Massive Sicherheitslücken bei der Telekom
http://www.tagesschau.de/aktue…0,1185,OID3468476,00.html
Weitere Hintergründe u. Meinungen
http://www.tagesschau.de/aktue…0,1185,OID3468562,00.html
http://www.tagesschau.de/aktue…F_NAVSPM4~3468476,00.html
Hier die detaillierte Beschreibung der "Lücken" und wie simpel es war an alle Daten heranzukommen. Beschrieben werden sowohl Lücken in den Anwendungen, wie auch Lücken in der Infrastruktur.
http://ds.ccc.de/083/obsoc
Zitattagesschau.de schreibt:
Nach Ansicht des CCC sind allerdings sämtliche Dienste, die im Rahmen des T-Mart Web-Services angeboten werden, unsicher. Dies trifft nach Einschätzung des CCC auch für Dienste wie IntraSelect oder das Telekom-System "Brainloop" zu, das für Anwälte und Unternehmen einen "Dokumententresor" im Internet bieten soll, um gemeinsame Unterlagen bearbeiten und verwalten zu können.
Es war durch einfache Veränderung der URL (die eigene Vertragsnummer einfach durch fremde ersetzt) möglich alle Vertragsdaten anderer Kunden einzusehen, zu ändern, Zusatzpakete zu bestellen etc.
Hinzu kam, dass die Zugänge vieler Zweigstellen so geistreiche User/PW Kombinationen hatten wie Ortsname1/Ortsname1. Letztlich war es möglich (siehe ausführlichen Bericht), vollen Zugriff auf die Server zu bekommen, alle Festplatteninhalte einzusehen, zu ändern etc. Dort wiederum lagen Backups der Datenbanken "herum", die heruntergeladen werden konnten, in denen alle Passwörter im Klartext einsehbar waren.
Man muß sich bei all dem klarmachen, dass man bei der Art und Weise wie an die Daten herangekommen wurde, man nicht von hacken sprechen kann. Vieles war wirklich frei zugänglich, und die einzige "Sicherheit" bestand darin, dass es nicht auch noch bequem verlinkt war.
Nicht frei von Komik, dieser Screenshot:
Wiederholter Anfragen und Hinweise bei der Telekom hatten nach den Schilderungen unverständlicherweise nicht zur Folge, dass man die Gesamt-Situation analysiert und Gegenmaßnahmen ergriffen, stattdessen soll halbherzig (und unzureichend) geflickt und geschwiegen worden sein.
IMHO sind sowohl die Lücken (die Seite eines durchschnittlichen Hobby-Webmasters ist sicherer) wie auch die Reaktionen ein handfester Skandal. Ich bin gespannt wann und wie diese Geschichte auch von ausländischen Medien aufgegriffen wird. Das Ansehen der Marke dürfte dauerhaften Schaden davontragen.