In meiner Firma erfülle ich Auflagen, die Geld kosten auch immer erst auf den allerletzten Drücker. Prinzipiell.
Kurzfristig mag man Geld sparen, langfristig schwächt man damit aber seine eigene Position und verliert Geld. Da kann ich dir gleich zwei Beispiele nennen.
DSVGO: Da haben die meisten Firmen auch bis zu den letzten Tagen gewartet. Nun hat aber kein Privatkunde Lust und Geld binnen weniger Tage sovielen DSVGO Bedingungen zuzustimmen. Also war die Zustimmung oftmals bei <5% was Bedeutet das teilweise >95% der Kundendaten nicht mehr verwendet werden dürfen und gelöscht werden müssen. Hätte an
Euro 6c/6d-TEMP und WLTP: Da herrst jetzt bei vielen Herstellern auch das blanke Chaos. Viele Modelle sind garnicht bestellbar, andere Modelle sind zwar bestellbar, aber man wuerde komplett die Katze im Sack kaufen weil die Hersteller keine genauen Angagen zu Leistung und Kfz-Steuer machen koennen, und nichtmal einen ungefaehren Lieferzeitpunkt nennen koennen. Denke da verzichten viele Leute dann lieber auf eine Bestellung und fahren entweder die Bestandsfahrzeuge laenger, oder gehen zur asiatischen Konkurrenz.
Aehnlich ist es auch bei o2: Allmaehlich ist es eigentlich schon egal ob o2 ueberhaupt noch ausbaut oder es bis in alle Ewigkeiten bei GSMonly bleibt. In den GSMonly Regionen durfte der Marktanteil von o2 mittlerweile unter 10% liegen, und sich auf Senioren die nur Telefonieren wollen und DualSIM Smartphoneuser mit Zweittarif bei der Konkurrenz beschraenken.
Und Kunden zurueck zu o2 bringen wird schwierig. Wegen 2-5€ monatlicher Ersparnis wechselt kaum jemand zurueck, und ob man bei der Telekom 4GB oder bei o2 10GB bekommt ist auch egal wenn man nur so 2-3GB braucht.
Zudem sitzt der Frust bei den betroffenen Ex-Kunden tief. Selbst wenn o2 dann 2020 ein Top-Netz haette, was ich nicht glaube, braucht es drei, vier, fuenf Jahre bis der Frust verdaut ist, und mindestens drei, vier ueberzeugende Netztests bis man wieder Vertrauen fassen wuerde.