Welche Aktien kauft Ihr im Moment?

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Dann lieber günstige Importe ... da hat man wenigstens was davon.


    Was hast du von günstigen Importen, wenn du keine Arbeit und damit kein Geld hast, diese Importe zu bezahlen?

  • Ich hab dann höchsten zuwenige Aufträge, aber bin nicht gleich komplett arbeitslos. ;)
    Aber BTT: Ihr glaubt doch nicht wirklich das zunehmende Exporte bei der Industrie echte Arbeitsplätze schaffen.


    Als erstes muss erstmal die Stammbelegschaft Mehrarbeit leisten. Wobei das Einkommen aus der Mehrarbeit dann durch steigende Spritpreise, höhere Heizkosten und teurere Importe weitestgehend aufgefressen wird. Defacto ist das dann nur unbezahlte Mehrarbeit.


    Falls das nicht mehr reicht werden ein paar Zeitarbeiter engagiert. Die werden dann zum einen nach einigen Monaten wieder auf die Strasse gesetzt, und zum anderen so schlecht bezahlt das sie nicht viel über Hartz4 liegen. Und das was sie dann an Mehreinkommen haben wird wie oben dann durch steigende Spritpreise, höhere Heizkosten und teurere Importe wieder weitestgehend aufgefressen.


    Wirklich dran verdienen tun nur die Manager und die Investoren.


    Und auch Kleinaktionäre provitieren nicht davon. Denn was nützt z.B. 500 € mehr an Dividende? Wenn man dann jeden Monat 25€ mehr für Sprit, 20€ mehr für Heizkosten und 40€ mehr für sonstige Artikel bezahlt, hat man am Ende trotzdem 520€ Miese gemacht.

  • Natürlich schaffen zusätzliche Aufträge mehr Arbeitsplätze. Nicht alle Unternehmer sind Turbokapitalisten, denen das Klima im Unternehmen egal ist. Es ist ja nicht so, dass alle Menschen in Deutschland nur noch beim Staat oder bei Zeitarbeitsfirmen angestellt wären. Man kann es wirklich übertreiben mit der Kritik an der freien Marktwirtschaft.


    Dass ein übergroßes Handelsbilanzdefizit nicht unbedingt erstrebenswert ist, lässt sich zur Zeit ja an Island beobachten, dessen Wohlstand wirklich nur geliehen war, nämlich bei skandinavischen, britischen, niederländischen und auch bei deutschen Kunden.

  • ZU ISLAND :


    Da rollt was auf die deutschen Banken zu!Datum 23.10.2008 - Uhrzeit 21:12 (© BörseGo AG 2000-2008, Autor: Berteit Rene, Technischer Analyst, © GodmodeTrader - http://www.godmode-trader.de/)



    Island vor dem Staatsbankrott und das auch noch mit Deutschland als Hauptgläubiger!


    Laut Presseberichten sind die deutschen Banken die größten Kreditgeber des Inselstaates, der nun mit ca. 21 Mrd. $ allein bei diesen in der Kreide steht. Als Normalsterblicher sind das schier unüberschaubare Summen. Aber stapeln sie 1 Euro-Münzen zu einem Turm, dann bräuchten Sie eine 48.000 km große Leiter, um auch noch die letzte Münze auf den Turm legen zu können. Oder Sie wickeln die gesamte Erde einmal mit 1 Euro Münzen ein - Sie können es sich aussuchen.


    Dagegen wirken die Verbindlichkeiten gegenüber den nächsten Schuldnern, den britischen Banken mit ca. 4 Mrd. US $ und Schweden mit 400 Mio. USD mehr als nur bescheiden

  • Tja, vor dem Hintergrund finde ich es besonders ulkig, dass die deutsche Bundesregierung immer wieder mit erhobenem Zeigefinger die deutschen Sparer ob ihrer Risikowut schilt, die ihr Erspartes in altmodischen Tagesgeldkonten bei Kaupthing angelegt haben.


    Zum Staatsbankrott wird es nicht kommen, dafür wird schon gesorgt werden. Sehr wohl könnte es aber dazu kommen, dass die Taktik der Isländer zumindest zum Teil aufgeht, die ausländischen Verbindlichkeiten der isländischen Banken abzulösen vom Heimatgeschäft und sich auf diese Weise von einer Masse an Schulden zu befreien. Dann sähe es in der Tat nicht so gut aus für viele deutsche Banken.


    Dass es ein Problem geben würde, musste eigentlich angesichts der Größe der bankrotten isländischen Banken klar sein.

  • Zitat

    Original geschrieben von Samcos
    Laut Presseberichten sind die deutschen Banken die größten Kreditgeber des Inselstaates, der nun mit ca. 21 Mrd. $ allein bei diesen in der Kreide steht. Als Normalsterblicher sind das schier unüberschaubare Summen.

    Andererseits sind es dann "nur" ca. 4 BayernLB's

  • Es geht weiter steil abwärts an der Börse. Der Dax heute 10 % im Minus. Das Tal der Tränen ist noch lange nicht zu Ende. Da hilft auch Zweckoptimismus nichts, wie hier einige verbreiten, von wegen, diese Woche geht es wieder steil bergauf an den Börsen.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Da sieht man wieder das Kompetenz und Wissen nicht auf Bäumen wächst. Das Problem ist momentan einfach, das die Unsicherheit, Pakete hin oder her, einfach nicht wirklich verschwunden ist. Es geht so weit, das man als Bank als Buhmann hingestellt wird, wenn man am Rettungspaket partizipieren will, und ein Vollpfosten wie Ackermann vertritt so eine Position auch noch öffentlich.


    Neben dem Vertrauen ist vornehmlich die Rezission das Problem. Die Finanzkrise war der Auslöser, jetzt haben wir es mit einem viel globaleren und massiverem Problem zu tun.


    Wie du schon sagst (und ich mehrfach angemahnt habe) - das wird noch sehr lange dauern. 2009 wird ein hartes Jahr.



    Au revoir...

    "A day without laughter is a day wasted." - Charlie Chaplin


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  • Du hast es richtig auf den Punkt gebracht. Die Schönredner sollten jetzt mal in sich gehen.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

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