deutschland stirbt aus, was tun?

  • Immer ist jemand dafür schuld, aber nie die Leute selber...


    Wir sind alle keine Soziologen, Politiker oder Psychologen.


    Aber meiner Meinung nach sind weder die Ausländer schuld,
    die dieses Land mehr unterstützen und bereichern als ausnutzen,
    noch ist die (Familien-)Politik Ursache einer sinkenden Geburtenrate,
    denn wir sind letztendlich eine Wohlstandsgesellschaft und ein Sozialstaat,
    in der es immer möglich ist, Kinder großzuziehen.


    Solange sich die Einstellung in den Köpfen, die Prioritäten im Berufsleben
    und die Vorstellung von Familie bei jedem Einzelnen nicht ändert,
    wird sich das nicht bessern und die Prognose mehr oder weniger (leider) aufgehen.


    Wie oben schon gesagt, jemand mit 3 oder 4 Kindern wird hierzulande
    fast schon als assozial gesehen, in anderen Ländern wie z.B. Saudi-Arabien
    hingegen sind Kinder ein Synonym für Glück und Lebenssinn.


    Man sollte manchmal auch sich selber als möglichen Schuldigen in Anbetracht ziehen.

    Signatur ist so 2002.

  • die frage lautet doch: d stirbt aus, was tun?
    luposen hats doch schon fast gesagt, grenzen auf (europa zeigts) und alle leute einmal mischen lassen:D


    denkt doch mal an die armen chinesen und inder:eek: für die ist kaum noch platz zu hause


    wenn sie sich benehmen? wolle ma se reinlasse


    ist in 50 jahren die BRD nur noch eine art landkreis auf der europakarte? was interessiert es mich was in 50 jahren in d passiert, wenn ich meine rente auf malle genieße:D

  • Re: Re: Vorhersagen sehr sicher!


    So, jetzt habe ich auch wieder Zeit etwas zu schreiben.


    Zitat

    Original geschrieben von Krähe
    Und ich bleibe dabei - in 50 Jahren kann sich so viel ändern, daß es absolute Zeitverschwendung ist, über solch langfristige Tendenzen Statistiken aufzustellen. Niemand - in diesem Fall auch keine Statistik - kann so weit in die Zukunft sehen.


    Man kann die Zahlen nicht wegdiskutieren. Kinder können nun mal nur Frauen im gebährfähigen Alter bekommen. Wenn deren Zahl aber so rapide abnimmt wie bei uns, muss das einen erheblichen Rückgang der Geburten in den nächsten Jahren nach sich ziehen. Dabei werden dann aber auch weniger Mädchen geboren, also wiederum weniger potentielle Mütter. Das ganz verstärkt sich sozusagen selbst.
    Die Mädels können mit 55, auch wenn sie es wollten, keine Kinder mehr kriegen.


    Gruß


    Pitter

  • Re: Darfs auch etwas mehr sein? oder: Ich sehe was, was du nicht siehst!


    Zitat

    Original geschrieben von Chevygnon
    Mal so ne ganz allgemeine Frage in die Runde:
    Selbst wenn hier nur noch 58Mio Menschen leben...wo ist eigentlich das Problem?
    Ich meine viel wichtiger finde ich ehrlichgesagt die Frage, wie es diesen 58Mio dann geht..wirtschaftlich, gesellschaftlich, politisch und finanziell.


    Das Problem sind nicht weniger Menschen in D sondern die schnelle Änderung und die Verschiebungen in der "Alterspyramide".



    Zitat

    Ob diese Statistiken nun stimmen und doch eher ins blaue geraten sind wird man eh erst in 50 Jahren zuverläsig beantworten können.
    Von daher halte ich auch nichts davon, hier felsenfest etwas zu behaupten, was definitiv niemand wissen kann.


    Da Kinder immer eine Mutter haben, sind die Statistiken nicht ins Blaue geraten. Wenn die Zahl der Frauen im gebährfähigen Alter so schnell abnimmt wie bei uns, muß das, wenn sich die Geburtenrate nicht extrem ändert, zu entsprechenden Entwicklungen in den nächsten Jahren führen.


    Gruß


    Pitter

  • Zitat

    Original geschrieben von Handyguru
    was interessiert es mich was in 50 jahren in d passiert, wenn ich meine rente auf malle genieße:D


    Es sollte Dich schon ein klein wenig interessieren, ob in 50 Jahren Jemand da ist, der Dir Deine Rente zahlt. ;)


    Gruß


    Pitter

  • Re: Re: Re: Vorhersagen sehr sicher!


    Zitat

    Original geschrieben von Pitter
    Man kann die Zahlen nicht wegdiskutieren.

    Doch, man kann, denn die Zahlen stehen alleine auf der (ziemlich wackeligen) Basis, daß sich im Laufe der nächsten 50 Jahre nichts ändert. Alleine eine drastische Erhöhung des Kindergeldes würde genügen, um die Umstände so radikal zu ändern, daß diese Statistik ganz schnell in den Abfalleimer wandert. ;)
    Und wenn man nur ein so simples Mittel bräuchte, um gewissermaßen die Zukunft zu ändern, kann man wirklich nicht von gesicherten Zahlen sprechen, "die man nicht wegdiskutieren kann".

    Sic gorgiamus allos subjectatos nunc.

  • Re: Re: Re: Re: Vorhersagen sehr sicher!


    Zitat

    Original geschrieben von Krähe
    Doch, man kann, denn die Zahlen stehen alleine auf der (ziemlich wackeligen) Basis, daß sich im Laufe der nächsten 50 Jahre nichts ändert. Alleine eine drastische Erhöhung des Kindergeldes würde genügen, um die Umstände so radikal zu ändern, daß diese Statistik ganz schnell in den Abfalleimer wandert. ;)
    Und wenn man nur ein so simples Mittel bräuchte, um gewissermaßen die Zukunft zu ändern, kann man wirklich nicht von gesicherten Zahlen sprechen, "die man nicht wegdiskutieren kann".


    Du glaubst tatsächlich, dass eine Kindergelderhöhung zur wesentlichen Änderung der Situation führen würde?
    Abgesehen von der (un)Bezahlbarkeit glaube ich nicht, dass dies massenhaft die Einstellung ändern würde. Zustände wie in Saudi Arabien (was die Geburtenrate betrifft) sind sicher um ein vielfaches unwahrscheinlicher als das schlimmste Szenario für den Bevölkerungsrückgang in unserem Lande. Ausserdem, mit einer einfachen Änderung ist es ja nicht getan, ein Problem wäre auch die fehlende Basis (Frauen im entsprechenden Alter). Sehr hohe Geburtenraten sind zudem ähnlich problematisch wie sehr geringe.


    Pitter


  • Selber vorsorgen:top:

  • Zitat

    Original geschrieben von Pitter
    Du glaubst tatsächlich, dass eine Kindergelderhöhung zur wesentlichen Änderung der Situation führen würde?

    Ja, das glaube ich, denn wenn Kinder für die Eltern nicht mehr automatisch größere finanzielle Einbußen mit sich bringen würden, sähe alles schon ganz anders aus. Daß das momentan nicht zu finanzieren ist, habe ich schon geschrieben - war ja auch nur ein Gedankenmodell; ändern würde es die Situation definitiv.


    Aber wenn Du so gerne an diese Statistik glauben möchtest, tu das. ;)

    Sic gorgiamus allos subjectatos nunc.

  • Das Problem ist, dass fast alle Faktoren, die nach eurer Ansicht Vorhersagen so unwägbar machen, auf Jahrzehnte festgelegt sind. Lediglich die Geburtenrate wäre schnell änderbar, es ist aber nicht anzunehmen, dass dies wirklich geschieht.
    Für eine stabile Bevölkerungsentwicklung muß die Geburtenrate etwas über 2 liegen, zur Zeit liegt sie bei uns bei 1,4, mit sinkender Tendenz. Für eine kinderlose Frau müßte eine andere bereits vier Kinder haben, um den Schnitt wieder auf zwei zu bringen. Dies ist in unserem derzeitigen kinderfeindlichen gesellschaftlichen Umfeld undenkbar.


    Pitter

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