...um es vorweg zu nehmen, ich bin klar für eine hohe Energiesteuer (Ökosteuer war ein sehr sehr unglücklicher Begriff). Bedenken sollte der arbeitende Teil der Bevölkerung auch, dass die "ÖkoSteuer" in die Rentenkasse fließt und somit die Beiträge ein wenig stabilisiert. Würde sie gesenkt, wären Arbeitnehmer die Gekniffenen, da irgendwoher die Kohle kommen muss.
BioSprit ist für meinen GEschmack aber zumindest mittel- und langfristig ein sehr sehr hölzerner Holzweg, da man bei einer Bevölkerungsexpansion auf 9 Mrd weltweit bei gleichzeitig fortschreitender Verwüstung und Versteppung sicher bald ein Anbauproblem für Nahrung bekommen wird. (Aber vielleicht gibts dann im Gegenzug ja bald Mehl aus Erdöl oder Kohle...) Die Devise wird in naher Zukunft also heißen: Fressen ODER Fahren bzw. für Europa und Nordamerika FRESSEN UND FAHREN und dafür in AFRIKA hungern lassen.
Die Amis ziehen derzeit massenhaft Bioethanolwerke hoch und werden große Teile der Maisernte dort verwursten, fragt sich also, wer die Maislieferungen nach Afrika übernommt. Aber ggf. könnte man ja auch Bioethanol liefern, den die dort dann zur Beruhigung saufen könnten...
Ich denke, es werden langfristig nur alternative Antriebe (Elektro mit Strom aus Regenerativen) wirklich eine Zukunft haben, da die Heuschrecke Mensch den Planeten energietechnisch bald leer gefressen haben wird.
ABER solange bei den Neuzulassungen kein signifikanter Rückgang der Motorleistungen zu verzeichnen ist, ist dies hier doch alles jammern auf sehr hohem Niveau. Trotz 1,40 €/l Super sind die Straßen voll, die Leute fahren noch immer für ein Stück Butter zum Aldi, jammern zwar dabei, steuern aber NOCH nicht um.
Zum Thema Spritpreis in USA: Wer denkt, die maulen nicht und versuchen nicht umzusteuern (auf privater Ebene), war wohl lange nicht drüben und hat auch keinen Kontakt zu dortigen Eingebohrenen... Außerdem setzten die USA bisher pro Monat mehrere Milliarden Dollar für einen niedrigen Benzinpreis im Iakr ein und schieben täglich auch ein paar Bahren mit GIs heim. Böte man Duetschland den Handel an, jährlich sagen wir 1000 Soldaten und den halben Sozialhaushalt zu Opfern um einen niedrigen Benzinpreis zu erlangen, so können eigentlich nur Ausgemusterte, geistig Blinde und Sehschwache zustimmen. Man könnte aber beispielsweise Fahrer von schweren Jeeps außerhalb der Land- und Forstwirtschaft verpflichten jedes Jahr einen Monat im Golf als Zielscheibe zu dienen. Das hätte IMHO direkte Auswirkungen auf die Zulassungszahlen dieser Fahrzeuge...