Beiträge von Elke2002

    Hi, ich habe gestern in einem Newsletter Werbung für folgende Firma gefunden: gratis-anrufen.net/
    Es handelt sich um Preselection. Und man kann angeblich zu jedem anderen, der sich dort auch angemeldet hat, ohne Einschränkungen kostenlos telefonieren und ansonsten weiterhin call-by-call machen. Und für ne Freundschaftswerbung gibt' auch noch 5 €.
    - Ich habe mir die Seite angeguckt, finde ein paar Sachen auch etwas komisch, kann den ganz großen Haken aber (noch) nicht finden?!


    Hier die Punkte, die toll klingen:


    "Mit wem kann ich alles gratis telefonieren?
    Mit all Ihren Freunden, Bekannten oder Verwandten, die sich auch für Preselection von gratis-anrufen.net entscheiden.


    Gibt es Werbeunterbrechungen beim kostenlosen telefonieren?
    Nein! Es gibt keine Zwangswerbung oder andere Unterbrechungen.


    Bekomme ich einen kostenlosen Einzelgesprächsnachweis?
    Ja! Sie bekommen über alle geführten Gespräche einen kostenlosen Einzelgesprächsnachweis.
    Das ist sicher und fair.


    Gibt es bei euch eine Grundgebühr oder einen Mindestumsatz?
    Nein! Es gibt bei uns weder eine Grundgebühr noch einen Mindestumsatz.


    Kann ich auch andere CallbyCall Anbieter nutzen?
    Ja! Sie können trotzdem jederzeit andere CallbyCall Anbieter nutzen und vorwählen.


    Ist eine Kündigung jederzeit möglich?
    Ja! Sie können jederzeit mit einer Kündigungsfrist von 4 Wochen kündigen. Wir schalten Ihren Anschluss dann sofort an die Deutsche Telekom AG zurück.


    Wo bekomme ich Hilfe, wenn ich Fragen oder Probleme habe?
    Wenn Sie Kunde sind, bekommen SIe eine kostenlose Nummer, unter der Sie Ihr Kunden Service Center bei Fragen oder Problemen erreichen können.


    Die Deutsche Telekom AG berechnet eine Umstellgebühr in Höhe von 5,11 Euro.
    Bekomme ich diese von euch zurück?
    Ja! Sie bekommen mit Ihrer ersten Rechnung eine Gutschrift in Höhe von 5,11 Euro.


    Ich habe einen XXLTarif, kann ich am Wochende noch kostenlos telefonieren?
    Ja! Wählen Sie dazu am Wochende einfach die Vorwahl der Deutschen Telekom AG
    01033 vor Ihren Telefongesprächen."



    Hier die Sache, die ich ein wenig merkwürdig finde:


    "Wie lauten eure allgemeinen Geschäftsbedingungen?
    Die Geschäftsbedingungen bekommen Sie mit Ihrer unverbindlichen Anmeldung.
    Möchten Sie unseres AGB`s vorab haben, senden Sie eine E-mail an: info@gratis-anrufen.net."


    Was habe ich übersehen?


    PS: Ich habe mit der Fa. natürlich NICHTS zu tun!


    MfG - Elke

    Zitat

    Wir schaffen auch keine Messer ab, weil neulich mal wieder einer den anderen erstochen hat.


    Richtig. Es hat hier auch niemand gefordert, dass alle Autos oder das Autofahren an sich verboten werden sollen, weil man ja auch mit Tempo 10 jemanden totfahren kann.
    Lediglich von einer Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit ist hier die Rede... Und es gibt ja sehr wohl auch ein Waffengesetz, was bestimmte besonders gefährliche Messer und andere Waffen verbietet.


    Zitat

    Schonmal Nachts auf einer leeren Autobahn mit einem neuen 7er BMW z.B. von München bis hamburg mit 130KM/h gefahren?
    Das wäre gefährlicher wegen Sekundenschlaf!


    HILFE! 70 km/h mehr helfen also, wieder ein wacher und fitter Fahrer zu werden :confused:
    Also, DIe Logik kann und will ich nicht kapieren!


    Zitat

    Dann gehörte die Autobahn [A2 Hannover-Berlin]wohl zu denen, wo ein Tempolimit sinnvoll ist


    Sieht so aus. Es handelt sich übrigens um eine ganz normale Autobahn, wie viele andere in D. auch...


    Zitat

    Das Problem bei dieser Diskussion ist, dass keiner von uns wirklich Ahnung von dem Thema hat. Wir projezieren die jetzige Verkehrslage mit den jetzigen Regelungen auf neue Regelungen. Aber ein generelles Tempolimit würde Auswirkungen auf die gesamte Verkehrslage haben. Es würde sich mehr ändern als nur die Höchstgeschwindigkeit. Viele Staus entstehen dadurch, dass Autofahrer bremsen. Ob das nun aufgrund zu dichten auffahrens ist, oder weil einer reinzieht ist erstmal unerheblich. Bei dichtem Verkehrsaufkommen, bremst einer, der nächste bremst stärker und so schaukelt sich das auf. Und schon ist ein Stau da. Wenn man nun ein Tempolimit bei 130 hätte, würde vielleicht mancher Stau verhindert werden. Und man käme insgesamt schneller durch, als jetzt mit den Staus und dem ständigen bremsen.
    Die Problematik der Schleicher und linksrauszieher wäre dann auch nicht mehr so heftig, da die Geschwindigkeitsunterschiede geringer sind, als jetzt.


    Bastian, ich stimme Dir voll zu! :top:
    Von mir aus könnte man ja mal einen Versuch starten, der - sagen wir mal - auf ein Jahr begrenzt ist, und in dem die Höchstgeschwindigkeit unter Berücksichtigung auf die rieesige Größe Deutschland auf 140 oder 150 km/h festgesetzt wird. - DANN könnte man die Daten auswerten und entscheiden, ob es was bringt oder ob andere Maßnahmen sinnvoller sein könnten!


    *Hirschi*: "Ein generelles Tempolimit wäre für Spritsparer und Ungeübte natürlich hochwillkommen, denn dann fällt diese Klientel auf der Autobahn nicht mehr ganz so unangenehm auf!"
    -> Du hast noch die Frauen vergessen zu erwähnen :flop:

    Zitat

    Original geschrieben von Ninja6
    kleines Zitat aus der heutigen Presse :
    So liegt die Zahl der Verkehrstoten pro einer Milliarde gefahrener Kilometer in Italien bei 13,5, in Österreich bei 8,1, in Frankreich bei 5,5, in den USA bei 5,4 und in Deutschland bei 4,5.


    Das ist natürlich klasse, aber meine Hypothese ist ja, dass MIT Tempolimit die Zahl der Verletzten und Toten in Deutschland NOCH niedriger werden könnte.


    Dazu auch ein Zitat aus der Berliner Zeitung vom 19.02.04:


    "Sollte die Geschwindigkeit auf der Autobahn begrenzt werden?


    Es würde die Lage mildern. Die Einführung des Tempolimits auf der A 2 von Hannover nach Berlin im letzten Jahr hat die Zahl der Schwerverletzten halbiert."



    Quelle


    So, wünsche noch einen schönen Abend und genieße erst mal das Nachtleben
    - Fiesta-Elke :cool:

    Zitat

    Original geschrieben von Stefan
    Hey Elke [auch: "Die 155 km/h Frau].


    Hier kommt das Killerargument:


    Fakt ist, dass in Deutschland weniger schwere Unfälle auf Autobahnen geschehen, als z.B. in den USA, Frankreich und Italien, wo es generelle Tempolimits gibt.


    DIE Statistik müsste ich erst mal genauer angucken! Als 'Killerargument' würde ich es erst mal nicht ansehen, da man ja auch die gesamte Verkehrssituation einbeziehen muss.
    Außerdem ist der Vergleich Deutschland/Ausland nicht so relevant (sondern kann nur Anhaltspunkte und Hinweise geben) wie der direkte Vergleich Deutschland mit / Deutschland ohne Tempolimit.


    Wenn es also stimmt, dass D. im Moment zwar weniger schwere Unfälle hat als Land x, aber D. MIT Tempolimit noch mal 20 % weniger Unfälle hätte (reine Hypothese!), dann spräche trotzdem alles für und nichts gegen ein Tl.!


    Zitat

    Nenn´ mich von mir aus überheblich, aber wer sowieso nie schneller als 130 oder 150 km/h fährt, hat objektiv nicht besonders viel zu solchen Diskussionen beizutragen.


    Sorry, ja ich nenn Dich überheblich ;) Denn erstens muss man nicht alles selbst gemacht haben, um eine Meinung dazu zu haben, 2. kann und will ich mir im Moment kein anderes Auto leisten, und 3. bin ich natürlich auch schon mal mit großen und schnellen Auto über 200 gefahren (erwähnte ich oben aber auch schon!)
    Also bitte keine Vorurteile!


    Zitat

    Nicht jeder "Schnellfahrer" ist ein notorischer Drängler


    Habe ICH nie behauptet.



    Jo, solche Leute sind mir auch schon begegnet. Natürlich nerven die. Aber das ist kein Grund gegen ein Tempolimit.



    Zitat

    Es gibt genügend Gipsnacken auf beiden Seiten, welche nun die gefährlichere ist, bliebe noch zu definieren - am gefährlichsten bleiben aber immernoch die Kleintransporter, schwankend mit 180 auf der AB und eigentlich generell sehr dicht auffahrend, wenn´s mal nicht schnell genug geht.


    BINGO - Ich stimme völlig mit Dir überein! :eek: :top:



    PS: Ich nenne einen relativ jungen Fiesta Diesel (um den ich in der Stadt beim Parkplatzsuchen oft beneidet werde, aber das ist ein anderes Thema... ) mein Eigentum - nur so für die Statistik :p

    Zitat

    Original geschrieben von Jochen
    Du liest keinen Widerspruch von mir. Ich sehe allerdings keine genügende Veranlassung dazu und glaube eben nicht, daß man das so einfach auf alle Länder übertragen kann, bis auf die Umweltverschmutzung, wohlgemerkt.


    Du siehtst wirklich keine genügende Veranlassung, Menschen (und sei es nur vor sich selbst) zu schützen?


    Zitat

    Shame on you! ;)


    Nobody 's perfect!



    Zitat

    So, wie die Mülltrennung, die Praxisgebühr... :D


    Habe nie behauptet, dass unsere Regierung fehlerfrei ist!!!


    Aber ein anderes Beispiel (womit ich auch nicht völlig glücklich bin, aber man kann halt nicht ständig alles relativieren...) :
    Es gibt z.B. den kontrollierten Drogengebrauch – der je nach Situation und Umfeld nicht nur relativ risikofrei, sondern auch noch äußerst angenehm sein kann.
    Trotzdem sind viele Drogen auch für Erwachsene verboten, um möglichen Mißbrauch auszuschließen. – Bevormundung oder Schutz??
    Der Gesetzgeber ist hier vom ungünstigsten Fall ausgegangen: das es auch Erwachsene gibt, die sich nicht angemessen verhalten (können) und ihre Freiheit mißbrauchen, was zu schwerwiegenden Schäden führen kann.
    Auch aus diesem Grund bin ich für ein Tempolimit. Denn es wird immer Leute geben, die nur schnell fahren, weil sie es dürfen und weil ihr fahrbaren Untersatz es zulässt, nicht aber weil sie es können!



    Zitat

    Woran merkst Du denn, daß die so wunderbar damit klar kommen? Weil die meisten nicht schneller fahren? Das wäre hier wohl auch nicht anders, wenn man mit solchen Strafen rechnen müßte!


    Naja, jedenfalls haben sie noch keine Revolte dagegen angezettelt. :D



    Man sollte halt immer vom durchschnittlichen oder sogar vom schlechtesten Autofahrer ausgehen!
    Die Wahrscheinlichkeit, dass man mal wirlich ganz alleine auf der Autobahn rumtoben kann, ist halt ziemlich gering. Ich habe dies nur regelmäßig nachts auf der A29 bei Oldenburg erlebt. Aber da ist schnellfahren wegen der vielen Schlaglöcher sowieso unmöglich.


    Zitat

    Ich hoffe, sowas geht als gültiges Argument durch.


    Soweit erst mal akzeptiert, aber trotzdem würde es mich schon interessieren, wie das in anderen Ländern so funktioniert (einfach, weil ich mich da halt nicht so gut auskenne).

    @ JoPi: Naja, wir müssen uns ja auch nicht einig werden ;)


    Also, ich bleibe bei meiner Einschätzung, dass eine langsamere Geschwindigkeit (ich will mich da nicht auf exakte Werte festlegen; wie gesagt, dazu sind Experten da) das Unfallrisiko, die Umweltverschmutzung und andere unschöne Sachen verringert.


    Zitat

    Ich glaube, daß das Deine persönliche Einschätzung dieser Geschwindigkeit ist.
    Wer einen Kleinwagen fährt, der entsprechend laut, windempfindlich und dessen Fahrwerk und Motor mehr als 155 nciht verträgt, fährt, muß auch zu dieser subjektiven Einschätzung kommen!


    Ob Du’s glaubst oder nicht, ich bin auch schon häufiger mit entschieden mehr Pferdestärken und in größeren Autos unterwegs gewesen und kenne den Unterschied im Fahrgefühl sehr wohl. Und: Ja, es hat mir Spass gemacht! :)


    Zitat

    Dabei sagtest Du eingangs noch, es dürften nur Fakten zählen und keine Meinungen, was ohnehin blanker Unsinn in einem Diskussionsforum ist.


    Es ging in der Ausgangsfrage um einen Gesetzesentwurf. – Da kann man zwar seine Meinung zu haben (finde ich gut/ nicht gut), dreht sich damit aber dann ziemlich schnell im Kreis (wie hier bereits zu beobachten war). Da halte ich es bei einer solchen recht wichtigen Sache (es geht ja nicht um die neueste Handyfarbe ;)) doch für richtiger, die Pros und Contras durch möglichst objektive Fakten untermauern zu können.
    Und Fakt ist nun einmal, dass einige Sachen besser laufen, wenn sie geregelt werden. Natürlich ist ein Gesetz nie absolut perfek, weil es immer spezielle Situationen gibt, wo es nicht besonders sinnvoll erscheint. Aber dann muss man halt Kompromisse eingehen. Daher wäre ich (das ist jetzt meine Meinung) ja auch eher nicht für 120 oder 130 sondern eher für 140 km/h, was in der Realität dann mit ca. 150 km/h umgesetzt werden würde. Und von mir aus könnte man auch auf 4-6spurigen Bahnen überlegen, die linke/beiden linken auf ausgewählten Strecken für vielleicht 160 km/h zuzulassen - und dann halt gucken, ob es klappt. Aber meine Erfahrung sagt mir, dass Ausnahmeregelungen, wenn sie nicht ganz klar und eindeutig sind, mehr verwirren als helfen.


    Klar kenne ich das auch, dass man auf längeren Strecken irgendwann genervt ist und nur noch ankommen will. Aber eine Fahrt nach Spanien ist schon ein extremes Beispiel. Die meisten Fahrten sind halt nicht so lang. Und da ist der Zeitgewinn nun wirklich nicht soo riesig.


    Ich glaube, es ist eher eine Sache der Gewöhnung. Wie gesagt, die Niederländer und andere Nachbarn kommen mit ihrem Tempolimit ja bestens klar. Was mich mal interessieren würde: Wann und aus welchem konkreten Grund wurde das bei ihnen eingeführt? Und: Gab es auch so massiven Widerstand dagegen, wie hier in D.?


    Und: Wer bei 100 oder 130 km/h am Steuer einpennt, weil ihm das zu langweilig und/oder stressig ist, der hat dort ganz einfach nichts verloren.


    (– Tempomat und Radio einschalten kann vielleicht helfen, den ‚Stress’ zu mindern.)

    Zitat

    Original geschrieben von Jochen
    Entschuldige, aber: mit dem Beifahrer reden, über Dinge nachdenken etc. lenken definitiv vom Fahren ab. Daß Du das nicht so empfindest, ist genauso subjektiv wie die Meinung derer, die sagen, 180 bereite ihnen keine Probleme.
    ;)


    Zum ersten Punkt: Entschuldige mal, aber es gibt Reden und Reden. - Natürlich sollte ein 'normales' Gespräch d'rin sein. Heftige Streitereien, emotional sehr aufwühlende Gespräche oder Fachgespräche, die sehr viel Konzentration beanspruchen, sollte man lieber bis nach der Fahrt vertagen.


    (Von einem routinierten und erfahrenen Autofahrer wird doch fast alles routinimäßig und automatisch erledigt. Nur, wenn unvorhergesehene und neue Situationen auftauchen, muss er seine volle Aufmerksamkeit bewußt auf's Autofahren konzentrieren.)


    2. DUSA hat da schon was zu geschrieben. Es gibt halt auch noch Naturgesetze, auch wenn wir das in unserer technikdominierten Zeit gerne verdrängen. ;)


    PS: Außer einem - mehr oder weniger geringen - Zeitgewinn und den Spass an der Freude hat noch immer keiner ein vernünftiges Gegenargument geboten.

    Zitat

    Original geschrieben von DUSA-2772
    Zunächst mal: interessant, dass natürlich fast alle gegen eine Geschwindigkeitsbegrenzung sind und die einzige Person, die sich offen dafür ausspricht ne Frau ist. Und die können - da brauchen wir auch nicht drüber zu diskutieren - ja eh nicht Auto fahren, schon gar nicht bei Geschwindigkeiten, die über den 2. Gang hinausgehen :D Von daher die ganz klare Botschaft: "Weib, fahr erstmal ein richtiges Auto, dass zu mindestens 150km/h überhaupt fähig ist, und dann können wir uns vielleicht anfangen zu unterhalten".
    (Ironie- und Überspitzungs-Tags bitte selbst einfügen ;))


    War mir ja klar, dass ihr so denkt... ;)


    Nur zur Info: Ich fahre seit 13 Jahren unfallfrei, und mein Töffi kann halt nicht schneller als ca. 155 km/h...


    Zitat

    Na, dann bist Du ja ein Musterbeispiel für jemanden, der konzentriert und verantwortungsvoll Auto fährt!
    SCNR


    Tja, JoPi, wir Frauen können halt bekanntlich mehrere Dinge gleichzeitig tun...- und das auch idR. sehr gut!
    SCNR


    Nein, im Ernst, würde nie im Auto Sachen tun, die mich wirklich vom Fahren ablenken!


    PS: NICHT ALLES ist mit PenisNeid erklärbar!! ;)

    Seid ihr freiwillig immer vernünftig?



    @JoPi: Ich habe hier aber wirklich nur sehr dürftige Argumente gegen ein Tempolimit finden können. Es kommt halt nur immer der Spruch, dass man sich durch ein Tempolimit gegängelt fühlt.
    Allerdings halte ich diese Aussage für reichlich kindisch, da man die achso ‚verantwortungsvollen’ Autofahrer selbst dazu zwingen muss, ihre eigenen Kinder im Auto richtig zu sichern, auf motorisierten Zweirädern einen Sturzhelm zu tragen, nicht in Feuerwehrzufahrten zu parken usw.
    Die Realität und Erfahrung haben gezeigt, dass man sich keinesfalls darauf verlassen darf, dass DIE MASSE der Verkehrsteilnehmer vernünftig handelt.
    Der Preis der Freiheit ist mir einfach in diesem Falle zu hoch!


    Autofahren ist nun mal gefährlicher als Taubenzüchten und Briefmarkensammeln. Wenn was passiert, dann ist es meistens ziemlich schlimm!


    Es ist naiv zu glauben, dass ein Mensch, nur weil er einen Führerschein hat, auch vernünftig fährt. Und auch wenn man selber keinen Fehler macht; der andere macht ihn bestimmt. Und dann ist es einfach besser für die Gesundheit aller Beteiligten, wenn das Tempo statt 200 ‚nur’ 130-140 km/h beträgt, da es für uns Menschen (die, wie DUSA-2772 richtig feststellte, für solche Geschwindigkeiten nicht konzipiert worden sind) bei einem niedrigeren Tempo evtl. noch eher möglich ist, adäquat zu reagieren.
    Als Argument zählt hier nicht der Einzelfall, sondern die Wahrscheinlichkeit!


    Da ich hier wohl als Befürworter des Tempolimits in der Minderheit bin und Deine Vermutung nicht nachvollziehen kann, ein paar Zahlen: Ich fahre im Jahr ca. 12.000 km (davon über 90% Autobahn). Mein sparsamer Kleinwagen ist allerdings nicht der Schnellste, was mich beim Überholen schon manchmal stört. Da muss ich dann schon mal etwas warten, bis ich mich auf der linken Spur einordnen kann, oder ich muss den Wagen kräftig ‚treten’, was sich dann aber auf die Dauer ziemlich negativ im Spritverbrauch bemerkbar macht...
    Trotzdem habe ich immer wieder die Beobachtung gemacht, dass ich nicht wirklich sooo viel Zeit gegenüber wesentlich langsameren Gefährten gewinne: Denn wenn ich nur eine kleine Pause von wenigen Minuten mache (z.B. Tanken und auf’s Klo gehen), dann dauert es doch erstaunlich lange, bis ich die Brummis, die ich vor der Pause überholt habe, danach wieder eingeholt habe.



    Nachts sind die Autobahnen dann zwar leerer, aber die Gefahr durch das eingeschränkte Sehen ist dafür um einiges höher. Außerdem ist der Mensch nachts von Natur aus nicht auf seinem körperlichen und geistigen Höchststand, Brummifahrer, die zu später Stunde unterwegs sind, halten sich oft nur noch durch Koffein wach und fahren Schlangenlinie, Tiere wechseln gerne die Straßenseite, ... – Dies spricht alles nicht für einen nächtlichen Freifahrsschein!


    Man könnte ja auch behaupten, dass das Gesetz, dass man bei einer roten Ampel immer halten muss, eigentlich überflüssig sei und die vernunftbegabten Verkehrsteilnehmer bevormundet. Denn viele Ampeln sind auch z.B. nachts geschaltet, wenn so gut wie kein Mensch auf der Straße ist. Eigentlich könnte man den mündigen Autofahrer ja selbst entscheiden lassen, ob und wann es die Verkehrssituation zulässt, die Kreuzung zu überqueren, oder?
    Was dann passieren würde, kann sich jeder gut vorstellen: Es gäbe Chaos und käme zu mehr Unfällen, da jeder eine eigene Einschätzung davon hat, wann die Verkehrslage es seiner Meinung nach zulässt, die Kreuzung sicher zu überqueren.
    (Ja, auch ich habe mich schon mal sehr geärgert, als ich erfahren musste, dass es den Führerschein kosten kann, wenn man als Fahrradfahrer (!) eine Auto-Ampel, die zwar dunkelrot war, aber wo weit und breit kein Mensch auf der Straße war, vorsichtig überquert.)


    deepbass:
    Mein letzter FrankreichBesuch liegt schon ein paar Jahre zurück, und da bin ich auch nicht selber autogefahren. Aber ich bin ziemlich häufig auf Hollands Straßen unterwegs und habe keinesfalls den Eindruck, dass die Niederländer mit ihrem Tempolimit besonders unglücklich sind. Ich genieße es, nicht ständig auf der Hut sein zu müssen, ob nicht jemand von Hinten ‚angeschossen’ kommt. Das Fahren ist dort entschieden entspannter, da man nicht so häufig gasgeben, abbremsen, einordnen, überholen, wieder ein paar Meter schinden muss. Ich nutze die Zeit im Auto (wenn ich alleine fahre) dafür, in Ruhe gute Musik hören zu können, über etwas nachzudenken, die Hektik etwas hinter mir zu lassen, oder (wenn ich nicht alleine fahre) für entspannte und ausführliche Gespräche mit meinem Beifahrer. :)
    Dass es anstrengend sein soll, mit 130/140 km/h zu fahren, kann ich nicht nachvollziehen. Man kann sich Stress auch selber machen...!



    Stimme ich absolut zu:

    Zitat

    Jo, was dem US-Bürger seine Schußwaffe ist dem Deutschen seine freie Fahrt. Ich halte ein generelles Tempolimit für sinnvoll. Gleichzeitig könnte man auch das rechts überholen auf Autobahnen erlauben um die ewigen Fahrspurdiskussionen zu beenden. Mit einer Geschwindigkeitsmeßanlage an jeder Brücke, Schilderbrücke, Mautbrücke bekäme man dann auch die Unverbesserlichen von der Straße und ein paar Euro für die Fahrbahnreperaturen ins Säckel.


    MfG - Elke

    PRO Tempolimit


    - Eines der brisantesten Themen hier bei TT überhaupt...
    Eigentlich könnten die Mods schon gleich prophylaktisch zumachen
    - ;)


    Also, ich bin der Meinung, dass "Meinungen" bei diesem Thema völlig fehl am Platze sind; hier sollten vor allem FAKTEN zählen.


    Die da wären:


    Erwiesenermaßen geht bei einem Tempolimit die Zahl der Unfälle, sprich Personen- und Sachschäden stark zurück. (Es wurde grade festgestellt, dass nach der Tempobegrenzung auf der A2 zwischen Hannover und Berlin die Zahl der Unfälle um die Hälfte zurückgegangen ist!)


    Fakt ist auch, dass unsere Nachbarn, die Niederländer, sehr gut mit ihrem Tempolimit fahren, und ich selbst dort auch das Fahren als sehr entspannd und angenehm empfinde. (Der Vorteil ist auch, dass die Diskrepanz zwischen den verschiedenen Geschwindigkeiten nicht mehr so riesig ist, und es zu einem gleichmäßig rollenden Verkehrsfluss kommt!
    - Bei dem man dann allerdings nicht mehr seine Aggressionen abreagieren kann.)


    Fakt ist auch, dass ein paar km/h mehr im Endeffekt nur auf SEHR langen Strecken zu einem echten Zeitgewinn führen. Meist überwiegt aber hinterher der Stress.


    Ein weiterer Fakt : Meistens ist es aufgrund der Verkehrssituation sowieso nicht möglich, zu rasen. Und dies wird sich in Zukunft, z.B. im Zuge der Osterweiterung, welche eine vermehrte Verkehrsdichte mit sich bringen wird, noch verstärken.


    Fakt ist desweiteren, dass wir als mündige Bürger natürlich Verantwortung für unsere Umwelt, unsere eigene Gesundheit und die unserer Kinder/Nachfahren (sic!) tragen müssen.



    Wie genau so ein Tempolimit aussieht (etwa 130-140 km/h hielte ich für nicht verkehrt; dann wird in der Realität wohl bei den meisten bei 150 Schluss sein... :rolleyes: ), sollte man den Fachleuten überlassen.


    Außerdem ist es wohl so sicher wie das Amen in der Kirche, dass sich jeder Autofahrer für einen sehr guten Autofahrer hält und die Fehler immer nur bei den anderen findet. - DAS kann so logischerweise nicht stimmen!
    Auch sind die vielen einzelnen Beispiele, die jedem GerneSchnellfahrer bei diesem Thema einfallen, nicht relevant, weil sie nicht repräsentativ und noch weniger opjektiv sind. Einzig groß angelegte Verkehrsanalysen und Vergleichsstudien können hier richtige Hinweise geben.


    Realität ist (leider), dass wir alle nicht immer so fahren, wie es wünschenswert oder gesetzlich vorgeschrieben ist, sondern halt oft ziemlich riskant, ungeübt, fahrlässig usw.
    Daran werden Belehrungen ("Du gehörst auf den rechte Spur; Guck alle paar Sekunden in den Rückspiegel; Mach erst mal ein Fahrtraining, Lass Dich nicht ablenken,...") ÜBERHAUPT nichts ändern!
    Die einzige Maßnahme, die bisher Erfolg gezeigt hat, ist ein gesetzlich vorgeschriebenes* Tempolimit.

    *(Noch nicht einmal verfügbare Sicherheitsvorrichtungen wie Anschnallgurte wurden freiwillig benutzt, weil sich die Leute wohl 'bevormundet' oder 'eingeschränkt' fühlten... :confused: )


    Fakt ist außerdem auch noch, dass die schnellen großen teuren Autos wohl dem Fahrer ein subjektives Gefühl der Sicherheit vermitteln, und dieser die Geschwindigkeit auch nicht so wahrnimmt, wohingegen ein Kleinwagenfahrer sich - wenn der Trend so weitergeht - wohl (aufgrund der geringeren technischen Ausstattung) wirklich bald nicht mehr auf die Autobahn trauen kann.


    Der - meiner Meinung nach - einzige Grund gegen ein Tempolimit wäre der 'Kick', den mensch (ja, auch ich habe solches schon erlebt!) beim Schnellfahren erlebt.
    Aber aus dem Alter sollte man eigentlich als vernunftbegabter Erwachsener (!) raus sein, alles einfach nur zu tun, weil es Spaß macht! (Außerdem gibt es dafür ja noch genügend andere Gelegenheiten :D )


    Nur noch mal zur Klarstellung: Ich habe nicht behauptet, jeder, der schneller als 140 fährt sei ein asozialer Mörder o.ä.!


    So, und jetzt werde ich mich vermutlich aus der 'Diskussion' heraushalten; aus dem egoistischem Grund, meine Nerven schonen zu wollen ;)


    Gute Nacht - Elke