Beiträge von HoldaT

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    Original geschrieben von Martyn Aber Prepaidkunden sind nichts so handfestes als Laufzeitvertragskunden.


    Strategisch ist es doch aber günstiger Prepaids in den Markt zu drücken, die auch tatsächlich genutzt werden, als das man auf totsubventionierte Handys mit prohibitiv teuren Minutenpreisen setzt. Da kann man zwar vermeintlich sichere PostpaidKunden gewinnen, jedoch besteht die Gefahr, das >> 100 € Subvention einfach verpuffen, weil die Leute das Handy nur sehr sehr eingeschränkt nutzen.


    Da die NB's die wahren Zahlen ja nie herausrücken, kann man eh nur spekulieren. Jedoch sollte z.B. ein Simyo-Kunde quasi kostenlos bzw. sehr sehr preiswert zu generieren sein. Nutzt der dann auch wirklich seine Karte, dann ist man doch ganz schnell im grünen Bereich. Dem gegenüber habe ich z.B. mehrere Vodafone-Verträge angeschafft, deren GG vorab komplett erstattet wurde. Als Bonbon obendrauf gab's dann noch Handys, IPod's etc. Da wird Vodafone 2 Jahre lang einige teure Neukunden vorweisen können, die ganz exakt NULL € generieren...


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    Das heisst das sich wohl nur so 3% aller Neukunden für einen E-Plus Tarif wie Zehnsation oder Time&More All in entscheiden.


    Abwarten, das die Zukunft bringt. Man sollte aber sicher nicht unterstellen, dass Neukunden aus dem eigenen Haus kommen. Somit wäre dann zwar eine sicher nicht zu vernachlässigende Kannibalisierung da, aber andererseits gewinnt man vergleichsweie preiswert Neukunden von den Wettbewerbern. vielleicht solle E+ mal die Kannibalen als Aquisitionskosten ausweisen. Dann lägen die Kosten/Neukunde vielleicht wieder auf dem Niveau der Wettbewerber (Zumindest wenn deine Theorie aufgeht...).


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    Original geschrieben von oo7x Aber wer sollte O2 kaufen?


    Bei Umsatzrenditen von 40 % sollte man langsam an's einkaufen denken, schließlich kommen schlappe > 40 % des Kaufpreises dann auch Berlin. Andererseits haben die noch ein paar UMTS-Verlustvorträge in den Büchern. Deutlich preiswerter und sicher auch nützlicher wäre aber vielleicht der Kauf von Lambdanet.de, schließlich gibt's die für < 100 Mio € und man hätte ein kleines zweites DeutschlandBackbone zum SchnappAbPreis.

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    Original geschrieben von Hellwach Hoffentlich geht das nicht so weiter, sonst haben wir bald nur noch ein 3-Anbieter-Oligopol in Deutschland :(


    Tja... wäre ich Telefonica, täte ich auch anfangen mal die Investitionskosten gegenzurechnen. Sofern O² die Übernahme nicht selbst gegenfinanzieren kann, wird man sicher auch die Option "Verkauf" prüfen. Für den Markt wäre es schlecht, denn dann wäre auf einen Schlag der Druck aus dem Kessel...


    Die Zahlen insgesamt verwundern mich nunmehr von Quartal zu Quartal. Alle gewinnen immer weiter dazu, die Penetration beträgt > 100 %, so dass nunmehr selbst die Wachkoma-Patienten versorgt sind... Irgendwo sollten doch die damit unvermeidlichen Schubladenkarten langsam mal Auswirkungen zeigen. Sollten die Leute tatsächlich Schritt für Schritt zu den Discounter gehen, um endlich wirklich mobil telefonieren zu können, müsste dies eigentlich die dicksten Auswirkungen bei Vodafone und T-Mobile haben. Ich bleibe weiter gespannt. ...und kehre selbst so nach und nach alle Schubladenkarten aus, da ich mit AutoMobile ja rundherum glücklich bin.

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    Original geschrieben von Martyn
    Irgendwie sehe ich bei den aktuellen o2 Tarifen keinen Sinn in einer Discountmarke. Wenn man sich die o2 Onlinetarife ansieht sind die doch eh schon auf Discountniveau.


    Denke ich auch... Warum sollte man Millionen in den Launch einer neuen Marke investieren, wenn man mit durchaus passablen Preisen die Kernmarke stärkt. So könnte man imagemäßig sogar noch von Premium-Resten profitieren...

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    Original geschrieben von harlekyn
    16 Cent sind sogar 9 Cent weniger als BASE 2 ;) Aber schon richtig was du sagen wolltest, der Preis ist gute 20% guenstiger als das, was BASE den eigenen Kunden anbietet.


    Auf er Conrad-Page stehen aber 19 ct. :apaul:

    Re: Maßlosigkeit und Raffgier


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    Original geschrieben von Moskauinkasso
    Bloß das zwischenzeitlich jedes Maß für eben genau diesen Gewinn verloren geht. Die allgemeine Maßlosigkeit unserer Gesellschaft ist das Problem.


    Richtig und ich zähle mich eher zu den Asketen bzw. Konsumverweigerern...


    Unsere Firma schüttet 100 % der nicht reinvestierten/rückgestellten Gewinne aus, wobei bis auf einen alle Mitarbeiter an der Firma beteiligt sind. Wir leben somit unseren eigenen kleinen Sozialismus mit kapitalistischen Leistungsanreizen. Allein wegen unseres Modells kann man sich Motiationsgehampel komplett sparen, da die Leute wissen, warum sie es tun.


    Ich als GF fahre aber derzeit auch nur noch Ford Focus (trotz > 60000 km p.a.), da ich es einfach nicht mehr sehe, warum ich anstelle eines jungen gebrauchten Ford für 7500 € netto einen Passat für mehr als das Doppelte kaufen zu sollen. Der fährt auch nur... Und nach Aussage meiner Frau benötige ich keinerlei Penisverlängerungen ;)


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    Übrigens, auch mancherorts im Osten geht es "besser" zu als man denkt, guckst Du [URL=http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,495967,00.html]hier[/URL]


    Auf ein haus in Radebeul und eins in Moritzburg habe ich bereits 1992 gesetzt, da abzusehen war, das der Dresdner Geldadel auch irgendwo residieren will/muss... Und da ich mich in München etc. nicht wirklich gut auskenne, habe ich mein Geld schließlich vor die eigene Haustür betoniert.

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    Original geschrieben von Moskauinkasso Bloß das die ganze Welt eben nicht nur noch den harten Gesetzen der reinen Wirtschaftlichkeit untergeordnet werden sollte! Wer nur noch in kalten Zahlen denkt, der muss eben auch einkalkulieren, dass einem selbst einmal der Stempel der Unwirtschaftlichkeit aufgedrückt wird! Und das kann schneller kommen als man meint, Unfall oder Erkrankung o.ä., und schwupps ist man rein wirtschaftlich gesehen ein Minusposten.


    Nun, Unternehmen sind leider in dem Korsett der Betriebswirtschaft gefangen. AUßer irgendwelchen Beschäftigungsgesellschaften. Unternehmen wurden vornehmlich gegründet um einen Mehrwert = Gewinn zu erzielen. Alles andere ist Liebhaberei und dann könnte man die Aufwendungen nicht einmal beim Finanzamt geltend machen...


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    Es ist nun leider so, dass wir in einer rein gewinnoptimiertenden Epoche leben und man oft selbst schauen muss wie man etwas einsparen kann, es ist aber ziemlich hartherzig und evtl. auch zu kurz gedacht, wenn man dabei den Blick für die Schicksale hinter den Zahlen verliert, oder gar bewusst ausblendet! ;)


    Muss man doch nicht. Ich persönlich bzw. mein Frauchen kauft hochwertige Lebensmittel von einer befreundeten Bauernfamilie. Orangen und Bananen kaufen wir Bio zu, da die in der Lausitz leider noch nicht wachsen. Außerdem fragen wir regional Dienstleistungen nach. Jedoch versucht man doch gerade bei in Massenproduktion zusammengeklopptem Schrott schon den besten Preis zu erzielen. WOBEI meine Devise die ist, dass wir zu arm sind um Billigschrott zu kaufen...


    Leider ist es nun mal so, dass das Wachstum allein schon wegen des Bevölkerungsrückgangs schrumpft. Wer#s nicht glaubt, fahre mal nach Görlitz, Hoyerswerda, Cottbus etc. etc. Wenn dort eine Oma stirbt schlagen sich nicht 10 Enkel um den zu vererbenden Hausstand. Nein, der eine Enkel der da ist zuckt mit den Schultern, weil er selbst schon voll ausgestattet ist. Ein Großteil des Wachstums in der Vergangenheit beruhte nämlich auf der Expansion der Bevölkerung. Nicht umsonst zog das damals junge Volk ohne Raum gen Osten, Westen, Süden, Norden. Heute wendet sich das Blatt und es wird wohl eher ein Raum ohne Volk werden...


    Die GesellschaftsIdylle in der jeder auf jeden Rücksicht nimmt, hat es nie gegeben und wird es wohl auch nie geben. Dazu ist der Mensch zu sehr Schwein. Außerdem fehlen mir die Argumente bei Karstadt einkaufen zu gehen. Wenn ich z.B. deren geschniegelte und gebügelte pfauenartige Führungsspitze sehe bin ich eher geneigt diesen laden zu meiden. Ähnlich ist es bei den Autos. Solange Herr Piech auf die Frage nach der VW-Antwort auf den Logan den gebrauchten Golf ins Feld führt, sind die nicht zu retten... Die werden erst anfangen sich die Augen zu reiben, wenn die breite Masse längst im chinesischen oder indischen Billigmobil herumfährt. Schließlich expandieren ja derzeit noch beinahe alle Automärkte außer eben der diesbezügliche Vorreiter Deutschland.

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    Original geschrieben von david.g
    aber keine festnestnummer :p


    Solange die IC's sich auf dem heutigen Niveau bewegen werden, wird das eine schmerzvolle Angelegenheit für E+. Genau die "Festnetznummer" sehe ich (leider) auch als Hauptargument für einen Großteil der Nutzer. Zumindest geschäftlich genutzte Tarife eignen sich nämlich kaum zum zurück rufen. ...und einige Leute die ich im öffentlichen Dienst kenne haben die strikte Order Anrufe in Mobilfunknetze unlichst zu vermeiden. Schließlich haben dort nun langsam auch die Controller die Oberhand.

    E+ bietet die FullFlat ohen Handy zu 90 €, O² das Ganze zu 68 €. Schlappe 24 % Preisnachlass gegenüber E+ sind IMHO der Hammer und ein heftiger Gradmesser wie groß die Angst der Münchener vor dem ewigen 4. Platz ist. Telefonica scheint dem Laden ordentlich Druck zu verpassen, denn eigentlich war man Angstschüsse diesen Kalibers von denen bisher nicht gewohnt. Eher war doch O² für Verschlimmbesserungen bekannt, mit denen man nur als Rosinenpicker leben konnte. Nun wollen die offenbar zumindest bei den FlatNutzern ganz nach vorn.


    Ich bin nur gespannt, wie aggressiv die die neue FullFlat tatsächlich bewerben werden und ob man eventuell sogar mit dem 68 €-Preis hantieren wird.


    Andererseits denke ich, dass auch O² nun ein nur vergelichsweise enges Zeitfenster hat, bis die beiden Großen mit den Kernmarken angreifen (müssen). Auch wenn Vodafone noch immer auf dem hohen Ross sitzt, die müssen früher oder später auch eingreifen. Schließlich wächst mit jeder Kampagne der Mitbewerber auch das diffuse Mobilfunkwissen der Bevölkerung. Also wird man nicht ewig darauf setzen könne, dass sich Leute in die Vodafone- oder Debitel-Shops verirren und dort kräftig gekniffen werden kann.