenso wie die Stigmatisierungen etwa durch Peergroups. Es gibt empirische Hinweise darauf, dass Kinder homosexueller Eltern unter diesen Diskriminierungen und Stigmatisierungen leiden. Um deshalb nicht selbst als homosexuell zu gelten, scheinen besonders Kinder in der Pubertät die Homosexualität ihrer Eltern gegenüber Gleichaltrigen zu verbergen oder es zu missbilligen, wenn die Eltern ihre sexuelle Orientierung in der Öffentlichkeit zeigen. Andererseits zeigen die Studien auch Kinder, die jedoch, wie insbesondere Wald (1999) hervorhebt, mit einer erstaunlichen psychischen Stärke diesen Stigmatisierungen entgegentreten.
    * Grundsätzlich scheinen Kinder, die bei gleichgeschlechtlichen Eltern aufwachsen, ihre sexuelle Orientierung reflektierter zu erleben. Gleichwohl schränken die Studien aus den USA diese These insofern ein, als sich in dieser Einstellung zum Teil auch durch die Umgebung prägen könnte: Homosexuelle Eltern in den USA leben überdurchschnittlich oft in Großstädten oder Universitätsstädten, ihre Kinder wachsen in einem vergleichsweise toleranten Milieu auf, welches seltener homophobe Einstellungen hegt.
    * Kinder in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften unterliegen keinem höheren sexuellen Risiko. Täter in sog. Kindesmissbrauchsdelikten sind ganz überwiegend (ca. 95 Prozent nach Erkenntnissen des Sicherheitsberichts der Bundesregierung) Männer; sie kommen überwiegend aus dem sozialen Nahraum. Das Missbrauchsrisiko für Mädchen ist dreimal höher als für Jungen. Damit liegt das Missbrauchsrisiko für Kinder, die bei einem lesbischen Paar aufwachsen und für Mädchen, die bei einem schwulen Elternpaar aufwachsen, schon statistisch sehr viel niedriger als bei Kindern in heterosexuellen Partnerschaften. Statistische Zahlen zu diesem Punkt gibt es allerdings nicht – es wird argumentiert, dass das Risiko auf Grund hoher sozialer Kontrolle auch hier deutlich niedriger liege als bei heterosexuellen Paaren. Somit findet ein weit verbreitetes Vorurteil keinerlei Bestätigung in der Forschung.




    Allen, die Homosexualität als einen "Fehler" ansehen, sei folgendes zu bedenken gegeben:


    In der Wissenschaft gibt es inzwischen Vorstellungen, dass Homosexualität der Arterhaltung dient, also auch im Sinn der Evolutionstheorie einen Nutzen hat, da sie dafür sorgt, dass sich eine größere Anzahl von Menschen um ein neugeborenes Kind kümmern kann. Berücksichtigt wird hierbei, dass homosexuell Veranlagte trotz biologischer Möglichkeit durchschnittlich weniger eigene Kinder zeugen als Heterosexuelle, dadurch jedoch ihre genetisch nah verwandten Neffen und Nichten mitversorgen können. Damit hätten letztlich auch ihre Gene eine Chance auf Fortbestand (siehe auch Das egoistische Gen).


    Wissenschaftler der Universität Padua konnten darüber hinaus in einer Studie[26] zeigen, dass dieselbe genetische Veranlagung, die bei männlichen Homosexuellen für deren sexuelle Orientierung verantwortlich ist, gleichzeitig auch deren weibliche Verwandte mütterlicherseits fruchtbarer macht. Der dadurch bei weiblichen Verwandten entstehende evolutionäre Vorteil könnte so die Durchsetzungsfähigkeit der genetischen Veranlagung für Homosexualität erhöhen.[27]


    Ein anderer Zugang zur Sexualitätsthematik ist die Frage, warum es überhaupt die Norm der Heterosexualität gibt und alles andere als Abweichung gesehen wird. In bestimmten Gender Studies wird analysiert, dass der Heterosexismus und Heteronormativität Grundpfeiler unserer Gesellschaft sind und die Homosexualität eine soziokulturelle Konstruktion darstellt.



    Zitat

    Original geschrieben von MTT
    Welcher Freund liest denn mit? Dein Göttergatte / Lebensabschnittsgefährte ;) oder einer Deiner schwulen Freunde?

    Ersterer. Die anderen sind eher bei GayRomeo zu finden *vorurteil-schür*. ;)

    Zitat

    Original geschrieben von MTT
    Liebe Elke,
    ganz lieb Danke für diesen inhaltlich sinnvollen und sachlichen Beitrag. Du sprichst mir aus dem Herzen. :)


    Wäre ich nicht schwul, würde ich jetzt mit Dir flirten. ;)


    Lieber MTT,
    ich habe zwar schon 2 beste schwule Freunde, aber gegen einen 3. hätte ich auch nichts einzuwenden. ;)


    PS: Vorsicht, Feind Freund liest schreibt mit. :D