Zitat
Original geschrieben von Melone
Wir wollen Integration anstreben und sind nicht einmal in diesem Forum hier in der Lage Konsens zu finden! 
Wir müssen auch gar keinen Konsens anstreben. Die Kunst besteht im "Leben und Leben lassen". (Und einzusehen, dass das nicht immer nur für 'die anderen' gilt, sondern auch für einen selbst.) 
Die Angst vorm Fremdem ist übrigens so alt wie die Menschheit.
"Das Fremde bezeichnet etwas (angeblich) Andersartiges oder weit Entferntes.
Der Begriff der Fremde spielt unter anderem eine Rolle in der Gruppendynamik. Prinzipiell gibt es zunächst zwei Möglichkeiten, mit Fremdem umzugehen, wenn es neu auf einen zukommt.
* Positiv: Die Integration wird als Erweiterung der eigenen Fähigkeiten empfunden und eröffnet neue Möglichkeiten. Dieses Verhalten wird oft einfach als Lernen bezeichnet. Die Integration benötigt Eigenarbeit. Ist das Fremde grundlegend und mit Veränderungen des eigenen Verhaltens verbunden, kann damit eine vorübergehende Instabilität (Krise) während der Neuorientierung verbunden sein.
* Negativ: Das Fremde wird abgelehnt und ausgegrenzt. Eine solche Ausgrenzung verhindert die Auseinandersetzung mit Neuem. Eventuell stärkt es dabei das Bestehende, solange sich die Begegnung mit dem Fremden vermeiden lässt.
Beide Möglichkeiten gehören zum normalen Repertoire des menschlichen Verhaltens. Eine Abwehr gegen grundlegend Fremdes (Neues) wird verstärkt, wenn das Fremde nicht nur auf einen selbst, sondern vor allem von der umgebenden Gruppe (z. B. der eigenen Kultur) Auswirkungen erfordert oder durch Andersartigkeit besonders exponiert ist. Dies kann zu einer Art von Gruppendruck führen."
"„Fremde bedeuten das Fehlen von Klarheit,“ erklärt der Soziologe Zygmunt Bauman, „man kann nicht sicher sein, was sie tun werden, wie sie auf die eigenen Handlungen reagieren würden; man kann nicht sagen, ob sie Freunde oder Feinde sind -- und daher kann man nicht umhin, sie mit Argwohn zu betrachten.“"
Dieser Mechanismen sollten wir uns bewusst sein. Wir selber können dann etwas ändern!
Es ist nämlich eine Sache, ob die Politik Einwanderung erlaubt, oder ob die Bürger auch offen mit den "Unbekannten" umgehen.
Ein Fakt ist auch: Je besser ich etwas (fremde Verhaltensweisen) kenne, desto weniger Angst habe ich davor.
- Aber das erfordert halt ein wenig Nachdenken und Arbeit... :top: