Ein Model 3 wird zum Beispiel häufig von Vielfahrern bewegt. Wenn man mal so schaut, haben viele seit März schon 10 bis 20tkm runter. Electric Dave hat seinen ioniq 120 tkm in 14 Montaten bewegt. Das kann ich mir nun so weniger vorstellen. Scheint aber zu funktionieren, wenn so ein Auto eben unterwegs ziemlich flott lädt. Das ist überhaupt das Wichtigste..
Das einzige Szenario bei der die Rechnung aufgeht, ist wohl das Modell "Grossstadt-Aussendienstler".
Fuer Leute die jeden Arbeitstag etliche Stunden im Auto verbringen, und sich vorallem dort bewegen wo wegen Innerorts und Verkehrsauslastung keine grossen Geschwindigkeit gefahren werden koennen,
Die mögliche Ladegeschwindigkeit. Was das kostet, ist total wurscht, außer natürlich für die Psyche, weil der Otto Normal Fahrer wahrscheinlich unter 10 Mal pro Jahr überhaupt einen solchen CCS Schnellader brauchen wird.
Ich wuerde sagen CCS-Schnelladung sollte nicht mehr kosten wie Diesel eines vergleichbaren Dieselfahrzeugs, und Wechsel- und Drehstromladung sollte 40% drunter liegen.
Und neben der Ladezeit zählt natürlich auch die Laderdichte. Eine höhere Ladedichte würde mehr Sicherheit geben wenn mal irgendwo ein Lader belegt oder defekt ist.
Freunde haben sich einen i3 gekauft, welcher im Großraum Stuttgart gewerblich vom Steuerbüro bewegt wird. Die haben noch nicht Mal einen Drehstromanschluss in die Garage legen lassen, da wird das Auto abends an die Steckdose unterm Lichtschalter angestöpselt.
BMW i3 faende ich schon allein wegen dem hohen Schwerpunkt und der schmalen Reifen nur bedingt Ueberland- und autobahntauglich.
Hier in der Straße steht regelmäßig eine Zoe mit Friedberger Kennzeichen. Da pendelt also jemand jeden Tag über 50 km pro Strecke, ohne Schnellademöglichkeit. Die Zoe kann nämlich nur AC.
100km taeglich pendeln ist natuerlich kein Problem, und fuer den Supermarkteinkauf und Kinde zum Sport oder Schulfreund fahren auch. Aber dann duerfte man schon nah an der Grenze sein.
Wobei im Rhein-Main-Gebiet die Elektroreichweite in km wegen der niedrigeren Geschwindigkeiten schon etwas hoeher ist als abseits der Ballungsraeume.
Und da waeren wir dann auch wieder bei meinem "Die Leute die ihren Mobilitaetsbedarf groesstenteils mit einem Elektroautos decken koennten, sind aber meist Leute die ihren Mobilitaetsbedraf eigentlich auch bequem mit ÖPNV, Bahn und Taxi decken."
Zwischen Friedberg und FFM gibt es pro Stunde satte 3-7 (davon 3-5 ohne IC/ICE) Bahnverbindungen mit Reisezeiten zwischen 24 Minuten und 40 Minuten. Da ist die PKW-Nutzung zum Pendeln echt Luxus!