Je mehr Frequenzbänder ein Anbieter hat, desto leichter kann er Leute auf Massenveranstaltungen versorgen.
Engpässe in den Frequenzbändern gibt es eigentlich nur bei UMTS, denn hier müsste ein Anbieter viele kleine Basissationen mit geringer Reichweite aufstellen, damit sich die Funkwellen nicht gegenseitig in die Quere kommen. Bei GSM gibt es genug Kanäle um mit einer Basisstation über 500 Gespräche gleichzeitig von einem Anbieter zu führen.
Genauere Details zur Anzahl der Kanäle gibt es hier
GSM: http://de.wikipedia.org/wiki/GSM#Situation_in_Deutschland
UMTS: http://de.wikipedia.org/wiki/UMTS#Situation_in_Deutschland
Ob LTE soviel Abhilfe bringen kann? Die meisten Anbieter haben im 2,6 GHz Band auch nur 2 oder 4 Kanäle, bei 800 MHz nur die Hälfte. Ich schreibe extra 2 oder 4 Kanäle, da Wikipedia leider nicht die verwendete Bandbreite (in MHz) angibt (LTE lässt mehrere Bandbreiten zu) http://de.wikipedia.org/wiki/L…on#2.2C6-GHz-Frequenzband
Mit UMTS sind ja jetzt bereits auch 21 MBit/s möglich. Übrigens bremst ein Handy alle anderen Nutzer bei hoher Auslastung aus, wenn dieses weniger als die 21 MBit/s kann. Dies liegt daran, dass die Zeit zwischen den Nutzern aufgeteilt wird. Bekommt nun einer die Daten mit 21 MBit/s, belegt sein Handy den Funkkanal kürzer, sodass mehr andere Nutzer zum Zug kommen. Dies gilt auch dann, wenn der Tarif z.B. nur 3,6 MBit/s zulassen sollte. Hier ist es dann so, dass der Nutzer z.B. 0,17 Sekunden Daten empfängt und 0,83 Sekunden wartet. In diesen 0,83 Sekunden werden die anderen Teilnehmer versorgt. Kann sein Handy nur 3,6 MBit, muss es die ganze Sekunde die Funkzelle belegen um die gewünschten Daten anzufordern. (0,17 * 21 = 3,57 = ca. 3,6).
Die Zeitschlitze werden bei UMTS wohl etwas anders liegen, aber das Prinzip lässt sich übertragen, langsame Handys bremsen in Lastsituationen alle aus.