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Original geschrieben von drueckerdruecker
Restaurantbesuche lassen sich ganz gut steuern und regulieren, aber Lebensmittel braucht ja jeder jeden Tag. Doppelt so teure Milch wie im deutschen Discounter macht bei 'nem halben Liter pro Tag schon 18 Euro pro Monat. Und dazu sind ja Lebensmittelpreise in Deutschland generell günstig wegen der allgemein verbreitete, flächendeckenden und beliebten Disounter.
Daß "in anderen Ländern" Treibstoff UND Nahverkehr UND Taxi "sehr viel billiger" ist, bedarf wohl keines weiteren Kommentars.
Deinen Milchkonsum finde ich schon arg hoch angesetzt, denke das normalerweise einem Erwachsenen einen Literpackung schon so fuenf Tage reicht. Macht also 6l im Monat. Am Wochenende wenn man ein paar Deserts macht und etwas backt vielleicht schon mehr, aber dafuer an manchen Arbeitstagen so gut wie garkeine. Ausser vielleicht ein bisschem fuer einen LatteMacchiato.
Eine Preissteigerung um 0,65 €/l wuerde dann 3,25€ Mehrkosten im Monat bedeuten. Das waeren nur Peanuts.
Benzin braucht man im Monat aber schnell mal 100l. 0,35 €/l weniger wuerden da 35€ Ersparnis bringen.
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Original geschrieben von drueckerdruecker
Und daß "in anderen Ländern" "die meisten Leute mit spätestens 30-35 ihre eigene Wohnung" haben, ist geradezu hanebüchen. Man rufe sich einfach mal den weithin bekannten Fakt ins Gedächtnis, daß zum Beispiel in Italien und Spanien junge Erwachsene in dem Alter sich nicht nur kein Eigentum, sondern oft nichtmal eine Mietwohnung leisten können, sondern gezwungenermaßen immer noch im Hotel Mama ihre Füße weiterhin unter Papas Tisch stellen. Nach Belegen oder gar Zahlen für die aufgestellten Behauptungen braucht man garnicht zu fragen.
Die hiesige Miet-/Eigentumsquote zu dem "Hauptproblem" heraufzusterilisieren kann auch nur zur allgemeinen Weisheit erkorene, persönliche Wahrnehmung sein.
Natuerlich haben viele Laender eine deutlich hoehere Jugendarbeitslosigkeit als Deutschland und die Jungen Menschen dort muessen sich dann mit Gelegentheitsjobs ueber Wasser halten oder ein paar Jahre bei den Eltern wohnen bleiben.
Aber die Leute dort machen mehr Hochschulabschluesse, und irgendwann mit so 23-27 bekommen sie dann schon einen relativ gut bezahlten Job, und koennen sich dann relativ zuegig eigene Immobilien leisten.
Hier noch eine offizielle Statistik zum Immobilienbesitz in Europa: https://de.statista.com/statis…igentumsquoten-in-europa/
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Original geschrieben von drueckerdruecker
Mag ja durchaus sein, daß miunter die Hälfte des Einkommens - netto oder brutto? berufstätig oder verrentet? - für die Miete draufgehen. Aber die andere Hälfte vorschnell zur Hälfte einer ungenannten Mobilität zuzuschreiben und der große Rest pauschal von der anderen halben Hälfte bestritten werden muss, ist eine gleichermaßen typische, wie auch falsche Behauptung.
Natuerlich bezogen auf das Nettoeinkommen, denn nur das Nettoeinkommen bekommt man ja ueberhaupt in die Hand.
Wenn man jetzt von so 2.100€ Brutto ausgeht dann sind das fuer einen Alleinstehenden ohne Kinder mit mittlerem Krankenkassenbeitrag knapp 1.420€ Netto.
50% fuer Wohnen (Miete, Hausgeld, Heizkosten, Hausratversicherung) waeren 710€
25% fuer Mobilitaet (Wertverlust, Wartungskosten, Kfz-Steuer und Versicherung, Sprit) waeren 355€
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Original geschrieben von drueckerdruecker
So, und damit auch zum eigentlichen Thema etwas definitives gesagt wird: Wer derjenigen, der Deutschland hier immer wieder zum allerteuersten Mobilfunkland erklärt, bezahlt denn Listenpreise, also ohne deutliche Rabatte oder/und mitgelieferte/subventionierte Hardware? Jeder mit mehr als einigen Monaten Erfahrung im hiesigen Mobilfunksektor weiß doch genau, daß es bis vor 'ner Weile, aber Jahre lang sowohl von Vodafone, als von O2 so intensiv subventionierte Datentarife gab, daß man 3, 5, 6 oder 7,5 Gigabyte pro Monat für lau bekommen hat. Oder Fullflats (mit ein paar hundert ungedrosselten MBs) für nichtmal 'ne Handvoll Euros.
Und seit 'nem halben Jahr gibt es von O2 die sogenannten Free-Tarife, die auf auskömmliche 1 mbit/s gedrosselt werden, mit denen man leicht und locker zig Gigabyte pro Monat verbraten kann. Dafür zahlt man nominell höchstens 25€ (einschließlich Allnet-, SMS- und Reise-Flat), realistisch eher 15€.
Wenn man aber nur T-Mobile GSM/UMTS/LTE, Vodafone GSM/LTE und Telefonica GSM empfangen kann, dann fallen schon mal alle Telefonica-Tarife und alle Vodafone-ohne-LTE Tarife (Lidl Connect, mobi, Lycamobile, etc.) raus.
Wenn man dann noch gewisse Ansprueche hat, die garnicht hoch sein muessen, sagen wir mal ~250 Minuten und ~20 SMS quer durch alle Netze, und mindestens 1.500MB Datenvolumen, dann wird es schon schwierig ein guenstiges Angebot zu finden.