Beiträge von HoldaT

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    Original geschrieben von ganymed
    Kapiere den Vorteil eigentlich auch nicht.


    Vorteile wären IMHO:


    - Virtualisierung
    - Skalierbarkeit
    - alles (außer klassischer bzw. dummer Datenpipeline) aus einer Hand
    - diverse Intern-Funktionen auch zwischen räumlich getrennten Niederlassungen


    Die Mitarbeiter bekommen ein Telefon als Universal-Gadget. Gibt man nicht gerade ein Nokia 1110, könnten sich noch ganz andere Möglichkeiten ergeben. Rechnet man nämlich die Kosten für Telefonanlage, Festnetztelefon und preiswertes Businesshandy hoch, springt selbst für den Pförtner ein iPhone raus, dass (hoffentlich unbestritten) ganz neue Möglichkeiten eröffnet. (HTC und Blackberry auch, aber eben nicht so schicke Möglichkeiten.)


    Mein Traum wäre es schon "Festnetz" bzw. VoIP und Mobil auch indoor sauber zu bündeln. Denn es nervt beispielsweise maximal, wenn VoIP und Handy dauernd gleichzeitig klingeln. Und händisch initiierte RULs nerven bzw. vergisst man...


    Trotzdem wird der Markteintritt sicher eine Knochentour, da erheblicher Erklärungsbedarf besteht und derzeit vordergründig der Rotstift regiert und man eher mit der primitiven Sparkeule arbeitet.


    Mich hat gewundert, dass OnePhone gleich mal mit 60 Mitarbeitern startet. Offenbar hat man Geld und Durchhaltewillen, sonst würde man nicht mal fix ein paar Milliönchen vorstrecken. Vielleicht sind aber auch nur die Femtozellen nunmehr so preiswert, dass ein Einstieg Sinn macht.


    Ich denke, wir können gespannt sein

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    Original geschrieben von maschi_ac
    Solche Lösungen hat die Telekom aber schon lange an die Unternehmen gebracht.
    Und die großen Fische werden eh nicht wechseln.
    1. Weil es viel zu riskant ist, das ein Unternehmen eben mal die gesamte Kommunikationsstruktur umwirft, und
    2. Die Telekom gerade bei Großkunden viel Spielraum hat, um den Vertrag zu behalten.


    EDIT: Die Telekom ist als Platzhalter zu verstehen... ;)


    ...und die Welt ist eine Scheibe. Ginge alle Leute so an ihre Arbeit, könnte man davon ausgehen das alle Märkte letztlich gesättigt bzw. von Etablierten abgedeckt sind. Man muss also keine Bäckerei, Fleischerei, Autowerkstatt etc. mehr aufmachen, gibt ja genug davon. Ohne beleidigen zu wollen, passt dein Weltbild am besten ins Beamtentum bzw. zu einem "sicheren" Posten bei einem Großkonzern.


    Warum sind E+ und O2 überhaupt an den Start gegangen, wo doch seinerzeit T-D1 und D2 bereits den Markt geteilt und versorgt hatten. Seither hat sicher kein einziges Unternehmen den Anbieter gewechselt. ...und auch Colt Telecom etc. sind seit Marktstart 1998 komplett kundenfrei. Die sitzen in ihren Zentralen und spielen an sich rum... Mehr sicher nicht.


    Wer nichts wagt, der nichts gewinnt.


    Zu 1. fällt mir ein, dass Unternehmen z.B. umziehen und somit eh alles auf dem Prüfstand steht. Außerdem soll es noch Firmen geben, die expandieren, auch wenn einige Dinos derzeit die Schwänze einrollen (müssen). Wir als Zwergunternehmen haben mit dem letzten expansiven Umzug beispielsweise das Festnetz komplett abgeschafft und eine Lösung aus VoIP und GSM/UMTS umgesetzt.


    Zu 2. kann ich aus eigener Erfahrung von NULL-Spielraum für Teilnehmer mit 150 - 300 Nebenstellen berichten. Die Telekom guckt dich in dieser Größe nicht einmal mit dem Arsch an. Entweder du nimmst das Standard-Business-Paket oder eben nicht. Aus!


    Aber vielleicht nehme ich mir auch dein flaches Weltbild zu Herzen und schließe morgen meine Firma, schließlich macht es doch gar keinen Sinn neue Kunden aufzureißen, wo doch alle und jeder mit allem und jedem versorgt sind.


    Anbieter wie E+ halten den Markt am Laufen. Gäbe es E+ nicht, wäre Simyo nie gekommen und du zahltest heute noch 79 ct/min vom Handy ins Festnetz. Eigentlich solltest du diesen Bösewichten, die alles in Unordnung bringen ein Denkmal bauen. Ohne diese bösen Leute gäbe es nämlich auch kein Internet, denn schließlich gab es dafür am Anfang ebenso wenig Bedarf wie für Autos etc. etc.


    Fände die Welt von heute vor 100 Jahren statt, bekämen Hufschmiede Subventionen, da die Autos ganz bösen den Markt kaputt machen. Vielleicht würde aber z.B. Die Linke in Kooperation mit den Sozis auf die Idee kommen, jeden Autobesitzer zwangsweise zum Beschlagen seines Autos zu zwingen. Die Hufschmiede waren seinerzeit nämlich systemrelevant, da erstens mehr als 50000 Branchenteilnehmer und zweitens ohne Hufe keine Zugpferde...


    Denk mal nach! Bitte!

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    Original geschrieben von Einherjar
    Was das bringen soll? Denke auch nicht, daß sich das am deutschen Markt durchsetzen wird können!


    Die sagen sich aber eben handeln, nicht denken. Unterschätze bitte nicht, wieviel so manches Unternehmen an Siemens & Co. allein an Telefonanlagenmiete abdrückt. Hier sind Zwerge mit 150 Arbeitsplätze z.T. mit ein paar hundert Euro pro Monat dabei. Und bei den Großen Kunden ist das Potenzial eher noch größer... Jetzt, wo die Pfenning- bzw. Centfuchser wieder an die Ruder kommen, könnte IMHO gerade ein guter Zeitpunkt sein. man ist hardwareseitig flexibel und skalierbar und hat insbesondere keine große Kapitalbindung.

    Wenn ich es richtig gelesen habe, geht es um ein Nokia E52 für läppische 250 € bei Amazon oder 224 € als Resterrampeangebot.


    Da hat man auch volle 24 Monate Gewährleistung und Wandlung bei einem solchen Miniinvestment... Ist doch Papier, Tinte und Gedanken nicht wert, wie das ganze Gesabbel hier.


    Wieso sollte T-Mobile besonders kulant reagieren, wenn deren SIM keinen Umsatz macht...

    Berlinversorgung hatten wir schon zu DDR-Zeiten. Preußens Gloria, respektive Angelas Hofstaat braucht halt Subventionen, um am Leben bleiben zu können.


    O2 versucht wahrscheinlich in kluger Voraussicht seine Marktanteile in Deutschlands Sozialmekka auszudehnen, da Mobilfunk ganz zum Schluss als ein vom Staat gestelltes Grundrecht garantiert werden wird.


    Ich denke, in Berlin kann man besser Landen, wenn man Flatrates in die Heimatländer der Berliner anbietet. Dies entzöge dann gleich noch den verruchten Phoneshops die Existenzgrundlage und der BND könnte bequemer abhören, da ja alles gebündelt abgewickelt würde.


    "Spaß" beiseite: Die spinne, die Leute bei O2, was soll ein Regionalrabatt bringen. Damit sorgt man nur für Unbill.

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    Original geschrieben von harlekyn
    Die Grenzen zwischen Pre- und Postpaid verwischen immer mehr.


    Kann ich nur bestätigen. Ich kenne einige Firmen, die bereits zu Prepaid gewechselt sind. Speziell Simyo mit wasserdichten Rechnungslegungen und komfortablen Aufladmöglichkeiten wird in unserer Gegen von diversen Bau- und Montagefirmen (bis zu 100 Mitarbeiter) gern genutzt. Schließlich muss man nur einmal das System einrichten und kann dann nahezu komplett automatisch über die Zeit kommen. Da besteht nur noch bezüglich der Laufzeit ein deutlicher Unterschied zu klassischen Verträgen...


    Ich verstehe überdies nicht, warum man gleich Angst haben muss, dass die Preise steigen werden, nur weil E+ am Netz bauen will. Die heutigeTechnik kostet > 25 % weniger als noch vor 12 Monaten, so dass durch zuwarten erhebliche Kostenvorteile erzielt wurden. Auch verhandelt es sich derzeit bezüglich der Standorte besser, da den Verpächtern/Vermietern die Muffe geht.

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    Original geschrieben von fbn1985
      HoldaT: Vielleicht sind deine Kinder aber auch nur so preisbewußt/flexibel, weil du dich offensichtlich mit dem Thema auseinandersetzt.


    Bei meiner Großen kümmere ich mich nicht darum, da mir das einfach zu viel hin und her wäre. Einmal wird eine O2 mit Bonus-SMS genutzt. 8 Wochen später dann eine CallYa mit 100 SMS/Tag. Das kommt eher aus dem Freundeskreis.


    Solltest du mit 24 Jahren tatsächlich aus Bequemlichkeit schon festgefahren sein, dann haben die klassischen Verträge trotzdem noch lange keine Zukunft, da du ja nicht bereits bist zu wechseln, also festhängst. Fraglich wäre eher, was du tätest, wenn du wechselst, was du ob deines fortgeschrittenen Alters und der dadurch bedingten Trägheit ja aber nicht tun wirst.


    Früher gab es mal eine Statistik, nach der mehr Ehen geschieden werden, als Bankverbindungen gewechselt. So ist der deutsche Michel nunmal, aber auch hier hat die Zeit die Märkte verschoben, da Oma das Sparbuch mit ins Grab nahm und Enkel die muffige Sparkassenathmosphäre mit Scharen von Rentnern, die das Bargeld persönlich am Schalter abholen nicht wirklich begeistern konnte.


    (Ich persönlich habe aus den bekannten Gründen auch noch mehr als ein Dutzend Verträge. Und sobald sich ein Schnapper anbietet, schließe ich auch gleich wieder ein paar neue ab. Also haben Verträge zumindest zur Nintendo- und Handybeschaffung eine reale Zukunft. Nur fraglich ist, ob die NBs bzw. Provider von Kunden wie mir dann auch nur annähernd leben können.)


    Die NBs werden sich der Frage stellen müssen, was Neukunden wollen und wie man den Bestand halten kann. Mit "kostenlosen" Motorrollern und Playstations sicher nicht... Letztens bekam man wieder ein paar Talkline 5 €-Verträge + Nintendo DSi für lau, was umgerechnet hieße, dass man z.B. für 250.- €/Monat einen 3er BMW von Aral gestellt bekäme, ohne die Verpflichtung auch wirklich dort zu tanken.

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    Original geschrieben von harlekyn
    Dauert dann ja nur noch gute 50 Jahre, bis sich das durch alle Bevoelkerungsschichten etabliert hat. Wenn man bedenkt wie lange es Mobilfunk gibt sind das eher epische Ausmasse. ;)


    Genau so sehen/sahen Sparkasse, Buchladen um die Ecke, stationäres Reisebüro etc. ihren Markt. Falsch gedacht. Märkte sind nie statisch und und neigen zu wellenartigen Bewegungen. Ein lineares Auslaufen innerhalb von 50 Jahren habe ich nicht gemeint. Schließlich gab es die vielen Hufschmiede auch nicht, bis das letzte Zugpferd tot war... Eher sollten die NBs darauf achten, dass der Bewegung von unten die Zukunft gehört. Was der heute 35- oder 45-jährige tut ist letztlich irrelevant, da der tendenziell sein Verhalten festgefahren hat. Ignoriert man aber die nachwachsenden Kunden, verbaut man sich gnadenlos und unwiederbringlich die Zukunft.


    Wenn die heute 15-jährigen noch 5 Jahre älter sind, sind eben diese die Berater ihrer Eltern und damit brandgefährlich. Wer "optimierte" denn die Festnetztarife zu Hause. Oma und Opa sicher nicht. Die Enkel haben die Märkte vorangetrieben, indem Oma und Opa beraten bzw. abgerichtet wurden. Ich kann mich noch ganz genau an die TelDaFax-Routing-Boxen erinnern, die ich meiner Sippe verpasste und somit 20 Pf/min ermöglichte. Das war seinerzeit das Ende der Telekom in meiner Reichweite. Ich war gerade Mitte 20 und hatte Marktmacht, in dem ich etwa 15 Telekomanschlüsse von eben dieser befreit habe. Vergleichbar wird es im Mobilfunk kommen und da heute die Kiddys den Mobilfunkumgang mit der Muttermilch einsaugen, kann denen kein Provider oder NB mehr irgend etwas vormachen. Verarsche im Sinne von 1 €-Handys in Kombi mit Abzockverträgen haben damit tendenziell keine Chance mehr.


    Deshalb sollte man sich als Anbieter frühestmöglich davon lösen. Das derzeitige Fußangeln bringt zwar kurzfristig noch ein wenig Luft, aber mittel- und langfristig schießt man sich damit doppelt ins Knie. Die Leute wollen einfach, flexibel, preiswert/billig... viel mehr nicht. Und da Mobilfunk letztlich ein vergleichbares Massenprodukt ist, wird es auch zu nichts mehr führen Vodafone & Co. als "Marke" zu führen. Schließlich tanke ich auch nicht nur bei Aral, obwohl die so schön blau sind und es bei Esso angeblich Tiger im Tank gibt. Der Rotz den die verkaufen ist genormt und damit aus. Da kann man Marketing eigentlich komplett in gesenkte Preise umlegen.


    Die Konsequenz aus dem bisherigen Verhalten der NBs mit Fußangeln ist doch ein eher homöopathisches Nutzen des Mobilfunks in Deutschland. O2O setzt dagegen einen transparenten Tarif mit Deckel, da kann auch der Laie ohne Zweit-, Dritt- oder Dualsim-Handy angstfrei zum Handy greifen und damit endlich dem Image Mobilfunk = teuer ein Ende setzen.

    http://www.heise.de/newsticker…lfunk-Branche-827782.html


    http://www.handelsblatt.com/un…it-preisrueckgang;2468698


    Sollte sich der Markt wirklich weiter zusammenziehen, wird es für die Provider IMHO ganz ganz eng, da die NBs sicher zuerst die eigenen Pfründe sichern werden und dem entsprechend den eigenen Discount gegen die Provider stellen werden.


    Was ich mich bei derlei Meldungen immer wieder Frage: Wovon leben eigentlich die österreichischen Anbieter. Doch nicht nur von Wanderern und Skifahrern, die per Roaming abgezockt werden (Schließlich haben regelmäßig Reisende entsprechende SIMs vorrätig.)

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    Original geschrieben von uwm
    Und wenn es mehr Poweruser gibt als Gewinnbringer wie Lieschen Müller tritt das controlling in München ganz schnell auf die Bremse :D


    Ich möchte einfach keinen "Vertrag" haben, bei dem ich mir nicht sicher bin, das mir der Anbieter nicht nach 3 Monaten in denen ich meine 1000-1200 Minuten vertelefoniert habe, eine Kündigung schickt "wegen Mißbrauch, gewerblicher Nutzung oder ähnlichem".


    Ist IMHO Quatsch mit Soße. Was die Leute immer unterschätzen, sind die Einnahmen der NBs durch die IC-Gebühren. Wer dienstlich wirklich viel telefoniert wird erfahrungsgemäß auch oft angerufen, so dass der Anbieter trotz Kostendeckel auf seine Kosten kommen kann.


    Ich selbst telefoniere derzeit um die 40 h/Monat, davon ca. 75 % abgehend, so dass allein durch IC etwa 50 € bei Eplus hereintröpfeln.


    Zurück zum Thema, Laufzeitverträge sind IMHO wirklich Schnee von gestern. Die werden automatisch aussterben, da die "Jugend" nicht mehr bereit ist, sich zu binden. Beispielsweise ist meine Tochter mit 15 Jahren doch bereits Kunde bei vielleicht 5 - 7 Anbietern gewesen. Abhängig vom Freundeskreis switcht man in ein Netz bzw. zu einem bestimmten Discounter. Wenn sich dann Rahmenbedingungen ändern (Schnäppchenangebote etc.) schmeißen die die SIMs weg und kaufen einfach eine neue. Diese preisfixierte Klientel bekommt man nur schwer zum Abschluss eines Vertrags, da die mit 18 dann schon jahrelange Erfahrung mit Flexibilität UND ebenso genug Bekannte mit sinnlos teuren Verträgen haben, so dass auch mit 18 kein Vertrag zu Stande kommen wird.


    O2 ist IMHO auf dem richtigen Weg, faire Konditionen, überschaubares Tarifportfoilio und Ausbau des Netzes. Was will der Kunde mehr...


    Die Handys sind nebenbei gesagt zu Massenschrott verkommen, den es bei Amazon & Co. günstiger gibt, als mit Vertrag...