Beiträge von Anja Terchova

    Geschwindigkeit?


    Offene Autobahnen funktionieren nur, solange die Masse sich an die Grundregeln hält. Machst du in Italien auf, kannst du an kritischen Punkten Friedhöfe anlegen. Die haben heute noch trotz 20 Millionen weniger Einwohnern deutlich mehr Verkehrstote als wir.


    Komfort? Mit deinem Einkommen wirst du später bestenfalls Pedelec fahren können, was du ja weiter oben für deine Mitmenschen propagierst.


    Ich denke der Staat hat durchaus ein Intresse daran den Bürgern in den ländlichen Regionen schnelle PKW-Verbindungen zu ermöglichen, weil es für den Staat immer noch die billigste Lösung ist.


    Denn ländliche und kleinstädtische Räume bleiben nur dann halbwegs attraktiv, wenn die Fahrten in die nächsten drei, vier Grossstädte, halbwegs passabel als Tagesreise machbar sind. Ob geschäftlich oder privat spielt da garkeine Rolle. Wenn sowas nur noch in Verbindung mit Übernachtung möglich wäre, dann würden diese Regionen so unattraktiv werden, das dort niemand mehr freiwillig wohnen bleibt.


    Im Grunde gäbe es da nur zwei Möglichkeiten:


    - Der Staat baut als Alternative ein schnelles und flexibles ÖPNV Angebot aus - aber das würde eben sehr viel Geld kosten


    - Man gibt die Regionen ganz auf und siedelt die Bewohner in die nächsten Grossstädte und Ballungsräume am - wenn man allerdings bedenkt das es jetzt schon in den Grossstädten und Ballungsräumen Wohnungsknappheit und Mietpreisexplosionen ist das zumindest mittelfristig auch keine wirkliche Lösung




    ÖPNV widerstrebt den Menschen. Schweine würden auch lieber individuell zum Schlachthof fahren. Es liegt einfach in unserer Natur, nicht in Viehwaggons fahren zu wollen, solange es anders geht. Wir haben das als Scherz mal getestet. 2 Transporter aufgestellt. In einen ein Schwein rein. Rate mal, für welchen Transporter sich die nachfolgenden 25 Testschweine entscheiden haben! Das erste Schwein stammte aus einem anderen Stall, war den Testschweinen somit persönlich nicht bekannt. Immer haben die sich für den leeren Transporter entschieden, nachdem die kurz geguckt hatten, welche Sau in dem Transporter sitzt. Stellt man ein bekanntes Schwein rein, steigen die anderen auch zu 100% gern zu. 100% ebenfalls von 25 Schweinen. Man reist auch als Schwein umweltschweinig am liebsten allein oder mit engen Bekannten. Aber eben nicht mit fremden Schweinen. Dazu hat eine meiner Töchter damals eine FBA geschrieben, es war also nur ganz am Anfang wirklich ein Scherz. Später dann war es Schweinearbeit mit Videodokumentation etc. etc.. Kam im Gymnasium jedoch nicht so gut an, weil der Umweltgott damit beleidigt wurde. Sie bekam ihre 15 Punkte, war ab dann aber ideologisch das Umweltschwein, obwohl sie nur bewiesen hat, das Menschen wie Schweine handeln.


    Da hilft das ökofaschistische Indoktrinieren also auch nur begrenzt. Bei Schweinen gar nicht.

    Das finde ich übertrieben.


    Klar, wenn man in fast leeren Zug kommt, und es genug freie Vierergruppen gibt, geht man schon lieber dahin, als sich wo dazuzusetzen.


    Bei Schweinen keine anderen Schweine, als jene aus ihrem Stall getroffen haben, ist es natürlich kein Wunder das sie auf fremde Artgenossen panisch reagieren.


    Ein Hofhund der jahrelang nicht aus seinen Zwinger durfte reagiert natürlich auch pansich auf Artgenossen. Aber ein Wohnungs- oder Familienhund der fast jeden Tag auf der Hundewiese spielen und Artgenossen treffen darf, freut sich eher über Artgenossen.


    Auch der letzte „otto-normal“ Kunde merkt einen gigantischen Unterschied zwischen 3G und 4G. Ganz ohne Speedtest. Das Stichwort lautet Ping...

    Solange der Ping nicht über 80ms geht merkt man es bei normaler Smartphone- und Tabeltnutzung eigentlich kaum. Jedenfalls nicht den Unterschied zwischen 30-50ms HSPA+ und 20-35ms LTE. Das würde man höchstens bei Spielen merken.

    Aber bei wem wird abkassiert? Wer nutzt das Handy in der Schweiz (z.B. CallYa) bei einem Preis von 4.200€ pro GB??? Nach 60€, die man innerhalb von Minuten oder Sekunden erreicht, wird sowieso abgedreht. Auch ein Geschäftskunde wird diesen Tarif nicht bezahlen.


    Die meisten schalten wir zum Flugmodus um oder verwenden eine andere SIM. Viele schalten das Handy sogar ganz aus. So wird gar nichts kassiert. 10 bis 20€ pro Woche würden sicherlich viele zahlen um die GB von zuhause im Urlaub verwenden zu können. Aber solche Mondpreise wie bisher, oder 10€ für eine Durchreise von etwa 3 Stunden, sicherlich nicht.

    5,99€ für das ReisePaket Plus (50min + 50sms + 100MB Daten) find ich schon okay. Vorallem wenn in der Unterkunft eh WLAN hat, dann reichen 100MB pro Tag locker aus. Und bei den Schweizer Preisen fallen dann 5,99€ zusaetzlich pro Tag auch nichts ins Gewicht.


    Wasserstoff verbrennen? Phänomenal. Da entstehen keine NOx. Nein. Nein.

    Na und?


    Trotzdem ist die Verbrennung von Wasserstoff deutlich schadstoffärmer als die Verbrennung von Benzin. Und Stickoxide lassen sich durch NOx-Katalysatoren ganz gut abbauen.


    Zudem würde der Verbrennungsmotor ja eh nur vorwiegend Überland auf Bundesstrassen und Autobahnen benötigt, und da geht von einem kleinen bisschen Abgas die Welt schon nicht unter.


    *****


    Aber für hohe Leistungen wie man sie Überland braucht sind Brennstoffzellen nicht geeignet. Denn für die benötigten Leistungen wäre der Platzbedarf und das Gewicht viel zu gross. Da würde ja ein Auto zum mindestens 3 Tonnen Panzer werden.


    Die Domäne der Brennstoffzellen sind niedrige Geschwindigkeiten bis etwa 70 km/h, dafür hält sich die benötigte Leistung und damit auch Baugrösse und Gewicht im Rahmen.



    Am Ende wird sich das wirtschaftlichste System durchsetzen.

    Das was zählt ist die Wirtschaftlichkeit in Relation zu Komfort / Flexibilität / Mehrwert / Geschwindigkeit


    Etwas was zwar sehr wirtschaftlich aber zugleich unflexibel, unkomfortabel ist und sich nur mit Verzicht und Einschränkungen nutzen lässt, wir auch nicht akzeptiert werden.


    Bestes Beispiel ist da ja der ÖPNV. Je mehr man da das Angebot, also Takt und Linien ausdünnt, desto wirtschaftlicher scheint zunächst das Angebot zu werden. Nur wird es dadurch eben auch unkomfortabler, unflexibler und langsamer so das dann immer mehr Leute abspringen.


    Das ändert am Ende aber wenig dran dass es sinnvoll ist die Ladelast zentral beeinflussen zu können um den Energiebedarf über Nacht möglichst gleichmäßig zu verteilen und ggf. aus den angeschlossenen Elektrofahrzeugen einen Teil rückspeisen zu können um möglichst wenig Regelreserve nutzen zu müssen, wenn wie Anja vorschlägt alle einfach an 240V mit konstant 3.7kW hängen müssen die Spitzen komplett mit Reservekraftwerken abgefangen werden was halt relativ teuer ist.

    Wenn man mal davon ausgeht das die meisten Leute ihr Elektroauto frühestens am Abend, meist erst vorm Bett gehen, ans Stromnetz anschliessen würde der Grossteil der Ladeleistung ohnein in die Schwachlastzeit fallen.


    Und auch wenn jemand schon eher lädt ist es bei "nur" 3.7KW Ladeleistung noch verkraftbar.


    Natürlich ist dein Konzept von der Effizienz her noch ein Tick besser, das lässt sich nicht leugnen. Aber der Aufwand für so ein System ist eben deutlich grösser, und würde erstmal grosse Investitonen auf Kundenseite erfordern, die aber keinen wirklichen Nutzen bringen. Ausser vielleicht einen paar Cent billigeren Strompreis. Aber das dürfte sich kaum lohnen.


    Aber ich denke den Technisch nicht versierten ist es egal ob 3G oder 4G genutzt wird, Hauptsache Facebook, Whatsapp, Instagram und Youtube rennen?

    Ein technisch nicht versierter Kunde macht zwar keine Speedtests, bemerkt aber das 4G optisch nach mehr aussieht als 3G, und wundert sich dann wenn er am gleichen Ort manchmal 4G aber manchmal nur 3G hat.

    Anja mit seinen anfallartigen, plötzlichen Spontanfahrten ist sicher eine Randgruppe, die später aus finanziellen Gründen gar nicht mehr fahren wird.

    Ich würde sagen, es ist eher umgekehrt, man hat abseits der Grossstädte und Ballungsräume garkeine ander Möglichkeit als selber dem Auto zu fahren.


    Gerade die Alltagsfahrten, die man auch mit einem Elektroauto fahren könnte sind eh kein Spass sondern eher eine laestige Notwendigkeit. Auf die könnte ich ruhig gerne verzichten, wenn es brauchare Alteranativen gäbe. Also 20min Takt von 6-23 Uhr, maximal 750m (durchschnittlich ~300m) zur den naechsten Haltestellen und gute Verbindungen in alle Richtungen.


    Bei Wasserstoff ist es wie bei Verbennern. Man braucht einen Sack voller Edelmetalle, die am Ende der Nutzungsdauer per Abgas über die Landschaft verteilt wurden. Dagegen bleibt das unedle und vergleichsweise häufige Kobalt und Lithium beim eAuto vollständig im Auto und kann recycelt werden.

    Bei der Verbrennung von Wasserstoff im Ottomotor braucht es tendenziell sogar weniger Edeltalle als beim klassischen Benziner, da Wasserstoff schadstoffärmer verbrennt als Benzin, und deshalb das Abgasreinigungssystem einfacher ausfallen kann.


    Bei der Brennstoffzelle werden die Edelmetalle auch nur als Katalysator benötigt, und deshalb eigentlich kaum verbraucht (ein kleiner Teil in der Praxis wohl schon) aber die Recyclingquote dürfte auch recht hoch sein.


    Bei so kurzen Strecken ist ein Auto (ausser bei Schlechtwetter als Wetterschutz) eigentlich ohnehin oversized, sondern da wäre dann ehrlich gesagt ein Elektroroller das vernünftigste Verkersmittel der Wahl wenn man den ÖPNV mal aussen vor lässt. Bei 5km und 8km würde es sogar ein muskelbetriebenes Fahrrad tun, jedenfalls bis 25° C.




    Das mag in bevölkerungsarmen Gegenden noch so sein. Hier in Rhein-Main ist die Situation eher so, dass sehr langsam gefahren wird. Zumindest von denen, die ihr Benzin vom sauer verdienten Geld bezahlen müssen. Schneller als 130 und meistens sogar als 100 fahren hier eigentlich nur noch geschäftlichen Mittel- und Oberklassefahrzeuge mit Tankflatrate.

    Dafür gibts aber in Ballungsräumen den ÖPNV als Alterantive.


    Und ich glaub es liegt eher an der Streckenlänge als an den Kosten. Weil ob man jetzt für eine Kurzstrecke 17min oder 22min unterwegs ist macht keinen wirklichen Unterschied, auf die paar Minuten kommt es nicht drauf an.


    Aber ob man eine Strecke in etwa 2:30 Stunden "reisst" oder ob man dafür dann schon 3:15 Gesamtreisezeit + 0:20 Pause + 0:10 Ab-/Auffahrt und Parkplatzsuche = 3:45 Stunden braucht macht eben schon einen enormen Unterschied.


    Aber 1 1/4 Stunden Zeitgewinn, bei Hin- und Rückfahrt am gleichen Tag sogar insgesamt 2 1/2 Stunden Zeitgewinn, sind die höheren Spritkosten dann auf jeden Fall wert.

    Man merkt, dass du selbst kein Unternehmer bist. Entweder trifft man die Entscheidung für Elektro oder man trifft die Entscheidung für Wasserstoff. Tut man das nicht, hat man die deutsche Situation mit Alibi-Elektroautos in Kleinserie zu absurden Preis-Leistungs-Verhältnissen.


    Für diesen Fall ist natürlich eine kleine Halle zur Montage der Akkus ausreichend. Für diesen Fall braucht man keine eigene, wirtschaftlich wettbewerbsfähige Zellenfertigung. Deshalb haben wir ja die derzeitige Situation. Exakt deshalb. Und wenn das die Entscheidung der deutschen Industrie und Politik ist, dann muss man das eben zur Kenntnis nehmen. In Alibi sind wir ja ganz groß, siehe z.B. Dosenpfand und grünen Punkt und Energiewende mit erforderlichem Hochfahren der Braunkohle.

    Das was der aktuelle Stand der Technik bei Elektroautos hergibt taugt meiner Meinung nach nicht um die Verbrenner abzuloesen. Deshalb macht eine Grossserienfertigung keinen Sinn, weil die Dinger einfach nicht massentauglich sind, sondern allenfalls fuer Nischenanwendungen taugen.


    Aber als Hersteller sollte man natuerlich trotzdem ein paar Modelle im Portfolio haben, wobei man von denen aber erstmal keinen grossen Gewinn erwarten kann. Sondern wuerde sie eher einerseits als "Entwicklungsobjekt" und andererseits als "Imagetraeger" sehen.


    Erst falls der technische Durchbruch gelingt, kann man ueber eine eigene Massenproduktion nachdenken. Wobei man da pruefen sollte ob es sich wirklich lohnt oder ob man nicht dauerhaft lieber nur zukauft.



    Wasserstoff? Die Wirkungsgrade bei der Herstellung des H2 sind so spannend, dass dieser deutsche Traum einfach nur noch lächerlich wirkt. Entweder baut man dafür dann neue Atomkraftwerke oder Autos können sich nur noch die obersten 10000 leisten. Über die Flüchtigkeit, die geringe Energiedichte, das Sicherheitsrisiko und die Kosten für das Tankstellennetz müssen wir gar nicht erst reden.


    H2 heißt nicht umsonst Knallgas. Jede Tankstelle wäre das perfekte Ziel für Terroristen.

    Wasserstoff ist nicht soviel gefaehrlicher als Benzin, und wenn man mit Knallgas argumentiert, muss man sagen das auch Benzindaempfe nicht so ungefaehrlich sind.


    Ich denke aber, energetisch betrachtet und auf Grund der Einfachheit der Konstruktion hat H2 gegen Elektro keine Chance. Nicht einmal ansatzweise. Jeder Umwandlungsschritt bedeutet bei Energie Verlust, entsprechend macht die Umwandlung Elektro - Wasserstoff - Elektro keinen wirklich Sinn, wenn Elektro in ausreichenden Mengen speicherbar ist.

    Allerdings ueberzeugt das Konzept Akku + Elektromotor oder auch Brennstoffzelle + Elektromotor nur bei niedrigen Geschwindigkeiten wo sich der Leistungsbedarf im Rahmen haelt.


    Wasserstoff hat aber den Vorteil, das man ihn einerseits bei geringem Leistungsbedarf relativ hocheffektiv in einer Brennstoffzelle verstromen und dann über einen Elektromotor nutzen kann, andererseits aber bei hohem Leistungsbedarf einfach in einem Ottomotor verbrennen kann.


    Ausserdem geht der Tankvorgang wesentlich schneller als eine Akkuladung, selbst wenn man mit CCS-Schnellladung vergleicht.


    Wenn du für den Verbrennern und/oder H2 eine große Zukunft siehst, hast du dann z.B. Aktien von Shell oder Gazprom? Die liefern ganz treu Dividenden, von denen Omi eine feuchte Hose bekäme bzw. für die Omi ihr Tagesgeld 25 Jahre liegen lassen müsste. Hast du? Oder auch nicht? Man muss sich entscheiden! Im Leben! Man ist als Mann nämlich keine Amöbe, die sich treiben lässt. Eigentlich.

    Habe zwar ein paar Aktien im Depot (aus der Zeit als die Orderkosten noch geringer waren) aber keine Mineraloelkonzerne.


    L'Oreal, NRJ, Kabel Deutschland, United Continental, etc.

    Noch ist der Markt für Elektrofahrzeuge nicht so gross das wir dafür in Europa eine Gigafactory braeuchten. Erst mit Milliarden eine Gigafactory errichten und dann stellt sich raus, das sich vielleicht stattdessen Wasserstoffantrieb durchsetzt wäre doch auch doof.


    Wenn man genug Geld verdient um sich nicht nur das Leben im Hier und Jetzt halbwegs passabel zu gestalten, dann kann man natürlich auch Geld zurücklegen und nicht nur zu Niedrigzinsen, sondern auch in Aktien, soweit stimme ich dir zu. Aber man sollte nicht erwarten immer mehr als 30% Gewinn machen zu können.


    Google und Facebook hatten das Glück, das Google nun Youtube und Android, Facebook nun Instagram und WhatsApp als neue Zugpferde hat. Wäre das nicht gelungen, sähe es für Beide düster aus. Die Google Suchmaschiene und Facebook selbst sind Beide ja inzwischen eher auf dem absteigenden Ast.