Wenn ich ehrlich bin, verstehe ich die Kritik am VW Konzern nicht, auf die E-Mobilität zu setzen. Denn klar ist, dass Benziner und Diesel in Zukunft nicht mehr gebaut werden, außer bei Porsche vielleicht. Ich finde, dass Daimler und BMW hier viel zu langsam agieren, jetzt noch auf Hybrids setzen und zu wenig Richtung Wasserstoff tun.
Natürlich soll und darf VW auch E-Autos bauen, aber die Zeichnungen zur ID Serie finde ich schon optisch zu "ökofreakig". Der e-Golf und der e-Tron gefallen mir da optisch wesentlich besser.
Wobei ich finde das Elektroautos mit grossem Akku eben oftmals nichts Halbes und nichts Ganzes sind. Für den Alltag ist der Akku unnötig gross, was nur unnötiges Gewicht und unnötige Kosten bedeutet. Für gelegentliche Langstreckenfahrtn ist er aber immer noch zu klein. Meine Referenz, 350km bei so 140-170 km/h schafft bis jetzt noch kein einziges Elektroauto.
Da finde ich bislang entweder PlugIn-Hybirde oder Elektroautos mit ausreichend dimensioniertem Range-Extender sinnvoller.
Seitens der Politik finde ich aber, dass Herr Scheuer sich bisher zu sehr auf Seite des Volkswagen-Konzerns und der Daimler AG gestellt hat, was Dieselabgasskandal betrifft.
Andreas Schauer kommt eben nicht aus einer Grosstadt mit S-/U-Bahnnetz sondern aus Passau, und kennt auch nicht nur Passau City (wo man mit Bus-ÖPNV, Elektroauto und Bahn durchaus noch klarkommen kann), sondern kenn auch die Kleinstädte und Dörfer im Umland, und weis deshalb das es dort einfach nicht ohne Verbrenner geht.
Und Rupert Stadler ist in einem 300 Ew. Dorf aufgewachsen.
Die wissen eben wenigsten noch das es in Deutschland nicht nur Grossstädter und Ballungsraumbewohner gibt.
Bei 5h auf der Arbeit, juckt mich doch nicht, wie lange das Auto lädt. Ebenso wie wenn ich über Nacht das Auto lade. Fakt ist, stöpsel ich das immer an, muss ich nie an einer Tankstelle/Ladestation halten und ich spare mir letztendlich Zeit. Das Anstöpseln geht innerhalb von Sekunden.
Ein Auto das man fast nur verwenden kann um damit zur Arbeit und wieder zurückzubekommen, und vielleicht noch für die Einkäufe in einem der nächstgelegenen Supermärkt, bringt aber nicht wirklich Mobilität.
Wenn du das Auto schon beim Arbeitgeber nachladen musst, dann ist es nach Feierabend, wenn man damit wieder heimfahren will, ja schon wieder fast leer, und hat nicht mehr viel Feierabendreichweite. Damit kann man dann am Feierabend nicht mehr viel machen. Und mit heimischer 3.7KW Ladung kann man auch nicht wirklich viel Reichweite nachladen.
Lediglich bei Langstrecken, die die wenigsten von uns täglich zurück legen, benötige ich eine Schnellladestation. Aber in nicht einmal 30min ist da ein Tesla voll. Dann macht man halt mal ne ausgiebigere Pause. Beim Tanken an sich verliert man ebenso 10min auf Raststätten. Ich finde das nicht schlimm.
Ich war gestern Diesel tanken, und weil verkaufsoffener Sonntag war, haben sich auch da an den Tankstellen kleine Schlangen mit drei, vier Autos pro Tankplatz gebildet. Dann sind aus den üblichen 3-5 Minuten schon eine knappe Viertelstunde geworden.
Genauso wuerde es dann aber auch an Schnellladeplaetzen laufen falls die Elektromobilitaet an Bedeutung gewinnen sollte. Nur werden dann aus den 30-45min eben 2-3 Stunden. Das wird dann schon eine laaaange Pause. Darauf hätte ich keine Lust.