Tempolimit auf Deutschen Autobahen - Pro und Contra

  • Re: Tempolimit


    Zitat

    Original geschrieben von galahad13
    Und die Laster gehören zumindest im Fernverkehr auf die Schiene statt auf die Straße. Spanische Orangen oder italienische Trauben mögen es halt nicht 2000 km in einem dunklen Laster nach Dänemark zu fahren. Und außerdem sind deutsche Autobahnen keine Lagerhallen für die Industrie, die sollen ihr "Just in Time" mal lieber auf ihrem eigenen Gelände planen. Mit entsprechenden Mautgebühren wäre die Teileproduktion in 10 Ländern und das Zusammenführen der Teile am Endproduktionsstandort nämlich nicht mehr rentabel.

    Das wäre aber schon wieder ein Thema für sich und sollte hier, wo es speziell um die Geschwindigkeitsbegrenzung geht, nicht diskutiert werden.

  • Laster


    hellkell


    Doch gehört schon zu dem Thema - lies dir dazu noch mal meinen ersten Beitrag durch.

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    Ericsson T39m
    Legends never Die!
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  • Zitat

    Original geschrieben von Zeus
    Jo, was dem US-Bürger seine Schußwaffe ist dem Deutschen seine freie Fahrt. Ich halte ein generelles Tempolimit für sinnvoll. Gleichzeitig könnte man auch das rechts überholen auf Autobahnen erlauben um die ewigen Fahrspurdiskussionen zu beenden. Mit einer Geschwindigkeitsmeßanlage an jeder Brücke, Schilderbrücke, Mautbrücke bekäme man dann auch die Unverbesserlichen von der Straße und ein paar Euro für die Fahrbahnreperaturen ins Säckel.


    Ok, Rechts überholen zu dürfen wäre natürlich eine Alternative. Wird aber mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht eingeführt werden, da viele ja nicht mal in der Lage sind, in den linken Spiegel zu gucken, und dabei das Tempo eines herannahenden Fahrzeuges halbwegs abschätzen können! Den Rest deines Postings lasse ich lieber unkommentiert, da wellt sich nur mein Hals! :cool:

  • Re: Seid ihr freiwillig immer vernünftig?


    Zitat

    Original geschrieben von Elke2002

    Trotzdem habe ich immer wieder die Beobachtung gemacht, dass ich nicht wirklich sooo viel Zeit gegenüber wesentlich langsameren Gefährten gewinne: Denn wenn ich nur eine kleine Pause von wenigen Minuten mache (z.B. Tanken und auf?s Klo gehen), dann dauert es doch erstaunlich lange, bis ich die Brummis, die ich vor der Pause überholt habe, danach wieder eingeholt habe..................
    MfG - Elke


    Das widerspricht sich aber ein wenig! :D
    Aber egal, wenn Dein Auto 150 fährt, und wenn man zugrunde legt, dass ein (in Deutschland zugelassener) LKW auf gerader Strecke 90 läuft, macht diese Differenz schon einiges aus. Noch extremer ist der Zeitgewinn natürlich, wenn der eine 130 und der andere 200 fährt. ;)

  • Re: Seid ihr freiwillig immer vernünftig?


    Zitat

    Man könnte ja auch behaupten, dass das Gesetz, dass man bei einer roten Ampel immer halten muss, eigentlich überflüssig sei und die vernunftbegabten Verkehrsteilnehmer bevormundet. Denn viele Ampeln sind auch z.B. nachts geschaltet, wenn so gut wie kein Mensch auf der Straße ist. Eigentlich könnte man den mündigen Autofahrer ja selbst entscheiden lassen, ob und wann es die Verkehrssituation zulässt, die Kreuzung zu überqueren, oder?
    Was dann passieren würde, kann sich jeder gut vorstellen: Es gäbe Chaos und käme zu mehr Unfällen, da jeder eine eigene Einschätzung davon hat, wann die Verkehrslage es seiner Meinung nach zulässt, die Kreuzung sicher zu überqueren.


    Dasselbe gilt natürlich für Stop-Schilder. Wenn jeder selbst entscheiden dürfte, wann er die Kreuzung sicher überqueren kann, käme es natürlich zu Chaos.
    Deshalb darf man erst fahren, wenn das Stop-Schild entfernt ist.
    Oder?
    ;)

    noki777

  • Zitat

    Nein, im Ernst, würde nie im Auto Sachen tun, die mich wirklich vom Fahren ablenken!


    Entschuldige, aber: mit dem Beifahrer reden, über Dinge nachdenken etc. lenken definitiv vom Fahren ab. Daß Du das nicht so empfindest, ist genauso subjektiv wie die Meinung derer, die sagen, 180 bereite ihnen keine Probleme.
    Und ehrlich gesagt, fahre ich lieber 180 mit jemandem, dem man anmerkt, daß er es kann, als 130 mit jemandem, der lieber nicht schneller fährt, weil er spürt, er wäre überfordert.
    Ich behaupte nicht, daß ich nicht auch mit der Beifahrerin rede (wenn sie nicht mal wieder einpennt ist :D ). Aber ich behaupte auch nicht, daß alle Welt nur noch 130 fahren dürfen soll, weil das ja so gefährlich ist.


    ;)

    “Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.” Albert Einstein

  • Zitat

    Original geschrieben von Jochen
    Entschuldige, aber: mit dem Beifahrer reden, über Dinge nachdenken etc. lenken definitiv vom Fahren ab. Daß Du das nicht so empfindest, ist genauso subjektiv wie die Meinung derer, die sagen, 180 bereite ihnen keine Probleme.
    ;)


    Zum ersten Punkt: Entschuldige mal, aber es gibt Reden und Reden. - Natürlich sollte ein 'normales' Gespräch d'rin sein. Heftige Streitereien, emotional sehr aufwühlende Gespräche oder Fachgespräche, die sehr viel Konzentration beanspruchen, sollte man lieber bis nach der Fahrt vertagen.


    (Von einem routinierten und erfahrenen Autofahrer wird doch fast alles routinimäßig und automatisch erledigt. Nur, wenn unvorhergesehene und neue Situationen auftauchen, muss er seine volle Aufmerksamkeit bewußt auf's Autofahren konzentrieren.)


    2. DUSA hat da schon was zu geschrieben. Es gibt halt auch noch Naturgesetze, auch wenn wir das in unserer technikdominierten Zeit gerne verdrängen. ;)


    PS: Außer einem - mehr oder weniger geringen - Zeitgewinn und den Spass an der Freude hat noch immer keiner ein vernünftiges Gegenargument geboten.

  • edit, da der Server hing:


    Natürlich strengt ein Streit mehr an als ein normales Gespräch. Aber beides strengt an und lenkt ab. Ich sage nicht, daß Du nicht reden sollst! Ich tue es ja selber, ist doch logisch! Aber ich behaupte im Gegensatz zu Dir nicht, Reden sei kein Problem, hingegen dürften alle nur noch 130 fahren, weil gerade das so extrem gefährlich ist.
    Ich glaube, daß das Deine persönliche Einschätzung dieser Geschwindigkeit ist. So, wie es Deine persönliche Einschätzung ist, wann Dich ein Gespräch mehr oder weniger ablenkt. Dir will aber auch keiner verbieten, Dich zu unterhalten! ;)
    Wer einen Kleinwagen fährt, der entsprechend laut, windempfindlich und dessen Fahrwerk und Motor mehr als 155 nicht verträgt, fährt, muß auch fast zu dieser subjektiven (!!!) Einschätzung kommen!
    Dabei sagtest Du eingangs noch, es dürften nur Fakten zählen und keine Meinungen, was ohnehin blanker Unsinn in einem Diskussionsforum ist.
    Zu behaupten, es gäbe keine Argumente, ist aber der Gipfel.
    Wenn Du kein Argument hier siehst, können wir auch nichts mehr tun!
    Außerdem: warum ist Spaß an der Freude eigentlich kein Argument? :confused:
    Warum darf man nicht unter Einhaltung aller Regeln und Vorsichtsmaßnahmen einfach beim Autofahren Spaß haben? Warum muß mich ein Staat in dieser Freiheit beschränken?
    130 können auf einer freien Autobahn durchaus anstrengender sein als 160. Und somit auch gefährlicher. Es mag sein, daß als krasses Beispiel in den USA kaum Unfälle durch erhöhte Geschwindigkeit passieren. Aber ich will nicht wissen, wie viele hinter dem Steuer einpennen, weil sie mit 100 Sachen durch die Wüste gurken. Mit 160 wären sie in 60% kürzerer Zeit da.
    Ist wie gesagt ein krasses Beispiel, aber das ist Deines mit den Niederlanden auch. Die Zeitersparnis von 130 auf 160 oder mehr ist durchaus vorhanden.
    Ja, ich fahre sehr gerne in der Schweiz Autobahn. Bin mal von St. Gallen nach Bern. Welch eine tolle Art, zu fahren! Kaum Streß, weniger Verbrauch, sehr angenehm! So, nun fahren wir diese Strecke mal von Saarbrücken nach Berlin. 130, mehr nicht. Dann allerdings kann von Streßfreiheit keine Rede mehr sein. Du willst einfach irgendwann nur noch eins: ankommen!
    Ich habe in meiner nun knapp 9 1/2 jährigen Zeit als Autofahrer, in denen ich schätzungsweise 400000km gefahren bin, eins bemerkt: daß nach meiner Subjektivität das ideale Reisetempo rund 150 bis 160 Sachen beträgt. 130 ist schlicht und ergreifend auf langen Strecken zu langsam. 180 auf Dauer und auf langen Strecken nach meiner Subjektivität zu schnell.
    Auf kurzen Strecken jedoch stellen bei entsprechendem Verkehr, Fahrbahn und Fahrzeug auch 220 nicht dringend ein Problem dar. Warum also sollte ich nur 130 fahren dürfen, wenn wesentlich mehr sinnvoller für ein Vorankommen und durchaus vertretbar sind?
    Gut, das ist für Dich jetzt wohl wieder kein Argument, was?!
    Es ist nun mal die alte Argumentation mit der Frage "Warum denn nicht?" und der Gegenfrage "Wozu denn überhaupt?". Die Aussage, daß keine Argumente vorhanden sind, kann nur einer subjektiven Fehleinschätzung entspringen
    Also gilt es, abzuwägen.
    Und nach meinem Dafürhalten gibt es genügend Möglichkeiten, bei denen man im Rahmen aller möglichen einzuhaltenden Vorsichtsmaßnahmen problemlos wesentlich schneller als 130 zu fahren und da sehe ich keinen vernünftigen Grund, dies dann mit einem pauschalen Tempolimit zu verbieten.

    “Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.” Albert Einstein

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    “Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.” Albert Einstein

  • Re: PRO Tempolimit



    Gerade bei deinem ersten Argument kann man Deutschland mit den Niederlanden nicht vergleiche ... wenn man sich die grösse Anschaut. Auf kurzen Strecken verursacht ein Tempolimit vielleicht nicht soviel Zeitverlust, aber in einem grösseren Land sind auch die durchschnittlichen Reisestrecken länger.


    So gesehen könnte ein Tempolimit die Autobahnen noch unsicherer werden, weil es dann vielleicht vermehrt zu Aggressionen kommt.


    Ansosten halte ich ein Tempolimit nicht für notwendig, im Berufsverkehrt oder zu bestimmten Tageszeiten mit viel Verkehrsfluss kommt man oft auf der Autobahn sowiso nicht mit mehr als 100 - 110 km/h weiter. Zu anderen Tageszeiten und besonders nachts sind aber oft 200 km/h kein Problem. Warum sollte man da dann unbedingt auf 130 km/h begrenzen?


    Sicherheit und Fahrkomfort ist imho nicht von der Autogrösse abhängig sonder nur von der Ausstattung und vom Fahrwerk. Wir düften uns nicht ausruhen, sondern es muss durch alle Fahrzeugkategorien weiterhin verbessert werden. Sonst könnten wir ja gleich auf Gurte, ABS, ASR, ... verzichten. Aber das wäre der falche Weg.

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