Beiträge von Anja Terchova


    Geschenke sollen deiner Meinung nach ausdrücklich nicht sinnvoll sein? Aha. Schon mal in Erwägung gezogen, dass das eine das andere nicht ausschließt?

    Am meisten freue ich mich ueber Geschenke die ich mir selber nicht kaufen wuerde.


    Was sinnvoll ist, oder ich als sinnvoll ansehe, wuerde ich mir ja ansonsten eh selbst kaufen. Dann hat man quasi nur den Kaufpreis gespart, und das Geschenk ist eigentlich genauso wie ein Bargeldgeschenk.



    Ein Auto motiviert dich also durch seine Optik für drei bis vier Jahre durch den Alltag zu kommen? Auch das tut mir ganz ehrlich leid. Was machst du dann im fünften Jahr?

    Dann wird es irgendwann wieder verkauft und ein Neues gekauft.


    Martyn meinte in einem (anderen?) Thread, dass das durchaus einkalkuliert sei und dass einem das im Alter ja mehr oder weniger egal wäre...

    Ist es auch irgendwie. Die ersten Jahre des Ruhestands kann man meist schon noch irgendwie abfedern, und irgendwann in den Siebzigern sind die meisten Leute eh in einem Zustand wo sie froh sind wenn sie sich noch ohne Hilfe selbst versorgen koenne. In Punkto Freizeitgestaltung geht da dann eh nicht mehr viel.

    Eins sollte dir aber klar sein: die dich umgebende Infrastruktur, auch die soziale, könnte bei deinem Einsatz keinesfalls erhalten werden. Exakt diese Entwicklung steht Deutschland bevor, weil immer mehr Leute nicht bereit sind zu leisten. Die Konsequenzen werden dann exakt diese Leute zu tragen haben.

    Tendenziell hast du da zwar vielleicht nichtmal Unrecht, bis dahin bin ich eh alt oder sagen wir zumindest mittelalt, und was man erlebt hat das hat man erlebt, und kann einem keiner mehr nehmen.


    Es geht im Leben nur am Rande um Konsum. Deinen Alltag bereichern, wenn du ehrlich zu dir bist, materielle Dinge so gut wie nicht. Ein neues Auto hat vielleicht einen Effekt von 14 Tagen, danach ist es normal. Somit ist es sinnlos sich an sowas aufzugeilen. Das Stichwort ist eher leichtes Gepäck gepaart mit Familie und Freunden.

    An einem Auto kann man schon so drei, vier Jahre Freude haben. Jedesmal wenn man irgendwo parkt und zurückkommt bekommt man dann die optische Bestätigung das man damit zumindest zur Mittelschicht gehört. Und das ist schon viel wert und schöne Alltagsmotivation.

    Pauschal kann man es zwar nicht sagen, aber ich wuerde mal davon ausgehen, das wenn die Strasse breit genug waere auch Markierungen vorhanden waeren, und wenn keine Markierungen vorhanden sind, sie Strasse eben nicht breit genug ist.


    Solches "inoffzielles zweispuriges abbiegen" minimiert zwar die Staugefahr aber kann eben schnell zum Sicherheitsrisiko werden. Solange nur PKW im Spiel sind es es kein Problem.


    Aber sobald LKW ins Spiel kommen wirds dann schonmal eng das zwei Fahrzeuge nebeneinander passen.


    Die groesste Gefahr ist aber dann beim eigentlichen Abbiegen, wenn dann links ein Van oder LKW steht, und rechts ein PKW, sieht der PKW den Verkehr von links auf der Bundesstrasse nicht gut. Bei offiziellen Markierungen ist es ja so, das dann der Haltebalken links so 2m weiter hinten ist als der Haltebalken der Rechtsabbieger rechts, so das das die Rechtsabbiger immer uneingeschraenkten Blick nach links haben. Aber das wird ja beim "inoffzielles zweispuriges abbiegen" meistens nicht gemacht.

    Meine Kids haben in den Schulferien immer gearbeitet. Nie in den eigene Firmen! Vom Geld wurden jeweils mindestens 50% gespart und angelegt. Oberstes Credo war, frühzeitig zu „übersparen“, um finanziell frei zu werden. Dafür gibt es heute einen Fachbegriff, letztens gelesen, wieder vergessen. Irgendwas mit Frugalist oder so?.

    Mit dem was man in einem Ferienjob verdient wird man so oder so nicht finanziell unabhängig. Ob man da jetzt 50% spart oder nur 20% macht ehrlich gesagt keinen wirklichen Unterschied, weil es viel zu kleine Summen sind.


    Und "frei sein" kommt drauf an wie man es definiert. Natürlich sollte man ein paar Reserven ansparen, damit falls man gekündigt wird, oder die Selbstständigkeit kritisch wird, nicht gleich zum Sozialamt muss, sondern erstmal ein paar Monate auf dem gewohnten Lebensstandard ueberbruecken kann.


    Aber so frei, das man vom eigenen Vermögen leben könnte, wird man mit einem normalen Einkommen nicht.


    Und wenn dann höchstens zu dem Preis, das ganze Leben in Armut zu verbringen, um es dann bis zum Rentenalter gerade so zu schaffen.Das macht auch keinen Sinn.


    Zu Geburtstagen etc. gab es nur marginale Mengen an Bargeld. Ansonsten sinnvolle Geschenke oder eben Aktien..

    Geschenke sollen nicht sinnvoll sein, sondern sollen Freude machen.



    Wer sich von Statussymbolen treiben lässt, hat das System nicht verstanden. Schlicht und einfach! Was ist Status? Mein Status ist Freiheit gepaart mit 5 gesunden Kindern, denen wir eine solide Ausbildung mitgeben konnten. Alles andere ist Konsumbullshit, die Möhre, die man denen hinhält, die darauf abfahren.

    Wer es schlicht und einfach will, der braucht überhaupt nicht arbeiten gehen. Der kann auch "hartzen". Gerade bei 5 Kindern würde da doch einiges zusammenkommen. ;)


    Aber nen Audi gäbe es beim "hartzen" nicht, deshalb arbeitet man dafür. So sehe ich das. ;)


    Was nutzt dir dir deine Freiheit wenn du sie nicht wirklich nutzt, sondern ganz im Gegenzeit fast das doppelte arbeitest wie bei einem durchschnittlichen Vollzeitjob?

    Überkonsum ist jedenfalls der falsche Weg. Denke ich mal so.


    Letztlich muss man alle Ausgaben über die Einnahmen definieren. Du kannst doch nicht ernsthaft mehr als 10 Monatsgehälter für ein Auto ausgeben wollen. Da wäre mir, ehrlich gesagt, meine Lebenszeit zu schade. Du tauschst letztlich doch Lebenszeit gegen verrottendes Blech. Je höher der Zeiteinsatz, desto schlechter der Tausch. Bei 1400€ netto würde ich mir einen alten Klapperkasten selbst reparieren und dann abfahren.


    Für 1000€ kaufen wir regelmäßig alte Kisten für Erdbaustellen. Die haben TÜV und laufen überwiegend mindestens 24 Monate störungsfrei. Wir setzen da aber auf alte Golf III und Skoda Fabia. Die sind primitiv und relativ robust.

    Man muss sich aber auch etwas gönnen was man sich leisten kann ... und so ein Auto in der 8.000€ bis 15.000€ Klasse ist eben das Typische Ziel der Mittelschicht.


    Es macht doch keinen Sinn von von 1.400€ netto auf eine eigene Immobilie zu sparen die man sich entweder nie, oder allenfalls im Rentenalter leisten könnte.


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    Oder mal ein anderer Vergleich: Ein Fünfjähriger hat mit Süssigkeiten für 10€ bestimmt eine Menge Spass. Würde er das Geld sparen und inklusive Inflationsausgleich 12% Rendite erreichen, dann hättte er mit 35 fast 300€ zusammen. Aber wer hat mehr Spass. Ich glaube der Fünfjährige.


    Statussymbole, vorallem solche, die mittelfristig, sagen wir innerhalb von 2-10 Jahren erreichbar sind, sind doch das was uns antreibt.


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    Und nach dem Einkommen fragt eben niemand wenn man etwas kauft. Wenn man sich in der Schweiz ein Mittagessen mit Getränk und Expresso hinterher kauft, ist man eben seine 60 CHF los, obwohl man kein Schweizer Gehalt hat.


    Ich wohne in einer nahezu komplett deindustrialisierten Gegend, entsprechend bekommen auch deutlich mehr Sachsen als z.B. Bayern nur Mindstlohn und können von den gewerkschaftlich durchsetzten Betrieben und dem dort beschäftigten Edelproletariat nur träumen.

    Auch in Bayern ist nicht alles so toll. In vielen Gegenden sieht es naemlich aehnlich aus, auch da überwiegt der Niedriglohnsektor.


    Und in vielen Gegenden gibt es zwar gut bezahlte Jobs, aber dafür ist dort der Wohnangsmarkt katastrophal, also horrende Mieten und Immobilienpreise. Das frisst dann auch wieder den Verdienst auf.


    Es sind schon deutsche Touristen, auch solche ohne doppelte Staatsangehörigkeit, im Türkei-Urlaub verhaftet worden und als Faustpfand benutzt worden um von der deutschen Regierung Panzerlieferungen und ähnliches zu erpressen. Es steht natürlich jedem frei auch weiterhin in diesem Land zu urlauben, aber ich und mein ganzes Umfeld haben sich schon vor einigen Jahren entschieden dieses Land nicht mehr zu bereisen. Die EU hat 27 Mitgliedsstaaten, da hat man genug Alternativen.

    Ich glaub wenn man nicht gerade politischer Aktivist oder politischer Journalist ist, dann hat man in der Türkei nichts zu befürchten.


    Und EU-Länder sind auch nicht unbedingt besser, wenn man z.B. nach Spanien schaut. Katalenen die nur friedlich zu einer nicht offiziell anerkannten Wahl gingen wurden niedergeknüppelt, für Schwarzafrikaner die sich mit Macheten und selbstgebauten Flammenwerfern bewaffnet haben, lässt man gewähren und will jetzt sogar den Stacheldraht abmildern.



    Interessanter wäre da schon die Ukraine und Russland, z.B. für eine Schwarmeertour von Bulgarien über Rumänien, die Ukraine bis nach Sotschi oder eine Ostseetour von Deutschland über Polen, Ostpreußen/Kaliningrad, die baltischen Staaten bis nach St. Petersburg oder gar weiter nach Helsinki und dann ggf. mit der Fähre zurück nach Rostock.

    Könnte man natürlich auch dazu nehmen. Reisen in die Ukraine sind ja auch kein Problem, aber nach Russland ist es für EU-Bürger wegen Visa-Pflicht leider schon recht aufwendig.

    Und Auto kaufe ich privat sicher auch absehbar kein elektrisches, weil mein oberster Grundsatz der ist, nie mehr als 1-2 Nettomonatsgehälter für ein Auto auszugeben. Wozu auch.

    Auto kann man schlecht in Gehältern definieren, weil der Verkäufer fragt nicht nach dem Einkommen, sondern will eine bestimmte Summe sehen.


    In deiner Einkommensklasse mögen 1-2 Nettomonatsgehälter reichen, da hast mal was von Reichensteuer erwähnt, da wäre man dann auf einen Single umgerechnet bei mindestens 10.400€ brutto / 5.500€ netto. Ja, in der Preisklasse von so 8.000€ bis 11.000€ bekommt man schon schicke Fahrzeuge.


    Mein absoluter Favorit wenn es ein Benziner sein darf: https://suchen.mobile.de/fahrzeuge/details.html?id=261985767
    Mein Favorit wenn es unbedingt ein Diesel sein soll: https://suchen.mobile.de/fahrzeuge/details.html?id=263070473
    Noch ein chicer Benziner: https://suchen.mobile.de/fahrzeuge/details.html?id=264439456
    Und ein chicer Diesel: https://suchen.mobile.de/fahrzeuge/details.html?id=261429744


    Aber für 1-2 Nettomonatsgehälter von 2.100€ brutto / 1.400€ netto bekommt man nicht wirklich was Brauchbares.


    Meine Italienischen Kollegen verdienen als Ingenieur in Norditalien mit einer vergleichbaren Position etwa ein Drittel wie ich und sind damit immernoch bei den Gutverdienenden Angestellten die sich eine eigene Wohnung leisten können.
    Von fast nicht vorhanden Sozialleistungen und eher noch schlechterem Gesundheitssystem als Deutschland will ich gar nicht anfangen.
    Was in Deutschland wirklich unterirdisch bezahlt wird ist Dienstleistung und Gesundheitswesen, als Arbeiter oder Angestellter in der Industrie hat man beim besten Willen keinen Grund zu Neid auf die Südeuropäischen Kollegen.

    Unrecht hat 01833 aber nicht, denn die Eigenheimqoute ist in Italen jedenfalls deutlich höher als in Deutschland. Vorallem auch bei jüngeren Leuten.


    Wenn man die mittleren Einkommensschichten betrachtet, dürfte das Einkommensniveau bei so 70-85% von Deutschland sein, aber dafür sind vorallem Wohnen (Immobilienpreise und Miete) aber auch Mobilität (Autos aber auch ÖPNV) deutlich billiger.