ZitatOriginal geschrieben von autares
1. Darf ich fragen, wie du in Öl eingestiegen bist? Und ich verstehe deinen Risk/Reward nicht so ganz: 50% Verlust im Öl sind okay, aber bei 4% Anstieg ziehst du schon die Limite nach?
2. Das es einen Investitionsstau gibt habe ich ja nie bestritten. Du musst aber wissen, dass genau die von dir erwähnten Ölsände die teuersten Ölförderungen sind, die es gibt. Demnach werden sie auch als erstes rausfallen. Das Szenario, das du beschreibst, wird sicherlich kommen. Allerdings wohl eher in 2-5 Jahren und nicht im Jahr 2009 oder 2010. Und wenn du mit verringter Fördermenge auf lange Sicht konterst, konter ich mit Tiefseebohrungen.
Zu 1.: 256678 bei 29,01 €
Zu 2.: Komme einem gelernten Tiefbohrtechnikingenieur bitte nicht mit Tiefseebohrungen! Bitte! Ich habe in der Schule/Uni gelernt, dass 2000 die Kernfusion laufen wird, Manganknollen vom Meeresboden gefördert werden und ggf. der Mond besiedelt ist. Einzig unsere Politiker haben einen zunehmenden an der Knolle, mehr ist nicht passiert...
Nunja, beim Öl sind derzeit 2/3 Verlust gegenüber dem Allzeithoch zu verbuchen und ich denke die schwarzen Propheten malen derzeit den Teufel dermaßen überspitzt an die Wand. Sinkt der Preis linear weiter, werden uns die Araber kurz nach Weihnachten Geld geben dafür, dass wir deren Öl überhaupt abnehmen. ![]()
Ich spekuliere in Richtung einer politisch initiierten Förderquotenanpassung, da die Saudis, die Russen von 50 $ nicht leben können und Venezuela und Iran es definitiv nicht wollen. Warum sollte nicht einfach ein wenig am Hahn gedreht werden, um die Preise zu "stabilisieren". Der Westen hat doch letztlich keinen hochverfügbaren Zugriff auf eigene Quellen und die Lagerbestände sind eingepreist.
Zum Risikoverhalten: Ich hasse Verluste wie die Pest, investiere deshalb zumeist nur in hochliquide Titel und stoppe extrem schnell aus. Wenn Bilfinger um 4 % steigt, setze ich mein StoppLoss so, dass der Einstandskurs inkl. Gebühren gehalten wird. Sollten die "durchfallen" kann man ja immer noch nachkaufen. Dieses Vorgehen mag sicher unprofessionell und kleinkariert sein, ABER meine Renditen lagen seit 1992 nie unter 9 % p.a. Horrorjahre für den breiten Markt eingeschlossen. Dabei spekuliere ich eigentlich nur nebenbei ein bisschen und überlasse den Großteil meines Geldes Profis (...die auch nicht sooo viel besser sind, mir aber Stress abnehmen.) Die Profis verwalten mein Geld-Vermögen. Trades und Arbeiten bringen die Kohle für Betongeld, Wind und Sonne. Wenn die Welt, wie derzeit an die Wand gemalt wird, untergehen sollte, dann sicher stürmisch und das freut meine WKAs ![]()
Ich habe zum Öl doch nicht gesagt, dass ich ungestoppt bis -50 % mit gehe. Eher war es so gemeint, dass ein Boden kommen muss und wird, da ansonsten diverse o.a. Nationen Dreck fressen. Außerdem hat man doch in 2008 begriffen, dass mit einem halb offenen Hahn und entsprechend weniger Stress mehr Geld zu verdienen ist, als es eine Steigerung der Förderung und ein Erschließen neuer Felder bringt. Die Langfrist lassen wir da mal außen vor.
@ DJ WIsdom: Ich gehe n´doch insgesamt noch lange nicht long. Die dickste Position ist und bleibt DBX1DS, den das Massaker erfreut. Den trade ich seit Ende 2007 und er ist ein Freundenbringer³ mit überschaubaren, weil ungehebelten Risiken.