Finanzierung Physiotherapie-Ausbildung über Kredit, Bankensuche

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    Original geschrieben von Martyn
    Wenn jetzt schon 120€ Geld für die Schule fehlen ist es damit nicht getan. Selbst wenn sie zuhause wohnt, kommt noch das Geld für Mittagessen, eigener Bedarf und weggehen dazu. Wenn vielleicht noch ein Auto da ist, kommen Sprit und Unterhaltkosten noch dazu.


    Keine Angst, so naiv gehen wir da nicht ran :) Geld für Essen, Busticket, Telefon, Weggehen, etc. ist natürlich in den fehlenden 120 EUR schon drinnen. Und die 120 EUR sind auch schon mit Nebenjob für ca. 60 EUR im Monat gerechnet. Ich weiss nicht, ob neben der Schule und dem Lernen wirklich noch ein richtiger Job drinnen ist, die Ausbildung soll nicht gerade einfach sein.


    Bzgl. der Jobchancen: Danach muss sie sich wahrscheinlich wie ein Student einen Job suchen. Natürlich ist das ganze dann mit einem Risiko verbunden, aber ich denke schon, dass 200 EUR pro Monat Kreditbelastung vertretbar hat, wenn man denn Arbeit hat. Das ist natürlich der Knackpunkt, aber das Leben ist nunmal nicht ganz ohne Risiko. Ich habe ihr aber gesagt, sie soll sich nochmal genauer über die Chancen, direkt einen Job zu finden, informieren.

  • Ich will jetzt nicht generell davon abraten, auch wenn ich ohnehin keine zu gute Meinung von privaten Bildungseinrichtungen habe. Das wichtigste an eine Ausbildung wäre, besonders in Gesundheitsbereicht, das der Abschluss entweder staatlich annerkannt ist oder mit einem offiziellen Berufsabschluss endet.


    Ansonsten möchte ich nochmals betonen, das man keinesfalls zu knapp kalkulieren soll. Denn auch wenn es jetzt gerade noch so für Busticket und weggehen reicht, die Anforderungen können sich schnell ändern. Was ist wenn sie vielleicht für den Job ein Auto benötigt, oder sich in jemanden der weiter weg wohnt verliebt, und dann einiges an Geld für das hin- und herfahren draufgeht. Ausserdem sollte man auch noch etwas Geld für persönliche Bedürfnisse wie mal nen kleineren Urlaub, Klamotten oder vielleicht ein Handy einplanen.


    Ausserdem ist es nicht garantiert, das sie sofort nach der Ausbildung einen Job findet, und wenn es kein Ausbildungsvertrag wie bei einer dualen Ausbildung ist gibt es auch kein Arbeitslosengeld. Und was ist wenn sie danach noch Abi nachmachen möchte oder sowas in der Art und deswegen nicht voll erwerbstätig sein kann. Oder das sich die Ausbildung durch Krankheit um ein halbes Jahr verlängert oder sowas, was wir natürlich nicht hoffen wollen.


    Und selbst wenn sie dann eine feste Anstellung findet, gerade im Gesundheitsbereich sind die Gehälter eigentlich nicht so üppig. Ich denke das man mit Steuerklasse I oder II kaum mehr als so 900 bis 980 Euro rausbekommen wird. Hört sich zwar nicht so schlecht an, aber bis dahin vergehen ja noch ein paar Jahre, und dann kommen vielleicht Dinge wie Leasingraten fürs Auto oder Miete für die Wohnung dazu.


    Und bis 30 am Existenzminimum leben und die Schulden für die Ausbildung abstottern wäre wirklich nicht mein persönlicher Traum. Zumal man dann nicht mal wie bei einem Studium ein Diplom oder Bachelor im Namen hat, und auch nicht dementsprechend später verdienen kann.

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Ich will jetzt nicht generell davon abraten, auch wenn ich ohnehin keine zu gute Meinung von privaten Bildungseinrichtungen habe. Das wichtigste an eine Ausbildung wäre, besonders in Gesundheitsbereicht, das der Abschluss entweder staatlich annerkannt ist oder mit einem offiziellen Berufsabschluss endet.


    Wir reden hier nicht über "Annegrets Yoga-Schule". Diese Ausbildungen hier, die generell selbst bezahlt werden müssen (wie z.B. eben Physiotherapeuten, Rettungsassistenten usw.) sind dennoch staatlich anerkannte und staatlich geprüfte Ausbildungen. Sonst könnten sie ja z.B. im Fall der Physiotherapeuten auch gar nicht über die Kassen abgerechnet werden.


    Allerdings ändert das nichts daran, daß tatsächlich in diesem Bereich nicht das große Geld verdient wird. Das sehe ich direkt bei meiner Freundin (Rettungsassistentin und trotz Paramedic-Zusatzausbildung unterbezahlt. ;) ) sowie einer anderen Freundin, die eben Physiotherapeutin ist und sich ihr Angestellten-Gehalt nebenbei als Physiotherapeutin bei den Darmstädter Lilien (Fußballverein Darmstadt 98) aufbessern muß.


    Desweiteren sind diese Ausbildungen eben eher, wie schon gesagt, schulischer Natur und man ist nicht wie bei BA und den meisten anderen Ausbildungen schon in einem Unternehmen integriert und kann sich zur Übernahme empfehlen.

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