Beiträge von HoldaT

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    Original geschrieben von raix
    Ich hab ihr kein Samaritertum zugeschrieben, nur aufgezeigt, daß ich den VDSL-Ausbau für wichtig halte und deswegen nicht einfach sage "Och dann stopt doch die Investitionen".


    Aber wenn man die Sache betriebswirtschaftlich sieht, gibt es nur hopp oder topp, dazwischen ist nichts...


    Die werden schon Rentabilitätsberechnungen gemacht haben, nicht umsonst beschränkt man sich auf 50 Städte.

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    Original geschrieben von raix
    Und in ein paar Jahren wird geschrien, warum Deutschland noch viel rückständiger ist und immer noch keinen DSL-Nachfolger hat.


    Das KabelTV-Netz hat auch jede Menge Kosten verursacht war aber keine wirtschaftliche Entscheidung und wurde durch die anderen Einnahmen querfinanziert. Heute ist man mancherorts froh über die Alternativen die das Kabel bietet.


    So kurzsichtig kann man doch nicht denken.....


    Deine Argumentation enthält für meinen Geschmack zu viele Scheinargumente. Die Telekom agiert doch nicht unter Maßgabe volkswirtschaftlichen Wohlergehens sondern betriebswirtschaftlich fixiert als Wirtschaftsunternehmen. Ihr Samaritertum zuzuschreiben halte ich deshalb für sehr sehr weit hergeholt. Obermann ist kein Messias, der Deutschland VDSL beschert = schenkt. Er investiert und rechnet damit, dass die investition mehr Rendite bringt, als wenn er das Geld anderweitig anlegt... That´s entrepreneurship nothing else!


    Früher war es sicher so, da man ein Staatskonzern und damit nur eingeschränkt bis gar nicht dem Markt unterworfen war. Aber auch beim TV-Kabel hat man im Osten erst deutlich nach 1996 angefangen massenhaft "Antennengemeinschaften" aufzukaufen und in nunmehr Kabel Deutschland einzugliedern. Wäre dies unwirtschaftlich gewesen, hätte man es auch zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr tun müssen, also unterstelle ich mal, das es sich irgendwie schon gerechnet haben muss!


    Aus eigener Erfahrung kann ich dazu sagen, dass wir vor der Wende eine Antennengemeinschaft aufgebaut hatten, die dann ab 1990 unter dem Mantel einer GmbH betrieben wurde bzw. werden musste. In 1997 kam dann ein Angebot (Telekom oder Kabel Deutschland, weiß nicht mehr genau), dem man rein preistechnisch einfach nicht widerstehen konnte. Die Kosten wollte der Betreiber dann wieder reinholen, in dem man nach 12-monatigem Vertragsübergang die Gebühren verdoppelte. Reaktion der Hausbesitzer war ein Schüsselupgrade in großem Stil! Irgendwie hat man zumindest bei uns wenig Feingefühl im Umgang mit den Kunden bzw. dessen Wünschen gehabt und war dann aber um so heftiger ob der Folgen des eigenen Tuns erschrocken. Vielleicht hat aber auch nur irgendein Kalkulator im Westen gedacht, dass doch 8 DM/Monat für 35 Programme TV zu wenig sind und einfach mal die Preisschraube überdreht. Soviel zu meinen Erfahrungen mit der segensreichen Telekom-Fernsehkabel-Gesellschaft, deren messiastisches Tun die Leute zur Verschandelung der eigenen Hausfassaden trieb...


    Wie die Telekom reagiert übrigens auch zunehmend die Kundschaft und sucht und wählt die jeweils wirtschaftlichste Lösung. Der Telekom hat dabei seit 1998 die Trägheit der Masse in die Hände gespielt, nur leider ist es so im Leben, dass immer neue Generationen nachkommen. ...und meine 12-jährige Tochter sieht z.B. die Telekom nur noch als einen unter Vielen und bei weitem nicht mehr als Platzhirsch mit irgendeiner ruhm- oder weniger ruhmreichen Vergangenheit. Sie würde T-Com und T-Mobile sicher nur wählen, wenn die das für sie günstigste Angebot bieten. Genau dies ist aus meiner Sicht das Problem der Telekom. Die sind nicht günstig und auch nicht premium, also werden sie, wie in der Marktwirtschaft üblich, einfach zerrieben. Da der Laden aber vergleichsweise sehr sehr groß ist, dauert der Reibeprozess vergleichsweise lange. Aber, wie sicher viele bestätigen können, hat die Reibung zu erst und ganz schnell beim Aktienkurs gewirkt. ... und an der Börse wird die Zukunft gehandelt!

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    Original geschrieben von empi666
      HoldaT seid ihr studenten oder so die kein geld haben um so ein wlan hochzuziehen ?? bei sovielen leuten will ich nicht mehr über eine 6000 leitung telefonieren


    Nein, keine Studenten :D eher sparsame Familienväter. Warum soll man denn pro Haushalt und Monat > 30 € investieren, wenn es auch für < 3 € geht. Schließlich können vom gesparten Geld die Kiddys 2 x ins Kino gehen... Die Qualitätsprobleme kann ich nicht bestätigen. Wenn man einen Router hat, der VoIp priorisiert gibt es keine Qualitätsprobleme. Die Eintrittswahrscheinlichkeit, dass alle gleichzeitig telefonieren und surfen geht erfahrungsgemäß gegen Null... Außerdem brauchts z.B. für Skype nur vergleichsweise geringe Bandbreiten. ABER, natürlich hat man mit unserer Lösung nicht die Hifi-Qualität eines T-ISDN. brauchen wir aber auch nicht...


    Wenn man die Hifi-Qualität will, muss man es wie ein Bekannter von mir in DD machen. Die haben sich einen T-ISDN geschaltet und einen Rufnummernblock von 10 Nummern dazu. Das DECT-Signal wird dann per Repeater weit verteilt und insgesamt 9 Haushalte nutzen die 2 ISDN-Kanäle. (Internet geht per WLAN). Bei diesem Modell ist aber das "Billing" ein wenig aufwendiger, da einer monatlich die Kohle eintreiben muss und im worst case auf den Kosten sitzt... Auch die haben trotz 10 Teilnehmern und nur 2 Kanälen keine eklatanten Kapazitätsprobleme und sparen im Monat satte 135 € GG.

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    Original geschrieben von ChiefOBrei
    Ich kann empi666 nur zustimmen im Bezug auf VDSL Regulierung. Warum soll die T-Com investieren, wenn sie ein neues Netz direkt wieder an die Mitbewerber günstig vermieten muß und einen Wettbewerbsvorteil wieder abgeben?


    Nun, dann sollte sie doch einfach die Investition stoppen... Aber irgendwie scheint sich VDSL für die Telekom trotz (oder vielleicht auch gerade wegen) der Regulierung zu rechnen. Am Ende bauen die nämlich ein VDSL-Netz und können es gar nicht auslasten... Da ist man dann vielleicht froh Untermieter zu haben.


    Jedenfalls wird die Telekom mit den derzeitigen Paketen zu VDSL keinen Blockbuster landen. Welcher Haushalt sollte wohl >> 50 € allein für Telefonie, Daten und Fernsehen ausgeben. Wo doch das Fernsehen deutlich preiswerter vom Himmel geliefert wird und "Spezialflatrates" in der Summe deutlich preiswerter sind.


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    Original geschrieben von Styler
    über t oder einen anderen anbieter? Mehrfamilienhaus oder einfamilienhaus-siedlung? wie ist der speed, wenn alle 16 gleichzeitig bei tt surfen? :D


    Es ist ein kleiner Straßenzug in dem so einige Bekannte wohnen. Wir sharen per WLAN mit 2 AccessPoints und 4 Repeatern. Außerdem werden 4 Leute direkt per Kabel versorgt.


    Als Anschluss haben wir eine DSL 6000-Leitung, natürlich Flat. Insgesamt kann man sagen, dass die Geschwindigkeit sehr sehr selten auf das Niveau eines 1000er DSL einbricht. Üblicherweise bemerkt keiner seine Nachbarn... Das liegt aber sicher auch daran, das keine "Sauger" bzw. Filesharer akzeptiert werden und dahingehend der Traffic überprüft wird.


    Was aber immer ein Problem darstellt ist der rechtliche Aspekt für den Anschlussinhaber. Wir haben eine Art Satzung konstruiert, die jeder unterschreiben musste. Untervermietung etc. sind aus eben diesen rechtlichen Gründen ausgeschlossen. Dem wird entsprechend auch technisch vorgebeugt. (früher habe ich das Ganze mal als offenes Netz betrieben, aber nach den aktuellsten Rechtssprechungen habe ich daran leider die Lust verloren.)


    Insgesamt gesehen kann man sagen, dass wir nicht einmal 500 € in die Hand nehmen mussten (vor 1,5 Jahren) und seither ein stabiles, auch VoIP-taugliches WLAN betreiben. Wie gesagt haben einige ihr Festnetz vollkommen gekillt und setzen zu 100 % auf VoIP. Der Rest hat sich zumeist Genion als Festnetzersatz zugelegt.


    Allein wenn man bei unserem Modell hochrechnet, was der Telekom pro Monat an GG flöten geht, würde mir an deren Stelle ganz schlecht. Aber, 16 € GG sind einfach nicht mehr zeitgemäß für Anschlüsse die vor 16 Jahren installiert wurden. Wenn man nämlich mal die paar Festnetztelefonate mit der GG verrechnet, kommt man schnell auf Minutenpreise >> 20 ct. Da ist dann wirklich der Genion als S oder M ein würdiger Ersatz, allein schon, weil man gegenüber der Telekom monatlich 16 € Kostenvorsprung hat.

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    Original geschrieben von HandyFreak9999
    Alle machen es per PostIdent, ohne ausnahme.


    Ausnahme ist auch Klarmobil, die ja letztlich auch einen Laufzeitvertrag verkaufen. Der kam mit "normaler" Post ohne "eigenhändig" oder Ident.


    Kritik angenommen! Ich wollte nur ein wenig "herausarbeiten", welche Ursache wohl die anscheinend unkontrollierbaren Umsatz-/Gewinneinbrüche haben könnten. Bzw. warum die Telekom dermaßen gelähmt darauf reagiert bzw. reagieren muss.


    Derzeit funktioniert das System unter Ausnutzung der Trägheit der Masse eben noch vortrefflich, aber was wird, wenn auch der Mobilfunk keinen Cashflow mehr liefern kann.


    Da ich aus dem Osten komme, habe ich zu Verbeamtungen in jeder Form sicher ein besonderes Verhältnis. Jedoch kann ich auch nicht nachvollziehen, dass man große Gruppen ehemals offenbar notwendiger Beamter aus der zeitlichen Entwicklung ausklammert und so tut, als könnte die Allgemeinheit auf Dauer für Pensionen und auch Gehälter auf (im Vergleich zum Osten) höchsten Niveau sorgen.


    Alles off topic, einfach Schloss davor, da diese Diskussion sonst noch mehr Leuten Schmerzen bereitet.

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    Original geschrieben von t-tommy1
    Schon mal was von der Regulierungsbehörde gehört?


    Die Regulierung allein ist aber nicht die Ursache. Z.B. war der Mobilfunk bis vor Kurzem unreguliert und man hätte gekonnt, wenn man gewollt hätte. Aber nein, man ruht sich aus, belacht den Wettbewerb und heult nun, wo die Kleinen angreifen... Es gab über Jahre Umsatzrenditen von > 40 % (!!!) und man hätte expandieren oder umbauen können...


    Das Gleiche gilt für DSL und Resale-DSL. Man hat monatelang verpennt, dass auch beim DSL der Farbton der Rechnung austauschbar ist. Entsprechend hat man in wenigen Monaten tausende Kunden per Resale-DSL dauerhaft an den Wettbewerb verloren.


    Am Besten fand ich die Meldungen letzte Woche, dass Herr Obermann seine Mannen ab sofort darauf einschwört den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen. Unternehmen die dies nicht tun müssen sind entweder Staatsunternehmen oder Monopolisten. Der Rest MUSS den Kunden am Ars** lecken oder er will oder nicht. Und wenn nach nunmehr fast 10 Jahren Wettbewerb der Schwenk in Richtung Kunde geht, dann ist es doch schon ein wenig zu spät und hat es doch schon ein wenig mit Borniertheit zu tun... Man war sich seiner Sache eben sehr sicher, obwohl man "nur" Minutenverkäufer ist.


    Dabei hatte die Telekom noch Glück, denn die Netzalternativen Powerline und Antennenkabel wurden nie aggressiv verfolgt. Ebenso steht WIMAX erst ganz am Anfang und wenn die Leute Gefallen daran finden und die Anbieter überregionale Tarufe ermöglichen, dann ist wieder 100000-fach Aus die Maus...


    Meinen Beitrag habe ich geleistet, an meinem DSL 6000 hängen insgesamt 16 Haushalte mit etwa 20 Rechnern. Davon haben mehr als 75 % das Festnetz gekillt bzw. durch Genion ersetzt.


    Warum setzt denn die Telekom über T-Mobile nichts gegen Genion S? Man unterschätzt anscheinend immer noch die Bedrohung bzw. hofft auf die Trägheit der Massen.


    Wenn erst ein DollarLowRescue-Programm für T-Mobile USA aufgelegt werden muss, wird es ganz lustig werden, denn dann stirbt die zukünftige CashCow. ...und die Dollar/Euro-Tendenz ist ja wohl seit Monaten absehbar.


    Noch etwas persönliches für T-Tommy: Ich habe nichts gegen Beamte an sich, nur sind aus meiner Sicht weder Lehrer, noch Post oder Telekom hoheitliche Aufgaben. Entsprechend müsste man eigentlich einen Riegel vorschieben bzw. endlich einen Schlussstrich ziehen. Es kann doch nicht sein, dass 10000e Überschussbeamte zu Hause hocken, über Steuern finanziert werden bis sie ihre Augen schließen und andererseits alle anderen für Heute und die Rente bangen müssen. Da geht es irgendwann ganz schnell, dass es für "bekennende" bzw. bekannte Beamte eng wird sobald die Dämmerung über die Straßen zieht.

    http://teltarif.de/arch/2007/kw04/s24685.html


    Die DTAG bringt innerhalb 6 Monaten die 2. Gewinnwarnung, wodurch morgen meine Short-Zertifikate sicher ein wenig vor Freude hüpfen werden.


    Aber ich kann trotzdem nicht nachvollziehen, warum man den Umsätzen/Gewinnen permanent warnend hinterher laufen muss. Anscheinend geht die Kundenzahl im Festnetz deutlich mehr als linear den Bach runter. (Die heutige Meldung wird sich er wieder einige 1000 "Stammkunden" zum Nachdenken bringen, denn 2 Mio. Kündiger können ja nicht falsch liegen.) Fraglich ist für mich ebenso, wann der Regulierer einschreitet, um den Wertverfall für den Immernoch-Hauptaktionär Kunter BUND einzugrenzen. (Besser wäre vielleicht, Herr Steinbrück kauft ein paar Shortys und verkauft dann sackweise die Aktien hinterher.)


    Außerdem ist für mich fraglich wie lange Blackstone noch zusieht. Am Ende sollte der Laden vielleicht wirklich zerlegt und in Einzelteilen verkauft werden. Fraglich ist dann nur, was man mit den 10000en Beamten macht, da man ja kein Kolloseum mehr hat, in dem sie kämpfen könnten?! Da es ja Bundesbeamte sind könnte man beispielsweise einen intensiv zu betreuenden Vermittlungsrechner in Mogadischu oder Basra oder Bagdad (vorzugsweise auf einem Marktplatz) installieren...