Wetter'vorhersage'
Zitat
Original geschrieben von bambi05
Kann es sein, dass die Vorhersage der Wettermenschen an sich schon etwas ungenau war?
Das hast Du sehr richtig erfasst! 
Ich nehme Dein Posting mal als Beispiel, da ich das Gefühl habe, dass viele 'Zivilisationsmenschen' denken, Wetter wäre so etwas wie Datenverkehr oder Spritverbrauch: Technisch erfassbar, regelbar, zählbar, ein-deutig, berechenbar, kontrollierbar ...
Aber wir sollten uns wohl mal (wieder) klarmachen, dass Wetter was mir 'Natur' zu tun hat: eher unvorhersehbar und ziemlich un-eindeutig...
Dazu ein paar aufklärende Infos aus der Wiki:
"Ziel der Wettervorhersage ist die Prognose* eines Zustandes der Atmosphäre zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort oder einem Gebiet. Dabei sind tatsächlich nicht nur Wettererscheinungen, welche sich am Boden auswirken gemeint, sondern es wird die gesamte Atmosphäre betrachtet.
Das Wetter - als physikalisches Ereignis - lässt sich durch entsprechende Naturgesetze beschreiben. Die grundlegende Idee einer Wetterprognose ist es, aus einem bereits vergangenem und einem aktuellen Zustand der Atmosphäre, unter Anwendung der bekannten physikalischen Regeln, einen Zustand in der Zukunft abzuleiten.
Die mathematischen Konstrukte, welche diese physikalischen Regeln beschreiben, sind allerdings sogenannte Nichtlineare Gleichungen. Dies bedeutet, dass bereits kleine Änderung im Ausgangszustand zu relativ großen Veränderungen am Ende der Rechnung führen (siehe auch Schmetterlingseffekt).
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Selten ist die Wettervorhersage so verlässlich, wie die Allgemeinheit und verschiedene Fachgebiete es sich wünschen. Dies hängt vor allem mit drei Ursachen zusammen:
* der unvollständigen Kenntnis des tatsächlichen Geschehens in der Erdatmosphäre (unvollständige Daten bzw. aus einem zu weitmaschigen Netz)
* dem chaotischen (nicht vorhersehbaren) Anteil im Wettergeschehen
* der (noch immer) unzureichenden Genauigkeit der rechnerischen Modelle: aus Gründen der Rechenzeit und der großen anfallenden Datenmengen können die beteiligten Luft- und Wassermassen noch nicht mit zufriedenstellender Genauigkeit berücksichtigt werden. Es spielen zu viele einzelne Faktoren eine Rolle, deren Zusammenspiel man bis dato und auch in näherer Zukunft nicht vollständig analysieren kann.
Daher machen lokale Einflüsse wie Gebirge und ihre unregelmäßig geformten Hänge, Effekte unterschiedlicher Einstrahlung durch „falsch“ berechnete Bewölkung, der Bewuchs (Wald zu Acker!) oder das Gestein so viel aus, dass man kaum Wettervorhersagen über mehr als 3 Tage machen kann. Nach dem dritten Tag ist die Wahrscheinlichkeit für das Eintreffen einer vorhergesagten Wetterlage so gering, dass längere Vorhersagen nur noch unseriös sind und von dem meisten Wetterberichterstattungen im Fernsehen und Radio auch gemieden werden." ...
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*Vielleicht ist das Wort "Wettervorhersage" auch schlecht gewählt und missverständlich, weil es impliziert, dass es sich um eine 100% richtige und objektive Vorhersage handele. "Prognose" wäre vielleicht treffender oder noch besser "Wahrscheinlichkeit".
Wer was dagegen hat, wenn vernünftig und sachlich gewarnt wird, dass es zu einem schweren Unwetter kommen könnte, der ist meiner Meinung nach dumm und sozial inkompetent!