OK, eigentlich nicht Thema dieses Threads, aber ich muss nochmal kurz:
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Original geschrieben von Printus
Zum einen deswegen nicht weil die rechtlichen Grundlagen schlicht unterschiedlich sind
Jup und solange das so bleibt, wird es sehr schwierig mit einer "Integration". So etwas könnte man theoretisch auf "wirklich Einwanderer" beschränken. Das Problem für die Abschiebe-Fraktion ist nur, diese treten nahezu nie strafrechtlich in Erscheinung. Was wiederum darauf schließen lässt, das der Ursprung dieser Gewalt und Kriminalität auf die Umstände im Land zurückzuführen sind.
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Original geschrieben von Printus
... einen Deutschen kann man nicht abschieben, obwohl es bei manchen sehr angenehm wäre wenn das ginge.
Da wären wir auch schon am entscheidenden Punkt angelangt. Der Grund, warum das Abschieben per Gesetz möglich ist, ist auf finanzielle Interessen zurückzuführen. Denn wie du schon erwähnst, würde man im Prinzip sogar gerne straffällige Inländer "wegschicken".
Und solange das so ist, das der finanzielle Ertrag wichtiger ist, als die Resozialisierung derjenigen auf Kosten der Staatskasse, wird man munter abschieben. Pech für das Einzelschicksal.
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Original geschrieben von Printus
Rein praktisch läuft jemand, der abgeschoben/ausgewiesen werden kann, Gefahr dass es passiert. ... Darüber müssen sich diejenigen, die es treffen könnte, eben im Klaren sein.
Das sind und können diese jungen Menschen eben zum größten nicht. Verständlich.
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Original geschrieben von Printus
Und insofern macht es natürlich schon einen Unterschied, denn die möglichen Folgen sind eben nicht dieselben. Wenn ich keinen deutschen Paß habe droht eine Abschiebung, den dummen Glatzen aus Brandenburg und Sachsen nicht. So ist es nun mal.
Etwas unfair, wie ich finde, schließlich wachsen beide hier auf und beide - egal in welcher Form sie auffallen (Wozu gibt es den (Jugend-) Strafvollzug?!) - zählen zu Kindern dieses Landes.
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Original geschrieben von Printus
Ob derjenige hier geboren wurde oder nicht, was die Eltern tun oder lassen oder welchen Bezug zu seinem offiziellen Herkunftsland jemand hat - das kann man akademisch disskutieren, es ändert aber nichts daran dass die Rechtslage ist wie sie ist und Straftätern mit ausländischen Paß die Ausweisung droht.
Sollte aber eigentlich. Wie gesagt, das Geld ist knapp. Die Politiker müssen "wirtschaften".
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Original geschrieben von Printus
Oft ist es eher so dass die Leute in der 3. Generation Transferleistungen beziehen und nicht arbeiten. Manche Migrantenfamilien bewegen sich dazu in von der restlichen Gesellschaft abgeschotteten Parallelgesellschaften, da findet erst gar kein Versuch einer Integration statt, es gibt oft nicht mal rudimentäre Sprachkenntnisse.
Und an dieser Stelle finde ich: das ist nicht primär ein Versagen unserer Gesellschaft - oder wenn dann nur insofern als wir nicht konsequent genug Integration an die hiesigen Lebensumstände gefordert haben (beispielsweise Sprachkenntnisse oder meinetwegen auch dass zur Schulpflicht Teilnahme am Sportunterricht gehört, auch für Mädchen) - sondern hier muß es eine Bemühen derjenigen geben, die hier leben wollen.
Auch wenn das Argument immer wieder genannt wird, es ist ja nicht falsch: es ist überall auf der Welt gar keine Frage dass der Fremde wie ein Gast behandelt wird, man zugleich aber erwartet dass er sich an die ortsüblichen Gepflogenheiten anpaßt. Letztlich bewährt sich das ja auch, und hier würde es auch besser funktionieren weil uns die vorhandenen Parallelgesellschaften offensichtlich nicht wirklich genutzt haben.
Der Grad zwischen erwünschtem Multikulti und Abschottung gegenüber erwünschter Anpassung ans Gastland ist eben schmal...
Das angeschnittene Thema lautet Parallelgesellschaften. Es ist auf jeden Fall mit ein Faktor für die Jugendkriminalität, aber nich DER.