Krankenstand in Deutschland auf Rekordtief ... Arbeitgeber und Krankenkassen sparen

  • Zitat

    Original geschrieben von jabrokoss
    bei einer privaten krankenversicherung ist das wieder was ganz anderes... deshalb können die günstiger kalkulieren. aber über die reden wir hier nicht.


    Ich denke mal, dass er genau diese mit den "Online-Kassen" meinte. Ich halte private Krankenkassen auch für eins der größten Undinge, die es in diesem Land gibt. Aber lassen wir das, ist ja eigentlich nicht Thema hier.

  • Wie heisst es so schön: "Was uns nicht umbringt, macht uns härter".


    Wer also aus Schiss vor Entlassung arbeiten gehen kann, kann dies auch ohne Angst davor tun. Wer wirklich so krank ist, dass er physisch und/oder psychisch nicht mehr fähig ist, arbeiten zu gehen, dann bleibt er (zu recht) zuhause.


    Wenn ich dann an anderer Stelle lese und auch aus dem eigenen Bekanntenkreis höre, dass man im Jahr drei oder mehr Wochen krank ist, macht mein Kopf automatisch eine schüttelnde Bewegung. Gleichzeitig muss die daraus zu schließende Erkenntnis sein, dass man sich dies nur im Öffentlichen Dienst in nicht allzu wichtiger Position "leisten" kann. Aus meiner eigenen, neunmonatigen Erfahrung im ÖD, treffe ich diese Aussage einfach mal.


    Man muss sich mal auf der Zunge zergehen lassen, dass bei 30 Tagen Urlaub und 15 Tagen Krankheit (3 Wochen), insgesamt 45 Tage "verloren" gehen.


    Den Arbeitnehmern muss anscheinend erstmal verdeutlicht werden, wie wichtig Arbeit heutzutage ist, und sich jeder mal etwas am Riemen reissen muss und Urlaub und Krankheit nicht als Grundrechte von Arbeitnehmern angesehen werden.


    Trotz 2-3 teils heftigen Erkältungen im Jahr, finden sich für 2004 ganze 1,5 Krankheitstage in meiner "Akte". Angst entlassen zu werden, habe ich gewiss nicht, der Unternehmensdurchschnitt liegt, wenn man die notorisch "kranken" Azubis rausrechnet bei 2-3 Tagen. Angst um den Arbeitsplatz hat noch immer keiner.



    Aronia:
    Nun nehme ich als dritter hier im Thread folgenden Satz auf: "Es ist einfach dumm, sowas zu behaupten"


    Die meisten "klassischen" gesetzlichen Krankenkassen sind, fette, aufgeblasene Verwaltungsapparate, die es sich zum Teil trotz Milliardendefiziten leisten, 14 Monatsgehälter zu bezahlen. Dazu müssen dann die KK'n, welche "besser" wirtschaften, die defizitären Klötze finanziell unterstützen und über Wasser halten.


    Richtig machen es die privaten Krankenkassen. Keine Defizite trotz besserer Leistungen und niedrigerer Beiträge, dazu eine Portion Eigenverantwortung des Versicherten.


    Nun steht die Frage im Raum, welches das durchdachtere Konzept ist.



    Stefan

  • Zur Entlastung der ges. KK (bezüglich derer Du ansonsten aber absolut Recht hast) sei angemerkt, dass diese sich ihre Patienten halt nach wie vor nicht aussuchen können. Die Privaten dagegen schon. Diese Tatsache dürfte zu einem nicht geringen Teil dafür verantwortlich sein, dass private KKs i.d.R. Gewinne machen, gesetzliche dagegen nicht.

    Ist das eine von den Kirchen, wo man so kleine Cracker kriegt? Ich habe Hunger!

  • Zitat

    Original geschrieben von Stefan
    Wie heisst es so schön: "Was uns nicht umbringt, macht uns härter".

    Naja, Sklaverei, Leibeigenschaft, und die Situation zur Weltwirtschaftskriese haben auch die meisten Leute überlebt, trotzdem ist es aber in keinster Weise das was ein Ziel von Sozialpolitik sein soll.


    Aber in gewisser Weise hast du schon Recht, klar müssen sich da Arbeitnehmer der veränderten Situation stellen, aber dann sollen auch die Unternehmen ihrerseits Abstriche akzeptieren, und nicht nur immer von den Angestellten mehr Flexibiltät fordern, den den Konsumenten höhere Preise zumuten.


    Zitat

    Original geschrieben von Stefan
    Man muss sich mal auf der Zunge zergehen lassen, dass bei 30 Tagen Urlaub und 15 Tagen Krankheit (3 Wochen), insgesamt 45 Tage "verloren" gehen.

    Wenn wir annehmen das jemand wirklich krank ist und sich nicht nur krank stellt, dann muss man diese Zeit aus der Rechnung nehmen, der Angestellte hat davon nichts, und kann sie auch nicht anders einsetzen. Ansonsten will ich nicht jammern, aber 30 Tage Urlaub sind gemessen am europäischen Durchschnitt noch lange nicht an der Obergrenze. Aber das ist jetzt ja egal.


    Aber jegliche Rechnungen in dem Bereich sind ne reine Milchmädchenrechnung. Weil man das ganze auch andersrum aufzäumen kann.


    Eine Woche hat 168 Stunden, rechnen wir mal 62 Stunden zum schlafen weg, bleiben noch 106 Stunden übrig.


    Von diesen 106 Stunden fallen zwar vielleicht nur 38 Stunden offizielle Arbeitszeit an, dann kommen aber noch vielleich 3 Stunden als Überstunden, oder Weiterbildung hinzu. In den Pausen und auf dem Weg zur Arbeit, setzen wir hier mal 18 Stunden an, ist Angestellte ebenfalls belegt. Rechnen wir noch pauschal 4 Stunden Vorbereitungszeit hinzu, sind wir schnell bei 63 Stunden, das macht dann also 60 Prozent unserer Zeit.


    Wer 60 Prozent seiner Zeit mit dem Job verbringt, hat die 30 Tage Urlaub imho locker verdient.


    Zitat

    Original geschrieben von Stefan
    Richtig machen es die privaten Krankenkassen. Keine Defizite trotz besserer Leistungen und niedrigerer Beiträge, dazu eine Portion Eigenverantwortung des Versicherten.


    Diese Aussage ist auch beidseitig, es ist schon so, das die privaten Krankenversicherungen in vielen Bereich effektiver sind, aber anderseits sind die Beiträge im Alter auch nicht zu verachten, bzw. die Risikoabhängigkeit. Für eine Sozialversicherung käme so eine Tarifstruktur nicht in Frage, aber trotzdem finde ich auch das die gesetzlichen Krankenkassen in Teilen schon von den privaten Kassen lernen könnten.

  • @ stefan:


    ich bin ja immer froh, dass du mit deiner "langjährigen" erfahrung im öd, dich soooo gut auskennst....


    sorry, aber das iss auch dummfug, es gibt sicher einige stellen, die so sind, wie du beschreibst. aber lange nicht alle....


    ich arbeite auch so gesehen im öd und wir müssen genauso leistung bringen, wie anderswo... und das bei einer schlechteren bezahlung.

    "Sind das die Nazis, Walter? – Nein, Donny… Diese Männer sind Nihilisten! Du brauchst keine Angst zu haben…"

  • Zitat

    Original geschrieben von BigBlue007
    Zur Entlastung der ges. KK (bezüglich derer Du ansonsten aber absolut Recht hast) sei angemerkt, dass diese sich ihre Patienten halt nach wie vor nicht aussuchen können. (...)


    Natürlich ist meine Aussage überspitzt, dass es die gesetzlichen KK'n im Gegensatz zu den Privaten nicht einfach haben, ist mir schon klar.


    Allerdings können auch die gesetzlichen KK'n, bzw. der Gesetzgeber z.B. von der Tarifstruktur lernen. Für einen geringeren Beitrag bin ich gerne bereit, eine Selbstbeteiligung in Form einer Summe oder eines prozentualen Anteils auf mich zu nehmen, in einer gesetzlichen Regelung z.B. abhängig vom Gehalt. So können die KK-Beiträge und so auch die Lohnnebenkosten auf Dauer gesenkt werden. Grundlage wäre dann natürlich eine Einheitliche Krankenkassenstruktur abseits von gesetzlich oder privat.


    Den Sozialstaat mit dem allumfassenden Solidaritätsprinzip können wir uns schon lange nicht mehr leisten.



    Zitat

    Original geschrieben von jabrokoss
    ich bin ja immer froh, dass du mit deiner "langjährigen" erfahrung im öd, dich soooo gut auskennst....


    Da mein bester Freund meinen Job "übernommen" hat, habe ich noch perfekten Einblick in die Situation dort. Die "Erfahrungen" beruhen also auf inzwischen drei Jahren. Drei Wochen Krankheit sind dort noch wenig - vier bis sechs Wochen und alle paar Jahre ein Kürchen sind normal. Dabei geht es konkret um eine EDV-Abteilung, bzw. inzwischen ein Amt für Organisation und IT in einer Stadtverwaltung mit 3.000 Mitarbeitern. Schon in meiner relativ kurzen Tätigkeit dort bin ich also viel rumgekommen in den verschiedensten Ämtern, Dezernaten, "Stellen" etc. Wenn man sich auf der "Stelle zur Gleichberechtigung der Frau" darüber gedanken macht, wie man es organisiert ein rollierendes Verfahren einzuführen, dass jede Kollegin mal den Schreibtisch am Fenster bekommt, kann was nicht stimmen.


    Der Staat macht es den Faulenzern, Quärulanten und Simulanten also perfekt vor.



    Stefan
    [small]Sklave der Marktwirtschaft[/small]

  • Zitat

    Original geschrieben von Stefan
    Allerdings können auch die gesetzlichen KK'n, bzw. der Gesetzgeber z.B. von der Tarifstruktur lernen. Für einen geringeren Beitrag bin ich gerne bereit, eine Selbstbeteiligung in Form einer Summe oder eines prozentualen Anteils auf mich zu nehmen, in einer gesetzlichen Regelung z.B. abhängig vom Gehalt. So können die KK-Beiträge und so auch die Lohnnebenkosten auf Dauer gesenkt werden.


    Das versteh ich nicht ganz.


    Wenn die Beteiligung wieder vom Gehalt abhängig wäre, aber die Beiträge geringer wären, hast du doch auch nichts davon, nur du es dann vielleicht mehr vom Arbeitgeber ausbezahlt bekommst, aber es sofort wieder an die Krankenkassen weiterreichen musst.


    Ausserdem ist es für den Arbeitgeber egal, weil dann vielleicht die Lohnnebenkosten geringer sind, aber den Überschuss an die auszahlen muss, damit du dir Krankenkassen bezahlen kannst. Verzichtet man darauf, stehst du netto mit weniger da.


    Würde man die Tarifstruktur der privaten Kassen direkt übernehmen, wären wir da das z.B. Leute mit gernigen Einkommen wie Auszubildende, oder Arbeitnehmer mit grösserem Risiko, wie älter Arbeitnehmer mehr als ein Drittel ihres Einkommens für die Krankenversicherung aufwenden müssten.


    Was sinnvoll wäre, wenn man die gesetzliche Krankenversicherung modularer aufbauen würde, wie es bei den privaten Krankenversicherungen der Fall ist.

  • Zitat

    Da mein bester Freund meinen Job "übernommen" hat, habe ich noch perfekten Einblick in die Situation dort. Die "Erfahrungen" beruhen also auf inzwischen drei Jahren. Drei Wochen Krankheit sind dort noch wenig - vier bis sechs Wochen und alle paar Jahre ein Kürchen sind normal. Dabei geht es konkret um eine EDV-Abteilung, bzw. inzwischen ein Amt für Organisation und IT in einer Stadtverwaltung mit 3.000 Mitarbeitern. Schon in meiner relativ kurzen Tätigkeit dort bin ich also viel rumgekommen in den verschiedensten Ämtern, Dezernaten, "Stellen" etc. Wenn man sich auf der "Stelle zur Gleichberechtigung der Frau" darüber gedanken macht, wie man es organisiert ein rollierendes Verfahren einzuführen, dass jede Kollegin mal den Schreibtisch am Fenster bekommt, kann was nicht stimmen.
    Der Staat macht es den Faulenzern, Quärulanten und Simulanten also perfekt vor.


    Was ich mich bei solchen Sätzen immer Frage ist, woher diese fast paranoide Angst vor einem selbstbestimmten Leben eigentlich kommt?



    Die Leute, die sich nicht widersinnigerweise für ihren Arbeitgeber aufreiben-diese Leute haben doch blos Spaß am Leben, so daß sie diesen in die Arbeitswelt mitheineintragen.


    Und wenn einer von 365 Tagen im Maximalfall 30 Tage krank ist (denn die "bis zu 6 Wochen" von denen du redest sind schließich immer noch Werktage und nicht volle Wochen, oder gehört deinem Chef auch dein Wochenende?), dann ist das nun wirklich nicht zu viel.


    Man geht zur Arbeit um Geld zu verdienen. Niemand geht dorthin (sofern er gesund ist), weil die Arbeit ihm den Lebenssinn ersetzen oder gar erschaffen soll und auch nicht, um draufzuzahlen. Schließlich wirken wir immernoch im Kapitalismus-und das heisst, den maximalen Gewinn zu erreichen.


    Der Arbeitnehmer verkauft seine Arbeitskraft, es wäre geradezu töpelhaft,
    wenn man nicht für so wenig Arbeit wie möglich das bestmögliche Gehalt erreichen wollte.


    Das scheint aber auch nur eine deutsche Manie zu sein, dieses "Arbeit über alles".


    In den südlicheren Ländern dieser Welt wird man als ganz normal gesehen, wenn das Leben zuerst und die Arbeit irgendwann kommt. Und die Länder stehen uns in Lebensqualität nun in den meisten Dingen in wirklich nix nach...

  • Zitat

    Original geschrieben von Stefan
    Nun nehme ich als dritter hier im Thread folgenden Satz auf: "Es ist einfach dumm, sowas zu behaupten"


    Ein sehr netter Start in eine Diskussion, meine Äußerung erstmal pauschal als dumm zu bezeichnen :rolleyes: Eigentlich erschien mir das Thema etwas Off-Topic, aber nun gut...


    Zitat

    Original geschrieben von Stefan
    Richtig machen es die privaten Krankenkassen. Keine Defizite trotz besserer Leistungen und niedrigerer Beiträge, dazu eine Portion Eigenverantwortung des Versicherten.


    Nun steht die Frage im Raum, welches das durchdachtere Konzept ist.


    Du machst es Dir zu einfach. Die Bevölkerung besteht nicht nur aus gutverdienenden und gesunden Menschen, die sich "Eigenverantwortung" leisten können. Es gehört zu den elementaren Dingen des menschlichen Zusammenlebens, dass sich die Gemeinschaft um ihre schwächsten Mitglieder kümmert. Wenn sich nun gerade diejenigen, denen es finanziell besonders gut geht, aus diesem Solidarprinzip verabschieden, läuft etwas kräftig schief. Und das Kassen, die besonders kranke Menschen einfach ablehnen können, billiger als andere sind, versteht sich irgendwie von selbst...

  • Zitat

    Original geschrieben von pallmall
    Was ich mich bei solchen Sätzen immer Frage ist, woher diese fast paranoide Angst vor einem selbstbestimmten Leben eigentlich kommt?


    :confused: Kannst Du konkretisieren, was Du damit meinst? Zeugt es von Selbstbestimmung, wenn man sich den ein oder anderen freien Tag durch eine Krankheit nebenher gönnt?


    Zitat

    Die Leute, die sich nicht widersinnigerweise für ihren Arbeitgeber aufreiben-diese Leute haben doch blos Spaß am Leben, so daß sie diesen in die Arbeitswelt mitheineintragen.


    Ich weiss nicht, wie Du es siehst, aber ich habe in meinem beruflichen Leben durchaus noch einiges vor. Es ist sicher nicht erstrebenswert, jeden Tag seine 8 Stunden abzusitzen, die Schnauze zu halten, die Scheissegalhaltuntg aufzusetzen und nach 45 Jahren Arbeitsleben immernoch den Bleistift des Vorgesetzten zu spitzen.


    Ich frage mich, wo da Lebensfreude aufkommen soll oder wie Du mir und anderen engagierten Mitarbeitern mangelnde Lebensfreude unterstellen kannst. Da ich mich in der glücklichen Lage befinde, meine Interessen und Hobbys zu meinem Beruf gemacht zu haben, stellt mein Job durchaus einen großen Anteil an meiner Lebensqualität dar und ist auch ein wichtiger Lebensinhalt, den ich nicht missen möchte.


    Zitat

    Und wenn einer von 365 Tagen im Maximalfall 30 Tage krank ist (denn die "bis zu 6 Wochen" von denen du redest sind schließich immer noch Werktage und nicht volle Wochen, oder gehört deinem Chef auch dein Wochenende?), dann ist das nun wirklich nicht zu viel.


    Wenn Du beim Zusatzurlaub ...pardon... bei den Krankheitstagen von Werktagen sprichst, musst Du dies auch bei der Berechnung der Arbeitstage so tun. Dann bleiben abzüglich Wochenenden (52x2 Tage) und ca. 10 Feiertagen (je nach Bundesland), plötzlich nur noch 251 Tage übrig. Dann ziehen wir noch 30 Tage Urlaub ab, schon sind wir bei nur noch 231 Arbeitstagen.


    Willst Du jetzt immernoch allen Ernstes behaupten, dass 30 Krankheitstage nicht zu viel seien?


    Zitat

    Man geht zur Arbeit um Geld zu verdienen. Niemand geht dorthin (sofern er gesund ist), weil die Arbeit ihm den Lebenssinn ersetzen oder gar erschaffen soll


    Und wer finanziert den Lebenssinn in Form von Familie, Kindern, Freunden, Freizeit, Auto, Haus, etc. pp.? Die Krankenkasse? Der liebe Herr Bundeskanzler? Oder doch eher die Mami oder der Papi?


    Zitat

    und auch nicht, um draufzuzahlen.


    Ich habe meinem Chef noch keinen Cent mitbringen müssen... :confused:


    Zitat

    Schließlich wirken wir immernoch im Kapitalismus-und das heisst, den maximalen Gewinn zu erreichen.


    Und wer soll den Gewinn erwirtschaften, wenn alle nur noch nach den Freuden des Lebens strebt?


    Zitat

    Der Arbeitnehmer verkauft seine Arbeitskraft, es wäre geradezu töpelhaft, wenn man nicht für so wenig Arbeit wie möglich das bestmögliche Gehalt erreichen wollte.


    Irgendwas läuft bei Deinen Gedankengängen gewaltig schief. Der Kapitalismus ist eben nicht eine einseitige Diktatur des Arbeitnehmers, der bestimmt wie viel er für was arbeiten möchte. Solche Quärulanten sitzen irgendwann zurecht auf der Straße.


    Zitat

    Das scheint aber auch nur eine deutsche Manie zu sein, dieses "Arbeit über alles".


    Ach ja?


    Zitat

    In den südlicheren Ländern dieser Welt wird man als ganz normal gesehen, wenn das Leben zuerst und die Arbeit irgendwann kommt. Und die Länder stehen uns in Lebensqualität nun in den meisten Dingen in wirklich nix nach...


    Toll. Ich kann mir bessere Lebensstandards vorstellen als Samstags den Schotterweg vor meiner Wellblechhütte zu fegen. :rolleyes:


    Wer es im Leben zu entwas bringen möchte, muss Leistung bringen. Das ist ganz gewiss nicht nur in Deutschland so. Ich zumindest bin nicht nur eine funktionierende Maschine, die täglich 8 Stunden abarbeitet um über Jahrzehnte lang am Monatsende das Selbe in der Lohntüte zu finden, nur um etwas mehr Freizeit zu haben.


    Wenn Du irgendwann von einer der anderen 4.000.000 Maschinen ersetzt wirst, die auf Arbeit warten, können wir das gerne nochmal genauer ausdiskutieren. Freizeit genug dazu hättest Du ja dann...


    Zitat

    Original geschrieben von Aronia
    Ein sehr netter Start in eine Diskussion, meine Äußerung erstmal pauschal als dumm zu bezeichnen :rolleyes: Eigentlich erschien mir das Thema etwas Off-Topic, aber nun gut...


    Nunja - eine Zigarre ist eben manchmal einfach nur eine Zigarre. Und eine dumme Aussage wird durch Wahrung der Freundlichkeit auch nicht direkt zu einer weniger dummen Aussage.


    Also: Pauschal dumm (Deine Aussage).

    Zitat


    Du machst es Dir zu einfach. Die Bevölkerung besteht nicht nur aus gutverdienenden und gesunden Menschen, die sich "Eigenverantwortung" leisten können. Es gehört zu den elementaren Dingen des menschlichen Zusammenlebens, dass sich die Gemeinschaft um ihre schwächsten Mitglieder kümmert. Wenn sich nun gerade diejenigen, denen es finanziell besonders gut geht, aus diesem Solidarprinzip verabschieden, läuft etwas kräftig schief. Und das Kassen, die besonders kranke Menschen einfach ablehnen können, billiger als andere sind, versteht sich irgendwie von selbst...


    Das hatten wir ja weiter oben schon geklärt.


    Trotzdem kann sich niemand auf Dauer das fette Gesundheitssystem in Deutschland leisten. Dass Du BKK'n und private KK'n deshalb in eine negative Ecke stellst ist mehr als fragwürdig, bzw. wie oben beschrieben.



    Stefan

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