Ökonomisches Arbeiten mit dem Geld und Zweckgebundenheit sehe ich natürlich als normative Voraussetzung eines Steuermodells bezüglich der Finanzierung des Rundfunks. Allerdings hast Du noch nicht verstanden, dass es dann nicht mehr darum geht, ob und wie intensiv jemand das Angebot nutzt. Wenn die Gesellschaft sich für ein öffentliches Gut entscheidet, dann muss es von allen finanziert werden.
GEZ: Es ist zum Kot... (Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio)
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Klar hab ich verstanden, was Du meinst. Aber im Moment regen sich schon genügend Leute über die Zweckentfremdung unserer Abgaben auf. Eine weitere Zwangsabgabe, die einfach so veruplvert wird, kann niemand begrüßen. Grundsätzlich kann ich Deiner Vorstellung schon zustimmen. Aber in Deutschland zeigt die Erfahrung leider, daß das nciht so funktioniert, wie man sich das vorstellt. Privatisierung bringt nix, weil es dann einen teuren Vorstand gibt und dann wird die Kohle einfach in die Taschen der Manager fließen und obwohl Tausende entlassen werden, wirds trotzdem nicht billiger. Dem Staat in die Hände drücken, würde bedeuten, daß die Kohle ebenfalls einfach so zum Fenster rausfliegt, immer wieder Erhöhungen kommen (wie ja jetzt auch schon) und sich nix ändert, bis auf die Tatsache, daß die Kosten-Verteilung noch ungerechter wird - wenn man die Nutzung des Angebots in Betracht zieht. Was bleibt dann noch übrig? Aus meiner Sicht wird sich kaum ein geeignetes Kontrollgremium mit bestimmten Befugnissen finden lassen. Von daher heißt es weiterhin. Wers nutzt, darf gern zahlen, wers nicht nutzt hat meinem Segen, die Zwangsabgabe zu umgehen. Basta! Hoffentlich liest kein Politiker diesen Thread, sonst haben die ne neue Idee für ne "GEZ-/Informationssteuer". 20 €, davon werden 5 gleich mal zweckentfremdet für die Rentenkassen oder so und der Rest geht direkt an die ÖR, weil man die GEZ dadurch ja nicht mehr braucht...
Ich bin nach wie vor für Pay-per-View zu annehmbaren Preisen. Auch wenn man eine entsprechende Settop-Box zur Erfassung der Kosten selbst bezahlen muß. Wenn sich die Preise im Rahmen halten, dann ist das zumindest die gerechteste Art und Weise, das Geld der Zuschauer zu kassieren. Außerdem sollten bei diesem Modell alle gleich behandelt werden. Also nicht nur in die Taschen der ÖR, sondern auch der Privaten!
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Meine Ausführungen waren ja auch nur theoretischer Natur oder besser "normativer", also wie es sein sollte. Dass es de facto stets suboptimal läuft, ist ein bedauerlicher Umstand.
Insofern hatte ich bei der Einführung des digitalen Fernsehens in Berlin zuerst die Hoffnung, dass damit die GEZ-Gebühr endlich von Fernsehgeräten abgekoppelt und die Gebühr erst bei Anschaffung einer Decoderbox fällig wird. Genau deshalb nervt mich die Erweiterung der Gebührenpflicht auf "neuartige Geräte" auch recht stark.
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Ja, aber wie gesagt, wenn man nicht will und sich übertölpeln läßt, haben sie kaum eine Chance etwas von Dir kriegen. Fordern werden sie immer, aber sie haben letztendlich die Beweislast und leider keine Handhabe. Von daher läuft alles immer mit überrumpeln und Leute für dumm verkaufen und sonstigen Tricks. Wenn man einfach ein paar Regeln beherzigt, dann kann einem auch nix passieren.
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Richtig, es geht zum einen um die GRUNDversorgung!
Da brauch ich keine 500 Mann in Portugal, auch keine 2 komplette Teams und nahezu identische Berichte von irgendwelchen Hochzeiten eines Königshauses, ebenfalls egal ist es mir, ob jetzt ein Thomas G. oder Harald S. über ARD/ZDF empfangbar ist oder via Sat1 und Co.
Wetten Dass blendet ständig Sponsoren ein. Harald S. geht IMHO weit über die Grundversorgung hinaus.
Warum müssen es ca. 30 verschiedene TV-Sender, unzählige Radiostationen, Internet-Auftritte etc. sein? Das ist keine GRUNDversorgung, das nennt man ÜBERversorgung!
Würde man die ÖR auf das nötigste beschränken (nein, Sponsoring von Musicals ala Mamma Mia gehört auch nicht dazu), käme man gut mit 2-5 EUR Gebühren aus und dann wäre die Zahlungsmoral auch deutlich höher.
Aber diese Verarsche der Bevölkerung ist nicht mehr zu tolerieren und deshalb hoffe, daß immer weniger Menschen die Gebühren zahlen.VFBler: Quelle kann ich dir nicht nennen, mußte selber mal suchen. Jedenfalls war es laut diverser Medien so, daß die EU Probleme damit hat, daß viele zahlen müssen (wir in Deutschland), die ÖR (und jetzt natürlich auch die Internetauftritte) von vielen Millionen Menschen mehr empfangen werden können und somit der Grundsatz der Gleichberechtigung nicht mehr gegeben ist.
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Es ist doch schon ein öffentliches Gut, wo für uns entschieden wurde, dass wir es zur "Grundversorgung" wollen und brauchen. Nur wurde es mal wieder kompliziert geregelt, um möglichst viele Menschen in Arbeit zu bringen, die natürlich aber auch wieder öffentliche Gelder kosten. Grundsätzlich bin ich ja auch dafür, dass wir - also die Bürger - uns eine unabhängige Berichterstattung "leisten", auf für diejenigen, die sie dann nicht nutzen (wollen). Eine unabhängige Presse bzw. Berichterstattung ist ein zusätzliches Kontrollgremium im Staat bzw. kann es sein. Damit hier nicht nur Unternehmer- oder Parteiinteressen vertreten werden, ist es notwendig, dass das ganze unabhängig finanziert wird.
Ich denke, so ein Modell wäre auch mehrheitsfähig in der Bevölkerung.
Was uns doch alle anstinkt und aufregt ist folgendes:
- Undurchsichte Gebührengestaltung für privat, gewerblich, so dass viele doppelt zahlen, obwohl sie nur entweder hier oder da die Sache nutzen können.
- Geräte werden gebührenpflichtig (Internet-PCs), wo man sich fragt, warum die ÖR überhaupt im Internet in der Form vertreten sein müssen. Eine Webseite mit Infos ist ja ok, nicht aber: TV-Streams mit großer Bandbreite = horrende Kosten, extra Webseiten für alle möglichen Serien, Radioprogramm gestreamt.
- Die Rundfunkanstalten sind gar nicht so unabhängig, die Politik entsorgt dort Leute mit Parteibuch, die mit Einfluss auf den Inhalt haben.
- Die Expansion und damit Aufweichung der "Grundversorgung" durch mindestens 6 Radiosender pro Rundfunkanstalt, digitale Spartensender die nicht mal jeder empfangen kann und Einzelinteressen bedient, 13 Rundfunkorchester, usw.
- Ein Gebührenverwaltungsapparat, der zu viel und v.a. unnötig Geld kostet und auch noch mit unlauteren Mitteln Geld eintreibt.
- Ständige Gebührenerhöungen, ohne das erkennbar ist, für was überhaupt bzw. für Dinge, die nichts mehr mit "Grundversorgung" zu tun haben. Und auch noch von Leuten beschlossen werden, die damit nur ihre eigenen Interessen verfolgen, nicht mehr die Interessen derer, die sie vertreten sollen qua Amt.
Die Liste lässt sich bestimmt noch ergänzen, das fällt mir nur spontan ein.Würden sie jedem Bürger pro Jahr 150 Euro pauschal an Rundfunksteuer berechnen und von mir aus auch Betrieben und Hotels auch eine Jahrespauschale von 500 Euro (oder so), wäre das einmal gerecht und wäre auch von der Mehrheit akzeptiert.
Und ja, das macht jede Menge Leute arbeitslos und zurück blieben 3-4 TV-Sender und 3 Radiosender pro Sendeanstalt - also eine Grundversorgung!
Es ist schlicht nicht einzusehen, warum wir alle gemeinsam für Arbeitsplätze Geld berappen, die eine Leistung produzieren, die in dem Umfang gar nicht mehr konsumiert werden kann.Zum guten Schluss kann ich nur nochmal das Buch von R. Sprenger aus meiner Sig empfehlen - die ÖR und die GEZ sind ein schönes Beispiel dafür, wie wir - die Bürger - vom Staat drangsaliert und bevormundet werden. Was mich auch mehr und mehr zum Staatsfeind werden lässt

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Das hatte ich noch gar nicht bedacht, daß ja nicht jeder Haushalt in D die Angebote in dem Umfang wahrnehmen kann... DSL gibts ja nicht überall, somit fällt Streaming von den ÖR-Homepages ja aus...
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Die Streams gibt es aber so gut wie immer für 56k und DSL.

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Und meine Haustür bleibt einfach für die GEZ zu.
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Zitat
Original geschrieben von Tankred
Die Streams gibt es aber so gut wie immer für 56k und DSL.
Aber in welcher Qualität... wenn sie schon Kohle wollen, muß das Angebot auch qualitativ stimmen!
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