Beiträge von Anja Terchova


    Zum eigentlichen Thema: Mit deinem Einkommen wird es für dich schlichtweg nicht bezahlbar sein, ein Auto zu besitzen, dass mit Kombinationsantrieben irgendwelcher Art ausgestattet ist. Außer Fahrrad mit Akku, genant Pedelec.

    In meinem Umfeld liegt der Einkommensbereich bei so 1.600€ bis 2.600€ brutto, 2.100€ brutto liegen da durchaus in der Mitte.


    Und was Mobilität betrifft hat man eigentlich nur die Wahl: Verbrennen oder Hybrid fahren egal was es kostet oder in den Ballungsraum ziehen. Letzteres ist nicht nur für den Einzelnen noch teurer sondern würde dort die Wohnraumknappheit weiter verschärfen.


    Und das ganz Leben lang geizen nur um ohne Unterstützung dahinzuvegetieren ist doch auch kein Lebensziel.


    Solange man im Erwerbsleben steht kann man es sich schon leisten, die ersten Jahre des Ruhestand auch noch.


    Und wenn man dann irgendwann in den Siebzigern in die Grundsicherung fällt, ist auch egal. Vielleicht kann man bis dahin wegen Grünem Star oder Demenz eh nicht mehr fahren.


    Dass es solche Nutzungsprofile gibt, bezweifelt ja auch niemand. Anja tut aber regelmäßig so, als wäre es das Nutzungsprofil der Masse.

    Nicht von der Masse an Bevoelkerung, aber was die Zahl der Fahrzeuge betrifft, duerfte der Anteil nicht so gering sein. Da die PKW-Quote in solchen Regionen deutlich groesser ist als in den Grossstaedten und Ballungsrauemen.


    Trotzdem scheint aber sowohl die Politik als auch viele Forenuser diese Regionen komplett zu vergessen - egal ob es jetzt um Elektroautos, Mobilfunk oder Breitbandinternet geht.


    Irgendwer muss sich ja fuer diese Regionen einsetzen wenn Leute schreiben das Elektroautos, o2 Free und Netflix das Tollste auf der Welt und eine gesellschaftliche Revolution waeren.

    Sag' ich doch. In den Fällen, wo ich das erwarte, tut es auch ein Stromgenerator im Kofferraum.

    Ob PlugIn Hybrid wo der Verbrenner direkt am Getriebe sitzt oder Range-Extender wo der Verbrenner einen Stromgenerator antreibt waere mir prinzipiell egal - solange der Range-Extender ausreichend dimensioniert ist das man 140-170 km/h fahren und nebenbei den Akku nachladen kann, und der Elektromotor das auch ueber einen laengeren Zeitraum durchhaelt ohne zu ueberhitzen.


    Allerdings kenne ich kein Elektroauto mit Range-Extender unter 50.000€ Listenpreis das diese Bedingungen erfuellen wuerde. Der BMW i3 zum Beispiel schafft ja auf Range-Extender nur noch 110 km/h und kann den Akku nicht nachladen sondern nur erhalten. Das ist nichts Halbes und nichts Ganzes, und macht das Auto nicht wirklich mittel- und langstreckentauglich, sondern hilft einem allenfalls das man im Ernstfall nicht den Abschleppwagen rufen muss. Aber nicht mehr.


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    Und was die Komplexitaet betrifft, muss man zumindest sagen das ein Golf GTE auch nicht teurer ist als ein e-Golf.

    Man hängt die Karre für 30 Min. an eine CCS Station, während man sich bei McDonald's für die Nacht stärkt. Das ist 0 Einschränkung, man muss sich nur Mal gedanklich von der Tankstelle Benzin Mentalität verabschieden.

    Wenn es wirklich an allen Ecken CCS-Stationen gäbe, ich sag mal so 2-3 CCS-Stationen pro 1.000 Einwohner, dann waere das vielleicht eine Option.


    Aber solange es bestenfalls so alle 150-250km entlang der Autobahnen CCS-Stationen bzw. SuperCharger gibt, ist das nicht wirklich eine Option. Denn dann muesste man schon seine Route genau planen und ggf. Umwege in Kauf nehmen. Und wenn mal wieder zu den Stosszeiten groesserer Andrang herrscht, und sich Schlangen bilden, wuerde es doch wieder eine langwierige Angelegenheit.


    Dafür würde ich keinen Verbrennungsmotor dauernd sinnlos mir rum schleppen, den ich nur brauche, weil Hybrid so unzulänglich ist.

    Irgendwas schleppt man bei einem Auto immer sinnlos mit rum. Bei Elektroauto im Alltag zum Beispiel 3/4 der Akkukapazitaet, und falls man mal doch eine laengere Strecke fahren will reicht es trotzdem nicht.


    Interessant wäre, wenn nur Fahrzeuge gefördert würden, die mindestens 11 kW Drehstrom und 50 kW Gleichstrom verdauen und 250 km NEFZ elektrisch bringen. Dann würde hier auch was passieren.

    250km NEFZ schaffen ja die meisten Elektroautos schon - aber das ist einfach immer noch zu wenig da NEFZ und selbst WLTP zu langsam und zu innerstaedtisch ist.



    Da sieht man das bei beiden Zyklen 2/3 der Strecke unter 70 km/h gefahren werden, der 100-130 km/h Bereich bei NEFZ gerademal so 5% und bei WLTP so 10% ausmacht, und Geschwindigkeiten ueber 130 km/h ueberhaupt nicht getestet werden.


    In einer Kleinstadt, wo man ausserhalb des Berufsverkehrs in fuenf Minuten durch die Stadt und auf der Bundesstrasse ist, sind diese Zyklen viel zu langsam und unbrauchbar. Aber bei Elektroautos sind die Unterschiede noch krasser als bei Verbrennern.

    Und für Leute,die Panik vor mangelnder Reichweite haben,gibt es Plugin Hybride oder Fahrzeuge mit Range Extender

    Ja, das PlugIn Konzept gefällt mir sehr gut. Die elektrische Reichweite reicht für die Alltagsfahrten, und längere Strecken kann man weiter bequem und flexibel auf Benzin fahren.


    Audi A3 e-tron, BMW 225xe, Mini Countryman SE und VW Golf GTE gefallen mir schon sehr gut vom Konzept.


    Was allerdings noch fehlt ist ein Cabrio.

    Gerade da! Denn wie selbst Dir aufgefallen ist. In solchen Gegenden ist man ohne Auto echt aufgeschmissen. Und ich kenne auch deren Fahrprofile, da die Familie meiner Frau dort wohnt. Einer pendelt nach Hanau (52 km), der andere nach Frankfurt zum P+R (65 km), der Dritte nach Gelnhausen (30 km). Die bräuchten noch nicht mal einen Tesla. Das schafft auch die Zoe, der Ionic und der Leaf, um mal die derzeit akzeptabel bepreisten Volumenmodelle zu nehmen. Ich weiß, wenn man spontan in Kassel auf der Wilhelmshöhe einen Erholungsspaziergang machen will, müsste man in Frankfurt/Hanau und in Kassel das Auto irgendwo anstöpseln. Aber ich kann Dir versichern, die sind froh, wenn sie abends ohne weiteren Umweg zu Hause ankommen. Da setzen sie sich lieber aufs Rad und fahren nochmal ne Runde.

    65km hin und zurück sind für einen e-Golf schon grenzwertig. Bei 52km hin und zurück hat man vermutlich gerade nochmal 30km Feierabendreichweite. Das ist nicht mehr viel und ein Besuch des Badesees oder Kinos in der nächsten Mittelstadt ist dann nicht mehr drin.


    Und im 3.7KW Modus gewinnt man auf 1 - 2 1/2 Stunden auch fast nichts, da lohnt es sich nichtmal das Ladekabel auszupacken.

    Aber optische Auffälligkeiten verwirren oft eben schlecht informierte Kunden.


    Manche Kunden sind ja schon verwirrt wenn sie das Smartphone wechseln und LTE statt 4G oder umgekehrt angezeigt bekommen.


    Oder als die Leute vom iPhone 5 / 5C / 5S auf Android umgestiegen sind, waren sie auch verwirrt warum ihr Android Smartphone manchmal 3G und manchmal H anzeigt wo sie doch mit dem iPhone immer 3G hatten.


    Denke so mancher Kunde der weis das er an einem Ort normal guten LTE Empfang hat, denkt das am LTE Netz was kaputt sei, wenn er ins UMTS Netz geschoben wird.

    Wahrscheinlich wird es verschiedene Zielgruppen für die Elektromobilität geben:


    Ein kleiner Teil der Eigenheimbesitzer wird schon dabei sein. Nämlich jene Eigenheimbesitzer im Speckgürtel um die Grossstadt, die als Paar oder Paar mit erwachsenen Kindern ohnehin zwei oder noch mehr Autos brauchen, aber durch die Nähe zur Grossstadt und S-Bahn meist nur kurze Strecken fahren, die können dann einem der Autos schon zum Elektroauto greifen.


    Und auch die urbanen Hipster sind eine nicht zu verachtende Zielgruppe. Wer für längere Fahrten ohnehin eine Mobility BahnCard 100 hat, und für die Freizeit eine Grossstadt mit all ihren Möglichkeiten vor der Tür, und im Notfall auf Carsharing zugreifen kann, für den bedeutet ein Elektroauto so gut wie keine Einschränkungen.


    Für Eigenheimbesitzer in ländlichen Kleinstädten ist das Elektroauto aber auf absehbare Zeit nichts.

    Von Design her ist das Ding aber eine Katastrophe, das sieht wirklich mehr nach Krankenfahrstuhl als nach Roller aus. Da gibt es in der Preisklasse ja auch genug schickere Elektroroller.


    Und die Dreireaedrigkeit bringt ja eigentlich ohnehin nur bei der 70 km/h Version den Fuehrerscheinvorteil, die anderen Versionen sind ja eh immer mit abgedeckt.


    Aber auch dreiraedriger Roller koennen schicker sein, wenn man sich zum Beispiel die Piaggio MP3 Modelle ansehe.