ZitatOriginal geschrieben von autares
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Nun ja, und Dänemark ist ein Fall fuer sich. Das Tempolimit dort treibt die meisten Deutschen zur Weissglut, die Dänen sehen das soweit ich weiss alles ganz anders. Wer brauch in so einem kleinen Land schon mehr als 4h fuer die Ost-West / Nord-Sued-Achse, auch bei Tempo 130? (...)
Was auch ein treffliches Argument gegen ein Tempolimit darstellt. Deutschland hat mitunter das längste Autobahnnetz und die höchste Verkehrsdichte im Vergleich zu "limitierten" Ländern in Europa, hinzu kommt noch der Status als Transitland und die flächenmäßige Größe.
Wenn ich unter günstigen Bedingungen im Schnitt 140-150 km/h fahren kann, ist es entweder Nacht oder schon extrem gut gelaufen (Ausnutzung "freier" Abschnitte und Einhaltung der Tempolimits!). 120-130 km/h sind eher die Regel. Bei einer Begrenzung auf 130 km/h kommt man keinesfalls auf einen Schnitt von 130. 100-110 hielte ich für eher realistisch. Und was Das auf der Strecke z.B. Freiburg -> Kiel oder Aachen -> Frankfurt/O. im Vergleich ausmacht, kann sich jeder selbst ausrechnen.
Ferner ist überwiegend an Werktagen festzustellen, das dort sicher 90% der Fahrzeuge nicht aus Spass, sondern aus beruflichen Gründen unterwegs sind.
Wessen Interessen sind nun höher zu bewerten? Die der Freizeitschleicher, die sich in einer bösen Welt von Dränglern befinden oder die Berufstätigen, die ihren Arbeitsplatz über die AB erreichen oder ihr Geld quer durch Deutschland verdienen?
Ich wage es kaum zu definieren, aber zumindest diese Form der Wirtschaftsfeindlichkeit hat selbst diese Regierung noch nicht erreicht. Auch wenn sich einige Grüne ab und zu mit solchen Themen ins Rampenlicht spielen wollen (wie z.B. auch "5 DM für einen Liter Sprit", Trittins "Rasenmähersteuer", die Freigabe von Marihuana, initiiert von Hr. Ströbele und jetzt eben das Tempolimit).
Solche Extreme haben glücklicherweise in D keine Chance.
Ich bin weiterhin der Meinung, dass die bestehenden Tempolimits auf gefährdeten Strecken vollkommen ausreichen. Vielleicht sollte jeder einfach mal über seine eigene Einstellung zum Autofahren nachdenken und nicht aus lauter Frust selbst bei niedrigen Geschwindigkeiten durch hirnrissige Belehrungsversuche auffallen.
Meiner Meinung nach ist jeder Drängler ungefährlicher als ein Schleicher, der zum Trotz nochmal kräftig auf die Bremse tritt oder sich um den nachfolgenden Verkehr einen Teufel schert.
Stefan - der beim Drängeln noch nie den Scheibenwischer aktiviert hat und auch nicht wild gestikuliert.