Hallo,
auch ich bin inzwischen Mitglied in der PKV. Habe diesen Schritt ebenfalls nicht bereut und bei mir ist es mit August 2005 noch nicht so lange her. Mein Vorteil war allerdings noch, dass ich bereits seit 8 Jahren bei der Versicherung zusatzversichert war und somit Wartezeiten (z.Bsp. für Zahnersatz)/etc. vermeiden konnte.
Eine neue Gesundheitsprüfung gab es ebenfalls nicht und der monatliche Betrag ist aufgrund der gebildeten Rücklagen ebenfalls knapp 35% günstiger wie bei einem Neuabschluß. Also, wenn bereits Zusatzversicherung vorliegt, ruhig mal unverbindlich anfragen.
Den Schritt hab ich jedenfalls definitiv nicht bereut, im Gegenteil, gerade wenn man mit Termindruck arbeitet, bringen Termine beim Arzt endlich mal was. Vorher waren das nur grobe Anhaltspunkte und man mußte sich richtig Zeit mitbringen.
Was natürlich nicht heißt das ich diese Zweiklassengesellschaft richtig heiße!
Ansonsten, hab mir bei der letzten Regatta mein Knie zerdeppert und hab nun bei der Behandlung nur gute Erfahrungen gemacht. Anders wie in der GKV war ich innerhalb von zwei Tagen aus der Klinik wieder raus. OP mit Sonden und Meniskus kurz geflickt. Das Ganze hat von Kernspintografen bis zum wieder joggen dürfen ganze vier Wochen gedauert! Also nicht einfach aufschneiden und schauen, sondern erst mal genau definieren wo das Problem liegt und dann Minischnitt und fertig! Der Vorteil, diesen Spezialisten hätte die GKV zum Beispiel nie bezahlt!
Aus Erfahrung, meine Schwester (GKV) mußte auf den Kernspintografen 2 Monate warten und das mit einem Bandscheibenvorfall, bei mir war die Sache mit Termin innerhalb von drei Tagen durch! Sicherlich ist dies ein richtige Unverschämtheit, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren, auch der Grund warum meine Schwester beim zweiten Mal den Kernspintograf dann auch selber bezahlt (400 Euro) hat. Allerdings kann meine Schwester nun definitiv nicht mehr in die PKV, die würde zum Bsp. alles was mit dem Rücken zu tun hat ausschließen! Bei Ihr ist das leider in sehr jungen Jahren passiert, als Turnierreiterin. Dies ist halt auch ein Witz, das sich die PKV die Mitglieder aussuchen kann, selbst wenn die Gehaltsgrenze geknackt ist.
Grundsätzlich sind allerdings Diskussionen über zusammenlegen von GKV und PKV, Bürgerversicherung mit großer Vorsicht zu genießen! Sobald man nämlich Familie besitzt kann die PKV kostentechnisch auch schnell nach hinten los gehen, allerdings hat man natürlich noch immer das besser Leistungsportfolio. Darüber hinaus weiß ich von einem befreundeten Arzt, dass er ohne PKV Patienten mit seiner Praxis (auf dem Lande) nicht mehr überleben könnte. Deswegen hätscheln und tätscheln die Ärzte diese Patienten natürlich auch.
Ach ja, Ich hab vor kurzem einem Artikel gelesen in dem drin stand das die GKV durch die PKV bereits jährlich mit 5 Milliarden mitsubventioniert wird, dadurch das die selbe Behandlung in der Regel teurer ist, das Medikamente mitfinanziert werden wenn der Pot des Arztes leer ist und nach irgend was, ich weiß es nicht mehr. Darüber hinaus stand auch drin, dass nur durch die PKV Patienten die Kliniken schneller in neue Technik investieren als Sie es sonst tun würden. Wie auch immer…