02. September 2004 Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher ist bei einem schweren Unfall am Donnerstag in Monza offenbar mit dem Schrecken davongekommen. Der siebenmalige Weltmeister stieß mit dem Heck seines Fahrzeugs auf der Start-Zielgeraden bei etwa 340 Stundenkilometern in eine Mauer. Doch nach dem Crash stieg Schumacher selbständig aus seinem völlig zerstörten Ferrari aus. „Es geht ihm gut”, sagte seine Sprecherin.
Zehn Tage vor dem Großen Preis von Italien am Sonntag in einer Woche war der 35jährige wohl wegen eines Reifenschadens kurz vor Ende der Testfahrten von der Piste abgekommen. Das Auto des Weltmeisters drehte sich und schlug mit voller Wucht in die Begrenzungsmauer ein. Schumacher drehte 96 Runden, ehe ihn der Unfall stoppte.
Der Crash: Nach einer Drehung mit dem Heck in die Mauer
Das Fahrzeug des Kerpeners hatte bei Testfahrten in Monza bei Tempo 340 km/h am linken Hinterreifen einen Schaden und prallte kurz vor Beendigung der Proberunden 150 Meter nach der Boxeneinfahrt mit dem Heck voran in die Mauer. Bereits zu Beginn der Testfahrten war nach Berichten von Beobachtern am gleichen Rad ein Problem aufgetreten.
Ohne Hilfe stieg er aus dem Wrack aus, legte sich dann aber auf den Boden, um sich auszuruhen. Danach kehrte Schumacher unter dem Jubel der Zuschauer zu Fuß zur Box zurück, telefonierte mit seiner Ehefrau und beriet sich mit den Ingenieuren. Der Rennfahrer mußte sich nicht ins Krankenhaus begeben, sondern flog sofort zurück nach Hause in die Schweiz. Sein Auftritt bei den „Ferrari Days” am Sonntag auf dem Nürburgring soll nicht gefährdet sein.
Michael Schumacher klettert unverletzt aus dem Ferrari
Schumachers Bruder Ralf hatte am 20. Juni in Indianapolis bei einem schweren Unfall zwei Wirbelbrüche und eine Gehirnerschütterung erlitten und muß noch immer pausieren. In Monza findet am 12. September auch der Große Preis von Italien statt.
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