DUSA, das kann man(n) so nicht verallgemeinern.
Es gibt in der Zitationsweise natürlich Unterschiede von Uni zu Uni, von Fachbereich zu Fachbereich, von Prof. zu Prof. und von Examenskandidat zu Examenskandidat.
Und auch "die Germanistik" gibt es so nicht. - Darunter fallen mindestens: Literatur- und Sprachwissenschaft/Linguistik, die auch u.U. wiederum unterschiedliche Formalia pflegen.
Aber es ist ja nicht so, als wären die ganzen Unterschiede völlig willkürlich, sondern manchmal haben sie auch einen Grund. 
So ist es z.B. sinnvoll, in einer Arbeit, die stilistisch durch längere verschachtelte Sätze geprägt ist, die Literaturangaben mit Fußnoten¹ einzufügen, da sonst (wenn [neben vielen anderen eingeklammerten Nebenbemerkungen] auch noch der Quellennachweis in Klammern hinter das Zitat in den Text gesetzt würde) der Lesefluss doch zu stark gestört wäre.
Ansonsten verstehe ich nicht, was so toll daran sein soll, die Seitenzahlen wegzulassen. :confused:
Wenn ich ein Zitat im Originalzusammenhang nachschlagen möchte, möchte ich nicht erst das gesamte Buch durchlesen müssen. - Da halte ich doch die präzise Quellenangabe mit Autor, Titel, Auflage, (Verlag,) Erscheinungsdatum und Seitenangabe für sehr sinnvoll (nicht nur für die Geistes- sondern auch für die Naturwissenschaften, da diese doch nicht getrennt voneinander zu betrachten sind, sondern sich bitteschön gewinnbringend ergänzen und voneinander lernen sollten)!
Einen oberflächlichen 'Kleinkrieg' zwischen den Wissenschaften anzufangen wäre dumm, weil es einem den wichtigen Blick für's Ganze verbaut. 'Interdisziplinarität' heißt bekanntlich das Zauberwort.
Aber zurück zur Ursprungsfrage: Wichtig ist es vor allem, die Zitationsweise im ganzen Text konsequent einheitlich beizubehalten, und - wie gesagt - den Betreuer der Arbeit zu Rate zu ziehen.
¹Dieser Satz ist dafür ein Beispiel.
(Ansonsten noch mal hier nachlesen.)