Beiträge von HoldaT

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    Original geschrieben von Hightower2004
    Vielleicht haben die Kunden das in zwei Jahren gelernt. Gleichzeitig erwartet man aber, dass man bei einem Netzbetreiber auch Handys kaufen kann (daher die Base-Kombis bzw. den Link zum (externen) Simyo-Handy-Shop).


    Das Problem ist, dass man die Kundschaft an 1 €-Handys gewöhnt hat, die unsubventioniert >> 100 € kosten. Entsprechend verzerrt der Normalo das Gesicht, wenn er plötzlich für sein Handy den realen Preis zahlen soll. Ausgehend von meinen Erfahrungen sehen die Leute den Zusammenhang zwischen höherer GG und Handysubvention nur sehr bedingt. Dieser Zusammenhang wird aber auch nirgends auffällig tranportiert...


    Ich denke mal, 1 €-Handys funktionieren wie Speed, man erzeugt eine gewisse Sucht nach Hochwertigkeit für wenig Geld. Dann bei simyo o.a. zu sehen, dass man mit seinen 15 € Taschengeld eigentlich eine arme Wurst ist, die sich bestenfalls ein 100 €-Handy leisten könnte, macht die Leute dann nicht glücklich.


    Anderen Orts sieht man deutlich, dass die Leute die Handys nicht derart subventioniert bekommen. In Irland beispielsweise laufen sogar Manager noch mit S35-Handys rum. Man nutzt es halt zum telefonieren und tauscht alle 12 Monate mal den Akku. Im gegensatz dazu bist du in D sogar oder vielleicht gerade als Teen mit einem S35 die letzte Socke. Da nutzt es dann wenig, wenn du einen Tarif hast, der auch das Telefonieren erlaubt. Wenn du nämlich keine Freunde hast, weil du nicht in bist, brauchts du auch keinen Tarif mit dem du preiswert telefonieren kannst... Das hat Logik oder nich :D


    Ich selbst hoffe aber auch noch immer, dass die Intelligenz der Bevölkerung, wenn auch langsam, kontinuierlich wächst.

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    Original geschrieben von surfkiller20
    Aber leider gibt es noch immer mehr als genug Leute die meinen unbedingt ein Handy mit allen Schnickschnak für 0€ haben zu müssen. Und solange es diese Nutzergruppe noch gibt wird derjenige mit den höchsten Subventionen immer Kundenzulauf haben.


    Richtig! Und wenn ich so in die Auslagen der Handyläden sehe, dann scheint deren Zielgruppe noch immer handy- und nicht tariffixiert zu sein. Die Auslagen bestehen zu nahezu 100 % aus Handys mit SuperSubventionsPreisen. Tarife werden gar nicht beworben...


    Ich denke mal, daran, dass der Preisbewusste eh schon bei E+ war ist schon etwas dran... Leider ergibt sich daraus eine wesentlich vom Marktanteil abweichende Kanibalisierung. (Ich muss nur meine Bekannten und mich ansehen, da sind viele von E+ zu Simyo oder base gewechselt... Während so einige D2-Nutzer noch heute glauben den besten Tarif und das besten Netz und sowieso das beste Handy zu haben... Aber, wenn man fragt, was die Minute kostet, zucken nur die Schultern!)


    Handys sind für viele Leute noch immer Prestige und Base war mit seiner anfänglichen 0-Subventionspolitik anscheinend auch nicht bahnbrechend erfolgreich, sonst hätte man keine Kombis nachgeschoben... (Der frühere GTI-Prol ist heute eine Handy-Prol mit 500 €-Geräten für 19,90 € inkl. Minutenpreisen die nur für Gehörlose geeignet sind...)

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    Original geschrieben von harlekyn
    Naja, wo solls denn noch gross hingehn? Der Spielraum nach unten ist doch sehr ueberschaubar, und sich an einen Tarif mit ~5 EUR Fixkosten zu binden stellt ein relativ kleines Risiko da - zumal die Preise ja so schlecht nicht sind.


    Ich denke mal, bei den Interntarifen und zum Festnetz ist noch genügend Luft. Außerdem wird die Zehnsation sicher nicht angepasst, wenn die ICs wieder weiter fallen...


    E+ scheint sich darauf vorzubereiten, dass analog dem Festnetz nur noch Margen < 1 ct/min bleiben werden...

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    Original geschrieben von Nato
    Ich bin bei Mobilcom auch mit dem Prof S. Ob die genauso easy auf die Mobilcom Zehnsation umstellen ? Bei meiner letzten Anfrage in Richtung Base haben sie abgewunken.


    Gruss Nato


    Also E+ selbst hat sich seit neuestem ziemlich zerrig. Eine "Umstellung" ohne 24 Monats-Verlängerung geht definitiv nicht mehr. Außerdem besteht innerhalb der 24 Monate KEINE Wechselmöglichkeit. Davon würde ich erstmal abraten, noch dazu, wo doch die Offensive weiterzugehen scheint...

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    Original geschrieben von Hellwach
    Man hätte v.a. nicht den Nachteil x Milliarden für die Lizenzen bezahlt zu haben. Damit könnte man ja schon ein ordentliches Netz aufbauen.


    Ich denke mal, die Zukunft ist die Untermiete im Netz wie z.B. vistream es betriebt. Wozu ein eigenes Netz bauen, wenn die NBs auf Überkapazitäten sitzen? Außerdem gibt es für wirkliches Breitband noch Alternativen wie WIMAX, so dass die Datendienste noch einige zeit brauchen werden, bis die Netze voll sind.


    Es ist zwar schön, das Simyo die Datenpreise um schlappe 97 % gesenkt hat, nur lädt auch dieser Preis noch nicht dazu ein, einen Netzüberlastungsversuch zu starten...

    Wenn ich mir http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,464689,00.html so durchlese und dazu meinen Taschenrechner raushole, dann kann man nur mit dem Kopf schütteln:


    Zitat: "Wir haben im letzten Jahr 600 Millionen Euro Umsatz mit UMTS-Mehrwertdiensten gemacht", sagt Vodafone-Sprecher Jens Kürten zu SPIEGEL ONLINE. Als Marktführer sei das Unternehmen daher grundsätzlich an einer Auktion interessiert, "auch wenn es zurzeit keine Kapazitätsengpässe gibt". Neben dem Festnetzmarkt sei UMTS das wichtigste Wachstumsfeld für Vodafone."


    ...


    Wenn man nun mal die 8 Mrd € für die Lizenz mit 4,5 % abzinst ergibt das schlappe 360 Mio € Zinsen p.a. Also braucht man eine Umsatzrendite von knappen 50 % um allein die Kapitalkosten einzuspielen... Die Zinsen lassen sich zwar vortrefflich als Betriebskosten geltend machen. Außerdem kann man die Lizenz über 20 Jahre abschreiben, so dass das steuerlicher Ergebnis sehr günstig beeinflusst wird... Aber letztlich benötigt man für die Tilgung doch Geld = Cach flow...



    Und jetzt soll das Theater wieder los gehen??? Ich hoffe mal, es kommt wenigstens ein ganz neuer Player und hackt denen die Preise hoch. Weiterhin hoffe ich, dass sich o2 und KPN raushalten bzw. genau mitrechnen... Die telekom hat ja auch noch die Blackstone-Bremse und die können mit Taschenrechnern sehr gut umgehen.


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    Original geschrieben von Martyn
    Persönlich bin ich von der Idee garnicht überzeugt, da heutzutage wohl nur noch deutlich geringere Preise erzielt werden können als damals, und so Neueinsteiger einen deutlichen Wettbewerbsvorteil gegenüber den Teilnehmern der damaligen Auktion hätten.


    Die Erstteilnehmer hatten aber auch Jahre Zeit den Markt zu beackern. Das frühe Huhn fängt doch den Wurm. Wenn das frühe Huhn zu träge, dumm oder sonstwas ist, ist es nicht die Schukld des Wurms!!!


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    Ich wäre eher dafür die freien Blöcke kostenlos an die vier bisherigen Lizenzinhaber abzugeben, wenn sie sich im Gegenzug dazu verpflichten, innerhalb einer bestimmten Frist einen bestimmten UMTS Ausbau, z.B. 95 - 98 Prozent der Bevölkerung zu realisierten. Damit hätte dann die Kunden eine ordentliche UMTS Abdeckung und die Netzbetreiber könnten auch was dran verdienen.


    So ein Quatsch, was soll die Oberlausitz mit UMTS??? Das kommt am Ende teurer als ein Lizenzpapier... Die Kunden haben heute schon in Gebieten, in denen Nachfrage besteht eine ordentliche Abdeckung. Ich denke auch nicht, dass sich die NBs auf einen derartigen Zirkus, der langfristig mehr kostet als er bringt, einlassen. Das "x" in Hennings Rechnung müsste also auf x = St. Nimmerleinstag gesetzt werden, dann nehmen die die Lizenzen...


    Schön wäre ein Bieterkampf z.B. mit China Mobile oder Hutchinson, aber leider werden die auch 2008 in Asien noch derart straff wachsen, dass es uninteressant wäre sich in D zu engagieren. Besser wird es wohl für die mit dem asiatischen geld gleich einen kompletten NB zu kaufen...

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    Original geschrieben von raichlerockt
    nur eine kurze Anmerkung: ich glaube kaum, dass ein Telekommunikationsunternehmen mit Preisen konkurrieren kann, die jemand errechnet, wenn sich x Parteien über Grundstücksgrenzen hinweg einen DSL-/telefonanschluss teilen.
    Da kann die verlegte Leitung alt sein wie sie will, wenn man ein Mindestmaß an Zuverlässigkeit und Service erwartet, dann sollte man auch bereit sein, dafür zu bezahlen.
    Ich glaube nicht, dass man das für 3-5 EUR im Monat anbieten kann, ohne Verlust zu machen.
    Und auf 4 Wochen Wartezeit, wenn etwas nicht geht, haben die meisten auch keine Lust. Vielleicht kommt das ja mal, der Telefonanschluss-Kassenpatient-Tarif - Leitung tot, nächster Servicetermin in 6 Wochen ;)


    Irgendwie habe ich einen :apaul: oder du hast was falsch verstanden... Die Pressemitteilung zu den zu hohen Personlakosten war nicht von mir sondern von Herrn Obermann! Alles klar?!


    Es geht doch nicht um 3 - 5 € im Monat sondern darum, dass Festnetz + DSL derzeit locker 50 € kosten (16 € + 24 € + 10 € + Telefonate), es die Wettbewerber aber durchaus preiswerter können. Dieses Problem scheint dem Herrn Obermann unter den Nägeln zu brennen.


    Wenn die Telekom 25 % Personalkosten hat, der Wettbewerb (KPN, Telefonica etc.) aber "nur" < 15 %, dann sind da 10 % Potential... Man kann aber auch verschiedene Landesgesellschaften innerhalb der Telekom herauspicken und erkennen, dass z.B. in den USA deutlich mehr Umsatz pro Mitarbeiter gemacht wird, als bei T-Mobile D. Nun kommen sicher wieder ein paar Zwischenrufe zur sozialen Marktwirtschaft und das man deutsche Äpfel mit amerikanischen Birnen gar nicht vergleichen kann...

    ICh wollte heute noch eine Karte zur Zehnsation wechseln. Die scheinen jetzt deutlich restriktiver vorzugehen:


    - trotz noch 9 Monaten Laufzeit 24 Monate Mindestlaufzeit + 9 Monate Rest
    - Verlust der Rahmenvereinbarungen
    - innerhalb der 33 Monate KEIN Tarifwechsel möglich.


    :eek:


    Aber, es wurden für 03/04-2007 Business-Zehnsationstarife angekündigt (Konditionen unbekannt, aber laut Hotline "sicher besser") und angekündigt, dass in 2007 sicher noch einige Kracher kommen werden. Letztlich hat die Hotline gar nicht versucht die Zehnsation zu verkaufen, sondern eher auf Risiken und Nebenwirkungen hingewiesen... :D Man scheint selbst irgendwie an die Evolution der Tarife zu glauben und nicht mehr lange Bindungen verkaufen zu wollen :D

    Ich denke mal, dass ich mit meinen "Unterstellungen" gar nicht sooo falsch gelegen haben kann bzw. liege:


    http://ftd.de/technik/it_telekommunikation/158358.html


    Dort arbeitet Obermann klar heraus, dass die Personalkosten deutlichst über denen der Wettbewerber liegen und bei 25 % Anteil der Personalkosten an den Gesamtkosten dringend Handlungsbedarf besteht. Da bin ich ja mal ganz verspannt, da ja ganz viele Angestellte auch hier bei TT davon ausgehen, bei Kosten und Produktivität bereits am Limit zu sein... Entweder es geschehen Wunder oder die Telekom wird hinweggeweht bzw. zerlegt und danach geschehen Wunder.


    Der Obermann MUSS anscheinend zwangsweise die Dividende löhnen, da ansonsten Blackstone wahrscheinlich schon jetzt nicht mehr ruhig bliebe. Mit der Dividende können die zumindest kreditierte Anteile halbwegs gegenfinanzieren. Im Gegensatz zur Telekom als immer noch vergleichsweise überheblichem Konzern scheint Blackstone seinen Anteilseignern jedenfalls rechenschaftspflichtig zu sein... (Die Telekom iste s eigentlich auch, wenn man das Aktiengesetz genauer liest, aber Staatskonzerne halten es damit nicht sooo genau. Dort versteht man sich eher noch als Beschäftigungsgesellschaft mit volkswirtschaftlichem Auftrag... siehe auch Volkswagen oder RAG)