Re: Re: selbst schuld
Zitat
Original geschrieben von mostwanted
Nö. Intransparente Abrechnungsmethoden gibt es in diesem Umfang wohl nur in der Telefonbranche. Wenn sich ein normaler oder uninformierter Verbraucher ein Telefon zulegt, kann er erwarten das die Kosten vorher bekannt sind. Ob und wie das Gerät Daten aufbaut kann und muss man bei einem Alltagsgegenstand nicht erst mit Fachwissen in Erfahrung bringen. Aus dem Grund hat der Gesetzgeber auch ein Kostenlimit für diesen Unfug vorgesehen.
Ich teile diese Ansicht nicht. Die Datennnutzung im Ausland ist in den aktuellen Preislisten hinterlegt und daß es im Ausland sehr teuer werden kann, weiß jeder (ausnahmslos jeder), der sein Mobiltelefon ins Ausland mitnimmt.
Es gibt viele Kunden, die ihr Handy ins EU-Ausland mitnehmen, aber keine Anrufe annehmen, weil sie befürchten, es könnte exorbitant teuer werden. Daß die Kosten in der EU mittlerweile gedeckelt wurden und moderat sind, wissen sie nicht oder negieren es einfach. Es war einmal sehr teuer und es wird eben immer noch teuer sein ... Ich habe das bei mehreren Bekannten erlebt und erfuhr nach der Reise z.B. "Ich war in Madrid, ich konnte nicht ans Telefon gehen!!" 
Zurück zum Simyo-Telefonierer in Kroatien. Was hinderte ihn eigentlich, vor dem Urlaub in ein Geschäft zu gehen und den Verkäufer zu bitten, bei seinem Smartphone doch bitte die Internetverbindung auszuschalten?
Gehört das nicht genauso zur Urlaubsvorbereitung wie der Blick in den Impfpaß?
Im übrigen bestreite ich, daß Mobilfunk zur Grundversorgung gehört. Grundversorgung ist Essen, Trinken, Girokonto, Arbeit, Wohnung. Mobiles Telefonieren gehört nicht zu den einfachen Bedürfnissen des Menschen. Schon gar nicht zu den Dingen, auf die die Menschen einen preiswerten Anspruch hätten! Daß 98% aller Menschen ein Mobiltelefon ihr eigen nennen, ändert nichts daran, finde ich.
Gruß
skater