Beiträge von HoldaT

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    Original geschrieben von Martyn
    Das stimmt, und genau deswegen bin ich dagegen, das wir in Deutschland solche Verhältnisse bekommen, und deswegen werd ich alles was ich kann, dagegen tun.


    Nur das dümmst Kalb wählt seinen Schlachter selbst wurde ja so schön gesagt ... auch wenn es selbst von einem Schlachter stammt.


    Nun, aber der Wettbewerb wird letztlich ausschließlich über Kosten geführt, da früher oder später nahezu jeder in der Lage ist die gleiche Qualität zu liefern. Deutschland bzw. der Westen insgesamt wird über kurz oder lang seinen Vorsprung gegenüber China und Indien verlieren. Dies wird allein schon deshalb geschehen, weil die Chinesen und Inder je etwa 10 x so viele Ingenieure ausbilden wie wir. Und schminke dir ab, dass die dümmer sind. Eher sind die noch viel heißer als wir, da die aus dem Dreck rauswollen...


    Wir bekommen keine Sozialrefom gebacken und die lachen sich scheckig über uns. Aber nicht nur die Asiaten belächeln z.B. Deutschland. Das geht schon in England und Irland los. Wenn man sich mit denen über deutsche Probleme unterhält greifen die sich an den Kopf. Für den normalen Proleten ist ja Deutschland derzeit noch ein Kuschelland, aber für jeden mit Grips gibts im Ausland deutlich bessere Bedingungen und das nicht nur in finanzieller Hinsicht.


    Wir hier haben uns ein Gleichmachen angewöhnt, das in der letzten Konsequenz keinen Leistungsanreiz schafft und damit weder zu Innovation noch zu irgendetas anderem beiträgt. Es ist eher der staatlich diktierte Substanzverzehr... ...und wenn dann irgendwann die Flasche leer ist, gnade uns Gott, denn wie gesagt, das Ausland lacht schon heute über uns...

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    Original geschrieben von Martyn Ausserdem will man, wenn man schon ein Studium macht, mehr als nur über die Runden zu kommen.


    Klassisches Anspruchsdenken, nur ist eben heute keine Vollautomatik in die Karriere eingebaut. Außerdem ist "über die Runden kommen" immer sehr sehr relativ. Wir kommen z.B. mit 2 Kindern, Autos, Musikschule, Schwimmen etc. mit schlappen 1500 €/Monat um die Runden. Wer aber Calvin Klein, Prade etc. will, für den sind 1500 € zum verhungern wenig... Ich zähle mich zu den mehr oder weniger Konsumverweigerern, aber nicht aus Geiz, sondern weil das ganze Getöse auch nicht glücklicher macht.


    Wenn du die Sitaution als so schwarz einschätzt, dann wäre es vielleicht besser, du gehst erstmal ein paar Quartale ins Ausland, um zu sehen, wie andere Leute leben bzw. leben müssen. Dass z.B. auch in Irland das Geld nicht auf der STraße liegt und keine Krankenversicherung Zahnarztleistungen absichert erkennst du spätestens, wenn du einem Iren um die 50 ins Lachgesicht schaust.


    Schön wäre natürlich eine 28 Stunden Woche mit etwa 1800 € netto für den Schichter. Sowas klappt aber eben nur bei VW und auch dort nur, bis die Realität die Insel der Glückseeligen einholt. Aber, um bei ihrem Wohlstand zu bleiben könnten die ja z.B. ihre Preise erhöhen... Dann werden zwar nur noch VW-Schichter die Karren kaufen (weil sie > 25 % Nachlass bekommen), aber was sollst die sind ja eh eine Beschäftigungsgesellschaft in der sogar der Betriebsrat wie geschmiert funktioniert...


    Ich denke dass du noch ein ganzes Stück vom grausamen Leben lernen musst, ehe du die Wirklichkeit verkraftest. Tendenziell war nämlich die Masse der Leute in den letzten 10000 Jahren permanent unterbeschäftigt. Nur nach dem 2. Weltkrieg war kurz, d.h. 20 Jahre, Vollbeschäftigung um die Ruinen aufzubauen. Da die nun aufgebaut sind, könnte einfache Logik vorausgesetzt z.B. ein Krieg ganz hilfreich sein. Für meinen Geschmack wäre aber auch ein Erdbeben, sagen wir der Stärke 9 im Rheingraben ausreichend. Dann ist 2/3 unserer Mitbewerber verschüttet und zu tun ist auch eine Menge...


    So long und nicht alles immer so ernst nehmen.

    Re: Re: Re: Re: Re: A propos Gehälter...


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    Original geschrieben von Martyn
    Also Studiengebühren, und die Tatsache das man vielen Studienabgängern keine bezahlten Jobs mehr anbietet sondern nur noch für ein oder zwei Jahre nur unbezahlte Praktika, tragen schon dazu bei das ein Studium zu einem unkalkulierbaren Armutsrisiko wird. Ebenso haben die Umwandlung von Teilzeitarbeitsverhältnissen (für (Allein)erziehend) in schlecht bezahlte 400€ Jobs dazu beigetragen das Kinder zu einem unkalkulierbaren Armutsrisiko geworden sind. So darf es nicht weitergehen.


    Die Arbeitslosenquoten von Akademikern liegt unter 5 %. Die von Facharbeitern entspricht der offiziellen Quote. Die Ungelernten-Quote liegt regional gesplittet bei bestenfalls 20 %, partiell sogar 40 %. Es scheint sich also doch noch zu lohnen in Ausbildung zu investieren.


    Ich selbst habe zwei Kinder, verdiene mein Geld in einem Zeitfenster von 5 - 7 Monaten und identifiziere mich keinesfalls über meine Erwerbsarbeit

    Re: Re: Re: A propos Gehälter...



    Nun, wenn ich aber den Lohn der Reinemachfrau "erhöhe" und dabei auf die Wertschöpfung achte, muss ich die anderen Löhne nachziehen. Entsprechend muss die Produktivität steigen oder ganz schnöder der Preis des Produkts erhöht werden, was letztlich bedeutet, dass wenn alle so verfahren die Reinemachfrau zwar mehr Geld auf dem Konto hat, dafür aber genau soviel bekommt wie vorher! Nennt man das nicht Inflation?


    Dumm ist, dass die Wirtschaft nicht nach "Wünsch dir was" funktioniert sondern sich letztlich immer rechnen muss! Wem dass nicht past, dem bleiben nur Kuba oder Nordkorea oder ein dickes Erbe anzutreten...


    Wenn ich jetzt anderesherum den Lohn der Putze an den Ingenieur anpasse, der im Osten sowiel verdient wi eim Westen der Facharbeiter, dann fragt sich der Ingenieur, warum er 5 Jahre studiert hat, Verantwortung übernimmt, wo doch die Putze analog bezahlt wird. Entweder er arbeitet dann auch als Putze oder geht woanders hin, wo die Relationen noch stimmen, denn schließlich hat der ja mindestens bis zum 25. Geburtstag in Ausbildung investiert, während die Putze schon seit dem 16. Geburtstag auf dem Markt ist, also hat sie schlappe 30000 € Nettolohnvorspung... Wenn man jetzt noch verrechnet, dass sie in 10 Jahren per Zins und Zinseszins eine Kapitalverdopplung hätte erreichen können, wenn sie nicht mit ihren GTI-Freund von Disko zu Disko gezogen wäre, dann hat der arme Ingenieru noch mehr reinzuholen...


    Ich selbst kenne, wie gesagt beide Welten. Ich wurde als Student von den Schichtern wegen des knappen Geldes bemitleidet und seit nunmehr 10 Jahren wegen der dicken Gehälter als Geschäftsführer beneidet... Mein Argument, dass jeder studieren kann wird heute von denen die weiter am Band stehen nicht mer akzeptiert... So ist es, Mitleid bekommt man geschenkt und Neid muss man sich verdienen und im neidisch sein auf alles Selbständige sind die Deutschen Weltmeister...

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    Original geschrieben von Martyn
    Anklopfen, Halten, Makeln, Konferenz, UMTS, Datendienste, ...


    Die Masse scheint nur telefonieren, telefonieren, telefonieren, sms, sms, sms nutzen zu wollen. Für den Rest gibt es die Premium-Marken und sicher bald auch Martyn-Tarife. Wie schon mal gesagt, verhandle doch mal mit vistream, ob du nicht einen eigenen Tarif über die abwickeln kannst. Du scheinst ja wirklich zu glauben, dass mehr als 30 % der Bevölkerung überhaupt wissen, was Makeln, Konferenz, Halten bei Telefonaten bedeutet?! Wären die Leute erpicht auf eben diese Dienst, gäben sie sich im Festnetz nicht mit den preiswertesten Telekom-Paketen ohne diesen ganzen Schnickschnack zufrieden.


    Es ist auch irrwitzig zu glauben, in einem der Sättigung nahen Markt die Preise hoch halten zu können. Irgendeiner wirft immer den ersten Stein und dann zerbricht das Glashaus. So ist es sei Erfindung / Etablierung der Marktwirtschaft immer gewesen und wäre es nicht so gewesen, gäbe es heute noch Hufschmiede und Pferdekutschen anstatt Autos mit Verbrennungsmotor.


    Es wird sicher weiter Premium-Anbieter geben, die analog dem Einzelhandelspremium 10 Sorten Zucker und 15 Sorten Kaffeesahne führen, damit die Martyns dieser Welt auf ihre Kosten kommen. Aber die breite Massen wird ihren Hunger nach Kommunikation bei ANgeboten, die Lidl und Aldi vergleichbar sind stillen wollen! Die merken jetzt, nach Einführung der Discounter erstmal, dass der eigentliche Service darin besteht, dass eine Verbindung aufgebaut und korrekt und möglichst billig abgewickelt wird. Da braucht man keinen Premium-Schnickschnack, denn auch der ALDI-Zucker ist genau so süß und nach den gleichen Normen hergestellt wie dessen Gourmet-Pendant im karstadt, wo die Tüte halt 5 € kostet...


    Die Welt ist eben so schlecht, dass zum Glück niemand gezwungen werden kann zu hohe Preise zu zahlen.


    Ich möchte hier, wo doch eigentlich vergleichsweise junge Leute diskutieren dringend daran appellieren, mal ein wenig VWL und BWL zu inhalieren, da man min Parolengedresche und bauchgefühlten Halbwahrheiten keinen Schritt weiter kommt!


    Was manche hier schreiben läuft auf einen VEB Telekom hinaus. Hatte ich schon, war nicht so der Bringer und ist 1989 gegen die Wand gefahren (zum Glück)...

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    Original geschrieben von LordExcalibur
    Dann gibts aber keine Abfindung.


    Abfindungen gibts eh nur noch, wenn im Tarifvertrag vereinbart. Auch die deutschen Arbeitsgerichte haben erkannt, dass man eine Kuh nicht ewig melken kann und der Arbeitnehmer bekommt für seine Arbeit schließlich seinen (Monats)lohn. Damit isses dann auch gut, denn Abfindung hieße, dass es etwas besonderes abzufinden gäbe, was zumeist nicht der Fall ist...


    Wir (als Firma) hatten in 1999 mal den Fall (uns ging es damals saudreckig mit sattesten Verlusten infolge Insolvenz eines Großkunden). Da mussten wir notgedrungen eine Mitarbeiterin entlassen und die klagte dann auf Abfindungszahlung. Ich habe dem Richter seinerzeit erklärt, warum ich nicht bereit bin, dies zu tun und dass die finanzielle Situation dies sowieso nicht gestatte. Er hatte damals weit weit ausgeholt und wollte uns 40000 DM reindrücken. Jedoch konnte ich dass mit den BWAs der letzten 6 Monate abwenden, da die ABfindungszahlung in der Endkonsequenz das Ende der Firma und damit 10 weiter Entlassungen bedeutet hätte. Der Richter war damals sehr verblüfft und gab selbst zu, dass er bisher "nur" gegen Großbetriebe geurteilt habe.

    Re: A propos Gehälter...


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    Original geschrieben von bambi05
    ...oder Löhne. Dürfen die Discounter eigentlich unter Tarif bezahlen? Welcher Tarif gilt denn da, der Einzelhandelstarif von ver.di oder? Oder zieht das nur, wenn die da freiwillig dran teilnehmen?


    Von einer Bekannten, die bei Norma arbeitet, höre ich immer wieder, dass es dort unter aller Sau zugehe. Stundenlohn von 6 EUR mit unbezahlten Vor- und Nacharbeiten usw.


    Schlecker hat sich damit doch vor ein paar Jahren eine rote Nase (bzw. 10 Monate auf Bewährung und 1 Mio. Geldstrafe wegen Betruges) geholt!?


    Kommst du aus Bonn??? Wir hier haben Marktwirtschaft und da regeln Angebot und Nachfrage den Preis auch für die Stundenlöhne. Ich kenne im Umkreis von 20 km keinen Betrieb der mehr als 30 Leute beschäftigt oder einem Tarifvertrag unterliegt. gute Leute (Facharbeiter) bekommen bei mir persönlich 15.- € + 10 % Gewinnbeteilungung am Jahresende. Die Reinemachfrau kommt aber für 4,20 €/h obwohl ich wahrscheinlich sogar eine für 3 € bekommen könnte... Wo lebt ihr denn??? Was muss man können um bei Norma, Schlecker etc. arbeiten zu können, außer vielleicht täglich aufzustehen und den Laden zu finden... Sowas nennt man unqualifizierte Arbeit und die Kostet weniger als Hartz IV, da die Leute die sowas machen (müssen) ja noich Hartz IV als Auffüller bekommen... Leider liegt die Wertschöpfung einer einemachkraft nunmal Welten unter der eines Ingenieurs und auch der bekommt im Osten maximale 2000 € netto (außer Tarif versteht sich). Wenn nun die Putze auch 2000 € will, kann das auch der Ingenieur machen und spart sich glatt sein Studium. So war es in der DDR und so wird es hoffentlich nie wieder. Dort bekam ich als "Jungfacharbeiter" ganze 80 DDR-Markt weniger als mein damaliger Chef (Dipl.-Ing), der den ganzen Haufen an der Backe und damit den Hut auf hatte. Aber als Facharbeiter war man Proletariat und der Ingenieur nunmal die wohlgelittene Intelligenz...

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    Original geschrieben von Jochen
    Möglicherweise können die Discounter die Preise auch nur bieten, weil sie außer einer Karte mit billigen Tarifen sonst auch nichts bieten?


    Wenn man sich die Märkte/Preise im Ausland so ansieht, scheint es wesentlich preiswerter möglich zu sein Mobilfunkdienste anzubieten... Die deutschen Krankheiten sind aus meiner Sicht eines NichtInsiders die drückenden Abschreibungen auf die UMTS-Lizenzen. Aber wenn man die Kundengewinnungskosten so sieht und Herrn Krammers Freude über nun "nur" noch 75 €/Neukunde sieht, dann läuft auch dort gehörig was falsch. Schließlich sind 75 €/Kunde bei den 10.000.000 E+ Kunden schlappe 0,75 Mrd. € alleine an Gewinnungskosten!!! Die beiden Großen haben hier sicher eine vergleichbare Struktur, wobei ja Vodafone über Jahre die Spitzenprovisionen zahlte. Also haben die hier kosten >> 2 Mrd. produziert. Außerdem haben die ja z.B. bei mir jeweils mehrere Dutzend Kundengewinnungskosten aufbringen müssen...


    Wenn nun einer wie Simyo kommt und die SIMs ganz schnöde und kostenschonend per Internet verkauft oder zur Not auch noch verschenkt, dann haben natürlich die arrivierten und entsprechend angedickten Altanbieter massive Probleme. (Ich hatte ja mal berichtet, dass ich voriges Jahr zu Weihnachten etwa 120 E+Discounter-Karten an Kunden verschenkt hatte. Heute sind noch fast alle Karten aktiv und außerdem haben mehrere Firmen nach ausgiebigen Netztests auf Base gewechselt. Die großen Zwei haben dieses Problem anscheinend lange unterschätzt und der kleine Blubberer aus München kann gar nicht anders als bei Parzellen-Fkat zu bleiben.)


    Ich denke mal, in der Perspektive werden die SIMs weitestgehend nur noch im Discounter oder im Internet unters Volk kommen (müssen). Nur Nutzer komplexer Dienstleistungen werden Beratung und damit qualifizierten Vertrieb benötigen (und über Spezialisten auch bekommen).


    Früher, als Mobilfunk "neu" war, war es vielleicht ein erklärungsbedürftiges Produkt und damit auf Ladengeschäfte angewiesen (wie ganz früher Waschmaschinen und Bügeleisen und Föns). Heute weiß sogar meine kleine Tochter wie ein Handy zum telefonieren benutzt werden muss und Tarife wie Simyo versteht sogar mein Weihnachtsbaumschmuck. Also, wo ist da noch der Bedarf an Fachverkäufern, Beratern, Herren wie Premium-Gröger??? Mobilfunk wird demnächst (= mittelfristig) ein Ramschprodukt für die breite Masse, denn letztlich ist es doch nur das Herstellen von Telefonverbindungen und die Netze stehen...


    Mobilfunk ist heute eine Gelddruckmaschine und alles Gjammer ist ein Geheuchel bei Umsatzrenditen von knappen 30 %. Wenn das aufeinander Einschlagen erstmal richtig eskaliert, werden die NBs mit Umsatzrenditen von 3 - 5 % leben müssen und noch glücklich sein, denn z.B. der Einzelhandel rentiert deutlich < 5 % und muss auch Mrd. investieren, um die grünen Wiesen mit Märkten zuzupflastern. Zusammengefasst werden die Mobilfunkmärkte kurz nach ihrer Sättigung zu hohlen Märkten mutieren, die werden sich drehen und drehen und unter dem Strich reicht es gerade für´s auskommen (wie in alles satten Marktsegmenten). Ich warte eigentlich darauf, dass Leute wie vistream kommen und per Virtualität mehrere Netze bündeln, so dass man vordergründig mit denen zu tun hat und im Hintergrund alles nutzen kann, was gerade anliegt. Aber, derzeit wiegt man sich ja noch in Sicherheit und freut sich ob der fetten Zeiten.

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    Original geschrieben von crooks
    Nur sind die Netzbetreiber (aus eigenem Verschulden ja auch) dazu gezwungen, Unsummen in ein Netz zu investieren, dass mal die gleiche Abdeckung wie das vorhandene Netz haben soll. Die müssen natürlich auch ordentlich Geld in ihre Kassen scheffeln.
    Auch wenn die Kunden hier gemolken werden (auch wegen der SMS-Preise pp, obwohl O2 da ja mit den Frei-SMS noch human ist), so haben die Netzbetreiber eben Ausgaben im mehrstelligen Milliardenbereich zu bewältigen.
    Aber ich will eben auch nicht verkennen, dass sie sich das selber eingebrockt haben.


    Nun, man sollte doch hoffe, dass sich diese Herren vorher ausgerechnet haben, was so ein GSM/UMTS-Netz kostet und ob die Eigenkapitalrendite über der eines Sparbuches liegen wird?!


    Das Problem ist der Münchner Premium-Tick, der vielleicht durch das in München vergleichweise exklusive Umfeld geprägt wird. :D Die haben sich eben jahrelang für etwas Besseres gehalten und sich duch nur Minutenverticker. ...und wer sich als verlängerte Verkaufstheke der Handyhersteller benutzen lässt und dabei über 18 Jahre alt ist, ist irgendwie auch selbst dran schuld.


    Das Geschäftsmodell mit übersubventionierten Handys scheitert früher oder später. Dabei noch zu beklagen, dass der böse Kunde böse Billig-Karten in Subventionshandys steckt ist doch der lacher. Gäbe es Bundels aus Autos und Benzin (z.B. VW Passat für 9,95 € wenn man exkluviv bei ARAL tankt), hätte doch auch jeder zu Hause noch ein Billigauto mit dem er zur freien tankstelle fährt um dann zu Hause den Billigsprit umzupumpen. Das Leben ist halt grausam, besonders, wenn man glaubt, dass der Verbraucher dumm ist. Der wählt spätestens mittelfristig immer die wirtschftlichste Lösung... und das Dümmste ist, dass sich dieses Sparpotential schnell rumspricht (siehe Wohngeldbetrug bei Hartz IV etc.)

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    Original geschrieben von Charly82
    Klar hast du recht. Aber wie war es denn bei Sony Ericsson??
    Da kam ja schließlich auch eine "böse Heuschrecke" aus fern Ost und hat ein europäisches Unternehmen aufgekauft.
    Sind wolh doch nicht alle so schlecht wie BenQ...


    Nur hat Erik´s Sohn soweit ich weiß die komplette Produktion an Fertigungspezialisten und damit Kostendrücker übergeben. Anders als BenqSiemens, bei denen angelernte Bergleute sich an Handys versucht haben scheinen die sich wirklich nur noch auf Markenpflege und Design/Entwicklung zu beschränken.


    Ein Fingerzeig für die Potenz der Siemens-Handys ist doch allein schon, wie viele Fakes kursieren. Mir ist nicht bekannt, dass es von Siemens-Telefonen Produktfälschungen bzw. Raubkopien gibt. Diese Probleme haben aber die anderen Großen. Man hat sich bei Siemens also traditionell groß gefühlt, war aber im Handygeschäft eine eher kleine Wurst... Vor 12 Monaten träumte man noch von 10 % Marktanteil... Lachhaft, wohl nur in Deutschland zu schaffen, da hier noch Leute rumlaufen, die deutsch kaufen, egal welcher Klump da über den Tresen geht... (siehe auch Benz und VW)