bundesagentur für arbeit und ihr monopol

  • hallo,


    wollte mal nachfragen, welches recht die bundesagentur für arbeit (ehemals arbeitsamt) das recht hat, arbeitslose 3 monate an sich zu binden, und diese erst nach dieser zeit zu einem privaten arbeitsvermittler dürfen? es kann ja nicht sein, das die in einigen berufen wirklich rar gesähten stellenangebote ausgerechnet von privaten vermittlern kommen und man als gerade arbeitslos gewordener jobsucher sich nicht auf diese stellen bewerben kann, da diese agenturen dann kein geld vom staat bekommen.


    klar könnte man die präie auch selber zahlen... aber wenn die sich schon dazu entschließen private zu zu lassen warum nicht von anfang an?


    weiß jemand genaueres?

    Mitglied NR. 17 im S///-Lampenbesitzer-Club

  • hi,
    also ich weiß nur von Headhuntern, dass diese i.d.R. von den auftraggebenden Firmen bezahlt werden.


    Was für "private Vermittler" meinst du denn?


    Beziehst du dich auf diese Vermittlungsgutscheine?


    greetz
    cm

  • Natürlich kann man sich immer an einen privaten Arbeitsvermittler wenden. Zahlen muß man ihn halt selbst. Dabei finde ich es völlig normal, daß die Kosten selbst getragen werden müssen. Es ist ein Entgegenkommen des Staates, nach Ablauf von drei Monaten die Kosten zu übernehmen. So gesehen ist das schon eher eine Form von Schlaraffenland, daß die Kosten überhaupt übernommen werden. Und insofern hat der Staat auch ein Interesse, erst mal abzuwarten ob nicht das Arbeitsamt in der Lage ist, dem Arbeitssuchenden zu helfen. Dies erspart ihm immerhin den Betrag für den privaten Arbeitsvermittler.


    Aber in der Entscheidungsfreiheit beeinträchtigt der Staat den Arbeitssuchenden nicht. Der ist völlig frei und nicht "gebunden". Nur wenn er freiwillige Leistungen in Anspruch nehmen will, muß er nach den Regeln dessen spielen, der sie gewährt. Das wäre ansonsten so, als würde der Beschenkte dem Schenker auch noch vorschreiben was und in welcher Form er ihm die Geschenke zu machen habe.


    Sofern es Dich selbst betrifft: Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles, alles gute und viel Erfolg bei der Job-Suche. Ob nun per Arbeitsamt, privatem Job-Vermittler, Zeitungsannoncen, Verbände oder was auch immer. :top:


    Gruß
    Taylormade


    PS: Damit wir uns richtig verstehen: Ich finde es gut und richtig, daß der Staat/das Arbeitsamt den Arbeitssuchenden in jder notwendigen Weise unterstützt und die Kosten übernimmt, wann immer es sinnvoll erscheint. Allerdings finde ich, daß man sich bewußt machen sollte, daß es sich dabei um Leistungen handelt, die keineswegs selbstverständlich sind. Die Möglichkeit, Vermittlungsgutscheine zu bekommen, gab es nicht schon immer.

  • Zitat

    Original geschrieben von Taylormade
    ...
    Sofern es Dich selbst betrifft: Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles, alles gute und viel Erfolg bei der Job-Suche. Ob nun per Arbeitsamt, privatem Job-Vermittler, Zeitungsannoncen, Verbände oder was auch immer. :top:


    danke... ja nun biun auch ich mal an der reihe nachdem ich seit 5 jahren in diesem büro arbeitete.


    zu den privaten vermittlern: ja ich meine diese, wo man nen gutschein bekommt und dann zum vermittler gehen kann.


    aber wozu diese gutscheine? ich meine der staat bezahlt ja auch die angestellten in der bundesagentur, gut die übernehmen die formalitäten und die aufnaheme, aber ich habe das gefühl bei einem privaten besser aufgehoben zu sein, denn dort ist es ja lebenswichtig die leute zu vermitteln da man sonst den laden zumachen kann - bei der budesagentur genau umgekehrt... je mehr vermittelt werden desto weniger eigene leute werden gebraucht...


    PS: es ist nicht so das ich nicht zahlen würde wenn mir ein privater nen job vermittelt... nur wollen die dann auch ein- zwei- tausend euro sehen... und je nachdem was man danach dann verdient, ist es entweder tragbar oder nicht...

    Mitglied NR. 17 im S///-Lampenbesitzer-Club

  • Zitat

    aber wozu diese gutscheine? ich meine der staat bezahlt ja auch die angestellten in der bundesagentur...


    Eben. Und weil er die sowieso schon bezahlt, will er halt erst mal sehen, ob deren Anstrengungen ausreichen, ehe er sich zusätzliche Kosten antut.
    Ob die Anstrengungen des Arbeitsamts tatsächlich hilfreich sind, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Du kannst ja mal bei denen anfragen, ob Sie Dir eine berufspezifische Fortbildung genehmigen. Ich weiß nicht, was es da bei Bauzeichnern gibt, aber vielleicht ist was dabei. Das kann ganz hilfreich sein.


    Gruß
    Taylormade

  • naja die dame die mich beraten hatte (oder den versuch startete) hatte zumindest ahnung awas man als bauzeichner so machen kann (ihr freund war wohl bauzeichner). montag muss ich ja wieder hin, arbeitsbescheinigung etc. abgeben... mal sehn was dann dabei raus kommt

    Mitglied NR. 17 im S///-Lampenbesitzer-Club

  • Ich frag mich, welche Legitimation die Bundesagentur für Arbeit außer der Arbeitslosenverwaltung überhaupt noch hat bei lächerlichen 5% Vermittlungsquote.


    Die ganze Arbeitsvermittlung könnte man eigentlich einstampfen und privaten Vermittlern überlassen.

    23.05.2009, 17:18 Uhr...VfB Stuttgart nach 3:1 in München Deutscher Meister 2009, Diego beendet in seinem letzten Spiel für Werder Wolfsburger Titelträume...

  • D-Love: Soviel zu den Künsten der privaten Arbeitsvermittler (wobei solche Zahlen natürlich nicht aussagekräftig sind, solange man nicht weiß auf welcher Basis sie ermittelt wurden oder inwieweit die Arbeitssuchenden auch eigeninitiativ tätig waren):


    Zitat

    Frankfurt a.M. · 31. März · Private Arbeitsvermittler agieren offenbar nicht erfolgreicher als die Ex-Monopolisten der Bundesagentur für Arbeit (früher Bundesanstalt, BA). Zum einen wird der Vermittlungsgutschein als neues Instrument kaum genutzt. Nur etwa jeder zwanzigste Anspruchsberechtigte hat die Scheine überhaupt beantragt und bekommen. Zum anderen ist die Erfolgsquote gering. Von den (nur) rund 801 000 Scheinen, die die Ämter zwischen April 2002 und Februar 2004 ausgegeben haben, wurden lediglich knapp sieben Prozent (54 000) auch eingelöst. Nur in diesen Fällen wurde also tatsächlich Arbeitslosen von privaten Vermittlern zu einem Job verholfen. Nur gut die Hälfte von ihnen erhielt allerdings Arbeitsverträge, die auf länger als sechs Monate angelegt waren.


    Den ganzen Artikel findest Du hier :Link


    Eine andere Auffassung wird hier vertreten:

    Zitat

    Private Arbeitsvermittler können dagegen auf eine deutlich höhere Erfolgsquote verweisen. Rund ein Drittel der Unternehmen bewertet die Vermittlungstätigkeit mit gut oder sehr gut.


    Der Link dazu: Link

  • das problem ist aber auch dsa viele arbeitslosen nichts oder fast nix über die privaten wissen.


    ne kollegin meinte neulich: "mein freund geht zu solchen leuten nciht... die bekommen ja noch geld dafür wenn sie ihn vermitteln" ... das sagt doch alles

    Mitglied NR. 17 im S///-Lampenbesitzer-Club

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