Beiträge von Elke2002


    Du glaubst wirklich, dass die Zelte, Planen, Medikamente, Wasseraufbereitungsanlagen usw. private Sachspenden sind? Das ist ja fast so wie der alte Witz "Brot für Afrika. Aber die Wurst bleibt hier."
    Sachspenden machen wirklich mehr Sinn, wenn du etwas in Deiner unmittelbaren Umgebung bewegen möchtest, z.B. im Winter einem Obdachlosen einen warmen Schlafsack + ein paar Decken + Isomatte schenkst (und von mir aus auch 'nen heißen Kaffee und 'n belegtes Brötchen).
    Allein von der Logistik (sortieren, lagern, verwalten) her sind Sachspenden äußerst kostenintensiv!



    Ein guter Artikel ist dieser hier (bitte ganz lesen): http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/11/0,1872,2226347,00.html


    "Tipps für Spender
    Das DZI veröffentlicht zwar keine Liste mit unseriösen Organisationen, doch Spender können sich im Zweifelsfall an das Institut wenden. Laut Wilke sind 2.100 Organisationen dokumentiert. Spendenrat und DZI empfehlen den Spendern, lieber Geld statt Sachen zu geben. Denn Hilfsgüter müssen erst teuer transportiert werden und können auch oft vor Ort gekauft werden.


    Spendenrat-Geschäftsführer Beder weist bei Sachspenden auf ein weiteres Problem hin: "Beim Elbe-Hochwasser vor zwei Jahren hatten einige Westler das Gefühl, ihren Müll in den Osten schicken zu müssen." Wilke empfiehlt außerdem, das Geld auf eine oder wenige Hilfswerke zu konzentrieren. "Jede Spende verursacht auch Verwaltungskosten." Aus dem gleichen Grund sollten Spenden auch nicht an einen bestimmten Zweck gebunden sein."



    Und das hier bestätigt meine Einschätzung:


    "Sachspenden für Menschen in Not in Österreich


    Sachspenden sind manchmal eine gute Möglichkeit Menschen in Not zu helfen. Ihre Sachspenden sind herzlich willkommen. Die Caritas leitet ihre Sachspenden an Menschen in Notsituationen, z.B. Obdachlose weiter. Die Caritas betreibt in ganz Österreich Caritasläden – sogenannte „Carlas“ – wo Sie Ihre Sachspenden abgeben können.



    Sachspenden für die Hilfe im Ausland


    In Katastrophenfällen reagiert die Caritas natürlich umgehend und liefert die notwendigen Hilfsgüter in die betroffenen Gebiete. Der Transport von Sachspenden in weit entfernte Länder ist aber äußerst kostenintensiv und die Kosten übersteigen oft den Wert der Waren. Deshalb benutzt die Caritas Ihre gespendete Ware hauptsächlich, um Menschen in Not in Österreich und im nahen Ausland zu helfen.


    Transporte von Hilfsgütern von Österreich in weit entfernte Katastrophengebiete werden nur durchgeführt, wenn vor Ort keine Möglichkeit des Einkaufs gegeben ist. Ein Bespiel: Der Transport von Decken nach Afghanistan wäre sinnlos gewesen, da Decken im benachbarten Pakistan um 1 bis 2 Euro erhältlich waren. Die Kosten für den Transport wären um ein Vielfaches teuer gewesen."
    http://www.caritas.at/spenden/sachspenden.html



    Und auch die deutsche Seite bitte ganz lesen - sehr interessant!


    http://www.caritas-international.de/6538.html


    "Geld kann doch glücklich machen
    In Katastrophen hilft am ehesten Geld. Wem das zu banal ist, der soll bedenken, dass damit die Bedürfnisse der Menschen am ehesten erfüllt werden können. Die Partnerorganisation vor Ort weiß genau, was gebraucht wird, hohe Transportkosten fallen weg und Hilfsgüter werden in der Region gekauft - was die regionale Wirtschaft stärkt. Gemeinsames Päckchenpacken für Not Leidende gibt das gute Gefühl, selbst aktiv geworden zu sein, ein ausgefüllter Überweisungsträger nicht. Dabei kann auch gemeinsame Aktion zum Geld sammeln beitragen: Kuchen backen, Basar veranstalten, Kreativität kennt keine Grenzen. In Katastrophen macht Geld glücklich."



    Wenn jemand nicht gerne Geld spenden möchte, sondern selbst aktiv werden möchte, und auch sicher sein will, dass seine Hilfe zu 100% ankommt, kann er ja auch ein Ehrenamt übernehmen. - Aber das ist nun wieder ein anderes Thema.

    Zitat

    Original geschrieben von callipho
    Jetzt muss ich dazu auch mal was sagen.


    Wenn wir helfen wollen, dann müssen wir richtig helfen, ich persönlich würde keiner Hilfsorganisation Geld spenden, das sage ich aus Erfahrung und mit guten Gründen. In jeder Organisation gibt es schwarze Schafe, die eine Menge des Geldes in Ihre Tasche stecken anstatt es den Leuten zukommen zu lassen. Die von dir genannten Organisationen gehören auch dazu.


    Ein Bekannter von mir arbeitet in einer Hilfsorganisation in Afrika, und er konnte mir bestätigen, dass über 60 % !!! des Geldes in die eignene Tasche von Mitarbeitern geht. Geld ist eben sehr verführerisch.


    Sorry, aber so pauschale Aussagen kann man nicht ernst nehmen!
    Natürlich wird es immer schwarze Schafe geben. Aber es ist auf jeden Fall auch wahr, dass viele Hilfsorganisationen sehr viel Gutes tun, und dafür dringend Geld benötigen.


    Zitat

    Ich würde in Form von Sachen spenden, Decken,Kleider usw., wenn ich mir sicher bin, dass es auch dort ankommt. Manche Organisationen nehmen ja auch Güter an und fliegen Sie in Krisengebiete, wie damals bei den Erdbeben in Iran.

    Auch Sachspenden können 'verschwinden'. Ich sehe da keinen Unterschied zu Geldspenden. Nur können Geldspenden gezielter eingesetzt werden und benötigen weniger Verwaltungsaufwand (Sortieren, Transport).
    Es werden ja auch viele Sachen benütigt, von denen wir hier keine Ahnung haben (z.B. Trinkwasseraufbereitungsanlagen, Zeltstädte, Medikamente).


    Zitat

    Es gibt auf der Welt so viele Menschen, die Hilfe brauchen, ich appelliere jetzt an den Threadersteller, deinem Nachbarn geht es vielleicht beschissen, du weisst das und gehst dem aus dem Weg, weil du denkst, du bist doch kein Seelsorger und hast doch keine Lust ihm zu zuhören.


    Wieviele Menschen in unserer unmittelbaren Nähe brauchen einfach ein offenes Ohr, um ihren Problemen und Ängsten freien Lauf zu lassen, und wie vielen Menschen dieser Art haben wir geholfen, schon mal darüber nachgedacht ?


    Immer das selbe... :rolleyes: Du pauschalisierst schon wieder! Wie kommst Du darauf, dass man, nur weil man Geld für weit entfernte Länder spendet, nicht auch nett zu den Menschen in seiner unmittelbaren Umgebung sein kann?
    (Ein weiterer Irrglaube ist, dass Menschen, die sich im Tierschutz engagieren, sich nicht auch gleichzeitig um hungernde Kinder kümmern können...) Das Eine schließt das Andere wirklich nicht aus!


    (Aus Deinen Zeilen könnte man folgendes Weltbild herauslesen: "Jeder ist schlecht, und der, der Gutes tut, will damit nur sein schlechtes Gewissen beruhigen." - Aber das ist nicht [immer] so!)

    Zitat

    Original geschrieben von Jay
    ich finde die Idee, für solche Zwecke zu spenden generell sehr gut. Ich persönlich halte es mit dem Spenden so, dass ich eigentlich nie spende. Nicht weil ich es nicht übrig hätte oder weil mir alles egal ist, sondern wegen einem sehr ausgeprägten Misstrauen gegenüber allen Spendenkontoinhabern.


    Dann erkundige Dich doch mal bei DZI, wie und nach welchen Kriterien die ihr Spenden-Siegel vergeben! Das müßte Dich eigentlich überzeugen!


    Das DZI prüft bei der Antragsbearbeitung vergangenheitsbezogen die Einhaltung der Spenden-Siegel-Leitlinien. Für die Zukunft bestätigt die Organisation gegenüber dem DZI die Anerkennung dieser Selbstverpflichtung. Das Spenden-Siegel muss jährlich neu beantragt werden.
    http://www.dzi.de/hinweise.htm
    http://www.dzi.de/leitlinien.pdf


    "Vergabekriterien


    Die Kriterien für die Zuerkennung des Spenden-Siegels sind in Kooperation mit betroffenen Spitzenverbänden und Fachgremien auf wissenschaftlicher Basis entwickelt worden. Sie unterliegen fortlaufend einer systematischen Überarbeitung. Die Prüfkriterien sind in den "Leitlinien und Ausführungsbestimmungen für überregional Spenden sammelnde Organisationen" festgeschrieben und lassen
    sich wie folgt zusammenfassen:


    * wahre, eindeutige und sachliche Werbung in Wort und Bild,
    * nachprüfbare, sparsame und satzungsgemäße Verwendung der Mittel unter Beachtung der einschlägigen steuerrechtlichen Vorschriften,
    * eindeutige und nachvollziehbare Rechnungslegung,
    * Prüfung der Jahresrechnung und entsprechende Vorlage beim DZI,
    * interne Überwachung des Leitungsgremiums durch ein unabhängiges Aufsichtsorgan,
    * grundsätzlich keine Prämien, Provisionen oder Erfolgsbeteiligungen für die Vermittlung von Spenden."


    Hier findest Du Organisationen mit DZI Spenden-Siegel:
    http://www.dzi.de/bulletin.htm


    Wenn man sich immer noch unsicher ist, kann man sich auch ausführliche Einzelauskünfte geben lassen: http://www.dzi.de/einzelau.htm
    Darin erfährt man dann ganz genau, wieviel % der Spendengelder in die Verwaltung, Werbung usf. fließen.


    Zitat

    Wenn ich davon überzeugt sein könnte, dass von meinen gespendeten 100,- € mindestens 95,- € direkt in die Hilfe fliessen würden und nicht in die Saaldekoration irgendwelcher Delegiertenversammlungen von Organisationen, dann würde ich jetzt sofort eine Überweisung tätigen !


    Dem steht ja nun nichts mehr im Wege, oder? ;)

    Ich möchte es noch einmal mit Herrn Fischers Worten sagen:
    "Wir müssen das Schlimmste befürchten", sagte Fischer. In Südasien spiele sich eine "wahrhafte Jahrhundertkatastrophe" ab. Es handele sich um eine "menschliche Tragödie, wie ich sie noch nicht erlebt habe".


    Der Außenminister kündigte an, dass noch am Dienstag mehrere Flugzeuge in die Region aufbrechen würden, um Ärzte und andere Helfer in das Katastrophengebiet zu bringen. Auch ein Bundeswehr-Lazarettflugzeug werde entsandt. Fischer appellierte, zum bevorstehenden Silvester Geld an Hilfsorganisation zu spenden statt es für Feuerwerk auszugeben.
    http://www.reuters.de/newsPack…oryID=645531&section=news



    Ich verlinke hier auch mal meinen Beitrag aus dem anderen Thread, in dem es um Spenden für die Opfer der Katastrophe geht (aus dem Threadtitel geht nicht hervor, dass er sich auch auf die Flutkatastrophe bezieht).
    http://www.telefon-treff.de/sh…ostid=1185058#post1185058


    Leider kommen zu der ganzen Sch... auch noch weggespülte Landminen (bzw. fehlende Warnschilder) hinzu. :(

    Zitat

    Original geschrieben von bLaCkFoX
    Ich versteh nicht, warum man dafür jetzt extra einen Thread aufmachen muss. Jeder kennt die Tatsache, dass da gerade Land unter ist und sollte dann für sich die Entscheidungen treffen.


    Das ist wohl wahr! Aber - wie hier schon deutlich wurde - ist vernünftiges und sinnvolles Spenden nicht so einfach, wie es aussieht. ;)
    - Die einen wissen nicht, wofür / für wen, die anderen finden die Spendenkonten nicht, wieder andere können sich nicht für die 'richtige' Organisation entscheiden...

    agentsnipes: :top:
    (Prima Thread!)


    Zitat

    Original geschrieben von AdministratorDr
    Ich weiß ehrlich gesagt nicht was ich davon halten soll. Also letztendlich wird dann gespendet, damit wir reichen Westeuropäer auch zukünftig dort billig Urlaub machen können? (überspitzter Gedanke)


    Also, der Gedanke kam mir weder bei den aktuellen Nachrichten, Spendenaufrufen noch bei dem Posting von agentsnipes! Es ist doch klar, dass die finanzielle Hilfe nicht nur den Touris, sondern selbstverständlich auch (oder vor allem) den Einheimischen, also jedem, der Hilfe braucht, zugute kommen soll!


    Zitat

    Ich denke das diejenigen die Spenden wollen, dies auch ohne diesen Thread tun. Natürlich tuen mir die Menschen da unten leid, aber wo soll ich anfangen zu spenden?


    Leider ist dem nicht so, dass alle von alleine spenden. Und ich glaube, die eine oder andere Erinnerung kann nicht schaden. Wo Du anfangen sollst? - HIER zum Beispiel!
    Diese Frage dient doch nur immer der Ausrede, nicht zu spenden. - Natürlich kann man nicht allen helfen. Aber wenn jeder seinen kleinen Teil dazu beitragen würde, wäre das auf jeden Fall besser, als nichts zu tun!


    Ich fand es auch gut, dass Außenminister Joschka Fischer dazu aufforderte, Geld zu spenden, statt Silvesterknaller zu kaufen!
    http://www.reuters.de/newsPack…oryID=645531&section=news



    Eine weitere schlechte Nachricht, die verdeutlicht, dass dort auch auf lange Sicht Geld nötig sein wird, ist diese:


    "Flutwelle spülte Landminen in Sri Lanka weg


    Colombo (AP) Die Flutwelle nach dem Beben im Indischen Ozean hat in Sri Lanka Landminen aus dem Bürgerkrieg weggespült. Diese bedrohten nun Überlebende, die in ihre Heimatorte zurückkehrten, sagte am Dienstag der UNICEF-Beauftragte in Sri Lanka, Ted Chaiban.


    Auch die Warnschilder am Rand der Minenfelder seien zerstört worden, sagte der Vertreter des Weltkinderhilfswerks. Niemande kenne die neue Position von weggespülten Landminen, womit auch die Arbeit der Hilfsorganisationen gefährdet werde. Die Regierungsstreitkräfte und die tamilischen Guerillakämpfer haben seit Beginn des Bürgerkriegs im Jahr 1983 rund 1,5 Millionen Minen gelegt.


    Auch in Thailand wurden Waffen ins Meer gespült, weil das Arsenal des Marinestützpunkt Phang Nga überflutet wurde. [...]"
    http://de.news.yahoo.com/041228/12/4cr1p.html
    http://kurier.at/chronik/843990.php



    Konkret zum Spenden:
    Man sollte ja nur einer Organisation spenden, um die Verwaltungskosten möglichst gering zu halten. Daher bin ich gerade am überlegen, welcher.
    Bin da auf http://www.aktion-deutschland-hilft.de gestoßen. Das ist ein Bündnis aus 10 Hilfsorganisationen. Klingt nicht schlecht; habe vorher aber noch nichts davon gehört, und das DZI hat sie auch nicht gelistet. Was meint Ihr dazu? - Doch lieber einer einzelnen (bekannten) Organisation spenden?


    Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen http://www.dzi.de gibt unter http://www.dzi.de/seebeben.htm Beratung und Tips zum Spenden und dort werden auch Organisationen mit DZI Spenden-Siegel genannt, bei denen man sicher sein kann, dass sie seriös mit den Spendengeldern umgehen und möglichst wenig Geld in die Verwaltungskosten fließen: http://www.dzi.de/Tipp_Seebeben.pdf
    Werde mich wohl doch für eine der dort genannten entscheiden, und ein wenig Weihnachtsgeld + ein paar nichtgekaufte Böller hintransferieren. (Davon werde ich nicht ärmer, habe nicht weniger Spass und will auch niemandem ein schlechtes Gewissen machen. Nur finde ich diese verlogene Betroffenheit, wenn die Leute die Fernsehbilder sehen, fast zu weinen anfangen, weil das ja so furchtbar ist, und im selben Atemzug aber sagen, dass man da ja leider nicht helfen kann, einfach zum kotzen! Fünf Euro oder so hat jeder übrig!)

    Re: Druckschrift von (Kunst-)Leder entfernen


    Zitat

    Original geschrieben von Goodzilla

    Es handelt sich um eine Mappe aus blauem (Kunst-)Leder, die Schrift ist weiß und offenbar mit Siebdruck angebracht.


    Gibt es da "Hausmittelchen"? Aceton oder so? Mit Geldstück abschaben geht nicht so toll... Es muss ja nicht ganz spurenlos sein, hauptsächlich man kann die Schrift nicht mehr lesen und ich muss kein Loch reinschneiden. :rolleyes:


    Versuch's mal mit
    - Radiergummi
    - Mikrofasertuch
    - 'Fleckenradierer' / 'magischer Schwamm' (von Meister Propper u. Co.)
    - (Speise-)Öl
    - Aufkleber drüberkleben :D



    wenn alles nix nützt: Salzsäure! ;)