Private Rentenvorsorge! Welcher Anbieter ist zu empfehlen?

  • Hallo,


    es gibt ja die verschiedensten Möglichkeiten im Bereich der privaten Rentenvorsorge.


    Ich bin mit meinem momentan Anbieter definitiv nicht zufrieden und will mich deshalb neu orientieren bzw. den Anbieter wechseln.


    Welcher Anbieter ist Eurer Meinung nach uneingeschränkt zu empfehlen?


    Eher die Angebote von größeren Bankenketten wie z.B. der Deutschen Bank, HypoVereinsbank usw..., oder eher die von kleineren Anbietern?


    Was habt Ihr für Erfahrungen gemacht?
    Wieviel spart Ihr ca. pro Monat?
    WelchesRentenprogramme habt Ihr abgeschlossen, bzw. von welchem Anbieter?


    SunnyStar

  • Meine persönliche Meinung - keinesfalls bei einer Bank ;).


    Die großen Lebensversicherer haben alle auch sehr interessante Rentenversicherungen im Angebot.


    Warum bist du nicht zufrieden?

  • Zitat

    Original geschrieben von Merlin
    Warum bist du nicht zufrieden?

    Das sind fast zu viele Gründe, um es hier zu schreiben.
    Einerseits der mangelnde Service, andererseits auch zum Teil versteckte Klauseln im Vertrag.
    Ich kann aber ohne weiteres kündigen, hab das auch schon abgeklärt.


    SunnyStar

  • Merlin kann ich mich da überhaupt nicht anschließen.


    Ich persönlich finde Kapitallebensversicherungen unsinnig und bin der Meinung, dass man Absicherung und Vorsorge/Vermögensaufbau strikt voneinander trennen sollte. Versicherungen preisen solche Produkte nur deswegen an, weil sie daran viel mehr verdienen als z.b. an einer Risikolebensversicherung. Es gibt einfach keine wirklich gute eierlegende Wollmilchsau.


    Was für dich empfehlenswert ist, hängt von deiner Lebenssituation (Alter, Einkommen, Familie oder nicht) und von deiner Risikobereitschaft ab. Je jünger du bist, desto weniger musst du monatlich sparen, weil du noch viel Zeit hast.


    Ich persönlich halte einen Aktienfonds-Sparplan für sehr sinnvoll, weil man da durchschnittlich 10% Gewinnzuwachs hat - vorrausgesetzt man hat einen oder mehrere gute Fonds. ;) Der Vorteil ist auch, dass du jederzeit an dein Geld herankommst und die Sparraten ändern oder auch mal aussetzen kannst, ohne irgendwelche Nachteile oder Komplikationen zu haben. Und du zahlst nur wenig Kapitalertragssteuer, weil der Wertzuwachs ja keine Zinsen als solches sind. Und flexibel und umkompliziert ist es noch dazu. :)


    Geh doch einfach mal zu 2-3 verschiedenen Banken und lass dich beraten. Die Deutsche Bank hat z.b. sehr viele gute Angebote - in letzter Zeit wirbt diese Bank ja verstärkt für Finanz- und Vermögensplanung statt ihrer Standardprodukte. Die Citibank ebenso.
    Versicherungen halte ich für weniger empfehlenswert, weil sie wie oben schon erwähnt, dir hauptsächlich eine Kapitallebensversicherung andrehen wollen. Falls es doch eine Versicherung sein soll, bekommst du sowas auch bei einer Bank. :) In letzer Zeit verschwimmen die Aufgaben der Banken und Versicherungen leider immer mehr. Banken verkaufen Versicherungen, Versicherungen verkaufen Bankpordukte. Für mich gilt die Devise "Schuster bleib bei deinen Leisten".


    Absolute Sch**ße sind sogenannte "Vermögensberater" wie DVAG, AWD oder HMI. Die sind nämlich keinesfalls unabhängig, sondern immer mit irgendwelchen Versicherungen verbunden; und die sog. "Berater" werden innerhalb weniger Tage aufs Verkaufen getrimmt - wogegen Bank -oder Versicherungskaufleute 3 Jahre lernen. (Falls du Meinungen zu solchen Firmen suchst, schau einfach mal auf dooyoo.de oder ciao.com. Da stehen einem die Haare zu Berge... :eek: )


    Fazit: Ich bin der Meinung, dass sich jeder mit dem Thema Altersvorsorge selbst beschäftigen sollte um sich ein objektives Bild machen zu können. Letztlich geht es Banken und Versicherungen ja doch nur um den eigenen Profit. ;)


    Viele Grüße,
    katinkamaus

  • Hallo,


    erstmal danke für Dein ausführliches Posting. ;) :top:


    Zum Thema:


    Zitat

    Original geschrieben von katinkamaus
    Ich persönlich halte einen Aktienfonds-Sparplan für sehr sinnvoll, weil man da durchschnittlich 10% Gewinnzuwachs hat - vorrausgesetzt man hat einen oder mehrere gute Fonds. ;)

    Kommt definitiv nicht in Frage. Für mich jedenfalls. ;)
    Ich trenne strikt die Bereiche Altersvorsorge und risikoreiche Anlageprodukte.


    Bin da wohl auch schon ein wenig "vorbelastet".


    Die Börsentalfahrt der letzten Jahre hat da so einige Spuren bei mir hinterlassen ;)


    Aber wie Ihr schon gesagt habt, ich werde mich wirklich mal mit mehreren Bankberatern zusammensetzen und dann, das für mich persönlich am besten passende Angebot annehmen.


    SunnyStar


  • Ups, das wusste ich ja nicht. ;) Klar, dass du da vorsichtig geworden bist. Aber vielleicht lässt sich ein kleiner "Börsenteil" in deiner Altersvorsorge miteinbauen. ;) Man sollte eh nicht nur ein Produkt verwenden, um das Risiko und den Gewinn zu streuen. :) Leider sind Wertpapiere ja zur Zeit die einzige wirklich ertragreiche Anlage. :( Die Zinsen sind ja zur Zeit im Keller.
    Ich denke bei den großen Banken wirst du sicher gut beraten. :)


    Schönen abend noch,
    katinka


    PS: ich poste zwar selten, dafür aber viel :D

  • Hallo!


    Lass dich einfach gut beraten. Sei es in der nächsten Bankfiliale deiner Hausbank, oder eines anderen Kreditinstituts. Oder einer der zahlreichen Versicherungsagenturen.


    Der Berater sollte ein Angebot speziell für deine Verhältnisse erarbeiten. Speziell durch Fragen nach deiner Risikobereitschaft, Anlagehorizont, eventuellem Verwendungszweck usw.


    Dann solltest du abwägen, ob der Konzern dem du das Geld anvertraut auch solvent ist und Dir auch in bspw. 30 Jahren Dir die heute garantierte Kapitalsumme bzw. Rente auch auszahlen kann. Es gab in letzter Zeit ja einige negative Beispiele (z.B. Mannheimer), wie man es nicht machen sollte. Eigens dafür hat die Versicherungswirtschaft ja die Protektor LV gegründet, um kränkelnden Unternehmen unter die Arme zu greifen.


    Als Tipp würde ich noch raten auf die Rentengarantiezeit zu achten. Sprich wie lange eine Rente gezahlt wird auch wenn du stirbst. Bsp. 5-Jahre Rentengarantiezeit bedeutet, dass dein Verwandtschaft wenn du 1 Monat nach Rentenbezug stirbst noch 59 Monate deiner monatlichen Rente ausbezahlt bekommt, um z.B. Beerdigungskosten zu decken. M.E. sind 10 Jahre Rentengerantiezeit sinnvoll. Oder man wählt halt direkt die Kapitaloption.


    Viel Glück bei der Auswahl.


    Gruß Gunn

    stay hungry, stay foolish


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  • Es stellt sich generell die Frage, ob sich so etwas überhaupt noch lohnt.
    Es wird sich schon eine Regierung - welcher Coleur auch immer - finden,
    die das Angesparte Dir auf irgendeine Weise wieder wegnimmt.


    siehe -> Krankenversicherung für Einmalzahlungen = frisst ca. 25 Prozent


    Und: das war erst der Anfang.


    Richte Dich besser auf eine Einheitsrente ein, so ca. 800 TEuro wirds wohl werden.

  • Zitat

    Original geschrieben von elektrisch
    Es stellt sich generell die Frage, ob sich so etwas überhaupt noch lohnt.


    Private Vorsorge "lohnt" sich immer - denn von der gesetzlichen Rente, in die du gewaltige Summen einzahlst, wirst du später nicht leben können.

  • Ich kann Dir auch nur empfehlen: geh zu einer Bank. Ich weiß nicht, was dagegen spricht. Denn da bekommst Du (zumindest bei den Großbanken) die komplette Palette geboten. Sowohl von Fondssparplänen als auch über Rentenversicherungen, Kapitallebensversicherungen bis zum klassischen Sparplan oder auch Kombinationen.


    Kapitallebensversicherungen lohnen in der Tat nur dann, wenn Du jemanden absichern möchtest, sprich Frau und Kind z.B. Wenn das nicht der Fall ist derzeit, würde ich eher in Richtung einer Rentenversicherung gehen (die man übrigens auch fondsgebunden abschliessen kann), da ist die Auszahlungssumme dann deutlich höher.


    Ein reiner Aktienfondssparplan ist zwar auch keine schlechte Alternative, beimischen würde ich derartiges für die Altersvorsorge auch, aber nicht alles darauf bauen. Es gibt Banken, die spezielle Altersvorsorgefondssparpläne anbieten, bei denen Du in jungen Jahren einen höheren Aktienanteil hast, um möglichst gute Renditen erzielen zu können und in späteren Jahren wird dann peu a peu umgeschichtet in sicherere Rentenanlagen, um das Kapital zu sichern. Ist eine Alternative, wenn Du generell Wertpapieranlagen positiv gegenüberstehst.


    Richtig oder falsch ist insgesamt sehr unterschiedlich. Es ist nicht der Fondssparplan das Beste oder eine Rentenversicherung. Das hängt einfach von Deinen Bedürfnissen und Einstellungen ab, ebenso wie von Deinen finanziellen Möglichkeiten, Deinen Wünschen nach Flexibilität (Lebensplanung...), Sicherheit etc.


    Wenn Du Dich beraten lässt und die "Berater" nach zwanzig Minuten schon fertig sind, dann geh ohne Unterschrift...


    ansonsten würde ich Dir durchaus empfehlen, sich dann auch mit den Gesellschaften etwas genauer zu beschäftigen, über die so eine Police oder Vertrag dann läuft. Was wurde in der Vergangenheit prognostiziert, was tatsächlich ausgezahlt. Sehr interessant, denn nicht alle Versicherungen halten ihre Versprechungen auch ein. Wie ist es um das Unternehmen insgesamt bestellt? Kann es auch mal mehrere schlechte Jahre verkraften? Deswegen wäre ich bei den Direktversicherungen, die noch nicht so lange am Markt sind etwas skeptisch, auch wenn die ein oder andere sicherlich im Marktvergleich ganz gut abschneidet. Die Frage ist eben nur, was ist in 40 Jahren... wenn ich sehe, wieviele Direktbanken es mal gab vor nicht allzulanger Zeit und was daraus wurde, ich persönlich bin da etwas skeptisch... die Großbanken haben da etwas mehr Background, ebenso wie Versicherungen, die schon lange am Markt sind. Die Zeitschrift capital hatte letztes Jahr gegen Ende mal einen sehr guten Vergleichstest. Da haben Asstel, Allianz und WWK sehr gut abgeschnitten, meine ich in Erinnerung zu haben.


    Gleiches gilt, wenn Du einen Fondssparplan machen willst. Schau Dir die Fonds und die Fondsgesellschaften gut an. Was haben die in guten wie in schlechten zeiten im Vergleich zu anderen erwirtschaftet... etc etc etc...


    Ansonsten kann ich mich katinkamaus nur anschliessen. Finger weg von AWD und Co. Solche Beratungstools wie die zur Analyse der eigenen Situation haben die Großbanken durchweg mittlerweile auch. Klar sind die nicht unabhängig aber da weiss ich wenigstens, was mich erwartet. Wenn ich zu VW gehe kauf ich ja auch keinen Opel... aber AWD und Co. sind alles, nur nicht unabhängig. Die Leute werden auf Provisionsbasis bezahlt, was in der Bank nicht der Fall ist.

    Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf am Arbeitsplatz.

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