Zitat
Original geschrieben von tobias2k Hier muss ich aber nochmal nachhaken. Für mein Dafürhalten setzen sich die Gesamtkosten eines Fahrzeugs aus den folgenden Punkten zusammen:
- Fahrzeugkosten (Anschaffungs- minus Wiederverkaufspreis)
- Spritkosten
- Versicherung
- Steuern
- Inspektionen & Reperaturen
Soweit ich das überblicke, sind alle diese Kostenfaktoren mit Ausnahme der Steuern direkt abhängig von der Fahrleistung.
Weniger Kilometer = weniger Spritbedarf = geringere Versicherungsprämien = weniger Inspektionen = höherer Wiederverkaufspreis (wenn auch nicht extrem, da der Wiederverkaufspreis auch von der Haltedauer abhängt).
Klar lässt sich jetzt argumentieren, dass sich bei geringerer Laufleistung der Wertverbrauch umgerechnet auf einen Kilometer stärker bemerkbar macht. Ob das allerdings ausreicht, um von deutlich höheren Kosten zu sprechen, möchte ich bezweifeln.
Bei einem Preis von rund 9.800 Euro (brutto) für den Logan MCV Diesel scheint mir der Kangoo dCi für ca. 11.500 Euro (brutto) oder der Opel Combo (CDTI, 12.800 Euro) einfach die bessere Wahl.
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Vorsicht, bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Beim Logan bekommst du für den o.g. Preis = Listenpreis die Trennwand, eine linke Tür, Doppelflügel hinten, Winterreifen etc. bereits inklusive. Renault und Opel stehen dagegen komplett nackt da. Die uns angebotene kleinste Differenz zum Kangoo lag bei guten 3000 € netto!
Bezüglich der Kostenansätze für PKW: http://tinyurl.com/2n2ooo
Eine ganz einfache Rechnung (brutto) für meinen Focus:
Anschaffung: 8925 € (13 Monate alt, 16 Tkm auf der Uhr, gute 100 PS Diesel)
Fahrleistung: > 60000 km p.a.
Nutzungsdauer: 4 Jahre = ca. 250 Tkm auf der Uhr
"Wiederverkaufswert" nach Tschechien oder Polen: 1000 - 1500 €
= 1987 € p.a. = 3,4 ct/km
Nutzt du die Karre nun aber "nur" 15 Tkm p.a. und vertickst ihn nach 4 Jahren = 5 Jahre alt realistisch für vielleicht 5000 €?
= 8925 - 5000 / 4 = 981 € = 6,5 ct/km und damit allein beim Wertverlust schlapp das doppelte pro Kilometer.
Die absoluten Zahlen sollte man nicht vergleichen, da man bei 60 Tkm p.a. ja irgendwie damit Geld zu verdienen scheint wohingegen die 15 Tkm doch zu großen Teilen reiner Konsum sein werden.
Das ganze rechne ich seit ich Autos kaufe für jede Karre separat immer wieder aus und bin für mich persönlich darauf gekommen, dass ich es nicht mehr einsehe, Autos anzuschaffen, die zu derzeitigen Preisen deutlich über 10 T€ kosten. Schließlich heißst jeder eingesparte Tausender weniger Druck im Kessel bzw. weniger Verbindlichkeiten/Ausgaben und damit ein entspannteres Leben. Warum sollte ich z.B. meine Kosten auf einen A6 = 40 T€ hochtreiben, die entscheidende frage ist doch, ob er mir einen wirklichen Mehrwert gegenüber dem Ford bietet?! Er bietet einen Mehrwert, unbesehen, aber eben keinen, der einen ganzen Hof voller Billigkarren aufwiegt.
Hier klinke ich mich nun aber aus, da ich morgen verreise... Schöne Restwoche noch.