Zitat
Original geschrieben von Zappi
1.
Mich würde mal interessieren, welche Medikamente man zu sich nehmen muss, um in Verbindung mit dem Genuss eines Haschkuchens an der Gesundheit ernsthaft beschädigt zu werden. Hierzu wäre eine fundierte Antwort mit Quelle interessant. Z.
Ein paar seriöse Infos zu Cannabis:
[Mein Kommentar folgt unten; Hervorhebungen von mir]
"WIRKWEISEN UND RISIKEN
Eine genaue Beschreibung der psychoaktiven Wirkungsweise ist nur annähernd möglich, da der jeweilige Rausch und die Empfindungen subjektiv unterschiedlich wahrgenommen werden. Die kurz- oder langfristigen Wirkungen der Cannabisprodukte hängen von den jeweiligen Konsumbedingungen (Umfeld des Gebrauchs), der Persönlichkeit (Stimmungen, Einstellungen, Erwartungshaltungen), der Gebrauchshäufigkeit und der Gebrauchsdosis ab, wobei alle Funktionen wechselseitig voneinander abhängig sind. Jugendliche mit persönlichen und sozialen Problemen sind hier sicherlich gefährdeter als ausgeglichene Jugendliche, Cannabis als ein Problembewältigungsmittel zu verwenden.
Physische Wirkungen
Beschleunigung des Herzschlages, Erhöhung der Pulsfrequenz, Rötung der Augen, trockener Mund, Appetitsteigerung ("Fressflash"), Senkung des Augeninnendrucks, Schmerzlinderung, Brechreizunterdrückung
Psychische Wirkungen
Entspannung, Heiterkeit, leichte Euphorie, erhöhte Sensibilität, veränderte Sinneseindrücke (Musik, Farben), Phantasieanregung, verminderte Konzentrationsfähigkeit, verändertes Zeitempfinden
Insgesamt gesehen werden gute Gefühle ebenso intensiviert wie umgekehrt negative Stimmungen verstärkt werden.
Die euphorische Phase hält in der Regel 1 bis 2 Stunden an; danach tritt ein eher beruhigender Effekt in den Vordergrund.
BEEINTRÄCHTIGUNGEN UND NEBENWIRKUNGEN
Bei einer sehr hohen Dosis, insbesondere wenn Haschisch in größerer Menge gegessen oder getrunken wird, kann es zu visionären Zuständen, lebhaften Imaginationen, zu Halluzinationen und Wahnvorstellungen kommen. Möglicherweise führt dies auch zu Kreislaufproblemen, Angstzuständen und Erbrechen.
Falls vor dem Konsum Ängstlichkeit, Bedrücktheit oder latente psychische Probleme vorhanden sind, können diese Zustände durch den Cannabisgebrauch verstärkt werden. Starker und anhaltender Cannabisgebrauch kann psychiatrische Erkrankungen begünstigen, jedoch nicht verursachen. Ein langjähriger, chronisch starker Cannabisgebraucher erscheint möglicherweise apathisch, energie- und motivationslos. Dieser Zustand ist jedoch nicht die Regel, liegt in der Persönlichkeit begründet und ist kein Indiz für ein cannabisbezogenes "amotivationales Syndrom" (Antriebsverlust, Gleichgültigkeit, Leistungsablehnung).
Cannabisgebrauch beeinflußt während der Wirkungsdauer das Kurzzeitgedächtnis und verändert die Wahrnehmung. Die Fähigkeit zum Führen von Fahrzeugen und das Bedienen schwerer Maschinen ist somit zum Zeitpunkt der akuten Wirkung eingeschränkt. Das Rauchen von Cannabisprodukten birgt die gleichen Gefahren wie der Tabakkonsum. Folgen eines langjährigen Gebrauchs können Bronchitis, Emphyseme und Lungenkrebs sein.
Folgende Personen sollten generell auf den Konsum von Cannabisprodukten aus gesundheitlichen Gründen verzichten:
Kinder und Heranwachsende, schwangere/stillende Mütter, Herz- und Kreislaufkranke, Lungenkranke, psychisch Erkrankte.
Generell gilt: Das Risiko einer Droge ist nicht absolut bestimmbar. Es zeigt sich immer erst im Zusammenspiel von drogenspezifischer Wirkung, Persönlichkeitsfaktoren und sozialen Umfeldbedingungen."
...
"Gebrauche Cannabisprodukte nicht in Kombination mit Alkohol oder anderen psychoaktiven Drogen. Dies kann zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Verschiedene Drogen verstärken sich in ihrer Wirkung
(...)
Nach dem Kiffen - Hände weg vom Steuer"
Quelle (Achtung: erst ab 18 Jahren!)
Also, damit kein Mißverständnis entsteht: Ich bin bestimmt nicht generell gegen den Haschischkonsum; hier ist jeder für sich selber verantwortlich!
Aber es ist schon problematisch, Leuten ohne ihr Wissen Haschisch zu geben, da sich der unfreiwillige Konsument ja gar nicht auf die (evtl. für ihn völlig neue und) unerwartete Situation einstellen kann.
Besonders die Sache mit der Schwangerschaft, Autofahren und psychischen Vorerkrankungen sollte man bedenken!