Beiträge von Anja Terchova

    Weder das Argument des gesättigten Marktes sticht, noch ist das Argument der Anlaufverluste stichhaltig.


    1. Kommen statistisch jedes Jahr 1 Million Neukunden auf den Markt. (Kinder bekommen ihr erstes Handy.)
    2. Entscheiden Geschäftskunden regelmäßig neu.


    Für das erste Handy für Kinder waere ein 5G-only Anbieter aber ziehmlich ungeeignet, denn 5G Hardware wird auf lange Zeit noch deutlich teurer sein als 3G/4G Hardware. Und wer will schon seinen Kind als erstes Handy gleich ein Top-Smartphone kaufen?


    Und bei den kleinen und mittleren Smartphonetarifen ist eh nicht soviel Luft für nennenswerte Preissenkungen.


    Die am ehesten erreichbare Zielgruppe wären noch hochambitionierte Kunden die ohnehin so schnell wie moeglich 5G wollen und deshalb ohnehin ein 5G Smartphone sobald die ersten Geraete auf dem Markt kommen. Und einen sehr grossen Tarif. Weil bei den grossen Tarifen waere noch eher etwas Luft.

    Im Bereich Fixed Wireless könnte ein 4. Betreiber regional erfolgreich sein. Mit 3,5GHz könnte man günstiger als mit Fiber2Home ausbauen und deutlich höhere Geschwindigkeit als mit VDSL erreichen.

    Wäre da aber auch skeptisch ob da die Nachfrage ausreichen doch waere.


    Den die Grossstaedte und Ballungsraeume sind mit Kabelinternet und VDSL eh schon gut versorgt, bei groesseren Wohn- und Gewerbegebaeuden ist auch FTTB recht preiswert zu realisieren, und die Stadtwerke und Regionalanbieter sind dort bei Glasfaser eh sehr engagiert. Da gibts eigentlich kaum Bedarf nach einem vierten Player und einer vierten Technologie.


    Und in den Regionen wo es weder Kabelinternet noch Glasfaser, ja oft nichtmal richtige Stadtwerke gibt, und DSL meist unter 10 MBit/s und oftmals sogar unter 3 MBit/s liefert, ist "Fixed Wireless" ausschliesslich im 3500 MHz Bereich nicht machbar bzw. finanzierbar. Sondern da haette es eher die 800 / 900 / 1500 / 1800 MHz Bereiche gebraucht.

    [USER="222693"]01833[/USER] :


    Du hast Dein Geld offensichtlich gestreut. Das passt dann.


    Scheinbar denkst Du auch in langen Zeiträumen. Passz alles. Der normale TT-User denkt bis zum Festgeld-Ablauftermin.


    Ich würde eher sagen das 01833 sowohl ganz andere Voraussetzungen (ist viel reicher) als auch ganz andere Ziele (handelt streng rational und ist vorallem an den nüchternen Zahlen intressiert) als der Normalbürger hat.


    Dem Normalbürger ist es egal ob er mal 120.000€ oder nur 40.000€ hinterlässt. Und ich finde auch z.B. ein Audi A3 Cabrio statt einem billigen Dacia zu fahren, aber auch mehr Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen als regelmässig >60 Wochenstunden zu arbeiten, ist es wert dann am Ende weniger zu haben. Hauptsache man hat soviel das man immer halbwegs solvent ist.


    Aber was 01833 angeht würde ich schon auch sagen, für seine Ziele tut er genau das Richtige!

    VoLTE ist seit mehr als zwei Jahren standardisiert und wird von allen halbwegs fähigen Herstellern unterstützt.

    Halbwegs zuverlaessig klappt VoLTE nur wenn sich der Kunde im Heimatnetz befindet und ein Gerät verwendet das von seinem Netzbetreiber verkauft wurde.


    Mit freien Geräten oder gar von der Konkurrenz ist es eher eine 50:50 Chance. Und VoLTE im Roaming hat eine Erfolgsquoute von 5% (konzernuebergreifend) bis 20% (konzernintern). Da kann man nicht nichtmal von "Betastatus" sprechen sondern eher von "Alphastatus".


    Nach der Freigabe von LTE/VoLTE für alle sollte man im ersten Schritt UMTS auf 5 MHZ reduzieren um zusätzliche LTE-Kapazität zu schaffen. Nach vielleicht 12 Monaten Übergangsphase wird UMTS ausgeschaltet.

    Eigentlich sollte LTE fuer Alle seit mindestens 2017 funktionieren.


    Das man in den ersten Jahren noch nicht LTE fuer Alle freigegeben hat kann ich schon verstehen, denn da war es schon so, das manche Staedte zwar vielleicht 8 UMTS Nodes aber nur 3 LTE Nodes hatten, und LTE fuer Alle haette dann zu Überlastungen geführt, und LTE langsamer als UMTS gemacht, wie man es bei o2 oefter erlebt.


    Aber seit 2017 sollten die Netze soweit sein das sie LTE fuer Alle verkraften wuerden.

    Sehe ich auch so, mittlerweile ist es viel zu spaet um noch neu in den Markt einzutreten.


    Nicht nur das ein neuer Anbieter bei 0 beginnen muesste sondern und die Preise im Mobilfunkmarkt mittlerweile viel zu billig sind, um die Investitionen finanzieren zu koennen - es sind ja nichtmal mehr Frequenzen im 800 MHz oder 900 MHz Bereich frei die zur Flaechenversorgung geeignet waeren. Also haette so ein Anbieter garkeine Chance aus dem National Roaming rauszukommen.


    Und selbst in den Grossstaedten werden nicht alle Kunden bereit sein sich gleich teure 5G Hardware zu kaufen, sondern erstmal 3G/4G weiternutzen wollen, weil es ihnen reicht.


    *****


    Denke die letzte Chance fuer einen neuen Anbieter waere die Frequenzauktion 2015 gewesen. Mit 5 MHz im 900er Bereich fuer 1 Traeger UMTS900 sowie je 20 MHz im 1500er und 1800er Bereih fuer LTE1800 im 20 MHz Modus, dazu 1500 MHz im 20 MHz Modusfuer die Downstream-Aggregation in den Grossstaedten und Ballungsraeumen wo LTE1800 allein nicht reicht, zumindest fuer Router, waere ein Anfang gewesen.


    In meiner Firma erfülle ich Auflagen, die Geld kosten auch immer erst auf den allerletzten Drücker. Prinzipiell.

    Kurzfristig mag man Geld sparen, langfristig schwächt man damit aber seine eigene Position und verliert Geld. Da kann ich dir gleich zwei Beispiele nennen.


    DSVGO: Da haben die meisten Firmen auch bis zu den letzten Tagen gewartet. Nun hat aber kein Privatkunde Lust und Geld binnen weniger Tage sovielen DSVGO Bedingungen zuzustimmen. Also war die Zustimmung oftmals bei <5% was Bedeutet das teilweise >95% der Kundendaten nicht mehr verwendet werden dürfen und gelöscht werden müssen. Hätte an


    Euro 6c/6d-TEMP und WLTP: Da herrst jetzt bei vielen Herstellern auch das blanke Chaos. Viele Modelle sind garnicht bestellbar, andere Modelle sind zwar bestellbar, aber man wuerde komplett die Katze im Sack kaufen weil die Hersteller keine genauen Angagen zu Leistung und Kfz-Steuer machen koennen, und nichtmal einen ungefaehren Lieferzeitpunkt nennen koennen. Denke da verzichten viele Leute dann lieber auf eine Bestellung und fahren entweder die Bestandsfahrzeuge laenger, oder gehen zur asiatischen Konkurrenz.


    Aehnlich ist es auch bei o2: Allmaehlich ist es eigentlich schon egal ob o2 ueberhaupt noch ausbaut oder es bis in alle Ewigkeiten bei GSMonly bleibt. In den GSMonly Regionen durfte der Marktanteil von o2 mittlerweile unter 10% liegen, und sich auf Senioren die nur Telefonieren wollen und DualSIM Smartphoneuser mit Zweittarif bei der Konkurrenz beschraenken.


    Und Kunden zurueck zu o2 bringen wird schwierig. Wegen 2-5€ monatlicher Ersparnis wechselt kaum jemand zurueck, und ob man bei der Telekom 4GB oder bei o2 10GB bekommt ist auch egal wenn man nur so 2-3GB braucht.


    Zudem sitzt der Frust bei den betroffenen Ex-Kunden tief. Selbst wenn o2 dann 2020 ein Top-Netz haette, was ich nicht glaube, braucht es drei, vier, fuenf Jahre bis der Frust verdaut ist, und mindestens drei, vier ueberzeugende Netztests bis man wieder Vertrauen fassen wuerde.


    Nochmals zum Preis des jährlichen Verlustes beim Liquiditäthalten. Er kann es aufteilen, hast ja schon erwähnt. Er kann es aber auch in diverse Währungsräume splitten. So gibt es ja auch die USD-Liquidität (ggf. Termingeld) mit gar nicht mal schlechten Zinsen (die Fed hebt ja schon seit geraumer Zeit sukzessive an). Natürlich sind die Anlagealternativen immer auch aus dem Aspekt der Risikobereitschaft zu bewerten.

    Für den Normalbürger ist das eher ein Argument, denn der kann bei Wertpapieren splitten, bei Immobilien aber nicht wenn es gerade so für eine Immobilie reicht.


    Aber wenn man so reich ist wie 01833 dann kann man auch im Immobilienbereich zwischen verschiedenen Ländern und verschiedenen Immobilienarten (Wohneigentum / Gewerbeimmobilien / Nutzflächen) splitten.



    Persönlich bin ich bei China-Stories stets skeptisch (Schattenbanken, Anstieg der Staatsverschuldung, Preisblasen, Fed-Zinsschritte und Risikokapitalfolgen für die Emerging Markets, US-Handelskonflikt etc.), aber das ist die seine Sache. Bei Wetten dass würde der Moderator sagen: 'Liebe Kinder, bitte macht das nicht zu Hause nach, denn der liebe Onkel hat lange dafür geübt und weiß, was er da tut. Ihr könnt Euch dabei allerdings weh tun' ... ;-)

    Wissen und Erfahrung sind zwar immer gut und definitiv Vorteilhaft, trotzdem ging es auch dort schon etlichen Leuten, unternehmen und (Investment)banken ähnlich wie Perro Aguayo Jr.


    Und genau wie damals, merkt es weder das persönliche Umfeld und die Mitbewerber, und es wird fröhlich weitergezockt, wie dort fröhlich weitergekämpft wurde.


    Die Parallelen sich schon verblüffend.


    -Es geht in der Tat zuerst um Häuser mit überwiegend kleinteiligen wohnen, also Appartements. Für die Mieter ist es ein Komfortfaktor, wenn bereits alles bei Einzug läuft... kein Preisvergleich, keine Wartezeit, kein Technikertermin. Mehrerlöse dürften sich tatsächlich nur geeinge ergeben, die Atraktivität des Gesamtangebots steigt jedoch.


    Schade dass es keine Tarife für diese s Einsatzszenario gibt...

    Die kommerzielle weiterveraeusserung von Accounts finde ich aus mehreren Grunden problematisch.


    Erstmal brauchtest du dann auf jeden Fall einen Resellertarif beim Netzbetreiber.


    Zweitens reichen 2-3 Accounts pro Bewohner nicht aus wenn nicht nur Smartphone und Notebook, sondern auch Spielekonsole und SmartTV online gebracht werden sollen und gelegentlich Besucher kommen. Gibt man pro Bewohner 10 Accounts pro Bewohner aus, wird man unter umstaenden betrogen, weil sich Bewohner die Accounts teilen.


    Drittens sobald ein Bewohner einen gewissen zahlt, auch wenn es nur 5-10€ sind, entwickelt er einen bestimmten Anspruch, z.B. immer mindestens 10 MBit/s.


    Deshalb wuerde ich wenn dann so einen Dienst komplett kostenlos anbieten. Dann sollte ein einfacher SoHo Tarif auf die Hausverwaltung reichen, und die Bewohner koennen sich nicht beschweren wenn man Abends die Datenraten eher auf so 0,5 - 3 MBit/s einbrechen.


    Frueher als es noch die Stoererhaftung gab haette man sowas zwangslaeufig ueber Anbieter wie Maxspot abwickeln muessen, prinzipiell sehe ich das auch jetzt noch als den besten Weg an. Dort koennen sich die Bewohner und Besucher dann selbst soviele Accounts erstellen wie sie wollen.