Beiträge von HoldaT

    Henning: Zu so vielen Wünschen fällt mir erstmal nicht viel ein. Jedenfalls nicht soo viel, was das Kartellamt "anweisen" könnte. Bei deinen Wünschen geht es nicht um Kartell- sondern um Verbraucherrecht bzw. Verbraucherschutz.


    Zum Thema Spam habe ich meine eigene Meinung. Sicher wird durch sinkende Kosten der "Handy-Spam" deutlich zunehmen. ...und sicher werden die digitalen Medien in naher Zukunft für viele viele Leute die "Verschmutzungsgrenze" erreichen bzw. überschreiten. Entsprechend gehe ich für meinen Teil davon aus, dass in Zukunft analog dem Offline-Postkasten an jeden meiner "Zugänge" draußen ein Aufkleber dran kommt: KEINE Werbung, KEINE kostenlosen Informationen! (Wer sich nicht dran hält kommt bei mir nach 2 Verwarnungen vor den Kadi und muss dann jeweils ca. 250 € zahlen. Dabei trifft es meist Austräger mit 6-Klassen-Abschluss, die sich der an den Briefkasten getackerten Paragrafen gar nicht klar waren.)


    Wir haben nach mehreren Spam-Flutungen bereits heute Whitelists auf Arbeit eingeführt. Wer nicht drauf steht muss sich per Bouncing-Mail erstmal als Mensch zu erkennen geben. So schirmt man sich recht wirkungsvoll gegen Spammer aller Art ab, da deren Robots derzeit nicht in der Lage sind, sich intelligent zu authentifizieren. Schön sind die weißen Wände nicht, aber hilfreich! Blacklists und SpamFilter greifen ja zunehmend ins Leere.


    Man wird in Zukunft einige Grundsätze beachten müssen: KEINE Rückrufe von unbekannten Anklinglern mehr, KEINE Rufannahme bei unterdrückter Rufnummer (Kann man heute doch schon vor einstellen!)


    Folgt man deiner Denke bezüglich Spam, solltes es helfen z.B. Mails zu tarifieren. Ich fürchte nur, dass dann ein paar arme Schweine mit gekaperten Rechnern am Ende des Monats nichts mehr zu fressen haben, nur weil irgendein Russe, Chinese, Ami oder Deutsche einen Trojaner geschickt hat, der dann ein paar Millionen Mails losgetreten hat.


    Du kennst mich, ich komme vom Bau, bin entsprechend einem brachialen Preiskampf ausgesetzt und wünsche mir diesen für alle Branchen inkl. Mobilfunk und Apotheker! Auf dem Bau führen zu niedrige = unauskömmliche Preise doch auch zu Pfusch, trotzdem forcieren die Auftraggeber eher noch den absolut und ausschließlich preisfixierten Wettbewerb... Warum also nicht das Gleiche für doie Apotheker und die Mobilfunker und und und


    Pflichtansagen fände ich sehr gut, nur sind die selbst im Festnetz bisher nicht durchgesetzt worden.


    Ich denke, das Kartellamt wird kaum ins Privatvertragsrecht eingreifen und Kündigungsformalitäten vorschreiben.

    Teltarif meldet: http://www.teltarif.de/arch/2008/kw17/s29725.html die Einleitung eines Missbrauchsverfahrens bzw. ggf. erst der Vorstufe eines "richtigen" Verfahrens gegen T-Mobile und Vodafone wegen deren marktbeherrschender Stellung in Bezug auf Frequenzverteilung, IC-Gebühren etc.


    Ich hoffe mal Eplus hat den Rundumschlag dezidiert begründet und kann so erreichen, dass tatsächlich ein Verfahren durchlaufen wird. Schließlich müssen im Zuge eines solchen die Betroffenen insbesondere kostenmäßig die Hosen runter bzw. die Prüfer in die Bücher lassen.


    So könnte es endlich zu einer mehr als marginalen Senkung der IC-Gebühren in die großen Netze kommen, schließlich sollten allein wegen der besseren Grundlast deren Grenzkosten deutlich unter denen der kleinen Wettbewerber liegen.


    Allein eine Betrachtung der operativen Margen ALLER Netzbetreiber sollte das Kartellamt wach rütteln, schließlich gibt es außer mit Drogen, Waffen und monopolistischen Energiedeals kaum irgendwo mit dem Mobilfunk vergleichbare Margen zu verdienen. Dabei sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass Mobilfunk eigentlich gesättigter = ausgebombter Massenmarkt ist/sein sollte. Entsprechend kann man keinesfalls als Vergleichsmargen die irgendwelcher Nischenanbieter (z.B. Designerwarenhersteller) heranziehen.


    Ein Kartellverfahren könnte beispielsweise zur Folge haben, dass JEDER der Netzbetreiber als Monopolist im eigenen Netz eingestuft wird. Somit könnte eine Kostentransparenz für die Zusammenschaltung der jeweiligen Netze verlangt werden. Die Zusammenschaltungspreise dürften dann in jedem Fall aggressiver reguliert werden, als heute der Fall. Schließlich hat die Regulierungsbehörde doch nur vergleichsweise homöopathische IC-Gebührensenkungen durchgesetzt... Hat man die Hosen der NBs erstmal unten, könnte man bequem mit der großen Keule schlagen...

    Zitat

    Original geschrieben von petersandi
    Da kündigt ein Anbieter fristgerecht und wirksam einen Vertrag und dann kommen manche auf die Idee, dagegen zu klagen. Ich glaube es ja nicht, wo sind wir denn? Siehe Pankoweit: Was würdet ihr eigentlich sagen, wenn ihr fristgerecht die Flat kündigen wollt (wegen besserer Angebote der Wettbewerber) und Congstar zöge vor Gericht und will den Vertrag aufrecht erhalten wissen?


    Die Klagen werden doch einfach abgewiesen, schließlich haben sich beide Seiten nur an die AGBs gehalten und der eine will nun nicht mehr... Imageschäden hat das Gericht nicht zu bewerten, außerdem sei es jedem Anbieter frei gestellt sein Image zu schädigen, wie es ihm beliebt.


    In Deutschland haben wir noch immer Vertragsfreiheit mit Rechten und Pflichten für beide Seiten. "Noch" sage ich, weil es ggf. passieren könnte, dass DieLinke (SED-PDS) in Tateinheit mit den linken Sozis versuchen könnten Teile der Volkswirtschaft wieder zu verstaatlichen. Zumindest träumt Oskar aktuell davon...

    Zitat

    Original geschrieben von A1234
    Diejenigen die sagen, dass Congstar das Recht dazu hat, die haben ja Recht, aber merkwürdig ist das Ganze schon.


    Was die Netzbetreiber mit ihren derzeitigen "Säuberungsaktionen" scheinbar völlig vergessen ist der Kollateralschaden, den "Betroffene" per Mundpropaganda anrichten werden. Gekündigte werden das ganze doch sicher im Freundeskreis herumerzählen und damit alle Bekannten warnen. Gleichzeitig machen sich die Discounter als "Hauptnummernbetreiber" unmöglich, da es zu mühseelig und teuer ist seine Stammnummer dahin zu portieren, um ggf. bei zukünftigen Säuberungen auch ausgemerzt zu werden.


    Kundenservice sieht IMHO anders aus. Man könnte z.B. KLARE Regeln aufstellen und per Mail oder SMS vorwarnen. In meinem Bekanntenkreis sind auch 3 Leute betroffen, die aber IMHO sehr sehr unterschiedliche Telefonie- bzw. SMS-verhalten haben und dem entsprechend gar nicht nachvollziehen können, warum alle die Kündigung bekamen.


    Mit einem derartigen Vorgehen stellt man ALLE Discounter als "Mitnahmeaktions-Anbieter" auf und wird langfristig massive Probleme bekommen, Kunden langfristig zu binden und zu beglücken. Wer einmal einem Kunden dermaßen vor den Koffer geschi**en hat, muss sich nicht wundern, wenn er mittefristig selbst abka**t. Schließlich haben die Kunden ersten das GELD und zweitens die WAHL.

    Zitat

    Original geschrieben von wrmulf
    Wie ich schon weiter oben schrieb: sie haben ja eine sehr wirkungsvolle Notbremse eingebaut, nämlich keine Mindestvertragslaufzeit. Damit können sie den Verlust monatsgenau steuern. Congstar unterliegt ja nicht dem Zwang, jeden Kunden behalten zu müssen.


    Eben dies ist dr Unterschied zum Vorgehen von AutoMobile, die gegen die eigenen AGBs verstoßen haben. AGBs können nunmal beidseitig zum jeweils eigenen Vorteil genutzt werden, dafür sind sie ja schließlich da und beidseitig akzeptiert. So kann der jeweilige Flatrateanbieter zumindest seine "Schäden" begrenzen und seinen "fairen" Nutzern ein ggf. besseres Angebot unterbreiten.


    Offenbar hat man sich in den vergangenen Monaten regelrecht flatratetechnisch belauert und zugewartet, wann der erste die Notbremsen zieht. Nun kippen alle Anbieter Schritt für Schritt die unliebsamen Nutzer aus den Netzen.


    Deshalb sehe ich nach wie vor die Zukunft für Dual-SIM-Handys mehr als rosig, da kann man zumindest 2 Intern-Flats zubuchen und so die Schäden für die NBs soweit begrenzen, dass man bleiben darf.


    Außerdem kann man sich ja auch mal anrufen lassen, damit auch der Discounter von incoming-Gebühren profitiert. :D


    Flats sind solange die IC-Gebühren sind, wie sie sind immer ein Ritt auf der Rasierklinge. Offenbar nunmehr für beide Seiten, da es irgendwann nervig wird die Nummern permanent in der Portierung zu haben.

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    Original geschrieben von kues
    Und o2/Telefonica, Vodafone/Arcor und Telekom/T-Mobile wollen alle drei mit Kombiangeboten aus Festnetz und Mobilfunk ihre Position stärken bzw. ausbauen. An dem 'neuen' Kombimarkt sind noch Anteile zu holen, drum wird viel Geld reingepumpt.


    Das auf dem Kombimarkt tatsächlich richtig viel Geld zu verdienen ist, möchte ich bezweifeln. Man muss sich nur mal die Gewinnungskosten im Verhältnis zum monatlichen Gebührenaufkommen anschauen. Es wird ja derzeit von branchenüblichen Gewinnungskosten deutlich jenseits der 400 € gemunkelt. Verzinst man die mit 5 % und unterstellt, dass Backbone, Service, Abrechnung etc. auch Geld kosten, so wird es ein ganzes Stück länger als bis zum jüngsten tag dauern, bis diese Kosten wieder eingespielt sind. Das große Summen bewegt werden, bezweifle ich aber keineswegs...


    Die derzeit laufende Konsolidierung zeigt doch, dass den ersten Wettbewerbern die Puste ausgeht. Nur werden die Lasten durch Zusammenschlüsse keineswegs geringer, eher kollidieren EDV, Mitarbeitergroll, Sozialpläne etc.


    Was soll beispielsweise eine Mobilfunk-Fusion zwischen Debitel und Freenet unter dem Strich bringen? Die Kundenbasis wird im Verhältnis zum "stehenden Heer" nur nach entsprechenden Entlassungen größer, das Geschäftsmodell ist und bleibt mehr oder weniger überlebt, da die Vertreibsschienen der Netzbetreiber breit genug sind. Wäre es Providergeschäft überzeugend, müsste man nicht auf Fußangel-AGBs zurückgreifen...

    Das die Margen unter Druck geraten und man letztlich zum Pipelinebetreiber verkommen wird, ist kaum aufzuhalten. Aus der Not eine Tugend zu machen und die Eplus bereits nach vorn in diese Richtung zu denken der IMHO richtige Ansatz.


    Bis vor kurzem war Mobilfunk Premium bzw. ein "Luxusdienst" für den man gehobene Preise nehmen konnte und mehr oder weniger gerne bezahlt bekam. Heute nach der Marktsättigung in den klassischen Segmenten Voice/SMS sind zusätzlich zu Preissenkungen andere Rezepte gefragt. Insbesondere müssen die vergleichsweise exorbitanten Kosten runter. Auch hier hat Eplus mit dem reinen Onlineanbieter Simyo den ersten Stein geworfen und die anderen NBs direkt ins Gesicht getroffen.


    Derzeit lavieren die NBs IMHO aber jeweils eher halbherzig mit den "herkömmlichen" BWLer-Werkzeugen herum, senken Preise, kürzen Personal, quetschen Lieferanten, outsourcen... Mehr aber auch nicht. So richtig eine Innovation kommt nicht und von niemandem. Eher kann man z.B. bei T-Mobile beobachten, wie mit "ausländischen" Werkzeugen wie dem iPhone versucht wird etwas zu bewegen. Das iPhone scheint aber bei uns ein Schuss ins eigene Knie geworden zu sein, was bei den Premium-Tarifen aber auch nicht verwundert.


    Das iPhone ist IMHO einer der Klassiker um Rohrkrepierer, die im Elfenbeinturm entworfen wurden zu demonstrieren. Man bietet ein supergeiles Gerät mit einem für den Nutzer total abartigen Tarifpaket, anschließend wundert man sich, dass es eher wie schimmliges Brot weg geht und bessert nicht die eigene Kernleistung sondern den Telefonpreis nach. Als ob der, der sich das iPhone leisten kann/will nicht rechnen könnte und dem entsprechend die Verarsche nicht aufflöge...


    Ich bin gespannt, wohin die Reise geht. Jedenfalls scheint der Druck noch lange nicht so groß zu sein, wie z.B. in Österreich, denn schließlich sind dort die Preise mehr als verbraucherfreundlich und stehen in Verdacht das Festnetz wirkungsvoll ersetzen zu können.


    Vodafone, O2 und Eplus hätten viel früher und viel viel aggressiver gegen die Festnetzdominanz vorgehen müssen, um die Telekom einerseits im eigenen Kerngeschäft wirkungsvoll zu schädigen und andererseits Airtime zu generieren und so die Netze auszulasten... Aber nein, man kommt mit UMTS weiterhin prohibitiv teuer, stellt Netze auf den Acker, die zig Jahre nur zu einstellligen Prozenten ausgelastet sind, versaut sich abschreibungstechnisch die Bilanz und bereitet ganz nebenbei dem breiten Einsatz von DSL noch den Weg. Hätte man mit UMTS-Flats außerhalb der Ballungsräume in DLS-freien Zonen angegriffen, wären goldene Äpfel zu verdienen gewesen, aber nein, der BWLer holt die Bevölkerungsdichte-Karte raus, baut UMTS dort wo WiMAX, DSL und zig WLANs verfügbar sind, macht Kackpreise und wundert sich, dass niemand anbeißt.


    Viele meiner Bekannten zögen fürs Internet eine transportable = flexible Lösung vor, jedoch eben nicht um jeden Preis. So kommt es, dass sich die oben Genannten nun auch noch parallel zum Mobilfunknetz ein DSL-Netz basteln und das eigene Kerngeschäft verwässern... Gute N8.

    Hier ein funktionsfähiger Link: http://www.eteleon.de/shop/ang…ndyflatrate_in_alle_NETZE


    Typisch eteleon. Es ist KEINE Flat für unter 60.- €. eteleon schreibt nur monatlich 20.- € aus seiner Provision gut, so dass man bei 59,95 €/Monat heraus kommt. Wobei dieser Preis schon "früher" durch Händlerauspresse zu erzielen war, nun aber dem breiten, verhandlungsfaulen Markt dargeboten wird.


    Was aber unbedingt zu beachten ist, der Tarif kommt von DEBITEL und ist somit AGB-technisch erfahrungsgemäß weit weg vom Original.


    (Man sehe und staune, wieviel Luft in den vermeintlich ausgelutschten Flats noch so drin ist...)

    Die Auswahl zwischen Festnetz und den Mobilfunkern ist Schrott, schließlich haben mindestens noch 50 % meiner Bekannten einen Festnetzabschnluss aber ZUSÄTZLICH haben 100 % ein Handy. Also wäre es sinnvoller Festnetzverbreitung separat zu erfassen und nicht auf die Gesamtmenge anzurechnen.

    Schaut man sich das kleine Paket an, so könnte man glauben, dass T-Mobile es wirklich machen will. Fraglich ist ob Codekill hier eine Verarsche startet...


    Das kleine Paket wäre ein bisschen besser als der AutoMobil-NachfolgeTarif, aber noch lange keine Revolution.


    Nur so zum Vergleich der AutoMobileNachfolger:


    - monatlicher Paketpreis: 9,00 €
    - Inklusivleistungen: 100 min, bis 31.12.2008 sind 200 min inklusive
    - Mindestvertragslaufzeit NUR 1 Monat !!!


    Preise außerhalb des Inklusivpakets:
    - nationale Netze (Fest- und Mobilnetze): 0,09 €
    - Community: 0,045 €
    - Community-SMS: 0,045 €
    - SMS ins Festnetz: 0,29 €
    - SMS in die Mobilfunknetze: 0,09 €
    - MMS: 0,29 €
    - 0,29 €/MB GPRS und UMTS
    - Videotelefonie zu BrandMobile 0,50 €, "netzextern": 1,00 € (lächerlich prohibitiver Preis)