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Original geschrieben von mario.meininger
Die hiesigen Netzbetreiber haben es nicht nötig, weil sie kein Content zu Verkauf über solche unlimitierte Leitungen haben. Der bulgarische Netzbetreiber hat den Tarif nicht einfach so im Portfolio, sondern braucht Kunden, die sich an unlimitierten Anschlüße gewöhnt haben, um sein IPTV Plattform vermarkten zu können. 45 Kanäle in SD gibt es gratis, aber für mehr muss man Abos abschließen, so kommen die echten Umsätze rein. In Länder, wo die Kabelnetzinfrastruktur miserabel ist und nur ein paar große Städte erreicht ist das der einzige Weg große Kundenmassen für mehr Angebote zu erreichen.
Danke genau, man muss das gesamtwirtschaftliche Modell betrachten und kann nicht den unlimitierten Tarif heraus sezieren.
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Original geschrieben von newage_02
Es ist verdammt viel Geld sogar und ehrlich gesagt brauchen nur wenige diesen Tarif.Für alle Anderen ist es eine Luxusinvestition.
Ich hatte mal die Möglichkeit vor wenigen Wochen kurz zu sehen, wieviele Kunden in einer 160 000 Einwohner Stadt den Tarif XL Premium gebucht haben. Und das waren weit mehr, als man so erwarten würde (natürlich keine 10 %).
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Original geschrieben von StevenWort
Ich finde die Thematik schwierig, und denke das man es so auch nicht sehen kann.
Und nur weil für dich, oder für mich 250€ im Monat für Mobilfunk viel Geld ist, muss das nicht
für jeden so sein.
Aber du sprichst ein großes Problem an, "immateriell".
Für Dienstleistungen will niemand was ausgeben, obwohl Deutschland Dienstleistungs-Land ist.
Aber das neue iPhone für 1000€, das geht natürlich sofort, bar auf den Tisch 
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Eben, das ist alles eine individuelle Entscheidung. Und die 1000 EUR Anmerkung finde ich richtig treffend.
Im übrigen gab es mal so vor ca. 3-4 Wochen einen 3 Minuten Beitrag in einer Wirtschaftsmagazin Sendung über die sozioökonomischen Probleme beim Thema Mobilfunk:
a) Hardware
zunehmender Druck in der Gesellschaft, immer mit dem neuesten Handy rumlaufen zu müssen, um cool zu sein. Weiteres Problem dabei: der dafür erforderliche finanzielle Aufwand. Daher zunehmende Stimmen aus dem Markt gegen den 12-monatigen Innovationszyklus der Hersteller.
(ich finde, da kann man nicht die Hersteller dafür in die Pflicht nehmen, da sind die Menschen selber gefordert; das Gleiche gibt es auch für genügend andere Produkte).
b) Datennutzung
Wurde am Beispiel einer Gruppe jüngerer Menschen demonstriert. Frage an einen: na, hast du schon das und dieses Video gesehen und ist doch cool, die Dienste so und so überall zu streamen. Antwort: ja weiss ich, aber kann ich erst wieder nächsten Monat, wenn ich neues Volumen bekomme. Fragender: wie, was hast du denn für einen lulli Tarif? Antwort: Nee, kann ich nicht (mit dem entsprechenden Gesichtsausdruck).
(das glaube ich muss man nicht weiter kommentieren).
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Original geschrieben von altaso
Es geht um den gesamten Durchschnittsbürger in Deutschland. Dieser verbraucht genau sogar weniger als angenommen: 0,6 GB im Monat pro Kopf.
Der angefragte mobile Datenverbrauch ist so gering wie fast nirgends. Das liegt bei uns daran, dass sehr viel über Breitband DSL läuft hierzulande. Denn 85% der Haushalte verfügen über einen Breitbandanschluss.
Und eben genau deshalb, gibt es hier so wenig mobile große Datentarife. Sie werden nicht nachgefragt... Auch wenn es uns hier alle nicht passt 
Eben. Danke für die klare Aussage. Und "uns alle hier" ist wieviel Prozent von den Kunden? 
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In Skandinavien sieht es gesellschaftlich wiederum ganz anders aus, da läuft fast alles über das Smartphone! Wer einmal da war, weiß wie das Straßenbild dort aussieht. Nahezu jeder läuft da mit dem Handy in der Hand rum.
Mitte der 90er Jahre konnte ich erleben, dass das Handy in Schweden und Finnland schon als gewöhnlich erachtet und sehr intensiv (im Rahmen der verfügbaren technischen Möglichkeiten damals) genutzt wurde. Da waren wir hier in DE noch in der Neiddiskussionsphase. Also kein Wunder, dass es da noch ein Gap gibt.
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Fakt ist aber, dass es in Deutschland im Meridean dennoch zu teuer ist.
zu teuer im europäischen Vergleich. In DE konnte man aber schon 126 Mio. SIM Karten verkaufen.
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Original geschrieben von StevenWort
StreamOn ist auf jeden Fall eine andere herangehensweise.
Die Dienste mit hohem Traffic (Streaming) werden ja überwiegend herausgenommen.
Großer Unterschied zwischen StreamOn und Free ist das man StreamOn permanent auch im LTE-Netz nutzen kann,
wohingegen dieses beim Free ja nach Verbrauch des Volumens gedrosselt wird.
Also generell sind es zwei ähnliche Ansätze, aber doch unterschiedlich in der Ausführung.
Allerdings steht und fällt StreamOn mit den Streaming-Partnern.
Das beispielsweise derzeit Spotify fehlt ist für viele bestimmt nicht so toll 
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Zumindest aktuell nicht, bis Spotify aufgenommen wird.
Nach meinen über 20 Jahren Erfahrung mit Tarifen sage ich wird es auch in Zukunft keinen Tarif geben nach dem Motto, wir nehmen mal das Beste aus allen am Markt verfügbaren Tarifen.
Und ganz by the way angesichts z.B. der stream on Option sehe ich die Notwendigkeit bei der IFA den XL Premium Tarif nachzubessern.
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Original geschrieben von altaso
Die Frage ist nun einfach, welches Modell vom Kunden besser angenommen wird.
Free, GigaCube oder StreamOn (Dayflat lass ich mal weg, wird eher nicht für die Masse beworben).
Oder doch eher der 30 EUR Vertrag mit 2 GB Allnet und einem 1EUR Handy ;-).
Man sieht schon, der Kunde lenkt das Spiel... Wobei ich denke, dass Vodafone etwas mobileres nachlegen muss und wird.
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Warum muss da Vodafone was nachlegen? Wenn die Kundenzahlen passen und der ARPU sich budgetgerecht entwickelt so what. Da hilft auch keine Hoffnung.
Das angeführte Beispiel unterstreicht auch, dass der Wunsch nach unlimited Data Volumes nicht dem Wunsch der Mehrheit der Kunden aktuell entspricht. Von der Seite gibt es momentan keinen Druck auf die NBs.
Die Antwort hat Henning Gajek ja schon gegeben: wenn man direkt einen unlimitierten und unbegrenzten Tarif benötigt bleibt nur der Einstieg in eine andere Preisstufe.
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Original geschrieben von Rappelsack
Ich dachte ja, dass o2 mit dem Free einen guten Anfang gemacht habe und die Anderen da auch noch nachziehen...
Wie HDTV geschrieben hat hat die Telekom auch nachgelegt. Halt nicht - wie von dir gehofft - mit copy und paste sondern sich differenziert mit stream on und day flat. Ich meine, dass die stream on Option für die betroffenen Kunden ein weiterreichendes Angebot ist als das o2 free Konzept.
Da für dich das o2 Free Konzept ja interessant erscheint und dieses bereits im o2 Free M Tarif für 35 EUR umgesetzt werden kann bist du ja dann auch dahin gewechselt, oder?
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Original geschrieben von altaso
Ist es nicht so, dass der Durchschnitt nur 1,5GB Daten im Monat verbraucht in Deutschland?
Ich kenne einige Leute, die sich wundern, dass man einen Bedarf von mehr als 2-3 GB Daten haben kann.
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Der Markt reguliert sich selber. Wenn die Masse bis zum Anschlag Ihr Datenvolumen ausreizen würde, preisbewußter wechseln würde, sich beschweren und schreien würde und Anbieter bevorzugt, die noch mehr Daten anbieten, würde der Markt auch etwas anderes hergeben.
Mehr als die Hälfte der Kunden haben Verträge mit 24 Monaten Laufzeit. Die können nicht permanent und kurzfristig wechseln. Und ich denke, die meisten mit Prepaid Verträgen sind nicht gerade die Kunden mit Bedarf an hohem Datenvolumen.
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Leut,
ihr seid im falschen Forum unterwegs. Hier steht nicht zur Diskussion wie sich die Lebensanforderungen und -umstände in den lezzten Jahrzehnten geändert haben sondern Angebot, Vor- und Nachteile von unlimited data packages.
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Original geschrieben von habehandy
Dazu müsste man den ARPU drastisch erhöhen. Um das Ziel zu erreichen wäre es erforderlich alle Tarife <20€ zu streichen. Dies ist aufgrund des Wettbewerbs nicht umsetzbar.
In der Schweiz und vielen anderen Ländern ist der ARPU deutlich höher als in Deutschland.
Genau, ARPU hoch. Dazu muss man nicht unbedingt kleinere Tarife streichen, aber man kann für höhere Leistungsbestandteile auch etwas mehr verlangen. Und da bleibt ja nur noch das Datenvolumen (Geschwindigkeit ist nicht das Kriterium; hatten wir ja schon hier), weil Sprache ist eh schon flat.