Beiträge von Anja Terchova


    Schon mal daran gedacht, dass die unbeschwerte Nutzung von Online-Diensten erst durch Netzneutralität überhaupt möglich ist? Oder andersrum: Bist du wirklich der Meinung, nach Aufgabe der Netzneutralität das Internet bzw. Online-Dienste noch unbeschwert nutzen zu können? Und denke, bevor du antwortest, nicht nur an dich im Hier und Jetzt sondern auch an mögliche zukünftige (negative) Auswirkungen auf deine heute noch unbeschwerte Nutzung.

    Ich finde unbeschwerte Nutzung schon wichtiger als Netzneutralitaet.


    Ich koennte mir "Sponsored Tarife" und "Privillegierte Partner" sogar auch im Festnetz vorstellen - z.B. beim Glasfaserausbau.


    Zum Beispiel muessten dann intressierte Privatkunden fuer einen Glasfaseranschluss nur einen kleinen Einmalbetrag zahlen und koennten dann unbegrenzt einige "Privillegierte Partner" wie z.B. Netflix, Sky, Youtube, Zattoo, Dropbox, box.com, etc. mit vollem Glasfaserspeed und ggf. voller UHD Aufloesung nutzen, alle anderen Sachen nur mit symetrischen 3 MBit/s, es sei den sie buchen generisches Highspeed-Datenvolumen z.B. 100GB fuer 9,99€, 250GB fuer 19,99€, 500GB fuer 29,99€, Unlimited fuer 49,99€ zu.



    Warum sollte man Datenvolumen "aufsparen"? Was ist das überhaupt, "Datenvolumen aufsparen"? Oh, ich muss am 20. noch ein Backup machen, dann schaue ich heute beim Sport lieber keinen Film in der ZDF-Mediathek, das Datenvolumen spare ich lieber auf! Seriously?

    Es gibt eben wichtigere und unwichtigere Sachen. Als "unwichtig" wuerde ich z.B. Musicstreaming und Webradio ansehen, weil es prinzipiell Musik vom Speicher oder FM Radio auch tun, aber wenn es wie bei StreamOn echtes Zero-Rating ist und man kein wertvolles Datenvolumen verschwendet, kann man es trotzdem machen.



    Ich finde es gut, dass es bei TEF das Free-Konzept gibt und keine Dienste (a la StreamOn) selektiv bevorzugt werden. Und mit 1 MBit/s kann man auch durchaus auf dem Smartphone TV streamen.

    Beide Konzepte haben ihre Vor- und Nachteile!


    Fuer die normale Smartphone-Nutzung ist natuerlich das Free-Konzept besser, weil damit alle Sachen genutzt werden koennen und nicht nur StreamOn Partner.


    Fuer Musicstreaming, Webradio und IP-TV finde ich jedoch das StreamOn-Konzept wesentlich geeigneter, weil man damit eben diese (eigentlich unwichtigen) Dienste unbeschwert nutzen kann, ohne das man wertvolles Highspeed-Volumen verschwenden muss.

    Telekom baut wenigstens aus und bietet auch eine entsprechende Performance.

    Da hast du natuerlich absolut recht.


    Insofern fände ich es auch als Kunde nicht schlecht wenn die möglichst viel bekommen bei den Auktionen.

    Leider hat man bei der Telekom als Kunde aber erst ab MagentaMobil L (bzw. ersatzweise mit dem MagentaEINS-Budle MagentaZuhause M + MagentaMobil M) wirklich Spass - und das wird dann zwangslaeufig ein teurer Spass.

    [USER="983"]Anja Terchova[/USER]
    Sie hatten bei vorangegangenen Auktionen ebenfalls die Chance auf mehr Frequenzen und die Fusion mit E+ war ja auch deren eigene Entscheidung. Entweder bekommen bzw. haben sie nun die Mittel für die Frequenzen oder nicht.

    Das stimmt, vorallem der dritte Block 900er Frequenzen haette o2 enorm geholfen.


    Aber es ist irgendwie trotzdem traurig mitanzuschauen wie die Telekom versucht die Konkurrenz in die Bredullie zu treiben, und sich o2 da auch noch voll reintreiben laesst.


    Waere ich in der aktuellen Situation, wuerde ich bei den 3600er Frequenzen komplett hinwerfen (den die sind absolut verzichtbar, da sie eh nur fuer absolute Hotspot-Versorgung geeignet sind, und o2 hat schon relativ viel 2600er Spektrum das dafuer mindestens genauso gut geeignet ist), und versuchen mit den freien Mitteln mindestens drei 2100er Bloecke, gerne auch vier oder fuenf 2100er Bloecke zu ersteigern. Das denke ich waere mit begrenzten Mitteln die sinnvollste Strategie.


    Es ist ja doch einiges was o2 jetzt fuer die gut verzichtbaren 3600er Frequenzen zahlen will, die besser in einem Kampf um die 2100er Frequenzen investiert waeren.

    :D:D:D:D.
    Vielen Dank für den Hinweis:top:.
    Das ist ja Mal wieder typisch o2 und macht die Cloud für viele nutzlos.


    Eine so niedrige Volumenbegrenzung ist fuer ein Pay-Angebot ein absolutes No-Go!


    Und selbst bei eime Free-Angebot waere so eine niedrige Volumenbegrenzung schlimmer als eine Speichergrenze!


    Wer z.B. zusaetzlich zu so 2GB dauerhaften Daten noch pro Woche so 5-8GB von Mobilgeraeten in die Cloud laden moechte, sie dann einmal pro Woche ins lokale NAS sichert (und bereit waere sie dann aus der Cloud zu loeschen) der kann trotzdem schnell auf so 30GB monatlichen Traffic obwohl er garnicht mehr als 10GB Speicherplatz benoetigt.


    1&1 sollte dank TEF-Roaming erstmal mit 5MHz im B1 auskommen.

    5 MHz an 2100er Frequenzen sind aber nichts Halbes und nichts ganzes. Deswegen ein eigenes Netz aufbauen und die Lizenzbedingungen erfuellen muessen ist ziehmlich unattraktiv.


    Eigentlich kann es fuer 1&1 nur sinnvoll sein sich etweder gleich mindestens 15 MHz ab 2021 verfuegbare 2100er Frequenzen zu sichern, um ein leistungsfaehiges Citynetz aufbauen zu koennen. Oder aber gleich nur ab 2026er verfuegbare Frequenzen bzw. garkeine 2100er Frequenzen zu ersteigern, um keine Lizenzbedingungen erfuellen zu muessen.



    Viel wichtiger ist es genügend Geld für die Versteigerung von B20 zurückzulegen.

    Das waere fuer die Kunden allerdings der Super-GAU! :eek: :mad:


    Denn es waere schon richtig doof, das wenn es Vodafone und o2 vielleicht doch irgendwann zwischen 2023 und 2025 schaffen sollten ein flaechendeckendes LTE800 Netz auf die Beine zu stellen, dann gleich 2026 wieder die Kapazitaet halbieren muessten, und die Frequenzen an 1&1 abgeben muessten, die dann aber vermutlich aber bis mindestens 2035 brauchen, bis sie mit dem Netzausbau in die Kleinstaedte und Doerfer kommen.


    Ich glaube wenn im 2.1 GHz Bereich eines klar ist:
    Die Telekom nimmt 4 Blöcke, koste es was es wolle.
    Wie sich der Rest aufteilt ist ihnen völlig egal, wenn mehr für sie drin ist nehmen sie auch das, aber mindestens 4.


    Das waere ist dann allerdings schon problematisch!


    Denn die Telekom hat schon:
    - deine Dominanz bei den 900er, 1500er und 1800er Frequenzen
    - ist beim LTE Ausbau am weitestens fortgeschritten so das sie jetzt auch am meisten Ressourcen fuer eine etwas kompliziertere Strategie bei der LTE Verdichtung bzw. 5G Ausbau haetten


    o2 hingegen hat:
    - garkeine 1500er Frequenzen und nur recht wenig 900er und 1800er Frequenzen so das sie schlecht ausweichen koennen
    - einen massiven Rueckstand in der LTE Flaechenversorgung und mit der Netzkonsollidierung zu kaempfen, so das sie sich kaum eine komplizierte Strategie mit vielen Antennenumbauten und zusaetzlichen Fuellsendern leisten koennen


    Zwei super Standorte. Damit ist ein großer Schritt auf der BAB3 zwischen Deggendorf und Passau passiert. Klasse... :top:


    Deggenau hat aber schon von Anfang an (2004) o2 UMTS was auch heute noch reichen sollte. Die LTE Aufruestung ist zwar natuerlich trotzdem schoen, aber nicht so uebertrieben dringlich.


    Da faende ich Viechtach, Zwiesel, Innernzell, Schoenberg und Hauzenberg viel, viel dringlicher! Denn da gibts nach wie vor nur GSMonly!


    Sieberding musste ich erst mit Google Maps suchen. Aber finde der Standort bringt garnichts weil er nur Kleindoerfer vorsorgt, wo man ausserhalb des eigenen WLANs eh nichts machen kann.


    Viele Dinge wären schön. Wenn Du es noch nicht bemerkt hast - O2 u.a. Provider sind dankbar für jede Anwendung, die Datenverkehr produziert, damit noch mehr Bedarf besteht und der Umsatz wächst. Man hat kein Interesse Geschenke zu machen. Resale-Angebote wie O2-TV werfen erstmal kaum Gewinn ab, sondern rentieren sich erst richtig durch die Seiteneffekte.

    Allerdins wuerde ich sagen ist es so das die meisten Leute sich eher einschraenken unnoetig viel an den Mobilfunkanbieter zu zahlen.


    Vor Jahren hat man sich fuer die Smartphonennutzung generell von WLAN zu WLAN gehangelt, heute nutzt man zwar die ueblichen Smartphonedienste auch uebers Mobilfunknetz, aber fuer so Sachen wie Cloud-Datensicherungen und IP-TV beschraenkt man sich dann doch lieber aufs WLAN.


    So verdienen die Mobilfunkanbieter dann garnichts dran.


    Netzneutralität sollte oberste Prämisse sein. Ohne wird das Angebot immer weiter ausgedünnt bzw. zentralisiert. Wozu noch einen Streamingdienst starten, wenn die Betreiber als Gatekeeper ihre eigenen Dienste mit Zero-Rating ausstatten. Das endet dann im Oligopol. Anfangs ganz angenehm und Leute wie du lassen sich in ihrer Naivität offenbar auch leicht ködern.

    Wenn man vom jetzt mal vom Handwerk und Künstlerischen Bereich absieht gibts doch eh fast ueberall nur Oligopole.


    Deshalb ware mir unbeschwerte Nutzung eben wichtiger als Netzneutralitaet.


    Generell koennte ich mir schon Loesungen vorstellen welche die Netzneutralistaet gewaehrleisten wuerden, aber leider trotzdem unpraktikabel sind:


    Zum Beispiel zwei Verschiedene APN fuer Highspeed-Datenvolumen und eine 1 MBit/s Streamingflat. Aber das muesste seitens Android und iOS unterstuetzt werden, was ich glaube aber leider nicht so wirklich der Fall ist. Nur bei SymbianOS ging das wenn ich mich noch richtig erinnere.


    Echte Unlimited Flats wie in der Schweiz oder aus der Telekom-Umfrage im anderen Thread, aber glaube sowas kann man in Deutschland nicht anbieten, weil dann die Leute dann ihr Festnetzinternet kuendigen und die Mobilfunknetze ueberlasten wuerden.



    Klar. Man kauft den kleinsten Tarif, will möglichst alles für lau inkludiert und am Ende beschwert man sich, dass es keinen Anbieterwettbewerb mehr gibt. Sehr flache Weltsicht.

    Umgekehrt wuerde Zero-Rating eher dazu fuehren das die Leute einen groesseren Tarif kaufen, wenn sie sich das Highspeed-Datenvolumen fuer die wichtigen Dinge aufsparen koennten.


    Wenn das Highspeed-Volumen gleich von der Cloud-Datensicherung und IP-TV aufgefressen wird, ist es egal ob man mit Free S nach ein paar Stunden oder mit Free L nach ein paar Tagen in die Drossel faellt, weil man dann eh den groessten Teil des Monats gedrosselt ist.