Sozialliberal? Thüringen wird Rot-Rot regiert. Eher doch Sozialistisch. Sozialliberal ist was ganz anderes. :eek: Liberal bedeutet nämlich anderer Leute Meinungen neben seiner zu akzeptieren. Dazu neigen weder Rote noch Braune noch Grüne und die Dunkelroten erst recht nicht.
Erstens ist die Rot-Rot-Grüne Regierung bei weitem nicht sozialistisch, sondern macht eine ganz gute Arbeit, zweitens hatte Thüringen auch schon Schwarz-Rote und Schwarz-Gelbe Regierungen, wobei aber auch die CDU-Ministerpräsidenten bislang halbwegs moderat waren.
Nicht so wertkonservativ wie ein Michael Kretschmer oder Markus Söder, von denen man meinen könnte sie hätten Rodrigo Duterte als Vorbild. 
In Jena ist übrigens am Sonntag Stichwahl zwischen SPD Amtsinhaber und einem FDP Mitbewerber. 
Die sogenannten Schwarmstädte, die in den letzten Jahren mit Studenten geflutet wurden, stehen IMHO auf dem Gipfel ihrer Entwicklung. Glaubst du etwa ernsthaft, dass es nicht irgendwann ein Standortnachteil wird, wenn Mieten aufgerufen werden, die stramm in Richtung 50 % des Nettoeinkommens laufen? Und die Kaufpreisentwicklungen haben sich in den letzten Jahren sehr sehr deutlich von den Mietentwicklungen entfernt. Ergo besteht trotz allem Gesundbeten erhebliches Rückschlagpotenzial.
Jena ist zwar bei den Mieten nicht wirklich günstig, die Kaufpreise liegen aber noch im vertretbaren Bereich.
Langfristig spricht im vergleich Sachsen vs. Thüringen beispielsweise eine 3 x so hohe Verschuldung der Thüringer bzw. pro Kopf in etwa eine 6-fache Verschuldung gegenüber den Sachsen. Das Geld wird letztlich an anderer Stelle fehlen. Sich bezüglich der westlicheren Lage westlich gelegene Städte herauszusuchen, in denen man "schneller" sein kann, halte ich für ein wunderbar idiotisches Argument. Wenn wir in den Urlaub fliegen, dann ab Berlin oder Prag (letztes immer öfter). Nürnberger Lebkuchen muss ich nich in Nürnberg abholen fahren, ich esse sowieso lieber Pulsnitzer Pfefferkuchen. Zu FFM: Dort arbeitet meine Tochter, so dass ich 4-5 x im Jahr dort bin. Ich vermute, dass ich von Jena länger brauche, als ab Dresden, da ich ab Dresden billigst dorthin fliegen kann. Nähe kann somit manchmal sogar hinderlich sein. :cool:
Staatsfinanzen finde ich nebensächlich, wichtiger finde ich es das der Staat seinen Aufgaben nachkommt. Nichts ist ärgerlicher als wie wenn die Kommunen so geizig sind das es keinen DSL-Ausbau gibt weil die Kommunen nicht den Eigenanteil schultern wollen, oder es keinen vernünftigen Winterdienst oder keine ausreichenden Kita-Plätze gibt.
Und Flüge sind nur dann billig wenn man wochenlang in voraus bucht, und sind zudem zeitlich unflexibel.Geradeso einee Strecke wie Dresden-Frankfurt will man aber nicht ewig voraus buchen sondern eher spontan machen.
Und gerade beruflich schadet es eben nicht wenn man ein paar Grossstädte und Ballungsräume in Reichweite hat.
Srgendwie kann man an deinen Argumenten deutlich erkennen, dass du leider nur den Mainstream und das, was beim Grillen geplappert wird, nachplapperst.
Ich mache mir schon meine eigenen Überlegungen. Vorallem finde ich muss man auch daran denken was ist wenn man ein Kind hätte und es grösser wird.
Ein Dorf ist zwar vielleicht für ein Kleinkind schön, aber wenn es älter wird, dann wird ein Dorf ohne ÖPNV schnell zum "Gefängnis" ausser ein Elternteil ist daheim und bereit ständig Elterntaxi zu spielen.
Viele Grossstädte mit Ballungsraum sind in manchen Gegenden unbezahlbar teuer und in anderen Gegenden so verslumt das es dort nicht mehr wirklich sicher ist, vorallem für Kinder und Jugendliche.
So Städte wie Jena oder Gera finde ich da am geeignetsten.