Handbücher mit ausführlichen Beschreibungen? Nicht dein Ernst! Schnee von gestern. Dafür gibt es doch Google.
Ich aerge mich schon bei Smartphones ueber fehlende Handbuecher. Zum Beispeil die Gestensteurung von Android 9 waere so eine Sache die schon erklaerungsbeduerftig waere.
Man kann es zwar auch durch Google erfahren, aber da sind oft die ersten drei, vier Treffer totaler Muell, der fuenfte Treffer extrem doof beschrieben, da muss man dann schon einige Zeit rumwuehlen bis man etwas brauchbares findet. Das ist "Zeitfresserei".
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Mehrere Apps? Dadurch wird das Telefon weder schwerer noch größer und es ist auch nicht komplex. Für mich spricht deshalb nichts gegen einen bunten Strauß von Messengern. Wir nutzen doch auch einen bunten Strauß aus Postdienstleistern, Essenslieferanten etc. In vielen Sektoren sind mehrere Lieferanten doch deutlich komplexer zu handeln und trotzdem tut man es.
Mir ist es schon zu doof mit mehreren Apps zu jonglieren.
Ich selber bin mobil per Instagram, iMessage und natuerlich per SMS/MMS erreichbar. Bei Facebook kann ich mobil keine Nachrichten lesen. Deshalb nutze ich Facebook Nachrichten (ca. 2x taeglich) und E-Mail (ca. 2x woechentlich) nur am Notebook.
WhatsApp verweigere ich mich komplett. Hab da leider ziehmlich schlechte Erfahrungen gemacht. In vielen Privatgruppen wird man regelrecht zugemuellt. Und wenn man Sprachnachrichten bekommt, anstatt das man angerufen wird, dann wird man egal ob privat oder beruflich eher belogen. Denn in einem Gespraech haben die Leute weniger Zeit zum ueberlegen und sind deshalb ehrlicher.
Grosse Teile der beschriebenen Segmente lassen sich schon heute kostenlos bzw. zu nahezu Nullkosten abwickeln. Deshalb nutzen die von dir beschriebenen Zielgruppen alternative Dienste. Wenn ein Türke zu Hause per WhatsApp anruft und dafür exakt nichts bezahlt, wird er auch nicht bereit sein, 10€ pro Monat für eine Flat oder eben 5 Ct pro Minuten für exakt die gleiche Leistung auf den Tisch legen. Wozu auch...
Das sehe ich komplett anders! Ich bin schon bereit fuer Komfort einen gewissen Aufpreis zu zahlen. Aber eben keine Wucherpreise.
Wenn man for der Wahl steht sich für 15€ ein Taxi zu rufen oder alternativ kostenlos bei Kaelte oder Regen eine Stunde durch die Stadt zu laufen, wuerden sich viele fuer das Taxi entscheiden.
Wenn aber das Taxi jetzt 500€ kosten wuerde, dann wuerden die Meisten trotz Kaelte und Regen lieber kostenlos durch die Stadt laufen.
Da geht es hin. Unaufhaltsam. In eine Gesellschaft mit besitzlosen Massen, die ihr Geld für Zugriffsrechte ausgeben. Und eine Elite, die Zugriffe gewährt. Die jungen Leute haben heute spät oder nie Wohneigentum. Viele haben keine eigenen Autos. Software gibts als Abo. Etc. Etc. Perfekt war/ist, den Leuten parallel einzuflöten, dass dieser Zustand „modern“ oder „ökologisch“ ist. Ein Sklave, der seine Ketten nicht sieht? Perfekt. Immer fleißig arbeiten muss er, sonst verliert er allesM weil ihm nichts gehört.
Diese Entwicklung wuerde ich nicht so Schwarz-Weiss sehen wie du!
Bei viele Sachen finde ich nach wie vor den Eigentum viel erstrebenswerter wie das Sharing. Zum Beispiel Auto, Klamotten, Schuhe.
Bei einigen Sachen wie z.B. Wohneigentum ist Eigentum fuer Normalverdiener einfach nicht machbar.
Bei anderen Sachen wie z.B. Filme, Musik und Software ist Sharing wirklich guenstiger als Eigentum. Wer sich zum Beispiel 1995 damals Windows 95, Office 95, Pocahontas, Toy Story, Apollo 13, Alben von Fanta 4 und Rednex gekauft hat, der hat damals eine ganze Menge Geld dafuer bezahlt. Heute ist aber Alles davon quasi nichts mehr wert. Monatlich ein bisschen was fuer Software und Streaming zahlen ist da da wirklich billiger.