ZitatAlles anzeigenOriginal geschrieben von callipho
Das stimmt nicht. In folgenden Artikel steht folgendes:
,,Auch aus Frankreich und Italien starteten am Montag Transportmaschinen mit Helfern verschiedener Zivilschutzorganisationen und mit Material wie Zelte und Planen."
http://www.gmx.net/de/themen/n…160300006658621Bzy2K.html
Wie wollen Die Organisationen vor Ort sonst helfen? Man braucht eben diese lebenswichtigen Sachen, und nicht immer gibt es sie in diesen Ländern um die Ecke zu kaufen.
Du glaubst wirklich, dass die Zelte, Planen, Medikamente, Wasseraufbereitungsanlagen usw. private Sachspenden sind? Das ist ja fast so wie der alte Witz "Brot für Afrika. Aber die Wurst bleibt hier."
Sachspenden machen wirklich mehr Sinn, wenn du etwas in Deiner unmittelbaren Umgebung bewegen möchtest, z.B. im Winter einem Obdachlosen einen warmen Schlafsack + ein paar Decken + Isomatte schenkst (und von mir aus auch 'nen heißen Kaffee und 'n belegtes Brötchen).
Allein von der Logistik (sortieren, lagern, verwalten) her sind Sachspenden äußerst kostenintensiv!
Ein guter Artikel ist dieser hier (bitte ganz lesen): http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/11/0,1872,2226347,00.html
"Tipps für Spender
Das DZI veröffentlicht zwar keine Liste mit unseriösen Organisationen, doch Spender können sich im Zweifelsfall an das Institut wenden. Laut Wilke sind 2.100 Organisationen dokumentiert. Spendenrat und DZI empfehlen den Spendern, lieber Geld statt Sachen zu geben. Denn Hilfsgüter müssen erst teuer transportiert werden und können auch oft vor Ort gekauft werden.
Spendenrat-Geschäftsführer Beder weist bei Sachspenden auf ein weiteres Problem hin: "Beim Elbe-Hochwasser vor zwei Jahren hatten einige Westler das Gefühl, ihren Müll in den Osten schicken zu müssen." Wilke empfiehlt außerdem, das Geld auf eine oder wenige Hilfswerke zu konzentrieren. "Jede Spende verursacht auch Verwaltungskosten." Aus dem gleichen Grund sollten Spenden auch nicht an einen bestimmten Zweck gebunden sein."
Und das hier bestätigt meine Einschätzung:
"Sachspenden für Menschen in Not in Österreich
Sachspenden sind manchmal eine gute Möglichkeit Menschen in Not zu helfen. Ihre Sachspenden sind herzlich willkommen. Die Caritas leitet ihre Sachspenden an Menschen in Notsituationen, z.B. Obdachlose weiter. Die Caritas betreibt in ganz Österreich Caritasläden – sogenannte „Carlas“ – wo Sie Ihre Sachspenden abgeben können.
Sachspenden für die Hilfe im Ausland
In Katastrophenfällen reagiert die Caritas natürlich umgehend und liefert die notwendigen Hilfsgüter in die betroffenen Gebiete. Der Transport von Sachspenden in weit entfernte Länder ist aber äußerst kostenintensiv und die Kosten übersteigen oft den Wert der Waren. Deshalb benutzt die Caritas Ihre gespendete Ware hauptsächlich, um Menschen in Not in Österreich und im nahen Ausland zu helfen.
Transporte von Hilfsgütern von Österreich in weit entfernte Katastrophengebiete werden nur durchgeführt, wenn vor Ort keine Möglichkeit des Einkaufs gegeben ist. Ein Bespiel: Der Transport von Decken nach Afghanistan wäre sinnlos gewesen, da Decken im benachbarten Pakistan um 1 bis 2 Euro erhältlich waren. Die Kosten für den Transport wären um ein Vielfaches teuer gewesen."
http://www.caritas.at/spenden/sachspenden.html
Und auch die deutsche Seite bitte ganz lesen - sehr interessant!
http://www.caritas-international.de/6538.html
"Geld kann doch glücklich machen
In Katastrophen hilft am ehesten Geld. Wem das zu banal ist, der soll bedenken, dass damit die Bedürfnisse der Menschen am ehesten erfüllt werden können. Die Partnerorganisation vor Ort weiß genau, was gebraucht wird, hohe Transportkosten fallen weg und Hilfsgüter werden in der Region gekauft - was die regionale Wirtschaft stärkt. Gemeinsames Päckchenpacken für Not Leidende gibt das gute Gefühl, selbst aktiv geworden zu sein, ein ausgefüllter Überweisungsträger nicht. Dabei kann auch gemeinsame Aktion zum Geld sammeln beitragen: Kuchen backen, Basar veranstalten, Kreativität kennt keine Grenzen. In Katastrophen macht Geld glücklich."
Wenn jemand nicht gerne Geld spenden möchte, sondern selbst aktiv werden möchte, und auch sicher sein will, dass seine Hilfe zu 100% ankommt, kann er ja auch ein Ehrenamt übernehmen. - Aber das ist nun wieder ein anderes Thema.

