In den GSMonly Gebieten hängen noch zuviele Stationen an einer 2MBit SDSL Leitung oder sind über eine Richtfunkkette angebunden.
In den Gebieten wo ich war, war bei E-Plus und o2 immer Richtfunkanbindung die Regel, vorallem in den Kleinstaedten. Weil da die Standorte meist ohnehin ausserhalb der Stadt auf einem Huegel oder im Industriegebiet auf einem Schornstein oder Silo sind, war da ja Richtfunk nie ein Problem.
Und denke die Richtfunkanbindung muss man mit dem Umbau eh sehr oft anpassen, damit die Stationen den Weg zum o2 BSC statt zum E-Plus BSC finden. Da wo es noetig ist die Kapazitaet zu erhoehen sollte nicht so schwer sein. Zumal man fuer z.B. 3x GSM900 + 3x LTE900@3MHz oder 3x GSM1800 + 3x LTE1800@5MHz ja keine so uebertrieben gute Anbindung braucht.
In den GSMonly Gebieten hat man eh wenige Kunden, daher haben Gebiete mit hoher Kundenzahl vorrang.
Kann man nicht so sagen. Bis 2008, solange als es das T-Mobile Roaming gab, in den Active Tarifen sogar auch fuer UMTS, und UMTS eh noch nicht so wichtig war, hatte o2 in diesen Gebieten noch viele Kunden. Teilweise war o2 da direkt die No. 2 hinter T-Mobile. Aber durch das festhalten an GSMonly werden die Kunden natuerlich immer weniger.
Und die Kundenzahl in den Grossstaedten ist wohl auch ueberschaubar, wenn ich mal die Daten von senderlistemuc.de als Basis nehme. Da gibt es im Erfassungsgebiet jetzt 483 Telefonica Standorte in dem Gebiet das ca. 2 Mio. Einwohner umfassen duerfte (es geht etwas ueber die Stadtgrenze hinaus, aber nicht so weit wie das S-Bahn Netz). 2 Mio. Einwohner / 483 Standorte -> ~ 4.150 Einwohner pro Standort. Gut, München hat natuerlich mehr Einpendler und Besucher als eine Kleinstadt, also verdoppeln wir mal diese Zahlen, dann sind wir bei ~ 8.300 Einwohner+Besucher. Diese Zahl wuerden die meisten Kleinstaedte mit ihren Umlanddoerfern auch schaffen, oft sogar uebertreffen.

