Ich denke, an unserer "Bildungsmisere" haben die Eltern gleichermaßen Schuld wie unser Schulsystem.
Laut der PISA-Studie ist in keinem anderen europäischen Land die Abhängigkeit der Bildung von der sozialen Situation der Familien so groß wie in Deutschland.
Der Grund dafür ist v.a. die Aufteilung in Realschule, Hauptschule und Gymnasium. Welcher Vierklässler kann denn schon wissen, ob er mal studieren möchte oder ob er überhaupt die Fähigkeiten hat? Im Endeffekt sind es die Eltern, die über den Werdegang ihrer Kinder entscheiden. Da werden Akademikerkinder aufs Gym. gesteckt, die eigentlich gar kein Interesse am studieren haben, nur weil Papi es so will. Oder durchaus intelligente Kids werden von ihren Eltern auf eine Hauptschule gesteckt, weil Papi ja auch als Arbeiter glücklich wurde und Studieren eh viel zu teuer ist. Am Ende scheitern die Kinder kläglich und werden ihres Lebens nicht mehr froh, weil die Eltern ihre eigenen Wünsche auf ihre Kinder projeziern mussten.
Wenn es bis zur 10. Klasse ein einheitliches Schulsystem gäbe, dann hätten die Kinder viel eher die Chance selber zu entscheiden, was sie mal tun möchten und sie werden eben nicht in diese Schubladen gesteckt.
Noch dazu kommt, dass viele Einwandererkinder bis zur Einschulung kein einziges Wort deutsch sprechen. Dadurch bremsen sie sich selbst und den Rest der Klasse nur aus. Meiner Meinung nach müsste es Pflicht-Deutschunterricht geben, lange bevor die Schule anfängt. Davon haben alle was. 
Noch dazu kommt, dass sich heutzutage niemand mehr wirklich um die Kinder kümmert. Meine Eltern haben beide immer gearbeitet und trotzdem habe ich ein 1,4er Abi geschrieben.
Der Unterschied ist, dass sich meine Eltern mit mir beschäftigt haben. Sie haben mich immer zum Lesen animiert (da kann ich Carsten nur absolut zustimmen). Nach der Schule war ich im Schulhort; bevor ich eingeschult wurde, war ich im Kindergarten.
Wenn ich heute manche 15jährige in der Bahn reden höre (und das sind oft nicht mal Ausländerkinder), dann kommt mir das kalte Grausen. Die kriegen ja nicht mal ein einfachen, grammatikalisch richtigen Satz zusammen, sondern geben nur "ey Alter, krass" von sich. 
Fernseher, Computer etc sind nicht daran Schuld, sondern eben die Eltern, die es nicht auf die Reihe kriegen sich mit ihren Kids zu beschäftigen und sie zu fördern, sondern ihre Kinder schon mit 3 Jahren vor die Glotze setzen, damit sie ihre Ruhe haben.
@ wolli: Über deine Posts kann ich nur den Kopf schütteln. Was nützt denn eine Mutter, die zwar den ganzen Tag zuhause ist, aber - um es überspitzt auszudrücken - total verblödet, weil sie von Küche, Kindern und Kirche nicht mehr wegkommt? Meinst du, das hilft den Kindern in ihrem späteren Werdegang? Es nicht so wichtig, wieviele Stunden sich die Eltern (mit Betonung auf Eltern - es gibt schließlich 2
) am Tag um ihre Kinder kümmern, sondern wie sie machen.