Beiträge von HoldaT

    7 Seiten Diskussion wegen eines 1 €-Mindestverzehrs. Das geht nur bei TT :eek:


    Ich finde es begrüßenswert, wenn endlich mal die Großen anfangen an ihre SIM-Leichen zu gehen, um die Bilanzen auszukehren. Ggf. will man damit dann auch Leute (wie mich) davon abhalten, bei diversen Kostenlosaktionen SIMs im Rudel zu erwerben um diese dann genüsslich abzutelefonieren. Zumindest ist beispielsweise für die 4-Jahres-Aktion von Simyo ein Zeitfenster von 3 Monaten für mich unerreichbar. Meine Tochter SMSt noch immer an den ersten 15 SIMs und es warten nochmal mindestens genau so viele.


    Ggf. kommt es ganz langsam NB-seitig zu einem Erkenntnisgewinn dahingehend, dass nicht jede Karteileiche durchgeschleppt werden muss, da man damit letztlich (wenn auch marginalen) Verwaltungsaufwand erzeugt und im Gegenzug nichts bzw. fast nichts rüberkommt.


    Callmobile hat den Mindestverzehr auch eingeführt und hat seither sicher relativ saubere Kundenbilanzen, da die Schublade einfach nicht lohnt...

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    Original geschrieben von Z-Man
    Erste Infos von freenet sind da:


    Im zweiten Quartal hat das Unternehmen etwa 300.000 Handy-Kunden verloren, erfuhr die FTD aus gut informierten Kreisen. Im ersten Halbjahr sank die Kundenzahl demnach insgesamt um 900.000 auf 18,2 Millionen.


    Quelle: FTD und teltarif


    Dem Geschäftszwecke der Provider wird immer mehr der Boden entzogen. Erstaunliche 5 % Kundenschwund in 6 Monaten sollten zu denken geben. Insbesondere ist unklar, von was die Provider in Zukunft leben wollen/können. bei Freenet hat man ja derzeit eher das Gefühl, die Chefetage teilt den Braten auf und hisst dann krisenbedingt die weiße Flagge...

    Zitat

    Original geschrieben von Hallenser1
    Das Problem an der Sache ist,dass E-Plus in einigen Gegenden nicht baut weil man der Meinung ist das es sich nicht rechne... :rolleyes:


    Als jahrelanger Eplus-Nutzer muss ich (leider) nunmehr ausch feststellen, dass sich im Großraum Dresden derzeit immer mal das Netz zuzieht und man kein Freizeichen bekommt. Von den Datentransferraten kan ich nicht mehr reden, weil wir gerade diesen Monat von Base zu Vodafone weg gewechselt sind, da Base nur noch tröpfelte und man das Gefühl hatte, dass eher aus Versehen immer mal ein paar Bytes durchrutschen...


    Die Strategie ein Netz auf Vollast zu fahren ist sicher die, die kurzfristig die dickste Rendite bringt, aber die Gratwanderung Kunden zu verprellen (insbesondere Vertragskunden) ist sehr riskant, denn weg ist zumeist dauerhaft weg. Und gerade die Leute, die aufs mobile telefonieren und mobile Daten angewiesen sind, werden dann die Ersten sein, die weg gehen (müssen).


    Jedenfalls hat meine Kundschaft recht wenig Verständnis dafür, dass man nur eingeschrnkt erreichbar ist. Also werden ich demnächst wohl in meinem Dual-SIM-Handy zumindest die RULs aus dem auf ein anderes Netz umstellen.


    Ich bin gespannt, wann Eplus anfängt zu bauen, denn entweder haben die den Ausbau in der Pipeline oder sie werden zu spät kommen.

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    Original geschrieben von Betamax
    Meiner Meinung nach hat E-Plus aber noch genügend Zeit, auf HSPA umzurüsten. Wäre ich dort zuständig, würde ich die Umrüstung auf HSPA sogar komplett seinlassen, wenn dadurch Hardware ausgetauscht werden müsste! Ich würde ab 2011 rum zügig ein LTE-Netz aufbauen, denn erst in den nächsten Jahren wird die Masse der Kunden einen Datenzugang haben wollen. Bis dahin können die sich auf Voice konzentrieren und nebenbei den Kunden günstige Tarife für UMTS bieten, als Dreingabe sozusagen.


    Man muss sich doch nur mal die aktuellen Hardwarepreise ansehen. Vodafone und T-Mobile als first mover zahlen letztlich Mondpreise, die auf die Tarife durchschlagen müssen. Rüstet nun Eplus zeitversetzt, aber markttechnisch gesehen immer noch rechtzeitig auf HSDPA nach, bekommen die das quasi zum Schnäppchenpreis und können wieder Preissignale setzen.


    Von LTE muss gerade in D noch niemand träumen. Die Masse nutzt Voice und SMS. Eine Randgruppe nutzt "bereits" UMTS bzw. HSDPA. Aber wirklich intensiv, wie in Japan oder auch partiell USA nutzt hier kaum jemand das mobile Internet. (Nicht zuletzt wegen der absurden Preise der Platzhirsche!)


    Man denke nur mal an früher = vor Eplus-Discount. Hat man da ein neues Telefon gekauft, war das erste die Blockade aller Datenverbindungen, um nicht aus Versehen per Tastendruck = Abzocktaste unbewusst einzuwählen und erst Wochen später zu erschrecken.


    Vodafone macht IMHO große große Worte um Web 2.0, verschlimmbessert parallel bestehende Tarife und bringt außer heißer Luft nichts wirklich neues. Der Haufen ist IMHO in Europa nicht ausreichend unter Druck, sonst würde man sich ein wenig schneller drehen. ... aktuell hat man ja Afrika um zu wachsen und bei uns die Füße ruhig zu halten.Man darf aber gespannt sein, was nach dem Afrika-Hype, so in 2 - 3 Jahren kommen wird. Außerdem ist Vodafone in Schwarzafrika wohl eher eine kleine Nummer...

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    Original geschrieben von maschi_ac
    Dass sich mobiles Internet langsamer durchsetzt als bei o2 ist zum einen natürlich schon eine Kostenfrage.
    Auf der anderen Seite sehe ich in meinem technikaffinen Umfeld, dass erst durch mich viele darauf aufmerksam werden, dass mobiles Internet + Email auf dem Handy schon nützlich sein kann.


    Das Problem sind IMHO Geräte mit abartiger Bedienbarkeit. Außer iPhone und Palms sind mir persönlich noch keine wirklich narrensicher nutzbaren Handhelds untergekommen. Ist aber mein persönlicher Geschmack.


    Der Preis wurde von Base/Eplus für die Handyflat auf 10 € gesetzt. T-Mobile und Vodafone sind davon um Längen entfernt und somit für Normaluser außerhalb jeder Diskussion.

    Re: Vodafone


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    Original geschrieben von harlekyn
    Interessant ist, dass Vodafone im Vergleich zu E-Plus nur knapp 50% mehr Traffic hat, obwohl man fast doppelt soviele Kunden im Bestand zaehlt.


    Das kommt daher, dass Leute die Base & Co. nutzen dies im wirklichen Sinn tun. Viele Vodafone-Privatleute die ich kenne, hängen in den alten teuren Verträgen und telefonieren deshalb in homöopathischen Dosen. Dafür bekommen die dann aber das Telefoniewerkzeug alle 24 Monate geschenkt bzw. zu symbolischen Preisen.


    Jedenfalls scheinen die NBs nun endlich die Schubladen-SIMs auszukehren und im Zuge der Großen Krise reinen Tisch zu machen.


    Jedenfalls scheint die "Krammer-Strategie" der Konzentration auf Basisdienste bisher ganz gut aufzugehen. Vodafone ist zwar klicki-bunti und schon im Web 2.0, aber nutzen will das offenbar niemand so richtig dolle. Könnte das an den Preisen liegen?

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    Original geschrieben von harlekyn
    Vielleicht wird hier BASE wieder mal zum Eisbrecher fuer den ganzen Markt. Wenn eine offizielle BWHZ zu einem bezahlbaren Preis kommt, duerfte das bei der Konkurrenz mehr oder weniger schnell auf Nachahmung stossen. Und davon profitieren dann letztendlich alle.


    Ich dachte immer, dass eine BWHZ aus regulierungstechnischen Gründen nicht angeboten werden darf. Bei einer vom Anbieter gewährten BWHZ bestünde dann ja kein Bezug mehr zur regionalen Rufnummer. Aus eben diesen Gründen musste doch die Telekom T-Net-Vor-Ort einstampfen. Damit konnte man sich früher eine virtuelle Einwahl in jedem x-beliebigen Ortsnetz schalten (für Firmen interessant) und per RUL steuern.


    Die Genion-HZs mit x-beliebigen Homezonen, mehr oder weniger unabhängig von der Anschrift des Vertragspartners sind IMHO auch grenzwertig und der T-Net-Lösung fast gleich zu setzen. Warum das so geht und bei der Telekom nicht :apaul:


    Ich bin jedenfalls gespannt und wäre über eine BWHZ sehr sehr erfreut, da wir seit 05/2009 als Firma festnetzfrei sind. Da wäre eine preiswerte BWHZ der ultimative Kostensparer, wobei sich die RUL-Kosten eh schon eingrenzen, da ja z.B. Dus.net 1/1 taktet und die Preise recht vernünftig sind...

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    Original geschrieben von schinge
    Spekulation: Vielleicht sind ja einfach die Kundenzahlen im 2. Quartal nicht so gut gewesen und jetzt müssen auf Teufel komm raus Neukunden rangeschafft werden um wenigstens im 3. Quartal wieder ordentlich zuzulegen? :D
    Aber bis die offiziellen Zahlen präsentiert werden dauerts ja noch zwei Wochen.


    Auf die Zahlen bin ich auch gespannt. Mal sehen, wann die Penetration die 150 % reißt und ob dann die NBs immer noch jubeln oder langsam beginnen nachzudenken über Sinn und Unsinn von Kundenzahlen.


    Die Vodafone-Aktion hätte ich so nicht von denen erwartet. Bisher war man doch eher der "Getriebene", als selbst aggressiv Signale zu setzen. IMHO darf man nun auf O2 und Base gespannt sein... Aber eben auch auf die Zahlen der Roten, da die nicht vorpreschen würden, wäre alles in Butter.

    Henning: Ich fürchte für ein Premium-Segment ist der Mobilfunk derzeit mehr als ungeeignet. Man hat die Kunden analog Obi und Hornbach zu do it yourself bzw. Anspruchslosigkeit erzogen und wundert sich nun vielleicht, dass der Verkauf nur noch über die Preise läuft...


    Am Ende sind doch die meisten Leute immer auf der Jagd nach dem Schnäppchen und sind bei Schweinefleischpreisen < 5 €/kg auch noch verwundert, wenn die Viecher die eigene Scheisse fressen müssen, um Entsorgungskosten zu sparen. Geiz ist geil und dieser Spruch hat sich soweit eingebrannt, dass der Dienstleistungssektor nur eine Nische darstellt.