ZitatOriginal geschrieben von hottek
ich denke eher Prepaid sind keine wertvollen Kunden, die meisten Karten liegen in der Schublade rum und vergammeln. Und wenn die doch benutzt werden dann wird spätestens wenn das Handy nichts mehr taugt ( oder der nächste Anbieter 0,1 ct günstiger ist ... ) das nächste Prepaid-Paket gekauft und entweder die Karte von diesem Paket oder eben die alte leer telefoniert und entsorgt.
Dadurch dass diese Nummern nicht besonders lang bestehen ( oder eben nur zum leer telefonieren genutzt werden ) bekommen Prepaid-Kunden auch nicht so lange eingehende Gespräche und bringen dadurch auch kaum IC-Gebühren.
Man muss sich bei der Einschätzung von Kundenbeziehungen immer die Frage stellen, was der Kunde kostet und was er andererseits bringt. Was kostet also ein Prepaid-Kunde? Er kauft meist online und geht in Vorkasse, wo ist also das Risiko solange die Aquisekosten im Griff bleiben. Wenn man sich mal die Kostenlos-Aktionen bei Loop (die mit den günstigen SMS-Tarifen) betrachtet, da sind allein in meinem Bekanntenkreis 4 Leute "hängen geblieben" und haben als SMS-Junkies jeweils schon mindestens einmal 30.- € aufgeladen. Allein mit dieser Aufladung haben die den Prepaid-ARPU von 5 Monaten vorweggenommen, werden also bei weiterer Nutzung die Statistik nach oben verzerren.
Das Rezept bei Prepaid muss sein, lukrative Tarife zu bieten, seine Leistungen aber nicht zu verschenken. Damit kann man IMHO das Abtelefonieren eindämmen und beugt Schubladen-SIMs vor.
Außerdem glaubst du doch nicht ersthaft, dass die Masse der Leute laufen die SIM und damit die Rufnummer wechselt. Außerdem ist die Masse der Leute nicht gewillt mit 2 Handys rum zu laufen. Also hat man auch Prepaid bei entsprechender Tarifierung alle Chancen tatsächlich genutzt zu werden.