Beiträge von Anja Terchova


    Tiefgaragen verteuern den Bau von Wohngebäuden um wie viel Prozent? Bedenke, ich komme aus der Bauplanung. Tiefgaragen baut man nur, wenn man ausgabenbedingt unbedingt muss, weil es abartig teuer in Herstellung und Betrieb ist, Autos im Keller einzugraben. Stellplätze und Parkplätze aller Art sind die dümmste Art der Flächennutzung, insbesondere in Innenstädten. Würde man es effizient erledigen wollen, müssten automatische Parkhäuser aufgestellt werden. Aber es gibt in hinreichender Anzahl Menschen wie dich, die diese Dinge nicht annehmen, weil sie ihr Schätzchen der Automatik ungern anvertrauen. Wir haben mehrere solche Dinger in den letzten 20 Jahren gebaut. Unter anderem eins in Dresden an der Markthalle. Und über was beschweren sich die Nutzer? Über die Wartezeit bis das Auto bereitgestellt wird, obwohl zum Auto laufen und selbst rausfahren länger als 2 Minuten dauern würde. Aber diese HONKS lieben es eben selbst aktiv zu sein, anstatt auf die Maschine zu warten, die es in kürzerer Zeit und ohne Parkrempler erledigt. Dieses Phänomen nennt man action bias. Und wer diese menschliche Fehlfunktion einmal kennt, versucht sie zu unterdrücken, denn manche Dinge selbst zu tun ist einfach nur sinnlos und dumm.

    Konpliment, da hast du wirklich sehr treffend beschrieben. Genauso ist es, so ein automatisches Parkhaus wuerde ich tatsächlich meiden wenn es andere Alternativen gibt und nur im absoluten Notfall wenn wirklich garnichts Anderes geht nutzen.


    Und das Thema "action bias" kenne ich durchaus. Lieber 40 Minuten Umweg fahren wo es zügig vorwärts geht als 20-30 Minuten durch Stop-and-Go Quaelen. Es ist einfach so ein "Gefuehl der Machtlosigkeit" das grausam ist. Oder gehe lieber in ein Restaurant im obersten Stock als eins im Erdgeschoss oder gar Keller auch wenn das Preis-Leistungsverhältnis oder die Qualität der Speisen ein bisschen schlechter ist.


    Allerdings versuche ich garnicht mich "umzuprogrammieren" (ich will ja nicht wie Mr. Spock oder Dr. Sheldon Cooper werden) sondern gebe mich lieber meine Intuition hin und bin gluecklicher dabei, auch wenn es ein bisschen ineffizient ist.


    Eine Entscheidung nicht immer nach rein rationalen Gesichtspunkten fällen, sondern nach Vorlieben und Intuition ist das was man Persönliche Freiheit nennt. ;)


    Das mag in Bayern so sein, aber in sächsischen Kleinstädten wie Bautzen. Görlitz, Kamenz und auch in Dresden habe ich in letzter Zeit also bis 18 Monate zurück bei reinen L8- oder L18 Standorten nie höhere Datenraten als 30MBit gemessen. Und da waren nicht mal Menschenansammlungen.

    Bautzen, Görlitz und Dresden sind ja ohnehin ein paar Nummern grösser, und da war ja die Smartphonenutzung schon lange Jahre vorher mit UMTS möglich.


    Und ob 3 MBit/s Down- und 0,6 MBit/s Upstream bei 65ms Ping oder oder 150 MBit/s Down- und 30 MBit/s Upstream bei 22ms Ping ist doch komplette Nebensache (fuer mich).


    Selbst im ersten Fall funktionieren Foren, Facebook, Instagram, Navi-Apps, etc. einwandfrei und mehr erwarte ich ja garnicht!

    Das geht technisch nicht, direkt ist nur GSM in 1g, 2g und 3g. LTE ist eher vergleichbar mit DSL wo Telefonie über VoIP gemacht wird.

    Prinzipiell kann auch LTE klassische Sprachtelefonie, das nennt sich dann VoLGA und wurde in einigen Ländern schon lange bevor VoLTE an den Start ging eingesetzt.


    Allerdings gibt es in Europa keine Netzbetreiber die VoLGA unterstützen. Nur auf anderen Kontinenten.

    Dazu der Zeitgewinn. Nie mehr Wartungsarbeiten/-termine, nie mehr tanken, während der Fahrt nicht fahren müssen.

    Der Aufwand fürs Tanken ist doch marginal. Das sind 2-3x im Monate je 5 Minuten. Und Wartungs- und Reperaturtermine hat man im Schnitt vieleicht einen pro Jahr, aber das ganze Procedere incl. Leihwagen dauert maximal 90 Minuten für Abgabe und Abholung zusammen.


    Am stärksten ins Gewicht fällt da noch die Zeit für die Waschanlage (aber die kann man ja anderweitig nutzen, indem man am Smartphone was macht), und die Innenraumpflege. Aber selbst das ist überschaubar.


    Andererseits steht ein eigenes Auto immer in der (Tief)garage oder auf dem Stellplatz und man kann sofort losfahren. Aber auf selbstfahrendes Auto wird man schon so 5-10 Minuten warten müssen. Sei es das die App nicht so genau ist, oder was man selbst ein paar Minuten eher abfahrtbereit wäre als bestellt.


    Bei 50 Fahrten im Monat * ~7 Minuten läppern sich dann auch ~350 Minuten zusammen. Das ist deutlich mehr als man mit Tanken, Waschen, Innenraumpflege, etc. beschäftigt ist.

    [USER="2108"]NoIdea[/USER] Ich fahre heute schon ein Auto, von dem ich mit alle 1,5 Wochen ein neues kaufen könnte. Für weitere Fahrten leihe ich Autos. Größere Entfernungen versuche ich zu fliegen, obwohl ja Dresden eher nur einen Feldflughafen zu bieten hat. Prag und SXF sind ja aber in Reichweite.


    Für mich wäre es ein Traum, keine eigenen Autos mehr vorhalten zu müssen. Außerdem sehe ich dadurch kollabierende Transportpreise, weil die Auslastung radikal steigen würde. Heute liegt die Masse der Autos bei weniger als 5% Auslastung. Und das bei den Investitionssummen.


    Selbstfahrer würden aber die deutsche Industrie an der Wurzel packen, was wir uns eigentlich nicht wünschen sollten. Wer sollte denn bitte einen autonomen Benz ordern, wenn das die Fahrt zum Supermarkt kostenmässig verdoppelt?

    Bei dem Einkommen sind Autos für dich dann ja ohnehin keine Investition mehr sondern koenntet sie eher in die Kategorie "Spielzeug" einordnen. Auf sowas will man doch nicht verzichten.


    Und das durch selbstfahrende Autos die Transportpreise kollarbieren würden bezweifle ich. Klar würde sich die Auslastung etwas steigern lassen, aber nicht übertrieben stark, weil sich die Auslastung niemals ueber den Tag verteilen laesst. Wenn ein Anbieter gewaehrleisten will das er auch innerhalb der Stosszeiten wie 6:30-9:00 Uhr und 17-20:30 Uhr innerhalb von 20 Minuten ein Fahrzeug schicken kann, muss die Flotte schon sehr gross sein. Und dann ist in den Nebenzeiten zwangslaeufig die Auslastung gering.


    Weill ein Anbieter günstige Preise durch eine hohe Auslastung bieten, wirds zwangsläufig unflexibel. Dann musst du entweder schon mehrere Tage in voraus deine Fahrt buchen und kannst nicht mehr spontan früher Schluss machen oder Überstunden machen, oder du musst mehrere Stunden warten bis die Auslastung abflaut.


    Naja, es kommt auch drauf an was man auf Dienstreise macht.Wenn man Einkäufer ist der bei einem Zuieferer oder Dienstleister mit einem Auftrag wedelt kann man vielleicht noch locker aus der Hose stinken, wenn man wie ich i.d.R. zur Projektarbeit mit den Kollegen einer ausländischen Niederlassung fährt würde das einen Scheißeindruck hinterlassen und der regulären Zusammenarbeit schaden wenn ich mich nach dem Mittagessen zum Sightseeing verabschiede, da muss ich mich schon grob an den ortsüblichen Arbeitszeiten orientieren obwohl mir normal nichtmal mein Chef bei der Planung im Nacken sitzt.

    Das Eine muss ja das Andere nicht ausschliessen. Aber ich wuerde mal Stark davon ausgehen das das Arbeitspensum bei einer Dienstreise die Arbeitszeit bzw. das Arbeitspensum maximal von z.B. 9 Uhr bis 18:30 Uhr geht, und da bleibt dann schon noch genug Zeit um selbst die Stadt zu erkunden.


    Man hat also mindestens soviel Freizeit wie daheim, sogar eher mehr, weil der Arbeitsweg kuerzer ist und man keine Hausarbeit machen muss.


    Wir machen uns jedenfalls auf Dienstreisen alles außer Stress. Wir wollen schließlich entspannt verhandeln etc. Und den Mitarbeiter soll es nicht ankotzen, dienstlich unterwegs zu sein. Da bezahlen wir gern z.B. den Aufpreis 50€ von 3*** zu 5*****.


    Ob 3*** oder 5***** ist mir bei einem Hotel relativ egal


    Hauptsache die Lage passt halbwegs, die Fenster sind laermdicht wenn man sie zu macht, das Bad vernuenftig und sauber, und es gibt einen vernuenftigen Fernseher und vernuenftiges WLAN. Mehr erwarte ich garnicht.


    Wenn dann schaue ich mir in der Freizeit abends leider die Stadt oder nahe POIs an, anstatt an der Hotelbar oder im Spa-Bereich Zeit zu verschwenden. Auf Beides koennte ich komplett verzichten.



    Die Autoindustrie wird teilweise sterben, weil preiswerte autonome (Sammel) Taxen verfügbar sind, deren Fahrtwege über GPS optimiert werden. Niemand, der die Blechkiste nur zum Einkaufen benötigt, kauft sich dann mehr eine.


    Es wird auch keine großen Busse mehr geben, weil kleinere Fahrzeuge für ein automatisch optimiertes Beförderungssystem besser nutzbar sind. Du buchst dann entweder eine teure Direktfahrt in der rush hour für 15€, oder eine billige Sammeltaxi-Fahrt mit Umweg und in der Nebenzeit zum Preis von 2€ je Person, alles von Tür zu Tür.


    Auf den Zeitpunkt, zu dem 90% der Blechkisten in der Schrottpresse verschwunden sind und nicht mehr das Straßenbild verschandeln, freue ich mich riesig.

    Bis zu selbstfahrenden Autos wird es noch einige Zeit dauern. Und ich sehe die eher erstmal als Ergaenzung und spaeter vielleicht auch als kompletter Ersatz in den Grossstaedten und Ballungsrauemen.


    Aber in den Kleinstaedten und Doerfern wird es nicht anders gehen als das jeder sein eigenes Auto hat, egal ob selbstfahrend oder nicht. Selbstfahrende Flotten werden da nicht wirtschaftlich zu betreiben sein.


    Zu kleine Flotten wuerden in Stosszeiten nicht ausreichen und zu ewiglangen Wartezeiten fuehren. Zu grosse Flotten koennte man in den Kleinstaedten nicht ganztaegig stark genug auslasten um konkurrenzfaehige Preise anbieten zu koennen. Da waere die Nutzung dann teurer als ein eigenes Auto.


    Macht man den Fehler bei einem Mobilitaetskonzept nur an die Grossstaedte und Ballungsraeume zu denken, dann fuehrt das dazu das in den Kleinstaedte die Leerstaende noch groesser aber umekehrt in den Grossstaedten und Ballungsraeumen die Wohnungsknapptheit noch schlimmer wird.


    Wenn der Dieselanteil sinkt, steigt der CO2-Ausstoß. Entsprechend werden Strafzahlungen je Auto fällig (https://www.focus.de/auto/elektroaut...d_8058030.html und https://www.handelsblatt.com/auto/na...elcXiMq6zx-ap4). Die Lösung? Elektroautos. Ergo könnte es doch recht schnell gehen. Alternativ werden einfach alle Verbrenner teuerer, was auch unproblematisch sein dürfte, da der Konsument ja keine Ausweichstrategie fahren kann.


    Die Argumentation verstehe ich durchaus, aber Dieselfahrzeuge durch reine Elektroautos ersetzen ginge nur dann, wenn die Automobilherstellern es schaffen die Reichweite und Volllastbelastbarkeit deutlich zu verbessern.


    Die heutigen reinen Elektroautos, denen auf der Autobahn bei der gewohnten Autobahngeschwindigkeit nach so 90-130km der Strom ausgehen wuerde taugen dazu nicht. Die taugen allenfalls als Ersatz für reine Stadtfahrzeuge.


    Die einzige Alternative zum Diesel sind bislang PlugIn Hybride. Und Audi A3 e-tron, BMW 225xe, Mini Countryman SE und VW Golf GTE sind alle vier ganz nette Fahrzeuge die voll alltagstauglich sind.


    Nachteile gibt es bislang nur zwei:
    - teurer als ein vergleichbarer Diesel
    - nicht als Coupe oder Cabrio erhältlich

    also mit jeder weiteren ärmlichen L800-Insel schaffen sie sich quasi neue frustrierte Nutzer wenn die Anbindung der Standorte mies ist. Dann doch besser erst mal in den Großstädten etwas mehr nachlegen, um das Niveau dort wenigstens zu halten.

    In den meisten LTE800only Kleinstaedten laeuft LTE ganz ordentlich mit haeufig bis zu 45 MBit/s.


    Aber selbst wenn es durch Ueberlastung und schlecht Anbindung nur 3 MBit/s waeren, auch dann waere es schon ein absoluter Quantensprung gegenueber dem voellig unbrauchbarem EDGE.


    Fraglich ist, wann der große Moment der 99 %-Flächendeckung kommt. Wenn tatsächlich bis Ende 2021, also in 2 Jahren und 3 Monaten die Flächendeckung erreicht ist, heißt das letztlich doch nur, dass man große 900er-Zellen über das Land verteilt hat. Bandbreiten wurden ja nicht reguliert.

    Allein das wuede mir schon voellig reichen, hauptsache es reicht fuer Foren, Facebook und Instagram. Mehr wuerde ich von einem Mobilfunknetz nicht erwarten. Der Rest ist reine Kür.


    Aber o2 bekommt ja nichtmal das hin, weil es an allen Ecken und Enden fehlt. Nicht nur der Flaechenausbau hinkt inzwischen um ueber 10 Jahre nach (Orte die 2008 puenktlich zum iPhone 3G und Google G1 damals T-Mobile UMTS bekommen haben laufen auch heute noch bei o2 auf GSMonly und haben noch nichtmal eine neue Standortbescheinigung), anderseits wird durch die ganze Datenvolumen-Offensive in den eigentlich ganz gut ausgebauten Grossstaedten und Ballungsraeumen die Netzkapazitaet auch wieder knapp.


    Mittlerweile ist o2 soweit abgeschlagen das der Rueckstand eigentlich nicht mehr aufzuholen ist.


    Spaetestens wenn die Telekom dann LTE fuer ja! mobil und Lifecell freigibt duerfte das fuer o2 der Todesstoss sein kann, denn wenn es Allnet-Flat mit 3GB fuer 12,99€ und Allnet-Flat mit 6GB fuer 24,99€ im Telekom-Netz ganz ohne Vertragsbindung gibt, dann gibt es nicht mehr viel was fuer o2 spricht. Und das einstige Zugpferd Festnetznummer wird inzwischen auch unwichtiger.